nach Mainboard-Tausch bei Desktop-PC etliche Probleme

Sir Charles82

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Hallo,

durch einen Defekt auf meinem alten Motherboard (MB: Asrock ALive Dual-eSATA2 , CPU AMD Athlon 64 X2 mit 2,2 GHz, 8 GB DDR2-RAM, Nvidia 8600 GTS - Dualboot W7 Prof 64 Bit mit XP Prof. 32bit auf 2 getrennten SATA-Platten, Netzteil: Chieftec 450W GPS-450aa-101a); das MB zeigte Symptome von Flexing, das heißt, die USB-Ports erkannten auf einmal mitten im Betrieb das USB-Gerät nicht mehr, initialisierten es neu bzw. haben mir empfohlen, das Gerät auf einem 2.0 Port anzuhängen, obwohl ich ja eigentlich gar keine 1.1-Ports mehr am MB hatte) war ich gezwungen, ein "neues" MB, das ich zusammen mit einem AMD Phenom II X4 965 BE hier im Forum erworben habe, einzubauen (MB: Gigabyte 870A-UD3, Rev. 2.0).

Zusammen mit einem guten Freund haben wir den Computer so gut es geht vorbereitet (Chipsatz-Treiber deinstalliert, USB-Treiber rausgeworfen) und uns an den Umbau gemacht. Für den neuen DDR3-RAM habe ich nach Absprache mit meinem Freund die Riegel vom Typ KVR16N11S8/4 (Kingston 4GB-Module) besorgt, und zwar 4 Stück, damit die Vollausstattung von 16 GB gewährleistet ist. Wie ich erst später gesehen habe, scheinen diese Riegel allerdings nicht auf der Kompatibilitätsliste des Boards auf.

Operation ist erstmal soweit gelungen, nur hat sich im Laufe der OP herausgestellt, dass das Chieftec-Netzteil nicht mit dem 8poligen Stecker für den CPU-Strom am neuen MB umgehen kann; es hat einfach keinen Stecker dafür und ist anscheinend zu schwach dimensioniert. Also hat ein Corsair 600W CX600 den Weg zu mir und in den PC gefunden. Die Probleme gehen aber weiter: das Hochfahren von W7 bricht öfters ab mit einem BSOD, wahlweise Memory Management, PFN list corrupted oder ähnlichem. Auch das Herunterfahren führt oft in den BSOD (Anzeige zu kurz, um den Fehlercode zu zeigen).
Die XP-Platte wird unter W7 angezeigt, man kann darauf zugreifen, aber: im BIOS scheint sie nicht auf. Dort steht bei IDE-Slave: None, dieses "None" hat aber 136 GB (die Größe der alten SATA XP-Platte).

Nachdem die Abbrüche zu massiv geworden sind, habe ich 2 der 4 4 GB-Riegel ausgebaut. Jetzt mit den 8 GB RAM (Riegelmodell siehe oben) habe ich weniger Blue Screens, allerdings braucht W7 2 Anläufe, bevor es hochfährt. Beim ersten Starten bleibt er de facto bei "Windows wird gestartet" stehen und startet sich neu... erst dann läuft er durch bis zum W7-Desktop.

Können diese Probleme in der Mehrzahl vom inkompatiblen RAM ausgelöst worden sein? Habe jetzt statt der KVR16N11S8/4-Riegel folgendes 3er-Kit bestellt (dieses steht in der Kompatibilitätsliste: Kingston 12GB 1600MHz DDR3 Non-ECC CL9 DIMM (Kit of 3) XMP (KHX1600C9D3K3/12GX). Ich weiß, dass diese dann nicht in Dualchannel laufen, sollte aber verschmerzbar sein. Ich habe auch gelesen, dass der RAM-Vollausbau bei manchen Konfigurationen zu massiven Problemen führen kann.

Anderes Problem ist wohl die Temperatur, der Phenom läuft derzeit bei 45°C im relativen Idle (Lüfter ist der hier: [FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]CPU-Kühler Sockel AM3 original AMD[/FONT] - für A8-Prozessoren). Die Grafikkarte ist bei 71 Grad, die Festplatten bei 50 Grad. Kann hier ein Gehäuselüfter Abhilfe verschaffen? es ist ein "altes" Gehäuse Ende der 90er Jahre.

Wäre für Hinweise sehr dankbar, woher manche Probleme vielleicht kommen?

Danke!
 
Hast du mal die Einstelungen im BIOS auf Default zurück gesetzt? Bei manchen Riegeln kann man zum Beispiel die Taktung und die Latenzen hochsetzen um sie voll auszureizen, wenn da vorher sowas drin war kann es sein dass dein Speicher nicht damit klar kommt, einfach alles mal zurücksetzen im BIOS.
Ich hab noch nie RAM gekauft der auf irgendeiner Kompatibilitätsliste steht, so viel RAM wie es gibt können die Hersteller doch gar nicht testen...


Die Temperaturen sind soweit normal, ein Gehäuselüfter würde vor allem bei der Festplatte etwas bringen.
Wenn du einen kaufst, kauf den größten den du montieren kannst, denn ein größerer Lüfter kann langsamer drehen um die gleiche Luftmenge zu bewegen -> leiser.

Dein Betriebssystem würde ich neuinstallieren, einfach weil es noch nie so richtig funktioniert hat ne HDD einfach so in einen komplett anderen Rechner zu stecken.
 
Hallo,

danke für die Antworten. Also, aktuell läuft das System ja..zumindest das W7 nach unzähligen Systemreparaturen via DVD und Konsole und fixmbr und solchen Späßen. WENN das W7 gestartet ist, dann gibts auch keine Probleme, alles erkannt, keine gelben Ausrufezeichen im Gerätemanager, mittlerweile passen auch die USB-Treiber (das Board hat USB 3.0); nur das Starten macht Probleme.

Was meint ihr, mit den 3x4 GB getesteten RAM sollte es doch auch rund laufen, oder?

nur die Startprobleme sind etwas seltsam... das BIOS wurde sowohl auf "Fabrikseinstellung" zurückgesetzt als auch die CMOS-Batterie rausgegeben und neu eingesetzt. Könnte eine neue BIOS-Version Besserung bringen? Derzeit läuft BIOS F1, es gibt aber ein F5, wenn ich recht gelesen habe. Löst das vielleicht auch die Probleme mit der nicht richtig erkannten Festplatte?

PS: beim XP fürchte ich eh, dass ich ums Neuaufsetzen nicht herumkomme: noch dazu, wo das XP auf einer Partition liegt, die nur 20 GB groß ist, und ich da schon basteln mußte, damit ich überhaupt noch Updates installieren konnte :-\
 
Hmm. Ein BIOS Update *könnte* helfen, muß aber nicht... Was passiert, wenn du den Rechner (wie in Laptop) schlafen legst? Kommt er dann hoch?
 
Wenn ich das so lese bleiben meiner Meinung nach noch 3 Empfehlungen:
1) Daten sichern
2) Neuaufsetzen mit einem aktuellen System, das noch regelmäßig Updates erhält
3) BIOS-Update von CD (solange das System nicht stabil läuft und neustartet würde ich dieses nie über eine Windows-Updatefunktion durchführen)

Und das genau in der geschriebenen Reihenfolge ;)
 
@einposter: hab ich grad ausprobiert: er ist in Standby gegangen, ist aus dem Standby wiedergekommen... und mit Bluescreen abgeschmiert. Schutz des PCs als Grund.

@ supertux: das XP ist das "alte" System, ich hab eine 2 TB-Platte mit W7 damals "dazugehängt" und das ist jetzt das Produktivsystem... das XP-System ist eigentlich nur mehr für die Spiele, die ich nicht neu installieren wollte bzw. einige Programme, die unter W7 nicht laufen. Ist also kein Produktivsystem, nur die Daten auf der Platte sind wichtig...
 
Wie bereits erwähnt, du musst neu aufsetzen, sonst hast du diese Zuverlässigkeit dauerhaft. Des Weiteren, Win7 hat n recht guten "XP Modus" probier den mal mit deinen Programmen aus.
 
Stick mit Linux rein, Zeug auf ne andere Platte kopieren und alles platt machen...
 
XP-Modus hab ich eh schon vor Urzeiten installiert, aber ob das auch die Spiele packt? naja, schauen wir mal, was unter 7 noch läuft.

drüberinstallieren über das 7er geht - nehm ich an -nicht? aber das kann es doch nicht geben, dass das BS normal funktioniert, nur beim Start hakts. Ja, ich weiß, die Sachen, die "nur" nicht gehen, sind wohl die schimmsten. :(
 
Ich hatte bisher noch kein einziges (!) Spiel dass unter Windows 7 nicht lief und vorher unter XP problemlos.
Und ich hab nen Haufen alte Spiele...
Das einzige was etwas nervt ist AOE II wegen dem Grafikbug, aber der tritt ja unter Windows 8.1 mittlerweile auch nicht mehr auf.
 
gut, auch kein Argument, also vielleicht beerdige ich wirklich mein XP.... und das 7 muß ich neu aufsetzen sagts ihr also. Wobei, dass das System - wie jetzt gerade - im Bildschirmschoner einfriert.... das könnte doch am RAM liegen, oder?
 
Problematisch sind eigentlich nur manche Spiele aus der ME und früher Generation (wie beispielsweise von mir oft als Beispiel gebracht DTVR)
Aber diese nativ zum Laufen zu bekommen war auch schon unter XP ein Kunststück ;)
Viel mehr Sinn macht da eine virtualisierte Windows 2000 Maschine unter Windows7/8.1, denn was unter XP anstandslos lief ist zu 99% auch auf den aktuellen Systemen gut zum Laufen zu bringen.

=> Sichere alle Dateien und Programme/Spiele soweit es dir möglich ist,
mach die Platte platt und installiere dir dein Windows7 mit einer Windows 2000 VM für die ganz alten Spiele neu,
und du wirst dich wundern wie stabil und schnell die Kiste danach läuft ;)

Bei einem Upgrade ziehst du dir eigentlich nur die vorhandene Fehler in's neue System, das ist eigentlich nur dann sinnvoll, wenn alles stabil läuft.

Wenn dir eine Neuinstallation arg zuwieder ist, kannst du auch das BIOS-Update per CD (am Besten bei ausgebauter Festplatte) vorziehen,
hilft auch das nicht bleibt wohl nur das Neuaufsetzen als sinnvolle Alternative.
 
@ Supertux: danke für die klaren Worte, dann werde ich mich mal am BIOS-Update probieren, den RAM tauschen (der neue ist schon bestellt) und wenn sich hier keine klare Verbesserung einstellt, dann bleibt eh nur mehr das Neuaufsetzen.

Danke für die vielen Hinweise :)
 
Hast Du mal MEMTEST86 durchlaufen lassen? - Wenn es wirklich am RAM liegt, sollte das Tool auch fündig werden.
 
Hallo Mornsgrans,

nein, Memtest86 ist nicht durchgelaufen (hab auch gar keinen Datenträger damit :eek:), werde ich mir bereitlegen für die Zeit nach dem Wechsel.

Hab jetzt gerade sfc /scannow durchgeführt, um zu schauen, ob die Systemdateien gelitten haben.

Frage noch: ein Inplace Upgrade, wie >> hier << beschrieben, nutzt nichts? Nur Neuaufsetzen?
 
Mach das Ding doch einfach Platt, das ist in einer halben Stunde getan !

Die Zeit die du damit verbringst nach irgendwelchen faulen Alternativen zu suchen die im Endeffekt doch nur ein fauler Kompromiss sind kannst du auch nutzen um dein zeug zu sichern und die Kiste platt zu machen.
 
Wenn du dein System noch mehr verfrickeln willst, als es eh schon der Fall ist, dann kannst du auch ein Upgrade oder ein Inplace Upgrade durchführen - aber der Aufwand dürfte mindestens genau so hoch sein, wie eine Neuinstallation. Und hinterher hast du eventuell die gleichen Probleme wie vorher, weil irgendwas doch von den alten Resten da ist.

Ich kann mich den anderen nur anschließen: Mach platt und installier neu. Ich frage mich, was dich davon abhält - in der Zeit, in der du hier nach Alternativen suchst und neue Hardware einbaust, hättest du schon längst fertig sein können ;) Und hättest schon längst eine Fehlerquelle ausgeschlossen.

//EDIT: Zu langsam, Thomebau war schneller ;)
 
ich suche nach "faulen" Alternativen, weil die Backup-Lösung erst für Ende dieses Jahres in Planung ist oder anders: meine vorhandenen Platten packen nicht das Runtersichern aller Dateien bzw. habe ich auch Programme laufen, von denen ich keine Installationsdateien mehr habe. Deswegen würde ich das System lieber gern anderweitig retten, das scheint aber nicht möglich. :(

Werde mich jetzt mal nach einer Platte umschauen müssen, auf die ich die Daten sichern kann. Danke für die Hinweise :)
 
Ich ergänze hier einmal der Vollständigkeit halber: bin um das Neuaufsetzen herumgekommen, denn: es hat sich gezeigt, dass die Probleme thermischer Natur waren: bei 50° C haben die Platten abgeschaltet und daher ist das System abgeschmiert. Eine Fehleranalyse hat gezeigt, dass die "alte" XP-Platte (eine Seagate Barracuda 250 GB mit 7200 U) so dermaßen "geheizt" hat, dass es die 2 TB-W7-Samsung-Platte mit ins Verderben gerissen hat.

Nachdem dann klar war, dass auf dieser defekten Platte der MBR gelegen ist (Dualboot XP-W7) gings ans langwierige Schreiben des Boot Record auf die 2 TB-Platte. Dann haben wir den Inhalt der XP-Platte auf eine neu angeschaffte externe Platte verschoben....das alles bei offenem Gehäuse mit einem 120mm Lüfter, der die XP-Platte gekühlt hat.

Update des BIOS hat auch noch Verbesserungen gebracht, das System läuft OFFEN stabil. Beim testweisen Schließen des Gehäuses (Fujitsu Siemens T-Bird-Gehäuse) steigen die Temperaturen jetzt aber trotzdem an. Festplatte von (offen) 24 Grad auf (geschlossen) 32 Grad und steigend (laut Speedfan), Motherboard bei 45 Grad, CPU bei 40 Grad, GPU (das ist mittlerweile eine AMD HD 7790) 32 Grad.

Eine Frage: das Gehäuse bietet vorne Platz für einen 80mm Lüfter, hinten überhaupt nur 60mm Lüfter. Die kosten beide nicht die Welt aber würdet ihr die installieren? MB bietet Steckplätze für 4 Lüfter, das sollte also nicht das Problem sein, aber: bringt das was? die Laufruhe von den 120mm Lüfter nicht, aber vielleicht genug Luftumwälzung im Gehäuse?

Was meint ihr?
 
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