PCs für Digital Signage

Aiphaton

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Moin,
ich supporte jährlich ne ehrenamtliche Konferenz im wissenschaftlichen Bereich, die immer 2 TVs nutzt für das Anzeigen des jeweiligen Programms. Das war dieses Jahr ein wenig eine Katastrophe, was die Hardware und Software anging. Wir haben am Ende irgendwelche Rechner zusammengekratzt, z.T. ohne Festplatte, die auch regelmäßig abgeschmiert sind. Händisch dann ne PP drauf schieben & die dann in einer Schleife laufen lassen ist auch super unkomfortabel, da sich natürlicherweise ständig mal was ändert.
Long Story Short: Für das nächste Jahr soll es professionalisiert werden und runder laufen. Ich hab mich ein wenig eingelesen in Digital Signage - und bin da z.B. auf Sachen wie Anthias gestoßen. (https://anthias.screenly.io/get-started/) - was erstmal recht praktisch klingt.

Meine aktuelle Idee:
2 PCs, die dann die Fernseher antreiben. die werden in einem lokalen Netzwerk verbunden, über das dann die Programme hochgeladen werden (Formate bin ich noch am abklären, aber ich gehe stark davon aus, dass auch einfach Bilder oder PDFs möglich sind - sonst programmiere ich ne kleine Seite).
Sprich als Hardware wären dann 2 kleine, alte, schwache PCs notwendig + ein kleiner Wlan-Router. Damit wären wir auch unabhängig vom Uni-Netzwerk, was immer ein wenig schwierig ist, hinsichtlich Zugänge, LAN-Buchsen usw..

Ursprünglich hatte ich auch über einen Raspberry Pi gedacht, aber wow sind die Teile inzwischen teuer geworden. Und mit Gehäuse, Netzteil, ... - ist es in ähnlichen Preisbereichen wie ein gebrauchter Mini-PC ....

Meine aktuelle Idee wäre in diese Richtung:

Am Ende würde ich ungerne viel Geld dafür verschleudern. Das ist sonst in andere Sachen besser investiert - und ich muss das natürlich rechtfertigen können :). Wird halt nur jeweils 1 Woche jedes Jahr gebraucht.

Hat jemand mit so einem Setup vielleicht schon Erfahrung gemacht? Oder andere Ideen, wie man das am effektivsten umsetzen könnte?

Danke euch :)
 
Eigentlich sollte jedes Linuxgerät mit passendem Bildschirmausgang geeignet sein.
Mehr als eeine Diashow, die PNGs abspielen kann, wird hierfür wohl nicht benötigt.
 
Eigentlich sollte jedes Linuxgerät mit passendem Bildschirmausgang geeignet sein.
Mehr als eeine Diashow, die PNGs abspielen kann, wird hierfür wohl nicht benötigt.
Naja, dann ist man ja wieder bei "ich lauf zum Ausgabegerät mit USB-Stick, Maus und Tastatur und ändere das Bild", was ich ja gerne vermeiden würde, daher auch die Idee mit Anthias.

Vielleich interessant zu dem Thema?
Danke, ich schaue sie mir mal an. Und halte Rücksprache, weil eigentlich wäre ne Rechnung sehr praktisch (Vereine :D). Preislich natürlich extrem attraktiv, aber - ob die Hardware 2026 noch reicht? Bilder Anzeigen wird sicher gehen, aber viel mehr wird da nicht gehen, denke ich mal.
 
Mit Anthias habe ich persönlich keine Erfahrung, aber wenn die Kenntnisse für die Erstellung einer Webseite vorhanden sind, würde ich vermutlich den Weg gehen.
Also generischer PC mit Firefox im Kioskmode und der URL als Autostart und dann dort die entsprechenden Inhalte bereitstellen.
Falls sich die Inhalte ändern könnte man per SSH die Clients dazu bringen die Seite neu zu laden oder man macht das periodisch per Skript.

Generell wäre auch ein Watchdog, entweder per Skript oder Hardwarebasiert sinnvoll, das ist soweit ich das weiß auch in der Industrie gängig mit Relaymodulen die dann an den Front Panel Connectors hängen und ein Reset auslösen falls das Gerät nicht auf Heartbeats (oder Ping von extern o.ä) reagiert. Sollte auch kostengünstig via Pi Pico oder Luckfox Pico umsetzbar sein, gibt es aber natürlich auch als fertiges Modul bzw "Wireless Reset Switch", meist allerdings mit PCIe Anschluss, da wäre also Adaption nötig für Mini PCs.
 
Naja, dann ist man ja wieder bei "ich lauf zum Ausgabegerät mit USB-Stick, Maus und Tastatur und ändere das Bild", was ich ja gerne vermeiden würde, daher auch die Idee mit Anthias.
Ich dachte da eher auf einen über das spezielle Netzwerk erreichbaren Ordner, in dem die Seiten als Bilder abgelegt werden.
Die Diashow läuft durch und zeigt einfach nacheinander alles, was in dem Ordner vorhanden ist.
Das sollten auch die angesprochenen Minix-Minis können.
 
Wenn im Kiosk-Modus, sollte sich das aucb mit Thin Clients machen lassen.
Beliebt waren ja mal die Fujitsu-Dinger.
Ich hab tatsächlich so einen im Betrieb als pihole laufen, seit 3 Jahren ohne ungewollten reboot.
 
Moin,

wir machen sowas ähnliches und nutzen z.B. Minix Z83-4, Minix N42C oder Dell Wyse 5070 (mit dem J5005). Die Wyse 5070 schaffen 4K@60Hz gut, und gebraucht bekommt man sie oft recht günstig.

Welche Hardware passt, hängt aus meiner Sicht davon ab, was man braucht. Entscheidend sind vor allem Animationen und ob 4K mit 60Hz laufen soll. Daran macht sich dann der PC fest. Wenn die Bildschirme hochkant hängen, muss man unter Linux mit Intel-Grafik manchmal noch eine TearFree-Option im Treiber setzen, damit das Bild beim Scrollen und bei Animationen nicht zerreißt.

Die verlinkten Z64 (im Narktplatz von mir) können nur FullHD, und aufwendigere Animationen sind damit 2026 nicht mehr drin.

Für eine Woche im Jahr würde ich nicht viel ausgeben. Ein gebrauchter Thin Client wie die Wyse 5070 reicht dafür locker. Der ist leise und sparsam und hat genug Leistung für Anthias oder einen Browser im Kiosk-Modus.
 
Danke für eure Kommentare :). Hab nochmal Rücksprache gehalten, auch mit demjenigen, der die Inhalte erstellt - es wird auf Bilder hinauslaufen.

Kauf wird auf leider einen echten Händler hinauslaufen müssen, einfach aufgrund der Abrechnung.

Generell wäre auch ein Watchdog, entweder per Skript oder Hardwarebasiert sinnvoll
Klingt spannend, ist aber dafür vmtl. nicht notwendig. Es sind da eh immer Leute unterwegs, es ist kein Weltuntergang, falls mal kurz das Programm da nicht angezeigt wird - und realistisch gesehen schmiert ein vernünftiger Rechner auch nicht ständig ab. Für völlig unattended-devices aber sicherlich ne coole Sache.
Ich dachte da eher auf einen über das spezielle Netzwerk erreichbaren Ordner, in dem die Seiten als Bilder abgelegt werden.
Auch ne gute Idee, werde ich, wenn die Hardware beschafft ist, auch mal ausprobieren, vllt. funktioniert das sogar besser als ne komplette Software da drauf.

Ich hab tatsächlich so einen im Betrieb als pihole laufen, seit 3 Jahren ohne ungewollten reboot.
Das hört sich wunderbar stabil ein, danke :).
wir machen sowas ähnliches
Danke für die Einblicke. Das ist super hilfreich sowas aus der Praxis zu hören.

Aktuell sind keine großen Animationen geplant (eher nur Bilder), aber die Option wäre schon sinnvoll. Vor allem sollen die Rechner dann auch ne Weile genutzt werden, daher sollten zumindest ein paar Reserven da sein - wobei mehr als 4k60 vmtl. nie gebraucht werden.

Aber da hab ich doch ein konkretes Gerät, an dem ich mich orientieren kann :).
 
Wenn du am Ende thin clients haben möchtest zum schmaleren Kurs und das alter eher nebensächlich ist, meld dich per PM bei mir. Ich habe Kontakte zu Refurbishern.
 
Noch so als Tipp : Achte bei den Thin-Clients genau darauf was geliefert wird !
Denn oft fehlen Zubehörteile wie Antennen,Netzteile oder Befestigungsschtrauben ...
Gerade diese Kleinteile gehen bei nachträglicher Beschaffung ins Geld und machen ein scheinbar günstiges Angebot teuer !

Gruss Uwe
 
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