Nachtwache der Bekloppten - das Biotop 2.0

puntohgt2008

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Auf Anregung von Ingo, hab ich den Thread mal umbenannt, war mal "Wie kommt es, das Ihr noch mitten in der Nacht im Forum seid?"

Wie im Topic erwähnt, warum seit Ihr noch so spät hier unterwegs? Ich bin auf Nachtschicht :D

Thx to Kopernikus, Titel "eingedeutscht" :D


Update 2: Nachtwache der Bekloppten - das Biotop 2.0 21.09.
Update 1: Nachtwache der Irren 20.09

DER Nachtschwärmer-Thread, bzw. das Foren-Nachtcafé Originalname
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Just for the record, Nadelbäume produzieren kurz vorm Abnippeln besonders viele Zapfen,
ähnliches hat die Evolution auch vielen anderen Organismen als Schutzmechanismus gg Aussterben verpasst.

Wenn Ihr euch also das nächste Mal durch nen Wald bewegt,
und den optischen Input ausnahmsweise mal mit den letzten noch nicht verkümmerten Hirnzellen verabeitet
die Nadelbäume mit den vielen Zapfen, idR eine grosse Mehrheit, das sind die todkranken.
 
Just for the record, Nadelbäume produzieren kurz vorm Abnippeln besonders viele Zapfen,
ähnliches hat die Evolution auch vielen anderen Organismen als Schutzmechanismus gg Aussterben verpasst.

Wenn Ihr euch also das nächste Mal durch nen Wald bewegt,
und den optischen Input ausnahmsweise mal mit den letzten noch nicht verkümmerten Hirnzellen verabeitet
die Nadelbäume mit den vielen Zapfen, idR eine grosse Mehrheit, das sind die todkranken.

Ein noch besserer Indikator für den Gesamtzustand ist der Nadelabwurf.

Eine gesunde, weitestgehend frei stehende Fichte verfügt über die Benadelung von sechs bis sieben Jahren. Ältere und somit noch weiter innere Nadeln werden auch von einem gesunden Baum abgeworfen, zum einen weil sie von den darüber befindlichen Ästen dann zu stark beschattet werden und zum anderen weil sie dann in Bezug auf den Stoffwechsel ihr natürliches "Lifecycle-Ende" erreicht haben.

Fang an der Spitze, also den helleren diesjährigen Nadeln an zu zählen. Jeder weitere Wirbel Richtung Stamm entspricht einem Jahr.

Killerkriterien für Fichten sind neben Luftschadstoffen insbesondere Dürre-Streß. Als Flachwurzler erreichen sie selten das Grundwasser und sind somit auf regelmäßige athmosphärische Feuchtigkeitszufuhr (vulgo: Regen) angewiesen.

Fichten mögen ebenfalls keine dauerhaft "Nassen Füße" - sie werden dann vom Wurzelkern her rotfaul. Haben somit in Flußniederungen nichts zu suchen.

Der epidemische Schädlingsbefall durch Käfer ist nur eine Folgeerscheinung des oben genannten. Der Baum verfügt dann über keine Ressourcen mehr, um sich durch Harzbildung gegen die gefräßigen Eindringlinge zu wehren.
 
Eine gesunde, weitestgehend frei stehende Fichte verfügt über die Benadelung von sechs bis sieben Jahren. Ältere und somit noch weiter innere Nadeln werden auch von einem gesunden Baum abgeworfen, zum einen weil sie von den darüber befindlichen Ästen dann zu stark beschattet werden und zum anderen weil sie dann in Bezug auf den Stoffwechsel ihr natürliches "Lifecycle-Ende" erreicht haben.
So habe ich das auch im Kopf. Die Zapfen können sich auch durchaus zyklisch häufen. Bei den Fichten gibt es ausgesprochene Blütenjahre. Unsere Bäume sind rund 50 Jahre alt und es gab immer wieder mal "Häufungsjahre". Unter der Kiefer ist ein Busch zu groß geworden, wächst in die Kiefer rein, wo dann auch die Nadelaktion passiert. Es hat im Mai mit den ersten Regentagen eine regelrechte Wachstumsexplosion gegeben und ich mußte mit Gärtner einiges nachkürzen. Im Moment kürze ich unter der Kiefer auf entsprechendes Buschmaß zurück. Das hatten wir im Mai nicht mehr geschafft (Nachschnitt nach 4 Tagen und ~2 Tonnen Rückschnitt im Februar - gewogen bei Ablieferung). An den feuchtwarmen Tagen im Mai explodierte der "etwas eingewachsene" Garten regelrecht.

die Nadelbäume mit den vielen Zapfen, idR eine grosse Mehrheit, das sind die todkranken. *
das unterschreibe ich so pauschal aber wirklich nicht. Da muß man den Baum schon genauer ansehen.*
ähnliches hat die Evolution auch vielen anderen Organismen als Schutzmechanismus gg Aussterben verpasst. *
nicht ganz ernst gemeint: ..... dann müßte bei uns Menschen der meiste Nachwuchs ja auch von 70+ erbracht werden .............

*Nachtrag, der Fairness halber: ich habe das ebenfalls oft gehört und gelesen. Bisher habe ich nur wenig Bäume "verloren", bei denen ein Verdacht wegen dieser Theorie aufkam. Bei Laubbäumen habe ich mit vorsichtigem Rückschnitt gute Erfolge gehabt, bei Nadelbäumen auch mal einfaches Gießen oder mit Wasser "abspritzen" (keine Chemie). Irgendwie haben die sich erholt oder überstanden, was immer es war. Die "Verluste" waren nur in den ersten Jahren mit damals jungen Bäumen (und Null Ahnung bei mir, d.h. nicht reagiert). Seitdem achte ich auf sehr die Bäume, und es lohnt sich...............
 
Zuletzt bearbeitet:
nicht ganz ernst gemeint: ..... dann müßte bei uns Menschen der meiste Nachwuchs ja auch von 70+ erbracht werden .............

Auch nicht ganz ernst gemeint:

Das dürfte schon daran scheitern, dass bei dieser steilen These der Erzeuger im vorgeschlagenen Alter so seine Probleme haben dürfte und es bei Frauen entweder ebenfalls an der biologischen Grenze scheitert und/oder nicht genügend junge Frauen existieren, die nur um des Nachwuchses willen zum Arterhalt schwanger werden wollen;-)

Vielleicht lassen wir es einfach so, wie es ist und dann lieber just for fun.

Ich genieße jedenfalls heute meinen einen freien Tag und selbst der ist wieder ausgefüllt. Ein Genuß war schon mal das relativ zeitige Frühstück im Garten, bevor wieder der Krach auf der Straße einsetzt. Jetzt geht es vielleicht noch eine Runde durch den Wald, eines meiner Fahrräder pflegen und vielleicht noch wenigstens eine Stunde durch ein Buch mit für einem für mich interessanten Stoff ackern:


Das durch die zahlreichen Migrationsbewegungen in mehreren Phasen zerfallende (west)-römische Reich als Geburtsstätte der mittelalterlichen Reiche und Strukturen ist ein spannendes Thema und das Buch ist quasi mit der aktuellste Stand auf diese Zeit der häufig falsch interpretierten und verklärten "Völkerwanderung".
 
Gartenarbeit wird aktuell verweigert.

Ein Garten dient vornehmlich nicht der Arbeit - sondern der Entspannung.

Der Erholungswert liegt ja gerade darin, einfach nur zu beobachten, was da - ohne eigenes Zutun - möglichst naturnah wächst und wer dann dort einzieht, gerade WEIL es möglichst naturnah sein und bleiben sollte und somit der natürichen Erwartungshaltung der Bewohner und Besucher entspricht.

Ein zwar mit guter Absicht neben Monster-Gasgrill und Hüpfburg auf den bis zur Unkenntlichkeit zurück geschorenen "Rasen" in der prallen Sonne aufgestelltes "Insektenhotel" wirkt auf mich irgendwie sinnbefreit.

Lasst wachsen und blühen was will. Dann kommen auch die Insekten.

Zudem - Statt irgendweilcher Kunstbauten ist ein in der hintersten und somit ungestörtesten Ecke betriebener Komposthaufen das mit Abstand beste Insektenhotel.
 
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