X6x Tablet Totalausfall - Fingerprint, Stift, ..

michaelmitt

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Guten Abend Community!

Ich habe mein ThinkPad vor genau 1 Jahr gebraucht erworben und hatte bisher noch keine Probleme damit.
Leider bin ich mitlerweile ein wenig abhängig von den vielen Vorzügen eines Tablets geworden, umso schlimmer meine Lage.

Seit heute Nachmittag bemerkte ich beim Login das plötzlich der Fingerprint komplett stumm war und bei genaueren hinsehen stand da auch - nichts angeschlossen!? Nachdem eine Neuinstallation und Systemwiederherstellung nichts gebracht hatte vermutete ich ein größeres Problem.
Dies wurde schnell bestätigt da die unter dem Bildschirm befindlichen Knöpfe ebenfalls keine Funktion mehr hatten und der Stift ebenfalls. Mit Ausnahme des Einschaltknopfes, der tut noch seinen Dienst. Weiters fährt das Gerät auch nicht mehr in den Ruhezustand wenn das Display geschlossen wird.

Die letzten 2 Stunden habe ich damit verbracht einen möglichen (sichtbaren) Fehler am Kabelbaum zu finden, bin daraus aber nicht wirklich weiter gekommen.

Eventuell wichtige Anmerkungen:
Vor 5 Wochen bekam der Tablet eine Wasserdusche, nicht von mir sondern von einen meiner Kollegen (wie immer halt). Darauf hin wurde die Tastatur ausgetauscht da vermutlich eine Korrosion nach einigen Stunden diese unbrauchbar machte.

Ich hoffe jemand kann mir weiterhelfen, vielen Dank schoneinmal im Voraus!
 
Willkommen im Forum.
Das riecht mir irgendwie nach schleichender Korrosion auf dem Board oder irgendwelchen anderen Platinen.
Lies dir mal das hier durch:
http://thinkpad-forum.de/threads/77...-Thinkpad-Baden-gegangen-ist-(erste-Schritte)

Ich vermute mal, es war kein VDE-konformes, reinstes Wasser, sondern welches mit irgendwelchen komischen Zusätzen (Alkohol, Zucker, Dreck...?)

Edit: Welches Gerät ists denn? X60t/X61t?
 
Zuletzt bearbeitet:
Wann war der Flüssigkeitsschaden?
Board vielleicht mal in Isoprop baden (nach Anleitung!!! Nicht einfach so!)

Vorher bitte mal noch ein Linux booten, mir mal die Ausgabe von lsusb (in der shell) geben und mir verraten ob es da läuft - falls der FPR da nicht auftaucht ist das Ganze vermutlich ein Hardwareschaden.

Sollte es keine Korrosion (also kein Flüssigkeitsschaden) gegeben haben ist vielleicht das Displaykabel hin?
Phil2009 schrieb:
Ich vermute mal, es war kein VDE-konformes, reinstes Wasser, sondern welches mit irgendwelchen komischen Zusätzen (Alkohol, Zucker, Dreck...?)

DIN VDE 0510! ;)

War in dem Wasser vielleicht Kohlensäure mit drin?
Schade Phil, für H[SUB]2[/SUB]CO[SUB]3[/SUB] sagt der VDE gar nichts ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Erstmal vielen Dank für Eure schnellen Antworten!

Phil2009:
Ich vermute auch das Korrosion dazu beitragen kann aber mir kommts dennoch etwas eigenartig vor, dass sich diese nach so langer Zeit noch ausbreiten kann meine ich.
Tatsächlich war es gewöhnliches Leitungswasser ohne irgendwelchen Zusätzen.

Verzeihe meine Vergesslichkeit, es ist ein X60t.

sys.:
Isopropanol wird da nicht mehr viel ändern, die Bewässerung liegt schon über 5 Wochen her.

EDIT
sys.:
Ich bin leider schon länger nicht auf Linux unterwegs gewesen, könnte etwas dauern aber ich denke das wird ohnehin wieder auf einen Gerätefehler schließen lassen, eine zweite HDD (ehemalige vor der jetzigen SSD) die vorher noch funktionierte zeigt die selben Symtome.
 
Zuletzt bearbeitet:
michaelmitt schrieb:
ohne irgendwelchen Zusätzen.
Im Leitungswasser ist auch erheblich viel "Dreck" drin (Mineralstoffe etc.), das reicht um Dinge zu korrodieren.
Aber vielleicht drückst du mal ein wenig auf deine Stecker und guckst ob das was ändert. Möglicherweise hast du Glück.

Korrosionserscheinung treten teilweise auch Monate später auf.
 
Ich bleib dabei, dass das was mit dem Wasserschaden zu tun hat. Da werden sich irgendwelche ekligen Salze oder so auf dem Board breitgemacht haben und die sorgen jetzt für einen Kurzschluss oder unerwünschten Kontakt. Wenn man das Board in Isopropanol badet und alles ordentlich sauber macht, besteht sogar eine recht große Chance, dass hinterher alles wieder geht ;)
 
Mach bitte mal ein recht hochaufgelöstes Bild und poste das mal - dann kann man da vielleicht mehr zu sagen. Das mit dem Kabel ist auch nur ein Siemens Luft Rettungsanker (also eher unwahrscheinlich) - aber ich beziehe es mal mit in Betracht ;)
 
Foto wird gemacht allerdings erst morgen, da ich erst eine anständige Kamera auftreiben muss.
Viel wird man nicht sehen können, gerade die wichtigste Stelle (im Gelenk) hab noch nichtmal ich zu gesicht bekommen da ich an dem Punkt schon gezweifelt habe ob ich das Ganze wieder so hinbekomme wie ich es zerlegt hatte. Meine Berufung liegt halt in der Leistungselektronik.

Vermutlich hatte ich damals als das mit dem Wasser passiert ist Glück im Unglück, ich brauchte den Tablet ganz dringend daher hab ich das Wasser (das ja nicht gerade nach viel aussah) einfach ausgeschüttelt (oder verteilt, hehe). Nach 4 Stunden hatte ich erst die Möglichkeit die Tastatur zu entfernen und da fanden sich auch schon mehr keine Wasserspuren wie ich vermutet hatte.
Im nachhinein dachte ich mir schon ich habe die Situation viel zu unterschätzt.
 
Hast du mal den Displaykabelstecker abgeschraubt, der ist bei den X6*t so groß dass sich da so einiges drunter sammeln kann...

Einfach mal fönen die Stelle wenn du es auf hast (nicht zu heiß!) und schauen ob es danach wieder geht. Kann sein dass sich das Wasser ganz langsam da drunter gezogen hat.
 
HI, das sind jetzt einfach die Folgeschäden von dem Wasser. Auch wenn man noch so dringend sein NB benötigt, die zwei oder drei Stunden Zeit hat jeder.

Notebook zerlegen, Board mit Isopropanol gut reinigen, trocknen lassen via Heizung, grob zusammenstecken und auf funktion überprüfen.

Jetzt wirst du wohl um ein gebr. Board nicht herum kommen, da ich stark vermute, dass diverse Bauteile durch Wasser zerstört wurden.

Da du den Schaden selber nicht verursacht hast, könnte hier sogar die Haftpflichtversicherung des Verursachers in Anspruch genommen werden, kläre das mal mit ihm ab.

Nobby
 
Phil2009:
Ich vermute auch das Korrosion dazu beitragen kann aber mir kommts dennoch etwas eigenartig vor, dass sich diese nach so langer Zeit noch ausbreiten kann meine ich.
Tatsächlich war es gewöhnliches Leitungswasser ohne irgendwelchen Zusätzen.

Verzeihe meine Vergesslichkeit, es ist ein X60t.

sys.:
Isopropanol wird da nicht mehr viel ändern, die Bewässerung liegt schon über 5 Wochen her.

Versuchen kann man es dennoch: Einer aus dem Forum hatte sogar ein Thinkpad reanimiert, das schon mit Schimmel befallene Flüssigkeitsschäden aufwies.

Den Artikel durchgehen und auch die Links am Ende nutzen.
http://thinkpad-wiki.org/Erste_Hilfe_bei_Flüssigkeitsschäden
 
Lang hats gedauert und nachdem mir beim ersten mal 96% Weingeist gebracht wurde erhielt ich beim zweiten Anlauf die 0,5l Isopropanol sogar gratis..
Jetzt baden erstmal das Board und die Displaykabelbrücke. Hat da einer von Euch eine Idee wie lange das Ganze baden soll bzw. muss die Trocknung auch 2-3 Tage erfolgen wo ja eigentlich fast kein Wasser mehr aufm Board vorhanden ist? Bei indirekter Fönbelüftung dürfte das Isopropanol ja in Minuten verschwunden sein.
 
Hi, baden ist gut, mit einem Pinsel alles gut abwaschen und nach Möglichkeit mittels Druckluft gut abblasen, danach min. 24Stunden auf die Heizung legen.

Nobby
 
Ich hatte damals das Board meines 390X so gereinigt:
- Erst in der 50:50-Mischung aus Iso und Wasser durchschwenken
- dann mit dem Pinsel die verdrecken Stellen vorsichtig unter Wasser abbürsten
- im zweiten Waschgang dann in reinem Iso einlegen, ein paar Minuten drinlassen und schwenken
- zum Schluss rausnehmen, und abtropfen lassen.
Ich hatte das Board dann 48 Stunden im Bad auf eine Wäscheleine gehängt, damit auch das Iso verdunstet, was unter die Chips gelaufen ist. Wenn man das, wie von Nobby beschrieben, auf die Heizung oder in einen warmen Raum legt, sollte es schneller gehen. Aber nicht übertreiben mit der Temperatur bzw. nicht direkt auf die Heizung legen und volle Pulle aufdrehen :D
 
Mitlerweile trocknen die Platinen wieder und aus Interesse betrachtete ich die Kontakte und die dazugehörigen Lötstellen der Flachstecker unter starker Vergrößerung und fand auf nur einer (!) Seite zwischen den Lötstellen einen merkwürdigen weißen Belag der an Kalk oder Dergleichen erinnert.
Da dieser aber an jeder größeren nicht SMD Lötstelle zu finden ist stufe ich den mal für belanglos ein, dürften eventuell ablagerungen vom Flussmittel sein.
Wen dies dennoch interessiert, hier eine saubere Lötstelle:
http://www.imagebanana.com/code/bo6syiib/P1020510.JPG
und dagegen die Verunreinigte:
http://www.imagebanana.com/code/5ijiuec5/P1020506.JPG
Bitte um Verständnis der minderen Bildqualität, habe das Ganze nur 2min eingestellt und dann noch Freihand..
 
Da dieser aber an jeder größeren nicht SMD Lötstelle zu finden ist stufe ich den mal für belanglos ein, dürften eventuell ablagerungen vom Flussmittel sein.
Wenn es auf dieser Seite lokal begrenzt ist (z.B. nur im 5cm-Umkreis des Lüfters), sind es Rückstände der hineingelaufenen Flüssigkeit, vor Allem, wenn sie sich mit einem in Isopropanol getauchten Borstenpinsel entfernen lassen.

Die Salze, Säuren und andere Stoffe in den Flüssigkeiten reagieren mit dem Lötzinn und anderen Metallen und greifen diese an. Daher können zerfressene Chipbeine oder vom Board gelöster Zinn als Spätfolgen nach vielen Monaten auftreten, wenn man das Board nicht gründlich reinigt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hmm, jetzt ergibt das Ganze sogar Sinn. Die Ablagerungen befinden sich hauptsächlich auf der linken Seite des Mainboards, an der hinteren Seite der Displaykabelbrücke und am sog. "dali µProcessor Board" hinter der Display Abdeckung, ebenfalls links.

Nur hat dann das Isopropanol und der Borstenpinsel scheinbar nicht alles beseitigt, mal sehen ob sich da morgen nochmal was ausrichten lässt.
 
Da schon einige Wochen seit dem Wasserschaden zurückliegen, wird der weiße Schleier nicht rückstandsfrei zu entfernen sein.

Noch etwas:
Suche vor Zusammenbau des Rechners auf dem Board die Sicherungen und miss deren Widerstand zwischen den metallenen Enden. Er sollte 0 Ohm betragen. Liegt der Widerstand bei "unendlich", ist die Sicherung durchgebrannt.

Hier ein Plan eines X60-Boards mit der Lage und Spezifikation der Sicherungen. Beim X6* Tablet liegen einige sicher anders, da musst Du mit Hilfe einer guten Lupe suchen:
http://thinkpad-wiki.org/X6x-Series-Fuses
 
Hey, den Gedanken mit der Sicherung hatte ich vor einigen Minuten auch als ich den Aufdruck "F3 = 1A/32V" las.
Ich hab schon vieles bisher repariert aber bei einen Laptop denkt man irgendwie nicht immer gleich an die Sicherung, liegt warscheindlich daran das ein Fernseher viel diskreter aufgebaut ist.

EDIT:
Ich werd verrückt, F4 hats geschossen! Wenn man der Liste vom ThinkPad Wiki glauben mag ist das aber eine für den LCD Inverter, der funktioniert ja noch perfekt?!
Man darf gespannt sein, erstmal muss ich mir überlegen wie ich diese provisorisch ersetze ohne das ich gleich RS wegen einen einzigen SMD Bauteil belästigen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

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