T40 unter Linux als Surf- und Schreibmaschine?

heagle

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Hallo,

noch eine andere Frage in die Runde: wir haben ein altes T40 unter Windows XP als Surf- und Schreibmaschine bekommen, aber es läuft nervig langsam. Ich könnte Windows neu installieren, aber vielleicht wäre ein Linux die bessere Alternative? Wenn ja: welches? Es müßte Anfänger-geeignet sein, sowohl hinsichtlich der Installation (habe ich noch nie gemacht) als auch hinsichtlich der Bedienung (ist für meine Mum). Und der ältere Canon Tintendrucker sollte betreiberbar sein...

VG
Martin ML
 
Da kommen sehr viele infrage, wir haben dazu sogar einen Wiki Artikel. Mein Favorit ist auch drin vertreten:
http://thinkwiki.de/Linux_Distributionen_für_ältere_Thinkpads#CrunchBang_Linux
Schlank, stabil, kompatibel und recht hübsch. Ein Debianableger ("Selbst ein Huhn kann Debian installieren,
wenn genug Körner auf der Entertaste sind ...") in einer openbox Umgebung und vielen Anpassungen/Skripten.

Die Bedienung läuft etwas anders als manches Windows oder Ubuntu, aber durchaus anfängergeeignet. Falls
es für den Drucker eine *.ppd Datei gibt, sollte er kein Problem darstellen.

Alternativ würde ich xubuntu empfehlen.
 
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Ich könnte Windows neu installieren, aber vielleicht wäre ein Linux die bessere Alternative?

Der Support von Windows XP endet bald - ok, das sollte mittlerweile jeder wissen. XP neu zu installieren macht in meinen Augen keinen Sinn. Da ist Linux durchaus eine Alternative.

Wenn ja: welches?

Leider hast Du nicht angegeben, über wieviel Arbeitsspeicher das Notebook verfügt. Gehen wir mal von wenig aus. Debian mit LXDE ist sehr sparsam. Xubuntu 12.04 könnte auch gut funktionieren und erhält Support bis 04/2015.

Es müßte Anfänger-geeignet sein, sowohl hinsichtlich der Installation (habe ich noch nie gemacht) als auch hinsichtlich der Bedienung (ist für meine Mum).

Sowohl LXDE als auch XFCE sind leicht zu bedienen. Bei der Installation von Debian mit der Netzwerk-Installations-CD einfach die Boot-Option "desktop=lxde" eingeben.* Xubuntu installiert sich fast von alleine.

Würde es auf jeden Fall erstmal mit Xubuntu probieren, da das Prozedere mit unfreier Firmware und Treibern bei Debian anfangs abschrecken kann.

Sinn macht es außerdem - egal, welche Distribution installiert wird - für /home eine eigene Partition anzulegen.

Das Wiki von ubuntuusers.de hilft in grundlegenden Fragen weiter.

Viele Grüße.

* Edit: Bei Debian 7 kann man das sogar im direkt im Boot-Menü auswählen.
 
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Hallo

Im Grunde ist die Auswahl an Distributionen/Desktops vorgegeben, aus meiner Sicht fährst Du mit Xubuntu 12.04 am besten. Da hast Du Updates für 5 Jahre und das läuft ausreichend performant auf dem T40. Auf meinem T40 (Pentium M 1.7GHz, 2GB RAM, 160GB Platte, ATI Radeon Mobility 7500 mit 32MB) werkelt Debian Wheezy mit XFCE jedenfalls zufriedenstellend. Xubuntu 12.04 läuft bei mir auf einem Toshiba Satellite PS50AE mit nur 1GB RAM und Intel-Chipsatzgrafik 855GM. Obensuse hat auch noch ein LXDE im Angebot:

http://de.opensuse.org/LXDE

Idealerweise lädst Du die jeweilige ISO, brennst die oder läßt diese als Liveversion von USB-Stick laufen. Da kann sich Deine Mutter ein wenig die Bedienung anschauen und selbst entscheiden, was ihr liegt.

Deinen Drucker kannst Du in der hardwaredatenbank von Ubuntu einmal heraussuchen, bei älteren Geräten gehe ich aber von einem Einsatz out-of-the-box aus, sonst gibt es meist auch Treiber bei Canon:

http://wiki.ubuntuusers.de/Canon-Drucker

http://www.openprinting.org/printers/manufacturer/Canon
 
Im Grunde ist die Auswahl an Distributionen/Desktops vorgegeben, aus meiner Sicht fährst Du mit Xubuntu 12.04 am besten. Da hast Du Updates für 5 Jahre und das läuft ausreichend performant auf dem T40.

Updates gibt es für Xubuntu 12.04 (leider) nur für 3 Jahre, ansonsten sehe ich das genau so.
 
Ich habe auf einem T40 (pentium M 1,5Ghz) mit 512MB ram ein linuxMint13/Mate drauf.

Läuft flüssig!
 
Der Support von Windows XP endet bald - ok, das sollte mittlerweile jeder wissen. XP neu zu installieren macht in meinen Augen keinen Sinn. Da ist Linux durchaus eine Alternative.

Ja, das stimmt, - hatte ich noch gar nicht bedacht. Damit ist die Entscheidung klar.



Leider hast Du nicht angegeben, über wieviel Arbeitsspeicher das Notebook verfügt. Gehen wir mal von wenig aus.

Jepp, hätte ich ja auch drauf kommen können, dass das eine wesentliche Information ist :facepalm:
Und ja, es ist wenig: 1 GB.
Wenn das nicht zu teuer ist würde der Austausch gegen einen 2 GB Riegel den Spassfaktor spürbar erhöhen, oder?


Würde es auf jeden Fall erstmal mit Xubuntu probieren

Ja, dafür habe ich mich auch entschieden.
Weil grade zur Hand habe ich allerdings mal versucht, ein Ubuntu 12.04 vom Stick zu booten, mit folgender Fehlermeldung:
Code:
This kernel requires the following features not present on the CPU:
pae

Xubuntu 12.04 hat den gleichen Unterbau => läuft dann also auch nicht? Oder muss ich was manuell machen, damit der Kernel mit dem Pentium M zusammenarbeiten kann?
 
Updates gibt es für Xubuntu 12.04 (leider) nur für 3 Jahre, ansonsten sehe ich das genau so.

Uups;-)

Aber wenn ich meine Ordokraffie so überlese im Beitrag, wird´s Zeit, dass die Frühschichten wieder vorbei sind, meine Fresse:facepalm:

PS. Das von Tao empfohlene Crunchbang ist auch schnucklig, muß man aber mögen und hat halt die debian-typischen Einsteigerhürden insbesondere mit unfreien Multimedia-Codecs.
 
Und ja, es ist wenig: 1 GB.

Naja, ich hab schon mit weniger gerechnet :) Sicherlich würden 2x 1GB ein bisschen mehr Spaß machen, aber da musst Du halt abwägen, ob sich das lohnt. DDR(1) RAM in dieser Größe ist ja leider nicht wirklich günstig.

Auf jeden Fall den Link in linrunners Beitrag folgen.

PS. Das von Tao empfohlene Crunchbang ist auch schnucklig, muß man aber mögen und hat halt die debian-typischen Einsteigerhürden insbesondere mit unfreien Multimedia-Codecs.

Das ist für Einsteiger leider immer wieder eine Hemmschwelle. Wenn man dann mit unfreier Firmware, unfreien Multimedia-Codecs etc. konfrontiert wird, fliegt Linux oftmals wieder von der Platte.

Über Ubuntu gibt's ja viele Meinungen - Aber für Einsteiger einfach wirklich super. Vor allem auch wegen der großen deutschen Community. Umsteigen auf Debian, Crunchbang, Arch oder sonst was kann man immer noch. Btw. LFS 7.4 ist ja auch gerade erschienen - wer es gerne Hardcore mag... :pinch:
 
linrunner schrieb

Xubuntu 12.04 hat zwar den gleichen Unterbau, aber einen Non-PAE-Kernel, läuft also. Daher die Empfehlungen der anderen Poster.

Ist soweit ok, aber dann bitte Revision xubuntu12.04.01 fuer den non-pae-kernel, das laeuft auf alten TP´s, xubuntu12.04 as original will nicht!
1GB RAM sind mehr als ausreichend unter xubuntu fuer Nutzung als Surf- und Schreibmaschine, btw teste mal den E17-Desktop von bodhi-linux2.3, based on ubuntu12.04LTS, non-pae-Version, da kommst Du mit 512MB RAM locker klar!

Martin
 
Zuletzt bearbeitet:
Revision xubuntu12.04.01

Ich habe 12.04.3 erwischt, das war die Version, die auf xubuntu.org aktuell (als torrent) angeboten wird. Habe vorhin mal vom Stick gebootet, - das geht schon mal. Weiter bin ich noch nicht. Zeitmangel :)

Danke für den Hinweis bzgl. RAM-Ausstattung, - dann belasse ich es mal schön bei den beiden 512ern (ich nehme mal an, der Slot unter der Bodenklappe ist der 2te => wenn der belegt ist sind zwei Riegel drin?).
 
Wunderbar, wenn der stick bootet... wenn der Installer mitspielt, noch besser. 12.04.3 kenne ich nicht
Der slot unter der Bodenklappe ist der 2te, also hast Du 2x 512MB RAM und 2 Riegel sind drin, das reicht dicke fuer ein SchmalspurLinux wie xubuntu
Andere Linux-Derivate fuer aeltere Computer kannst Du hier im thinkwiki finden, auch wenn es nicht richtig aktuell ist. Ein Versuch wert ist immer crunchbang, bodhi-linux, und manjaro mit openbox-DE

Hier laeuft gerade opensuse12.3 mit KDE-Desktop auf einem t43 mit 2x512MB RAM, das ist grenzwertig, Surfen und Schreiben ist ok, alles darueber hinaus nicht mehr, ein Aufruf von zB digikam stoppt das System, von daher wird am Wochenende der RAM auf 2x1GB aufgeruestet
der Speicher ist schon da, muss ihn nur noch einbauen, mal schauen, wie es danach ist

Martin
 
Habe auf den meisten meiner non-par-Geräten (T23, T41, X24, X32) Xubuntu 12.04 und auf den Anderen (X41, T43, X61) Xubuntu 13.04 direkt von der offiziellen Website, läuft alles.

Habe die Aktualisierung bei 12.04 dann entsprechend eingestellt, so dass auch bei Updates kein neues Kernel installiert wird. Alles gut, benutzbar, sorgenfrei.
 
Habe die Aktualisierung bei 12.04 dann entsprechend eingestellt, so dass auch bei Updates kein neues Kernel installiert wird.
Das Upgrade auf die "LTS Enablement" Kernel 3.5 bzw. 3.8 kommt niemals automatisch. Kernelupdates sollte man daher ruhig zulassen, denn man möchte ja Security Updates und Fehlerbehebungen für den 3.2er haben.
 
T40 langsam? In der Grundausstattung ist der sehr ähnlich mit dem A31p und viel moderner als ein T21 mit seinen max. 512MB RAM und Pentium 3. Mit dem T21 kann man wunderbar surfen und Briefe schreiben - wenn man ein altes Office 2000 nimmt und nicht die späteren Software-Monster. Mit dem A31p läuft sogar CAD in 3D, eben nur mit einem alten Autocad 2008. Die Grafikkarte kann spätere Versionen nicht. Das lange Booten kann man abkürzen, indem man den Ruhezustand nutzt.
Man muss aber aufpassen, dass der Surf-Cache regelmässig gelöscht und nichts gesammelt wird. Ich habe schon Notebooks gesehen, wo so 1GB gesammelt wurden, kein Wunder, dass die "einschlafen". RAM Riegel gibts gebrauchtin der Bucht für ca. 20€/1GB-Stück. Regelmässig defragmentieren (Empfehlung: MyDefrag) hilft auch. Dafür hat man eine excellente Tastatur, mit der man wirklich schnell tippen kann.
Noch ein Trick für XP: Die Festplatte in 2 Partitionen aufteilen und XP in Laufwerk D: installieren, geht! Dann findet kein böser Angreifer den berühmten Pfad C:\windows.
Mein alter T21 läuft mit einer 1TB-Platte (Sata-Caddy aus China) wunderbar als MP3-Server an der Stereo-Anlage. Suchen in ca. 90.000 MP3 geht in Sekundenbruchteilen mit Everything (Empfehlung!). Also: diese alten Schätzchen kann man immer noch sinnvoll einsetzen, solange man beim Surfen nicht alles anklickt und installiert, was da angeboten wird. Regelmässige Sotware-Wartung und nachdenken beim Installieren hilft.
LG mccs
 
wenn man ein altes Office 2000 nimmt
...
Die Festplatte in 2 Partitionen aufteilen und XP in Laufwerk D: installieren, geht! Dann findet kein böser Angreifer den berühmten Pfad C:\windows.

Sorry, aber irgendwann ist Software einfach EOL. Und natürlich funktioniert mein 386er auch immer noch hervorragend mit Windows 3.11... Aber mal ernsthaft: Jemanden zu empfehlen, auf ein OS zu setzen, welches bald nicht mehr supported wird, ist einfach fahrlässig. Natürlich kann man XP noch bis EOL nutzen. Aber spätestens im April 2014 ist einfach Schluss.

Und dass Viren, Trojaner, Spyware und Co. den Windows Ordner nicht finden, nur weil er auf Laufwerk D: liegt, meinst Du doch nicht wirklich ernst, oder?

Ich befürchte, dass es auch nach April 2014 noch zu viele XP User geben wird, deren Rechner sich hervorragend in diverse Bot-Netzte integrieren...
 
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