Secure Eraser auf eine SSD....problematisch oder nicht?

Volvo-Berti

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10 März 2006
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2.935
moin zusammen,

ich überlege, ob so ein tool wie Secure Eraser, welches Dateien löscht und den Bereich dann überschreibt, auf einer SSD dauerhaft sinnvoll sein kann.

immerhin werden die Blocks dann wesentlich schneller an ihre Schreibbzyklengrenze kommen...oder nicht?
 
Ja.

Außerdem funktionieren solche Programme bei SSDs nicht wie erwartet.

Diese Programme schauen, welche Datenblöcke aus Sicht der Betriebssystems belegt sind und überschreiben diese mit Zufallsdaten.
Bei Festplatten funktioniert das, weil dort die logischen Blöcke aus Betriebssystemsicht 1:1 auf die physischen Blöcke auf der Festplatte abgebildet werden (mit einigen wenigen Ausnahmen).
Bei SSDs sieht das anders aus. Um die Schreibzugriffe zu verteilen werden die Blöcke vom Controller der SSDs bei Schreibzugriffen meist neu zugeordnet, d.h. es wird auf einen anderen Block geschrieben, um diesen zu schonen. Der Datenblock, in dem die ursprünglichen Daten liegen, wird vom Controller als leer markiert, aber erst irgendwann, wenn Ruhe ist, tatsächlich gelöscht.
 
du kannst aber programme nutzen, die den security-erase-befehl des ata-standards benutzen. damit erhält die hdd bzw ssd den befehl alle gspeicherten daten zu löschen. bei hdds dauert das ne weile, bei ssds geht das sehr viel schneller. die daten sind anschließend weg und die ssd wird weniger stark belastet.
 
Die einfachste Lösung besteht darin, das Betriebssystem oder die sensiblen Datenbereiche auf der SSD komplett verschlüsselt zu betreiben (z.B. mit Truecrypt oder Bitlocker). Dann muss man sich auch keine Gedanken machen, wenn man die SSD mal weitergibt oder verkauft - da ist so oder so nur Datenmüll zu lesen.
 
truecrypt nutze ich auch, aber wenn man daraus löscht, wird halt in den Papierkorb verschoben...womit wir dann quasi wieder am Anfang sind ;)
 
Davon abgesehen dass ich mal gehört habe dass TrueCrypt ebenfalls die Flash-Zellen deutlich stärker beanspruchen soll. Ich behalte meine Datenträger einfach bis sie nicht mehr sinnvoll genutzt werden können, und die SSD mit wichtigen Daten ist eben per ATA-Kennwort gelockt.
 
truecrypt nutze ich auch, aber wenn man daraus löscht, wird halt in den Papierkorb verschoben...womit wir dann quasi wieder am Anfang sind ;)
ich verstehe nicht, was du damit meinst.
ohne schlüssel enthält die verschlüsselte platte nur müll, mit dem niemand etwas anfangen kann. somit ist ein löschen nicht zwingend erforderlich. gerade bei ausfall einer platte ist das hilfreich, da somit die daten unlesbar sind, obwohl man sie nicht mehr aktiv entsorgen kann. eine wiederherstellung der daten ist so nicht mehr möglich.
 
Davon abgesehen dass ich mal gehört habe dass TrueCrypt ebenfalls die Flash-Zellen deutlich stärker beanspruchen soll. Ich behalte meine Datenträger einfach bis sie nicht mehr sinnvoll genutzt werden können, und die SSD mit wichtigen Daten ist eben per ATA-Kennwort gelockt.

ich verstehe nicht, was du damit meinst.
ohne schlüssel enthält die verschlüsselte platte nur müll, mit dem niemand etwas anfangen kann. somit ist ein löschen nicht zwingend erforderlich. gerade bei ausfall einer platte ist das hilfreich, da somit die daten unlesbar sind, obwohl man sie nicht mehr aktiv entsorgen kann. eine wiederherstellung der daten ist so nicht mehr möglich.
es ist nur ein Teil der Platte verschlüsselt, damit die Daten auch auf einen Stick passen. Dann könnte sogar die Aussage von Tyrone passen....ich muss darüber wohl nochmal nachdenken.
 
Es reicht ja völlig die SSD mit irgendwelchen neuen Daten zu füllen- mach sie halt mit freier Software voll vor dem Verkauf oder so und wenn Du sie leer übergeben sillst. formatierst Du halt anschliessend, dann kann eine Auslesung der Daten nur nch die freie Software finden. Wobei ich mich ohnehin frage, wer gebrauchte SSD's kauft- ich würde es nicht tun.
 
es geht doch nicht darum, was auf der Platte ist, wenn man sie mal verkaufen sollte....es geht darum, das da nix lesbar ist, falls einem das TP mal gemopst werden sollte
 
es geht doch nicht darum, was auf der Platte ist, wenn man sie mal verkaufen sollte....es geht darum, das da nix lesbar ist, falls einem das TP mal gemopst werden sollte

Und was soll dabei das zu Beginn von dir genannte Secure Erase Programm bewirken?
Rufst du den Dieb an und fragst ihn, ob er bitte noch einmal Secure Erase ausführt, bevor er das geklaute NB nutzt?

Und warum sind nur ein Teil der Festplatte verschlüsselt? Du kannst doch auch die gesamte Platte verschlüsseln und ohne Probleme Daten auf einen USB Stick schieben?! Das hat doch nichts mit deiner Verschlüsselung zu tun.

BTW: Flashzellen altern mit steigender Nutzungsdauer. Allerdings macht die c´T seit einigen Monaten einen Langzeitstresstest mit handelsüblichen SSDs und maltretiert diese mit einem Szenario 24/7, welches im Alltag nicht annähernd so vorkommt und sie konnten noch keine Defekte oder extreme Leistungseinbußen feststellen.
Also dieses ganze "ich lösche nicht so viel, ich schreibe ja nicht viele Daten auf meine SSD, ..." ist ungefähr so sinnvoll wie den Akku immer wieder aus dem Gerät zu nehmen, wenn man am Netzstrom hängt.
Die SSD ist ein Gebrauchsgegenstand und sie wird locker so lange funktionieren, wie sie der Ottonormaluser in betrieb haben möchte. Bevor sie tatsächlich defekt gehen sollten, habt ihr sicherlich eine neue gekauft, da die alte nicht mehr "state of the art" ist, oder zu klein war...
 
hm...habe grad mal in diesem Artikel gelesen http://www.heise.de/ct/artikel/Baerendienst-289866.html Was ich da so lesen muss, lässt mich aber an ATA-kennworten genau so zweifeln, wenn nicht sogar noch mehr als an true crypt.

Dann hast du den Artikel aber nicht sehr genau gelesen. Tatsächlich beschäftigt er sich ja damit dass ATA-Kennworte ein Problem sind, weil sie missbraucht werden können um ein Laufwerk praktisch zu killen - eben weil man nicht daran vorbei kommt. Und die einzige Möglichkeit gegen genau diese Lücke ist eben das ATA-Kennwort zu setzen damit Angreifer im Zweifelsfall das alte Kennwort bräuchten um das Gerät zu sperren.
 
es geht doch nicht darum, was auf der Platte ist, wenn man sie mal verkaufen sollte....es geht darum, das da nix lesbar ist, falls einem das TP mal gemopst werden sollte

Dafür eignet sich der Eraser ohnehin nicht. Sensible Daten auf USB Stick, wie schon Dominic schrieb und den dann eben am Schlüsselbund oder ähnliches transportieren. und natürlich ist es ne gute Idee wenn dann SSD und Stick verschlüsselt werden.
 
Dann hast du den Artikel aber nicht sehr genau gelesen. Tatsächlich beschäftigt er sich ja damit dass ATA-Kennworte ein Problem sind, weil sie missbraucht werden können um ein Laufwerk praktisch zu killen - eben weil man nicht daran vorbei kommt. Und die einzige Möglichkeit gegen genau diese Lücke ist eben das ATA-Kennwort zu setzen damit Angreifer im Zweifelsfall das alte Kennwort bräuchten um das Gerät zu sperren.
es gibt eine weitere möglichkeit sich davor zu schützen: das einfrieren des laufwerksstatus (machen die meisten notebook-biose). im eingefrorenen zustannd kann kein passwort gesetzt werden. "auftauen" kann man die platte nur durch ab- und anschalten der platte. dies stellt einen recht ordentlichen schutz dar, wenn auch nicht so sicher wie eingesetztes passwort.
 
Und was soll dabei das zu Beginn von dir genannte Secure Erase Programm bewirken?
Rufst du den Dieb an und fragst ihn, ob er bitte noch einmal Secure Erase ausführt, bevor er das geklaute NB nutzt?

Und warum sind nur ein Teil der Festplatte verschlüsselt? Du kannst doch auch die gesamte Platte verschlüsseln und ohne Probleme Daten auf einen USB Stick schieben?! Das hat doch nichts mit deiner Verschlüsselung zu tun.

.....
zu Frage 1: es war eine Frage dahin gehend, weil ich das dienstlich kenne und nutze...hätte ja sein können, das man sowas mal auch privat brauchen könnte, nicht wahr? ;)
zu Frage 2: hab ich doch gesagt:
es ist nur ein Teil der Platte verschlüsselt, damit die Daten auch auf einen Stick passen.
:rolleyes: ich habe das verschlüsselte Verzeichnis angelegt in der Größe, so das es noch auf einen stick passt..so isses nun mal.

Dann hast du den Artikel aber nicht sehr genau gelesen. Tatsächlich beschäftigt er sich ja damit dass ATA-Kennworte ein Problem sind, weil sie missbraucht werden können um ein Laufwerk praktisch zu killen - eben weil man nicht daran vorbei kommt. Und die einzige Möglichkeit gegen genau diese Lücke ist eben das ATA-Kennwort zu setzen damit Angreifer im Zweifelsfall das alte Kennwort bräuchten um das Gerät zu sperren.
oder nicht genau verstanden...ich bin ja kein IT-Profi.

Dafür eignet sich der Eraser ohnehin nicht. Sensible Daten auf USB Stick, wie schon Dominic schrieb und den dann eben am Schlüsselbund oder ähnliches transportieren. und natürlich ist es ne gute Idee wenn dann SSD und Stick verschlüsselt werden.
sag ich ja...siehe oben.
zusammengefasst:
ich habe einen Bereich der SSD verschlüsselt, diese Datei dann auf meinen stick kopiert und auch auf mein NAS. Somit kann ich die Daten auch im Büro bearbeiten. Auch habe ich damit eine Redundanz, falls mal der stick oder die SSD ihren Geist aufgeben. somit sind auf jeden Fall die sensiblen Daten geschützt, egal wo.
 
und inwiefern soll da jetzt das sichere löschen von daten helfen? :confused:
 
und inwiefern soll da jetzt das sichere löschen von daten helfen? :confused:

Das frage ich mich auch schon die ganze Zeit :)

Wenn deine wichtigen Daten alle NUR verschlüsselt vorliegen - und das entnehme ich deinem letzten Post - benötigst du kein sicheres löschen, solltest du eines der Laufwerke mal verkaufen wollen, oder gestohlen bekommen.
Den Truecryptcontainer wird nie jemand öffnen können (sicheres Passwort vorausgesetzt :) ).
 
truecrypt nutze ich auch, aber wenn man daraus löscht, wird halt in den Papierkorb verschoben...womit wir dann quasi wieder am Anfang sind ;)
Leute, das habe ich doch hier schon geschrieben...wenn ich aus einem verschlüsselten Bereich lösche, dann wird die Datei in den normalen Papierkorb geschoben. Damit schließt sich der Kreis...
 
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