Linux LM22.3 - Linux legt Ordner an wenn externe SSD angelegt

Linux Betriebssystem

jochenhecht

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Hallo zusammen,
ich habe auf meinem T14s Windows 11 (eigene Partition), Linux Mint (eigene Partition) und eine gemeinsame Partition.
Nun ist mir aufgefallen, wenn ich eine externe Festplatte oder USB Stick anschließe, wird auf der gemeinsamen Partition ein Ordner angezeigt (Ordnername = Benutzername). In diesem Ordner wird der gesamte Inhalt der externen Festplatte angezeigt.
Wenn ich nun die externe Festplatte aushänge, bleibt dieser Ordner aber bestehen. Ist aber leer.

DAS NERVT!!!!!

--> Was kann ich denn dagegen tun?

Danke für eure Unterstützung!

Grüße
 
Hängst du die Festplatte aus, oder ziehst du einfach das USB Kabel ab?
 
Ist doch logisch: Das USB-Laufwerk ist abgezogen, als ist der gemountete Ordner leer, das das Gerät nicht mehr zur Verfügung steht. - Was erwartest Du denn?
 
Ist doch logisch: Das USB-Laufwerk ist abgezogen, als ist der gemountete Ordner leer, das das Gerät nicht mehr zur Verfügung steht. - Was erwartest Du denn?
Ich hätte es gerne so wie in Windows: Externe Festplatte anschließen > Platte erscheint als eigenes Laufwerk im Dateimanager (und nur dort) > Platte anklicken > Inhalt ansehen und bearbeiten > Platte auswerfen

Als Beispiel: Meine externe Platte heißt "M500". Wenn ich diese anschließe, wird auf einer bereits vorhanden Partition ein Ordner erstellt (Ordnername = benutzername=jochen, als Beispiel). Im Ordner "Jochen" gibt es einen Unterordner, der M500 heißt. Wenn ich den Ordner M500 öffne, sehe ich den Inhalt der externen Platte. ZUSÄTZLICH wird die Platte M500 aber auch als eigenes Laufwerk angezeigt.

Wenn ich die Platte auswerfe, bleibt jedoch der Ordner "jochen" auf der vorhandenen Partition bestehen und ist eben leer.

Warum kann die externe Platte nicht "spurlos" ausgehängt werden?
 
Works as designed!
Linux<>Windows - Daran musst Du Dich gewöhnen, dass Laufwerke in Verzeichnisse eingebunden werden..
 
Die gemeinsame Partition ist in /media eingehängt. Die externe Festplatte wird auch in /media eingehängt. Kann ich nicht einfach irgendwie einstellen, dass externe Laufwerke in /woanders eingehängt werden? Dann sollte doch auch der "joche-Ordner" woanders sein, oder?
 
(Ordnername = benutzername=jochen, als Beispiel).
[..]
Im Ordner "Jochen"
[..]
der Ordner "jochen"
"joche-Ordner" woanders sein, oder?
Bitte gewöhne dir an, präzise Angaben zu machen!
Du sprichst hier technisch gesprochen von drei verschiedenen Verzeichnissen ("Jochen", "jochen", "joche"). Ich bin sicher, das ist nur ein Versehen, aber es verwirrt einfach, solchen Mischmasch lesen zu müssen.

Die gemeinsame Partition ist in /media eingehängt.
Falls du die gemeinsame Partition tatsächlich direkt unter /media einhängst, dann kollidiert dein Verhalten mit dem Filesystem Hierarchy Standard, denn dort werden automatisch Dateisysteme eingehängt, und falls das über fuse oder gvfs durch unprivilegierte User passiert, dann wird für den entsprechenden User ein Unterverzeichnis angelegt (/media/$USER, also z.B. /media/jochen). [1]
Dieses User-Unterverzeichnis bleibt auch nach Aushängen des externen Datenträgers bestehen und maskiert im schlimmsten Fall ein gleichnamiges Verzeichnis auf dem fstab-Mount, also auf deiner gemeinsamen Partition.

Ich würde vorschlagen, dass du deine Arbeitsweise an den FHS anpasst, und für fstab-Mounts nicht mehr /media (und aus historischen Gründen auch nicht /mnt) benutzt!


[1] https://refspecs.linuxfoundation.org/FHS_3.0/fhs/ch03s11.html
 
Zuletzt bearbeitet:
/media/Benutzername/Datenträger ist der vorgesehene Ort für externe Medien (Stick, CD-ROM, Floppy ...), mounte deine gemeinsame Partition einfach unter /Data oder unter
/home/Benutzer/Data

Siehe FHS, Filesystem Hierarchy Standard
 
Man sollte selbst keine Ordner so nennen, wie Betriebssysteme sie nennen/genannt haben.

Als bekennender Anfänger verstehe ich nur Bahnhof.
Welches Betriebssystem würde jemals selbst einen Pfad /mnt/jochen anlegen?
/mnt ist seit langem ungenutzt. Ob man diesen selbst belebt und dieses in fstab entsprechend vermerkt, macht erfahrungsgemäß (siehe Anfänger) nichts aus. Unter /media sollte man dagegen schon vorsichtiger sein, wobei mir bekannte Betriebssystem bei Vorhandensein eines bereits bestehenden Ordners im Konfliktfall eben einen neunen, wie Jochen1 anlegen werden.
 
Wenn du den Mountpoint auf /media/VOLUMEID ändern möchtest:
Code:
# joe /etc/udev/rules.d/99-udisks2.rules
# UDISKS_FILESYSTEM_SHARED
# /etc/udev/rules.d/99-udisks2.rules
# ==1: mount filesystem to a shared directory (/media/VolumeName)
# ==0: mount filesystem to a private directory (/media/$USER/VolumeName)
# See udisks(8)
# Source: https://wiki.archlinux.org/index.php/Udisks
ENV{ID_FS_USAGE}=="filesystem|other|crypto", ENV{UDISKS_FILESYSTEM_SHARED}="1"
 
…, und für fstab-Mounts nicht mehr /media (und aus historischen Gründen auch nicht /mnt) benutzt!
Hmmm, ich hänge meine Datenpartition seit vielen vielen Jahren statisch via fstab immer unter /media ein, der Mountpoint nennt sich dann /media/Daten und wird so direkt bei der Installation angelegt.
Probleme gab es damit noch nie. ;)
 
Hmmm, ich hänge meine Datenpartition seit vielen vielen Jahren statisch via fstab immer unter /media ein, der Mountpoint nennt sich dann /media/Daten und wird so direkt bei der Installation angelegt.
Hier geht es aber um automatisch mounten und das hat mit dem statischen Mounten nicht viel zu tun.
 
Was steht denn in der fstab?
'Normalerweise' werden Wechseldatenträger immer unter /media/benutzername/ dynamisch eingebunden und verschwinden auch wieder nach dem Aushängen eines Laufwerks. Ist dieses nicht der Fall, wird das Orchestra, das eigens dafür geschaffen wurde, Laufwerke extra 'wie unter Windows' einzubinden, durch einen festen Eintrag gestört.

Wenn der Wunsch lautet "wie unter Windows", lohnt es sich aber schon einmal damit zu befassen, wie Windows die Bereitstellung schafft, und vor allem, wie unter Linux Distributionen gezaubert wird, um die Laufwerke dynamisch einzubinden. Bis heute darf nämlich nur root Geräte einbinden und wieder aushängen. Das ergibt auch durchaus einen Sinn, aber die Anwender wollten halt etwas "wie unter Windows" haben. Es laufen rund sieben Dienste und Prozesse, nur um das schöne Gefühl von "wie unter Windows" zu erreichen und letztendlich die Sicherheit des Betriebssystems zu umgehen.
 
Wie ist denn das gemeint?
"Historisch" ist wohl der falsche Ausdruck. Laut FHS sollte /mnt dem Systemadministrator (root) für temporäre Mounts vorbehalten sein. [1]
Auf modernen Single-User-Desktopsystemen die vom Endnutzer auch administriert werden muss es dafür keinen Bedarf geben. Wenn der einzige vorhandene Nutzer gleichzeitig Admin ist, kann er natürlich auch andere Verzeichnisse für temporäre root-Mounts nutzen.


Welches Betriebssystem würde jemals selbst einen Pfad /mnt/jochen anlegen?
Hoffentlich Keines. Bei einem Linux aus der Zeit der Jahrtausendwende würde ich dafür aber nicht meine Hand ins Feuer legen. Damals war noch viel im Fluss was den FHS selbst, und dessen Befolgung anging.


Hmmm, ich hänge meine Datenpartition seit vielen vielen Jahren statisch via fstab immer unter /media ein, der Mountpoint nennt sich dann /media/Daten und wird so direkt bei der Installation angelegt.
Probleme gab es damit noch nie. ;)
Wenn du deine Partitionen nicht wie @jochenhecht direkt unter /media einhängst, sondern in ein weiteres Unterverzeichnis, dann ist es unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich, dass es zu Problemen kommt.

(Hoffentlich) griffiges Beispiel für ein problematisches Setup:
Mein Username "hikaru" leitet sich von "Hikaru Sulu" aus Star Trek ab. Es hätte auch "Data" werden können. Mein Username auf meinem System wäre dann also "data". Würde ich nun meine Datenpartition statisch unter /media/data einbinden, dann würde das mit dynamischen Mounts basierend auf meinem Usernamen kollidieren.


[1] https://refspecs.linuxfoundation.org/FHS_3.0/fhs/ch03s12.html
 
(Hoffentlich) griffiges Beispiel für ein problematisches Setup:
Mein Username "hikaru" leitet sich von "Hikaru Sulu" aus Star Trek ab. Es hätte auch "Data" werden können. Mein Username auf meinem System wäre dann also "data". Würde ich nun meine Datenpartition statisch unter /media/data einbinden, dann würde das mit dynamischen Mounts basierend auf meinem Usernamen kollidieren.
Ja ok, jetzt hab ich verstanden wie du es meinst, unter so einer Voraussetzung würde es tatsächlich Probleme geben - nen kleinen Einspruch zu deinem Beispiel kann ich mir aber trotzdem nicht verkneifen → /media/data und /media/Data sind nicht das selbe. ;) :coffee:

Nachtrag: Vergiss es, ich hab mal wieder nicht ganz sauber gelesen - wird Zeit für´s Bett.
 
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