Problem mit Office-Anhängen in Outlook

iYassin

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In meinem neuen PC habe ich neben der 80GB-HDD für das OS auch zwei HDDs (1TB und 500GB) verbaut, auf die ich sämtliche Benutzerdaten auslagern möchte, da der Programme-Ordner vermutlich noch weiter anwächst und ich auf der SSD dann Platzprobleme bekomme.

Ich habe nun also nach dieser Anleitung hier mit Sysprep im bereits installierten und mit einigen Programmen ausgestatteten System den Benutzerordner auf die 1TB-Festplatte verschoben. Das sollte an sich keine Probleme machen, da dabei die entsprechenden Systemvariablen geändert werden und nur Programme, die irgendwo selbst den Pfad zum Benutzerordner speichern, Probleme bekommen können. So viel ist aber noch nicht installiert - die Adobe-Software kommt damit super klar und auch Firefox sowie der Großteil von Office 2013 haben keine Probleme. Lediglich Outlook 2013 spinnt nun herum...

Erst konnte ich Outlook gar nicht mehr öffnen, da es keine Möglichkeit gab, im Nachhinein die Pfade der .ost-Dateien meiner beiden Gmail-Accounts anzupassen. Ich habe dann einen Symlink vom alten auf den neuen AppData-Ordner gesetzt, dann startete Outlook wieder, aber es war nicht möglich, Office-Anhänge zu öffnen. Andere Dateitypen wie PDF und TXT machten aber keine Probleme. Der Versuch, Outlook komplett zurückzusetzen (Registryeinträge und .ost-Dateien gelöscht) und neu einzurichten, hat leider auch nicht geholfen...

Stand der Dinge ist nun also folgender:
- An Mails angehängt Office-Dokumente können nicht geöffnet werden - direkt aus Outlook nicht, und wenn ich sie manuell speichere oder die temporär gespeicherten Daten im Explorer öffne, dann auch nicht.
- Sämtliche anderen Dateitypen funktionieren einwandfrei.

Folgende Fehlermeldungen bringen die verschiedenen Office-Apps:

word.PNG

excel.PNG

powerpoint.PNG

Ich habe keine Ahnung, woran das liegen kann... habt Ihr einen Tipp für mich? Oder hiflt da nur noch eine komplette Neuinstallation?
Und wenn letzteres der Fall ist - sollte ich dann das Verschieben des Ordners einfach vor der Installation sämtlicher Software durchführen bzw. ein vorangepasstes Win 8.1-Image verwenden? Oder gibt es in Win 8.1 keine gute Möglichkeit mehr, Benutzer- und Systemdaten auf getrennten HDDs zu speichern?

Vielen Dank schonmal und viele Grüße,

iYassin
 
Die offiziell unterstützte Variante ist die über die Antwortdatei bei einer Neuinstallation, wie sie ja auch auf der von dir verlinkten Seite genannt wird. Das Verlegen des kompletten Ordners aus dem bereits installierten Systems ist nicht unterstützt und ich hab noch nicht gehört, dass es sauber funktioniert hätte.

Ich würde die 80 GB SSD gegen irgendwas in vernünftiger Größe austauschen - die SSD Kosten sind ja nun doch gut gesunken. Und dann würde ich nach der Installation aus dem Ordner meines Benutzers nur die notwendigen Ordner wie "Videos" auf eine andere Platte verlagern - über die Funktionen des Explorers oder über die Bibliotheken.

Ich will ja nun gerade die Performance der SSD nutzen und nicht dann doch quasi alles wieder auf HDD auslagern.
 
Eine offiziell unterstützte Variante gibt es davon überhaupt nicht, da sich unabhängig von eventuellen Anwendungsproblemen die OS-Installation nicht upgraden lässt oder Updates wie z.B. das 8.1-Update fehlschlagen.

Möglicherweise funktioniert es, für Verzeichnisse (z.B. in %appdata%) einen Junction Point statt einem Symlink anzulegen.
 
Die offiziell unterstützte Variante ist die über die Antwortdatei bei einer Neuinstallation, wie sie ja auch auf der von dir verlinkten Seite genannt wird. Das Verlegen des kompletten Ordners aus dem bereits installierten Systems ist nicht unterstützt und ich hab noch nicht gehört, dass es sauber funktioniert hätte.

Ich würde die 80 GB SSD gegen irgendwas in vernünftiger Größe austauschen - die SSD Kosten sind ja nun doch gut gesunken. Und dann würde ich nach der Installation aus dem Ordner meines Benutzers nur die notwendigen Ordner wie "Videos" auf eine andere Platte verlagern - über die Funktionen des Explorers oder über die Bibliotheken.

Ich will ja nun gerade die Performance der SSD nutzen und nicht dann doch quasi alles wieder auf HDD auslagern.
Ja, das stimmt schon... ich habe den Rechner jetzt auf jeden Fall schonmal mit der offiziellen Variante neu aufgesetzt, aber langfristig soll schon eine größere SSD rein. Klar, die Ordner Dokumente etc. lassen sich auch so verschieben... aber ein Punkt sind eben leider auch z.B. die ja doch sehr großen Outlook-Offlinedateien in AppData\Local, damit belege ich gleich mal 15GB auf der SSD.

Eine Samsung 840 Pro 256GB ist aber für den Rechner leider nicht drin, müsste mich dann entweder für eine 128GB Pro oder eine 250GB Evo (oder sogar nur 120GB Evo) entscheieden... theoretisch sollte aber ja, wenn ich Fotos, Videos etc. immer auf HDDs habe, d.h. auf der SSD nie z.B. Videos schneiden würde und darauf wirklich nur das OS und die Programme laufen, auch eine Evo ausreichen, oder?
Da ich den Rechner als Server mitverwenden möchte - gibt es da irgendwelche Caches oder so, die immer auf der Systemplatte liegen und somit die SSD im Serverbetrieb besonders belasten würden?
 
Bei Outlook 2013 kann man ja limitieren, wie viel der Daten offline verfügbar sein soll. Dann kannst du momentan halt nicht das komplette Postfach offline vorhalten.

Eine besondere, sinnlose Belastung wäre die Defragmentierung einer SSD. Das macht Windows von sich aus eh nicht. Weitere "Optimierungen" sind meist mit unnötigen Funktionsverlusten verbunden und im Normalfall nicht notwendig.
 
Stand der Dinge ist nun also folgender:
- An Mails angehängt Office-Dokumente können nicht geöffnet werden - direkt aus Outlook nicht, und wenn ich sie manuell speichere oder die temporär gespeicherten Daten im Explorer öffne, dann auch nicht.

Hier kommt mir was durcheinander vor. Kannst du denn noch neue Office-Dokumente anlegen und dann wieder lesen? Und kannst du Office-Dokumente z.B von einem USB-Stick oder aus dem Netz heruntergeladene Dokumente auf eine der HDDs kopieren und diese Dateien dann in Office lesen?

Ich frage speziell wegen dieser Formulierung hier:

- Sämtliche anderen Dateitypen funktionieren einwandfrei.

Guido
 
Ja, genauso war es. Nur Office-Dateitypen, die aus Outlook heraus geöffnet wurden, waren nicht lesbar, und das auch nicht beim direkten Aufrufen der Datei im Temp-Ordner (oder nach dem Kopieren in einen anderen Ordner) aus dem Explorer...

Mittlerweile nach Neuinstallation mit der "offiziellen" Variante (Umstellung des Speicherorts vor Anlegen der Benutzer) funktioniert alles einwandfrei :)
 
Nur Office-Dateitypen, die aus Outlook heraus geöffnet wurden, waren nicht lesbar, und das auch nicht beim direkten Aufrufen der Datei im Temp-Ordner (oder nach dem Kopieren in einen anderen Ordner) aus dem Explorer...

Es liegt an den Dateiberechtigungen (erste Fehlermeldung, erster Punkt): Die Outlook-Systemdateien werden zwar verschoben, aber die System- und Benutzer-Dateiberechtigungen der Office-Datei gehen dabei flöten... :thumbup:

Erklärung: Wenn auf einem PC Benutzer A und B arbeiten, soll verhindert werden, dass Dokumente für A auch von B gelesen werden können. Deshalb wird das MS-Office-Dokument an die Benutzerberechtigung von Outlook-Benutzer A gekoppelt. Verschiebt A seine Outlook-Dateien an einen anderen Ort, gilt das als "Diebstahl": Wenn das pst-Passwort nicht vergeben oder geknackt wurde und damit Emails zugänglich sind, kann ein Fremder B dieses an eine Email gebundene Office-Dokument von A dennoch nicht lesen, weil es an A und seine Outlook- bzw. WINDOWS-Benutzerberechtigung gebunden wurde.

Erst, wenn ein Benutzer A die Datei aus einer Email extrahiert und auf dem Desktop abgelegt hat, kann ein Administrator auf die Office-Datei zugreifen und die Berechtigung an der Datei übernehmen. Die Idee, die dahintersteht, ist folgende: Auf einem System, auf dem nur WINDOWS und MS-Office installiert wurden, kann ein Benutzer A niemals auf die Dateien des Benutzers B zugreifen und umgekehrt, und diese C4-Vorgabe stammt ursprünglich wie so vieles aus dem US-Verteidigungsministerium.
 
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