Seltsame Aussetzer unter Xubuntu (Ist XFCE das Problem?)

jaro

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Hallo,

mich treibt seit einiger Zeit ein nerviges Problem herum, das ich leider nicht allein gelöst bekomme.

Ich hatte auf meinem T400 erst Linux Mint Debian XFCE und nun Xubuntu 12.10 installiert. In beiden Fällen kommt es leider immer wieder zu Aussetzern aus mir nicht erklärlichen Gründen. In diesen Fällen bewegt sich die Maus nur noch sehr langsam und zäh. Mal dauert das ganze einige Sekunden, mal aber auch deutlich länger.

Hat das Problem möglicherweise mit XFCE zu tun? Oder anders gefragt: Wo kann ich nach dem Fehler suchen und wie kann ich ihn beheben?

Gruß,

jaro
 
Hi,

prüfe mal die Festplatte mit der Prüffunktion im BIOS oder dem entsprechenden Herstellertool. Auch die SMART-Werte könntest Du mal anschauen/zeigen:
Code:
sudo smartctl -A /dev/sda
(zuvor das Paket smartmontools installieren)
 
Hi,

das ist die dazugehörige Ausgabe:

Code:
=== START OF READ SMART DATA SECTION ===
SMART Attributes Data Structure revision number: 16
Vendor Specific SMART Attributes with Thresholds:
ID# ATTRIBUTE_NAME          FLAG     VALUE WORST THRESH TYPE      UPDATED  WHEN_FAILED RAW_VALUE
  1 Raw_Read_Error_Rate     0x002f   100   100   051    Pre-fail  Always       -       0
  2 Throughput_Performance  0x0026   055   055   000    Old_age   Always       -       3659
  3 Spin_Up_Time            0x0023   093   093   025    Pre-fail  Always       -       2280
  4 Start_Stop_Count        0x0032   097   097   000    Old_age   Always       -       3351
  5 Reallocated_Sector_Ct   0x0033   252   252   010    Pre-fail  Always       -       0
  7 Seek_Error_Rate         0x002e   252   252   051    Old_age   Always       -       0
  8 Seek_Time_Performance   0x0024   252   252   015    Old_age   Offline      -       0
  9 Power_On_Hours          0x0032   100   100   000    Old_age   Always       -       3809
 10 Spin_Retry_Count        0x0032   252   252   051    Old_age   Always       -       0
 11 Calibration_Retry_Count 0x0032   099   099   000    Old_age   Always       -       1120
 12 Power_Cycle_Count       0x0032   099   099   000    Old_age   Always       -       1226
191 G-Sense_Error_Rate      0x0022   100   100   000    Old_age   Always       -       36
192 Power-Off_Retract_Count 0x0022   252   252   000    Old_age   Always       -       0
194 Temperature_Celsius     0x0002   064   054   000    Old_age   Always       -       31 (Min/Max 8/46)
195 Hardware_ECC_Recovered  0x003a   100   100   000    Old_age   Always       -       0
196 Reallocated_Event_Count 0x0032   252   252   000    Old_age   Always       -       0
197 Current_Pending_Sector  0x0032   252   252   000    Old_age   Always       -       0
198 Offline_Uncorrectable   0x0030   252   252   000    Old_age   Offline      -       0
199 UDMA_CRC_Error_Count    0x0036   200   200   000    Old_age   Always       -       0
200 Multi_Zone_Error_Rate   0x002a   100   100   000    Old_age   Always       -       18
223 Load_Retry_Count        0x0032   099   099   000    Old_age   Always       -       1120
225 Load_Cycle_Count        0x0032   092   092   000    Old_age   Always       -       81122

Was lässt sich daraus schließen?
 
Ich hatte ein ähnliches an einem etwas betagterem Desktop mit Debian Squeeze XFCE. Lief alles wunderbar, nur wenn ich mir den Desktop/Arbeitsfläche anzeigen lasse stockt das System bei 100% CPU-Last. Hier war es ein Problem im nv-Treiber im Zusammenspiel mit XFCE.
 
Bei mir lässt es sich leider nicht auf eine bestimmte Aktion reduzieren, bei der die Aussetzer auftreten. Es passiert quasi immer wieder "aus heiterem Himmel". Und das T400 ist zwar inzwischen auch schon ein wenig älter, sollte aber mit Xubuntu und auch Debian eigentlich nicht an seine Performancegrenzen stoßen (zumal 4GB RAM eingebaut sind).

Der HDD-Test im BIOS hat übrigens keinerlei Fehler ergeben.
 
Ich hatte aufm T400 nen komplettes KDE mit Effekten .. Das Gerät ist alles nur nicht zu schwach dafür ;)

Steht unter der Tabelle nich noch mehr? Von wege welcher Error wann auftratt etc pp. Das ist ggf. auch ganz interessant.

Was sein kann, installier mal lm_sensors, und schau mal auf die Temps. Nicht das deine CPU runtertaktet weil die zu warm wird.

Grüße
 
Die Temperaturen scheinen im Normalbetrieb alle im grünen Bereich zu sein. Der Lüfter geht eigentlich während der Aussetzer auch nicht an oder ähnliches.

Hier der Output von sensors:

Code:
acpitz-virtual-0
Adapter: Virtual device
temp1:        +39.0°C  (crit = +127.0°C)
temp2:        +38.0°C  (crit = +100.0°C)

thinkpad-isa-0000
Adapter: ISA adapter
fan1:        2087 RPM
temp1:        +39.0°C  
temp2:        +40.0°C  
temp3:        +32.0°C  
temp4:            N/A  
temp5:        +25.0°C  
temp6:            N/A  
temp7:        +25.0°C  
temp8:            N/A  
temp9:        +36.0°C  
temp10:       +42.0°C  
temp11:       +36.0°C  
temp12:           N/A  
temp13:           N/A  
temp14:           N/A  
temp15:           N/A  
temp16:           N/A  

coretemp-isa-0000
Adapter: ISA adapter
Core 0:       +36.0°C  (high = +105.0°C, crit = +105.0°C)
Core 1:       +38.0°C  (high = +105.0°C, crit = +105.0°C)

Unter der SMART-Tabelle stand nichts mehr. Habe die komplette Ausgabe oben gepostet.
 
Was passiert denn mit der Hardware bei so einem Hänger? Läuft die CPU vielleicht auf Anschlag, hat die HDD viele Zugriffe? Hast du irgendwelche visuellen Effekte aktiviert oder bist du komplett ohne unterwegs?
 
Die SMART-Werte sind OK, zusammen mit dem BIOS-Testergebnis dürfte die HDD somit als Ursache ausscheiden. Ein T400 ist leistungsmäßig mit Debian + XFCE hoffnunglos unterfordert. Vielleicht ist ihm so langweilig, dass es zwischendurch kurz einnickt ;) -> ich hab derzeit keine Idee zur Ursache.
 
Ja, das T400 lacht über ein aktuelles Linux, ich weiß. Auf dem PC auf dem ich das ähnliche Problem hatte lief auch alles wunderbar und flott, nur beim Desktop anzeigen ging die CPU auf Vollast und das System war einige Sekunden nicht benutzbar. Ich konnte den Fehler trotz div. Treiberoptionen nicht wirklich in den Griff kriegen. Durch Zufall konnte ich durch die reine Aktivierung des Compositing den Fehler abstellen. Vorher unter Gnome ist mir der Fehler nie aufgefallen -> könnte also schon am Zusammenspiel mit XFCE und einem Treiber sein. Mal sehen was der TE noch so zur Hardware sagt.
 
Leider gab's bisher keinen weiteren Hänger, sodass ich mir noch mal die CPU-Auslastung hätte anschauen können (klassischer Vorführeffekt, die letzten Tage war es deutlich häufiger :facepalm:). Das einzige was mir in der Vergangenheit bei der Betrachtung von top aufgefallen ist, dass manchmal ein Prozess names plugin-container ziemlich viel CPU verbraucht hat (30-90%)und manchmal auch ein kworker-Prozess (10-50% CPU-Auslastung) zu finden war.

Wie kann ich denn die Zugriffe der HDD überwachen?

Die Compostiting-Einstellungen sind die folgenden:

oq7pje8n.png



Ich hatte mich für XFCE zum einen entschieden, weil ich die Hoffnung hatte damit den Verbrauch und somit die Akkulaufzeit noch niedriger halten zu können als bei einem Ubuntu mit Unity. Zum anderen stört mich die Entwicklung, die die klassische Ubuntu-Distri geht mit dem ganzen Web 2.0-Kram und nun auch noch Amazon an Bord... Diese Ruckler sind leider das einzige, was denn Xubuntubetrieb doch deutlich einschränkt...

Eine vielleicht noch wichtige Info: Es ist Xubuntu 12.10 und ich habe bei der Installation die Vollverschlüsselung der Festplatte ausgewählt. Könnte das unter Umständen das Problem sein?

edith: Hoffe das Bild ist jetzt sichtbar.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kannst du mal den Typ (1234-abc) oder die Hardwarespezifikationen deines T400 posten? Dein Anhang lässt sich nicht darstellen. Zur Vollverschlüsselung: Ich kann da nichts konkretes zu sagen da ich bis jetzt noch nie eine Verschlüsselung verwendet habe, aber nachdem was man hier so mitbekommt sollte das T400 auch dafür locker ausreichen.
 
Der Typ ist 6475-CTO. Es ist ein Core2Duo P8400 verbaut, 4GB RAM und Intel Onboard Grafikkarte. Die HDD ist eine Spinpoint von Samsung mit 320GB. Ist sonst noch etwas wichtig zu wissen?
 
der plugin-container dürfte mit flash zusammenhängen. da ist hohe cpulast normal.
der kworker könnte, wenn er bei hdd-zugriffen last erzeugt, für die verschlüsselung zuständig sein. in dem falle wäre die last ebenfalls normal.
 
Hmmm... was kann ich denn dann noch ausprobieren?
 
Eine andere Distribution würd nun mein Weg sein.

Wenn du XFCE magst ->

Fedoraproject.org -> XFCE4-Spin.

Ich mag die Distribution und der XFCE4-Spin laeuft sehr schnieke (hatte ich ewig aufm T23)

Grüße
 
Ich würde vllt. erstmal eine andere Desktopumgebung/Windowmanager testen. Ein schmaler Windowmanager ist doch schnell installiert, hat keine großen Abhängigkeiten und zum testen reichts. Wenn die Probleme dann auch noch auftreten liegt's vermutlich nicht an XFCE. Hattest du vorher schonmal eine andere Desktopumgebung benutzt, wenn ja, sind da die Hänger auch aufgetreten?
 
Davor hatte ich Ubuntu 10.04 mit Gnome 2 ohne Probleme laufen. Allerdings auch mit einer SSD, die sich inzwischen ins Festplattennirvana verabschiedet hat.

Dann werde ich mich mal im 1. Schritt an einen anderen Windowmanager wagen und schauen, was sich dann ergibt. Ich werde berichten...
 
Das Thinkpad lief nun die letzten Stunden unter Gnome 3 und auch hier habe ich gerade eben zum ersten Mal den Aussetzer gehabt. Dabei habe ich nur über Firefox gesurft... unter top sind zwei kworker-Prozesse, die insgesamt ca. 40% der CPU-Leistung beanspruchen. Sollte das Übeltäter sein?

Meine Recherche dazu hat ergeben, dass es sich dabei um vom kernel initiierte und gesteuerte Prozesse handelt. Wie kann ich denn rausfinden, was genau da gerade Probleme bereitet?
 
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