Tastatur Layout von US zu DE ändern

johnnyra

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Hi, ich mache gerade eine Weiterbildung zum Tastenkappentauscher... Aus einer original US Tastatur wird eine deutsche.

Und stehe gerade etwas auf dem Schlauch.

Steckt die information zum Layout eigentlich in der Tastatur, und wird bei der OS Installation übermittelt oder ist das eine reine User Eingabe?

Und was wird dann eigentlich im Betrieb aus der Taste über dem schmalen Enter? Vermute, die hat dann eine Geheimfunktion, irgendwas mit Bitcoins oder so...
IMG_20260208_090749811.jpg

Und wie kommt man zu den Sonderzeichen ><, die ja original auf US als Zweitbelegung auf Punkt und Komma liegen. Die Taste gibt es ja physisch nicht auf der US Tastatur.
IMG_20260208_090800905_HDR.jpg

Ich klipse mal fröhlich weiter und hoffe dass nix bricht
 
Lösung
Ich habe die Frankentastatur jetzt mit einem gedopten T490 (T14 10th gen. Board) verheiratet. Diesen Text schreibe ich auch gerade darauf. Kurzes Nachlesen erbrachte, dass in den Powertoys ein Tool zum Remappen von Tasten und Tastenkombinationen steckt. Damit kann man ziemlich viel anstellen. Nach kurzem Reinfuchsen liegt jetzt:
< auf AltGr+Y,
> auf AltGr+X und
| auf AltGr+C

Wie @Mornsgrans treffend geschrieben hatte, # und ' liegen auf der Taste oberhalb von Enter, die es auf der deutschen Tasta nicht gibt..
Für mich noch etwas tricky ist tatsächlich aber die schmalere US-Enter-Taste, da haue ich gerade oft drüber und raus kommt ein #.

Danke an alle hier, die mich durch Hinweise und fundiertes Wissen erleuchtet haben 💡💋 ❤️
Und nicht vergessen: Die US-Tastatur hat eine Taste weniger.
Mist, ich wusste doch, dass da noch was war.
Also (von unten) Tastenzeile 1 identisch
Zeile 2: US hat 12 Tasten, DE hat 13 Tasten. Die Taste rechts neben der linken Shift fehlt (Zeichen <>|)
Zeile 3: US hat 13 Tasten, DE hat 14 Tasten inkl Enter. Die beiden Tasten rechts von L auf der US Tasta würde ich dann mit Ö u Ä belegen, so dass die taste mit # wegfiele. Oder will die Einstellung im OS an dieser Stelle die #?
Zeile 4: US hat 14, DE 13 Tasten.
 
Wenn man eine defekte DE-Tastatur hat macht es oft Sinn im Ausverkauf zu schauen, ob andere europäische Tastaturen von dem Modell mit dem identischen Aufnahme- und Klappmechanismus verfügbar sind...
 
Also wenn der Sinn dahinter ist, dass du Umlaute schreiben willst, würde ich es lassen und einfach das US Int with Alt Gr dead keys nutzen. Damit erreicht man über Alt Gr dann die Umlaute und andere internationale Zeichen wie €.

usint.jpg

Bei Linux bereits ab Werk enthalten, bei Windows muss man das Layout erst selber installieren.
 
Die Taste mit "<", ">" und "|" ist die, welche fehlt, wohingegen beispielsweise die Taste "'", "#" eine Reihe nach oben über die schmale Enter-Taste gewandert ist.
 
Wenn man eine defekte DE-Tastatur hat macht es oft Sinn im Ausverkauf zu schauen, ob andere europäische Tastaturen von dem Modell mit dem identischen Aufnahme- und Klappmechanismus verfügbar sind...
Das stimmt wohl. Ich hab ja aber nun mal beide da, eine defekte deutsche und eine funktionierende US, selber Hersteller - passende Tastenkappen. Hier gehts ja mehr ums Basteln, nicht ums brauchen.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Die Taste mit "<", ">" und "|" ist die, welche fehlt, wohingegen beispielsweise die Taste "'", "#" eine Reihe nach oben über die schmale Enter-Taste gewandert ist.
der entscheidende Hinweis!
 
macht es oft Sinn im Ausverkauf zu schauen, ob andere europäische Tastaturen von dem Modell mit dem identischen Aufnahme- und Klappmechanismus verfügbar sind...
Hab da ein portugiesische Tastatur geholt. Der ist dann überraschendweise fast identisch mit dem deutschen, abgesehen paar Sonderzeichen & Umlaut Buchstaben, die man dann aus Gewohnheiten leicht merkt.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

eine defekte deutsche und eine funktionierende US, selber Hersteller - passende Tastenkappen.
Dann sollte es gehen, mit fast allen Tasten, außer fehlenden Tasten und das ENTER-Taste, oder?
 
Die portugiesischen sind gut, die isländischen fast noch besser und die schwedisch/finnischen sind auch in vielen Teilen ähnlich.
 
Steckt die information zum Layout eigentlich in der Tastatur, und wird bei der OS Installation übermittelt oder ist das eine reine User Eingabe?
Alles zusammen und nichts davon.

Ganz grundsätzlich:
Die Tasten einer Tastatur senden "Keycodes". Das sind aus Sicht des Betriebssystems rein numerische Werte. Diese Keycodes werden dann auf "Keysyms" (Symbole) gemappt, mit denen auch ein Mensch etwas anfangen kann.
Unterschiedliche Layouts werden auf der Ebene des Mappings von Keycodes auf -syms realisiert.

Einfaches Beispiel:
Beim Betätigen (drücken und wieder loslassen) der Taste "z" auf einer deutschen Tastatur (qwertz) kommen im Betriebssystem diese beiden Events an (Ausgabe des Programs xev auf einem Linux-System):
Code:
KeyPress event, serial 37, synthetic NO, window 0x6200001,
    root 0x197, subw 0x0, time 3842102062, (541,-187), root:(1412,1547),
    state 0x10, keycode 29 (keysym 0x7a, z), same_screen YES,
    XLookupString gives 1 bytes: (7a) "z"
    XmbLookupString gives 1 bytes: (7a) "z"
    XFilterEvent returns: False

KeyRelease event, serial 37, synthetic NO, window 0x6200001,
    root 0x197, subw 0x0, time 3842102137, (541,-187), root:(1412,1547),
    state 0x10, keycode 29 (keysym 0x7a, z), same_screen YES,
    XLookupString gives 1 bytes: (7a) "z"
    XFilterEvent returns: False
Interessant ist dieser Teil:
Code:
keycode 29 (keysym 0x7a, z)
XLookupString gives 1 bytes: (7a) "z"
Hier wird also dem Keycode 29 das Keysym z zugeordnet. Und das Keysym z erzeugt den Lookup-String (die Ausgabe) "z". Auf einer englischen Tastatur (qwerty) ist die selbe Taste mit "y" beschriftet, also würde man dem Keycode 29 das entsprechende Keysym zuordnen.

Unter Linux passiert diese Zuordnung für grafische Oberflächen über eine Sammlung von Dateien in /usr/share/X11/xkb . Unter Windows passiert das in ähnlicher Weise irgendwo in der Registry (war jedenfalls unter Win98 so, und ich glaube nicht, dass sich das grundlegend geändert hat).
Diese Konfiguration lässt sich prinzipiell vom User übersteuern, auch ohne die Syteminformationen zu überschreiben. Unter Linux mit X-Server geht das über das Program xmodmap.

Die Taste, die auf deiner Tastatur fehlt, ist die mit dem Keycode 94. Darauf liegen folgende Keysyms (Auszug .xmodmaprc):
Code:
keycode  94 = less greater less greater bar dead_belowmacron bar
Hinweis zur Syntax: Die Liste ist nach Modifiern sortiert, also Tasten, welche die Ausgabe verändern. Ohne Modifier wird das Keysym less mit dem Lookup-String "<" erzeugt.
Der erste Modifier ist die Shift-Taste, und erzeugt beim Drücken der Taste mit Keycode 94 das Keysym greater mit dem Lookup-String ">".
Der zweite Modifier ist die AltGr-Taste. Kombinationen von Modifiern sind möglich.

Diese Keysyms musst du anderen Tasten zuweisen, falls du sie brauchst.
 
Überträgt man jetzt das Pipe mit der Taste über Enter? Die Pfeiltasten sind ebenfalls enorm wichtig. :unsure:
 
Überträgt man jetzt das Pipe mit der Taste über Enter?
Würde ich so machen. Dann passt es wenigstens zur Beschriftung. Ob man sich an diese Position auf der anderen Seite der Tastatur gewöhnen kann/möchte, muss man individuell entscheiden.

Die Pfeiltasten sind ebenfalls enorm wichtig. :unsure:
less und greater würde ich auf Dritt-, bzw. Viertbelegungen von x und y legen.
Die Drittbelegungen sind standardmäßig guillemotright "»" und guillemotleft "«", auf die man vielleicht verzichten kann.
Die Viertbelegungen haben nicht mal richtige Namen als Keysyms, sondern nur Unicode-Bezeichner (U203A, U203A) und die Lookup-Strings ("›", "‹") sehen zwar greater und less sehr ähnlich, sind aber natürlich andere Zeichen, was spätestens problematisch wird wenn man sie maschinell verarbeitet (z.B. in Quellcode verwendet). Diese Zeichen wollte zumindest ich noch nie erzeugen.
 
Ich glaube ich baue sie die Tage mal in mein rattigstes T14 und dann mal schauen, wie es sich so macht.
Ich würde tatsächlich ungern auf < und > verzichten wollen. Die Idee, sie auf y und x zu mappen finde ich gut. Da gibts doch bestimmt ein Tool dafür (Windows)
 
Da gibts doch bestimmt ein Tool dafür (Windows)
nur "ein Tool" ?? :-) , ich habe mal spaßhalber "key mapping" in der Win10 Suchleiste angegeben. Anscheinend mapped die Spielerwelt mit Begeisterung ihre Tasten für Schnellschüsse etc. um ................

Nutze selber DE Tastatur für einige US-definierte Programme (d.h. die schießen intern auf US um, APL2 ist so etwas und einige tools). Die US Belegung hat sich beruflich eingebrannt. Ich habe zwar noch alte Hilfsschablonen und Aufkleber für die Tasten, aber ......... nie benutzt, man gewöhnt sich daran. Umgekehrt ist wegen der fehlenden Taste bei US etwas blöd, aber ..... wurde bereits beschrieben.

BTW etwas OT: was mich verblüfft hat, war der Zoll bei USA-Reisen hin und zurück: schaut auf die Tastatur und ..... "qwertz": "Kaufbeleg brauche ich nicht, ist ja deutsche Tastatur". (Wurde früher empfohlen, den mit zu führen. Waren zweimal längere berufliche Aufenthalte mit Familie inkl. Hund und "etwas" Gepäck - vorher gefragt.)
 
Zuletzt bearbeitet:
Und nicht vergessen: Die US-Tastatur hat eine Taste weniger.
Sogar zwei Tasten weniger. Die unten links aus der Shift+Taste ausgeschnittene <>| Taste, und die aus der Enter-Tastue ausgeschnittene #' Taste. Brauchen tut man schon beide, was die Operation kompliziert macht. Ich würde eher zu einen Gebrauchttastatur raten, die ggf. aus einem anderen europäischen Land stammt. Großbritannien hat etwa die gleiche Anzahl von Tasten wie die deutsche Tastatur und die lässt sich dann problemlos umknipsen, wenn die Tasten passen.
 
Großbritannien hat etwa die gleiche Anzahl von Tasten wie die deutsche Tastatur und die lässt sich dann problemlos umknipsen, wenn die Tasten passen.
Nicht nur "etwa"

Sogar zwei Tasten weniger. Die unten links aus der Shift+Taste ausgeschnittene <>| Taste, und die aus der Enter-Tastue ausgeschnittene #' Taste.
Bei der <>|-Taste gebe ich Dir recht. Die #-Taste ist eine Reihe nach oben rechts gewandert und sitzt rechts neben der deutschen +-Taste. Dafür ist die Enter-Taste halb so hoch, jedoch etwas breiter.
 
Mir persönlich ist vollkommen unverständlich, was an einer deutschen Tastaturbelegung so attraktiv sein könnte. Vor allem, wenn man vorwiegend mit Linux oder ähnlichen unixoiden Betriebssystemen unterwegs ist.

Bin schon vor Jahrzehnten aufgrund der beim LaTeXen in Emacs unvermeidbaren Fingerverrenkungen bei Nutzung eines deutschen Tastaturlayouts ausschliesslich auf US-Tastaturen umgeschwenkt. Es war damals und ist bis heute eine unglaublich befreiende Erleichterung, die relevanten Zeichen endlich ohne Verrenkungen leichter eingeben zu können.

Jedesmal, wenn ich an Laptops anderer Leute mit einer deutschen Tastaturbelegung konfrontiert werde, wird mir erneut deutlich, dass die gerade für Programmierer relevanten Symbole auf sinnloseste Art und Weise über die DE-Tastatur verstreut sind. Am schlimmsten sind die notwendigen Verrenkungen mit Backslash, Tilde und dem Pipe-Symbol. In meinen Augen sind nur spanische und besonders französische Tastaturen noch schlimmer.

Dank einer zum Compose-Key umfunktionierten Capslock-Taste besteht zudem kein Problem damit, beliebige zusammengesetzte Zeichen wie äåȧéèêę£₤īïöøȯüūßñçċṡ usw. zu produzieren. Ist nicht nur auf Linux und Konsorten beschränkt, sondern dank geeigneter Drittanbieterprogramme wohl auch unter MS-Windows möglich.
 
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