Recht auf Reparatur bis spätestens 31.07.26

Oh, hättest du hierzu einen Link?
Darüber hatten wir mal vor ca. 15 Jahren im Forum diskutiert Damals hatte ein User ein Problem mit seinem TV geschildert und berichtet, dass beim Blick ins Innere eine eingegossene Platine entdeckt wurde. Mir fehlt nur der passende Suchbegriff.

In diesem recht aktuellem Thread ist inzwischen von Silikon in einer Samsung "One Connect Box" die Rede (unteres Drittel mit Fotos)
Übrigens, die Unterseite der Platine ist mit einem weichen Silikon vergossen, die Meßspitze konnte zur Messung durchpieksen, aber an löten wäre nicht zu denken.

Hier ein Beispiel einer eingegossenen Platine in einer Samsung Waschmaschine (bei zahlreichen anderen Herstellern unüblich):
 
Recht auf Reperatur heißt am Ende halt nicht dass sich die Reperatur dann auch lohnen muss. Die Hersteller werden wenn sie ne Reperatur anbieten müssen daraus halt auch einfach ein Geschäft machen um dran zu verdienen.

Das wird sicherlich kommen, aber nicht umbedingt am Ende so dass der Kunde hier am meisten von hat.
Früher haste dir dann nach 15Jahren für das Geld halt ne neue Waschmaschine gekauft. Dann machen sie es so dass du nach 15Jahren deine alte Waschmaschine reperarierst, aber sie dann in etwa dadurch den Gewinn machen wie wenn du ne neue gekauft hättest (statistisch).

ggf werden zukünftige Geräte dann auch von vornerein so designt dass gewisse Dinge häufiger ausfallen und man dann öfter eben auf Ersatzteile angewiesen ist... Dann wird es halt "normal" dass gewisse Bauteile früher ausfallen, aber hey ist ja voll gut dass wir nun alles reperatieren können.

Am Ende laufen wir dann vermehrt mit alten Geräten rum, weniger Wohlstand, die Firmen machen aber die gleiche Kohle wie sie vorher gemacht haben...
Ich wette das ist mal wieder mehr Aktionismus und Greenwashing. Es wird eingeführt werden und 15 oder 20Jahre danach wird man dann die Bilanz ziehen "viel gebracht hats jetzt nicht", dann klärt man die Leute auf und wird, weil sie das "früher" dann schon längst vergessen haben, wieder das alte vorsetzen "statt die Komponenten austauschbar zu machen was auch Fehleranfälliger ist sind WIR das unternehmen was seine Produkte einfach langlebiger macht, man kann unsere Produkte nicht reperarieren, weil man das bei unseren Produkten gar nicht erst muss!"
Wird die Masse auch dann fressen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ab wann eine Reparatur nicht mehr lohnt, muss letztendlich jeder selbst entscheiden. Man sollte jedoch bei allen Diskussionen zu diesem Thema nicht vergessen, dass bisher ein sehr großer Teil Geräte, die "gerade" aus der Garantie gefallen sind, seltsamerweise ihren Geist aufgeben. - Das erleben wir hier im Forum nicht selten auch bei einigen ThinkPad-Modellen. Da stellt sich eher die Frage, warum man ein 1-2 Jahre altes Gerät wegwerfen soll.
Bei einer 15 Jahre +x alten Waschmaschine tritt das Problem eher seltener auf, solange der Kundendienst noch an Ersatzteile kommt.
 
Kenne ich so von genau Samsung übrigens. Mehrere LCDs von denen sind mir genau kurz nach Ablauf der Garantie abgeraucht. Außer bei SSDs ist der Laden für mich auf der schwarzen Liste.
 
Geräte, die "gerade" aus der Garantie gefallen sind, seltsamerweise ihren Geist aufgeben
nur daran wird sich durch das Gesetz aber nichts ändern, außer dass nun der User ein Anrecht auf Reparatur hat - nur ob er das dann wahrnimmt, oder wie bisher sich einfach Neues kauft, bleibt abzuwarten. Zumal in dem Gesetz auch nichts von „günstiger“ Reparatur steht und es sich damit zum Teil wirtschaftlich einfach nicht rechnen wird.
 
Ab wann eine Reparatur nicht mehr lohnt, muss letztendlich jeder selbst entscheiden.
Wenn das Gerät wenns funktioniert 300eus im Verkauf bringt, das Ersatzteil aber 400eus kostet kann natürlich jeder selbst frei entscheiden was er tut. ändert aber doch nichts daran dass wir es in dem Fall mit nem Wirtschaftlichen Totalschaden zu tun haben.
Die Reperatur muss sich auch lohnen gemessen an dem Restwert des Geräts.
Jetzt kannste Firmen aber halt auch nicht vorschreiben wieviel ne Reperatur kosten darf. Der Aufwand für eine Reperatur mag auch identisch sein, unabhängig davon ob du nen Gerät vor dir liegen hast mit Restwert 2k, oder 200k. Die Reperatur, also allein die Arbeitszeit, wird ja nicht kleiner weil das Gerät älter geworden ist und im Wert gesunken..
Ich kann bei nem alten VW Up auch komplett den Motor ausbauen und alles neu machen... Nur ist das halt nicht wirtschaftlich. Und auch die Kunden denken nunmal wirtschaftlich. Niemand denkt sich "ach ich brauch kein schnelleres Gerät, das reicht mir, da investiere ich 200eus auch wenn mein Gerät nur noch 100 wert ist"

Zumal in dem Gesetz auch nichts von „günstiger“ Reparatur steht und es sich damit zum Teil wirtschaftlich einfach nicht rechnen wird.
Wie gesagt wenn die Firmen dazu gezwungen werden Reperaturen anzubieten, werden die schon so klug sein wie sie das dann umsetzen und dennoch Kohle damit machen. Da geht es nicht um Nachhaltigkeit, genauso wenig wie "uns ist wichtig dass die Kunden Geld sparen". Die Kunden sollen das Geld ja zum Hersteller tragen.

Was vielleicht sinnvoll wäre Vorgaben zu machen was sich wie tauschen lassen muss. zB dass ich nen Akku aus Gerät A auch einfach in Gerät B reinbauen kann, ohne dass wie es bei Apple mitunter ist, gewisse Komponenten dann jeweils noch ne Art ID haben und damit fest an ein Gerät verbunden, wie zB der Fingerprintreader. Sowas wäre vielleicht sinnvoller sodass das ausschlachten von defekten Geräten möglich ist. Also die Teile rausbauen können die noch funktionieren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das wird nur begrenzt funktionieren wenn die Hersteller nicht gezwungen werden "spezielle" Ersatzteile wie ICs zu regulierten (günstigen) Preisen (dauerhaft bzw. in günstiger Lizenz) anzubieten. Ich hab das Gesetz nicht gelesen aber das wäre eine Achillesferse.
 
hier verteufelt doch niemand, nur scheint mir das etwas kurz gedacht. Gut gemeint ist halt leider das Gegenteil von Gut.
 
hier verteufelt doch niemand, nur scheint mir das etwas kurz gedacht. Gut gemeint ist halt leider das Gegenteil von Gut.
Gesetze sind normalerweise nie direkt der Idealzustand.

Beispielsweise wurde 1949 festgelegt, das Frauen und Männer vor dem Gesetz gleich sind, erst 1958 wurde das Recht des Ehemannes aus dem Gesetz gestrichen, jeden Arbeitsvertrag seiner Ehefrau fristlos zu kündigen, und erst 1977 wurde es Ehefrauen erlaubt, einen Arbeitsvertrag ohne Zustimmung des Ehemannes abzuschließen. Davor und danach gab es auch dutzende Änderungen, die langsam aber sicher Frauen halbwegs die Gleichberechtigung verschafft haben. Hätte man 1949 gesagt, das klappt eh nicht, warum sollen wir das da reinschreiben, wären Frauen vielleicht heute noch die Leibeigenen ihrer Ehemänner.

Deshalb finde ich einen Anfang besser, als gar nichts.
 
wenn die Hersteller nicht gezwungen werden "spezielle" Ersatzteile wie ICs zu regulierten (günstigen) Preisen (dauerhaft bzw. in günstiger Lizenz) anzubieten.
So eine kleinteilige Preisregulierung ist juristisch (verfassungskonform) nur schwer umzusetzen, und wenn, würde sie in exzessive Bürokratie ausarteten, die wiederum auf die Preise umgelegt werden müsste.
 
Ich sehe das Gesetz auch als eine positive Entwicklung. Denn zum einen zwingt es Hersteller dazu ihre Geräte so zu designen, dass zumindest professionelle Anbieter diese reparieren können, was auch im Anschluss die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es ordentlich refurbishte Geräte zu einem akzeptablen Preis gibt und zum anderen bringt es die Hersteller dazu überhaupt Ersatzteile zur Verfügung zu stellen. Es hilft leider alles nichts, wenn man keine Chance hat die notwendigen Ersatzteile überhaupt zu bekommen (wie zum Beispiel oft bei günstigen Druckern der Fall). Außerdem könnte ich mir vorstellen (vielleicht auch nur ein naiver wunsch, aber hoffen darf man ja), dass sich sowas wie der Teileabverkauf von Lenovo auch bei anderen Herstellern etabliert. Denn nach spätestens 5 Jahren gehe ich davon aus, dass die Hersteller ihre Lager leeren wollen. Das würde dann für alle technisch visieren Personen die Möglichkeit eröffnen die Geräte günstig wieder in Schuss zu setzen und weiter zu verwenden.

Ich denke eine Reperatur bei einer Fachwerkstatt wird sich in den meisten Fällen nur bei hochpreisigen Geräten lohnen. Dazu ist einfach der Stundensatz ausgebildeter Fachkräfte zu hoch. Aber es gibt ja zum Glück immer mehr ehrenamtliche Vereinigungen (zum Beispiel ein Repair Café), bei dem visierte Personen für einen Spendenbetrag + Teilekosten unterstützen können und dann sieht die Rechnung wahrscheinlich oft ganz anders aus. Aber auch das ist überhaupt nur möglich, wenn man an die Teile herankommt.

Von daher würde ich sagen: Es ist ein guter erster Schritt. Wie sich das in den nächsten Jahren entwickelt wird sich zeigen, aber ich bin vorsichtig optimistisch, dass es zu einer Verbesserung für alle kommt, die ihre Geräte gerne reparieren (lassen) möchten.
 
Ich sehe das Gesetz auch als eine positive Entwicklung. Denn zum einen zwingt es Hersteller dazu ihre Geräte so zu designen, dass zumindest professionelle Anbieter diese reparieren können, was auch im Anschluss die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es ordentlich refurbishte Geräte zu einem akzeptablen Preis gibt und zum anderen bringt es die Hersteller dazu überhaupt Ersatzteile zur Verfügung zu stellen
Was ist aus Kundensicht am Ende der Unterschied ob eine Reperatur gar nicht möglich ist oder sie wirtschaftlich nicht mehr sinnvoll ist?
Die Ersatzteile wird man am Ende auch nicht hinterhergeschmissen bekommen. Auch den Preis der Komponenten kann der Hersteller ja bestimmen. Bleiben halt die Komponenten aus bereits verkauften Geräten, Stichwort ausschlachten. Aber dass diese Teile frei in Umlauf gebracht werden können ist ja bereits heute so.
Apple schiebt dem halt nur gleich ein Riegel vor indem selbst diese Teile dann eindeutige IDs haben.
Also den Vorteil sehe ich primär erstmal da dass Komponenten austauschbar sein müssen. Weil auf diese Teile hat der Hersteller dann mit dem Verkauf tatsächlich kein Einfluss mehr.
Aber der direkte Verkauf/Kauf von Original Ersatzteilen in Neu, am besten noch beim Hersteller, da wird der Hersteller natürlich die Rechnung auf machen. Wenn du durch Reperatur dein Gerät statistisch dann doppelt solange nutzen kannst, "muss" der Gewinn den der Hersteller durch den Verkauf des zweiten Geräts den er gemacht hätte, was du dann statistisch gekauft hättest ja trotzdem machen, bzw er will ihn machen.
Man wird sicherlich nicht zusehen wie man Ersatzteile raushaut und gleichzeitig dabei zusieht wie der Verkauf an Neugeräten abnimmt. Wenn der Verkauf von Neugeräten als Folge dann abnimmt und der Verkauf von Ersatzteilen steigt, werden die Ersatzteile entsprechend teurer gemacht.
Du bist bei den meisten Komponenten wie Akku, Hauptplatine, Touchpad, Tastatur ja an den Hersteller weiterhin gebunden weil von Nachbauten mal abgesehen verkauft nur er dieses Teil und es wird sich hier kein Markt entwickeln mit Konkurrenz.

Für Computer Magazine wäre es dann vielleicht aber auch sinnvoll bei der Bewertung von Geräten sich vielleicht auch mal die Preise der Ersatzteile anzuschauen und in die Bewertung mit einfliesen zu lassen. Sprich wie teuer ist ne Reperatur von xy bei Gerät von Hersteller A im Vergleich zu Hersteller B. Hier könnte dann durchaus Wettbewerb entstehen..

Wenn ifixit einfach nur schaut was man alles tauschen kann ist das ja nur die halbe Miete, wenn die Beschaffungskosten der Ersatzteile da nicht mit einfliesen...
Also vielleicht dann einfach einen "Einkaufskorb" erstellen mit den Teilen die interessant sind. Preise zusammenrechnen und dann dazu schreiben und in die Bewertung mit reinpacken.
 
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