Linux LM22.3 - Linux legt Ordner an wenn externe SSD angelegt

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jochenhecht

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Hallo zusammen,
ich habe auf meinem T14s Windows 11 (eigene Partition), Linux Mint (eigene Partition) und eine gemeinsame Partition.
Nun ist mir aufgefallen, wenn ich eine externe Festplatte oder USB Stick anschließe, wird auf der gemeinsamen Partition ein Ordner angezeigt (Ordnername = Benutzername). In diesem Ordner wird der gesamte Inhalt der externen Festplatte angezeigt.
Wenn ich nun die externe Festplatte aushänge, bleibt dieser Ordner aber bestehen. Ist aber leer.

DAS NERVT!!!!!

--> Was kann ich denn dagegen tun?

Danke für eure Unterstützung!

Grüße
 
Auf jeden Fall hast Du jetzt Dein Laufwerk dort, wo es sein soll. :)
Vielen vielen Dank!

Trotzdem würde mich interessieren, ob es nicht ausreichen würde, wenn man den Pfad /media/daten im entsprechenden Feld bei dem Programm "Laufwerke" eintragen würde?

Der Neustart war etwas mutig. Wenn Du jetzt den ntfs3 Treiber eingetragen hast und nach dem Neustart dennoch das Verzeichnis DATEIEN nutzen kannst, muss der Treiber doch gezogen haben, oder steht in der /etc/fstab nach dem Neustart etwas anderes als ntfs3 drin? Im Zweifel funktioniert der Treiber ntfs-3g auf jeden Fall.
Tatsache! In der fstab steht wieder "....ntfs-3g...." drinnen.
Aber hier bin schon am recherchieren.
Ich werde dich / euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten!

Vielen Dank nochmal für deine / eure Unterstützung!

Grüße,
Michael aka jochen
 
Moin,

hinter dem Programmaufruf 'Laufwerke' verbirgt sich das Programm 'gnome-disks', nur für den Fall, dass Du es einmal nachinstallieren möchtest, falls es fehlt. Diesen bitte nicht mehr verwenden, um Laufwerke einzubinden. In dem Programm werden die Pfade nicht eingetragen, sondern dieses ändert im Hintergrund die fstab über ein zumindest für mich abenteuerliches Eigenleben.

Wie das ntfs-3g wieder in die fstab gekommen ist, ist auch solch ein Rätsel. Einerseits ist es ja schön, dass Anwenderfehler einfach mal so korrigiert werden, andererseits sind diese, ich nenne es einmal "Hintergrunddienste für Dödels" kaum handhabbar. Gut, der Treber ntfs-3g ist stabil und sicher. Daher wäre dieser auch immer meine erste Wahl.

Falls Du den Eintrag in der fstab nochmals vor Augen hast, wirst Du sehen, dass hierin eine Maskierung der Berechtigungen mitgegeben wird: fmask=111,dmask=000. Dieses ist sinnvoll, da die Berechtigungsstruktur zwischen Linux und Windows nicht miteinander gemeinsam haben, und Du zudem noch auf eine Systemplatte von Windows zugreifst, deren User es unter Linux nicht gibt. Daher setzt die zitierte Maskierung die Rechte auf Jeder / Vollzugriff. Dieser Holzhammer wirkt immer, auch wenn Sicherheitsexperten jetzt der Puls hochgeht.

Der ntfs3 Treiber beißt sich offenbar mit der Option locale=de_DE.UTF-8, zumindest bei meinem System.
Du kannst diese Option in der fstab entsprechend einmal entfernen. Tue dieses aber bitte immer durch zusätzliche Einträge und kommentiere die den bestehenden Eintrag aus:

Code:
# UUID=8CB479AFB4799C80 /media/daten/DATEIEN ntfs-3g users,gid=users,fmask=111,dmask=000,locale=de_DE.UTF-8 0 0
UUID=8CB479AFB4799C80 /media/daten/DATEIEN ntfs3 users,gid=users,fmask=111,dmask=000 0 0

Dann die fstab neu laden:
Code:
sudo systemctl daemon-reload

und die Partition manuell versuchen einzubinden:
Code:
sudo mount /media/daten/DATEIEN

Wenn hierbei ein Fehler gemeldet wird, starte bitte nicht neu, sondern setze erst den Eintrag für den Treiber wieder auf ntfs-3g.
Änderungen an der fstab können immer dazu führen, dass das System nicht mehr startet, oder nur sehr verzögert wieder hochfährt.
sudo mount /media/daten/DATEIEN
Erst nachdem der mount Befehl erfolgreich war, solltest Du den Rechner wieder neu starten.

Die Geschwindigkeit des Kopierens kann man zwischen Windows und Linux kaum vergleichen. Windows kopiert an einem Stück Datei(en) von A nach B. Linux lädt die Datei(en) in den Arbeitsspeicher und kopiert diese erst dann nach B. Sind die Dateien zu groß für den Puffer im Arbeitsspeicher, lädt Linux diese stückweise in den Speicher, kopiert, lädt das nächste Stück, kopiert dieses, und so weiter, bis alle Daten übertragen sind.
 
/media/ wird von was auch immer für einen Automounter du verwendest occupiert. Wenn du da einen USB-Stick namens "daten" ansteckst, wird der über den existierenden Mountpoint gemountet -> Spaß ist garantiert.
 
Dann gibt es einen dynamischen Ordner unter /media/jochen/ , also /media/jochen/daten. Solange kein Benutzernamen "daten" heißt, kann nichts passieren. Und bei Konflikten, wie zweimal einen Datenträger mit gleichen Namen angesteckt, gibt es die dynamischen Verzeichnisse /media/jochen/daten und /media/jochen/daten1 . Das hatte wir doch längst ausdiskutiert, oder?
 
/media/ wird von was auch immer für einen Automounter du verwendest occupiert. Wenn du da einen USB-Stick namens "daten" ansteckst, wird der über den existierenden Mountpoint gemountet -> Spaß ist garantiert.
Der Stick wird dann aber unter /media/BENUTZERNAME/daten eingehängt → ergo, da passiert gar nichts.

Unabhängig davon, moderne Distris mounten unter /run/media/BENUTZERNAME/irgendwas
 
Hallo zusammen,
Sorry, das ich mich erst jetzt wieder melden kann, aber ich war die letzten Tage echt stark eingespannt.

Aber heute hatte ich wieder etwas Zeit und habe alle infos zusammen getragen und recherchiert, wie ich den NTFS3 Treiber zum Laufen bringe.

ich glaube, jetzt habe ich es geschafft Linux richtig kaputt zu machen.

Was bisher geschah....
Mit der Anleitung von Ravensberger hat alles gut funktioniert.
Erst als ich im Alleingang versucht habe, den NTFS3 Treiber zu verwenden, habe ich einiges kaputt gemacht (glaube ich).

Versuch 1:
Anleitung: https://wiki.ubuntuusers.de/NTFS3/

Befehl:
sudo chmod -x /bin/ntfs-3g

Versuch 2:
Anleitung: https://wiki.ubuntuusers.de/Windows-Partitionen_unter_Linux/
Ich bin gegangen zu: /etc/modprobe.d
Neue Datei erstellt. Inhalt der Datei:
# /etc/modprobe.d/blacklist-msfs.conf
blacklist ntfs-3g
blacklist exfat

1779108034638.png


Ergebnis:
1779108053091.png


Soll ich jetzt Linux lieber nochmal neu installieren oder kann man noch was retten?
Die Daten auf der NTFS Partition sind egal... (
 
Code:
Code:
# UUID=8CB479AFB4799C80 /media/daten/DATEIEN ntfs-3g users,gid=users,fmask=111,dmask=000,locale=de_DE.UTF-8 0 0
UUID=8CB479AFB4799C80 /media/daten/DATEIEN ntfs3 users,gid=users,fmask=111,dmask=000 0 0

Leider gab es eine Fehlermeldung wenn ich es mit "ntfs3" probiere.
Aber irgendwie habe ich jetzt eh Probleme die NTFS-Partition überhaupt einzubinden :-(
Beitrag automatisch zusammengeführt:

... und wie könnte man das wieder hinkriegen?
 
Boote mal ne livecd (ubuntu/mint/oder ähnlich) und entferne deinen Blacklist Eintrag.

Füge in der fstab die Einträge nofail,x-systemd.device-timeout=5 hinzu, z.B. so:

Code:
UUID=1234-ABCD  /mnt/extern  ext4  defaults,nofail,x-systemd.device-timeout=5  0  2
 
Ich habe gerade gesehen, dass timeshift Schnappschüsse vor den Änderungen gemacht hatte. Das hätte ich jetzt erstmal probiert, oder?
 
Das kannst du natürlich auch machen
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Hast du mal den mount von Hand probiert?

Etwa so:

Bash:
sudo mount -t ntfs3 /dev/sda3 /tmp/data/

Bash:
ubu@pop-os:~$ mount |grep data
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Hast du mal den mount von Hand probiert?

Etwa so:

Bash:
sudo mount -t ntfs3 /dev/sda3 /tmp/data/

Bash:
ubu@pop-os:~$ mount |grep data
/dev/sda3 on /tmp/data type ntfs3 (rw,relatime,uid=0,gid=0,iocharset=utf8)
 
Zuletzt bearbeitet:
Da is nix kaputt. Da brauchst du auch keine Live-CD. Drücke Enter und dann kommt ein Menü, da kriegst du eine shell. Dann löschst du die Datei, die du unter /etc/modprobe.d angelegt hast mit rm /etc/modprobe.d/blacklist-msfs.conf und bootest mit reboot neu. Wenn das nicht reicht, kommentiert du die Einträge für deine Windows-Partitionen in der fstab aus (hast hoffentlich nano oder einen anderen einfach zu bedienden Editor installiert.
 
oh oh... Nach der Wiederherstellung ist die Partition leider nicht mehr da gewesen. Aber mit der Anleitung von @Ravensberger habe ich es wieder hinbekommen.
Was ich herausgefunden habe:
Wenn ich in der fstab folgendes eintrage:
Code:
# UUID=8CB479AFB4799C80 /media/daten/DATEIEN ntfs-3g users,gid=users,fmask=111,dmask=000,locale=de_DE.UTF-8 0 0
UUID=8CB479AFB4799C80 /media/daten/DATEIEN ntfs3 users,gid=users,fmask=111,dmask=000 0 0
dann bekomme ich beim Hochfahren die Meldung: Emergency mode... (siehe meinen Beitrag #46)
Beitrag automatisch zusammengeführt:

sudo mount -t ntfs3 /dev/sda3 /tmp/data/
Dieses trage ich in einem terminal ein, richtig?

ubu@pop-os:~$ mount |grep data /dev/sda3 on /tmp/data type ntfs3 (rw,relatime,uid=0,gid=0,iocharset=utf8)
Dieses trage ich in der fstab ein, richtig?
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Code:
michael@m-L590:~$ sudo mount -t ntfs3 /dev/sda3 /tmp/data/
[sudo] Passwort für michael:           
mount: /tmp/data/: der Einhängepunkt ist nicht vorhanden.
       dmesg(1) könnte nach einem fehlgeschlagenen mount-Systemaufruf
       weitere Informationen liefern.
michael@m-L590:~$ sudo mount -t ntfs3 /dev/nvme0n1p7 /media/daten
mount: /media/daten: unbekannter Dateisystemtyp »ntfs3«.
       dmesg(1) könnte nach einem fehlgeschlagenen mount-Systemaufruf
       weitere Informationen liefern.
michael@m-L590:~$ ubu@pop-os:~$ mount |grep data /dev/sda3 on /tmp/data type ntfs3 (rw,relatime,uid=0,gid=0,iocharset=utf8)             
bash: Syntaxfehler beim unerwarteten Wort »(«
michael@m-L590:~$ mount |grep data /dev/nvme0n1p7 /media/daten type ntfs3 (rw,relatime,uid=0,gid=0,iocharset=utf8)     
bash: Syntaxfehler beim unerwarteten Wort »(«
michael@m-L590:~$
 
Zuletzt bearbeitet:
Moin,

die Datei /etc/modprobe.d/blacklist-msfs.conf würde ich, falls diese noch besteht schnell wieder löschen. Wenn der ntfs-3g Treiber blockiert wird, und der ntfs3 Treiber zudem nicht zieht, kommt es sicher zu Problemen.

Code:
sudo rm /etc/modprobe.d/blacklist-msfs.conf

In der fstab muß der Eintrag für ntfs-3g frei sein, nicht der für ntfs3. Dann bist Du wieder auf Standard. Also dieser hier:
Code:
UUID=8CB479AFB4799C80 /media/daten/DATEIEN ntfs-3g users,gid=users,fmask=111,dmask=000,locale=de_DE.UTF-8 0 0

Bei dieser Gelegenheit kannst Du auch die vorherigen, bereits auskommentierten Eintragungen löschen, da diese erfahrungsgemäß auf Dauer doch nur verwirren.

Auch wenn Dir nano auf den ersten Blick nicht so sehr liegt, wird er nun gebraucht.
Code:
sudo nano /etc/fstab

Wenn die Maschine wieder läuft, kannst Du immer zwischendurch die ntfs- Partition wieder entladen und ein wenig probieren.
 
In der fstab muß der Eintrag für ntfs-3g frei sein, nicht der für ntfs3. Dann bist Du wieder auf Standard. Also dieser hier:
Ich müsste wieder auf Standard sein:
Code:
# /etc/fstab: static file system information.
#
# Use 'blkid' to print the universally unique identifier for a
# device; this may be used with UUID= as a more robust way to name devices
# that works even if disks are added and removed. See fstab(5).
#
# <file system> <mount point>   <type>  <options>       <dump>  <pass>
# / was on /dev/nvme0n1p7 during installation
UUID=1279ebd7-9efa-48f0-84b4-c52c3d52d8e5 /               ext4    errors=remount-ro 0       1
# /boot/efi was on /dev/nvme0n1p1 during installation
UUID=2C76-E627  /boot/efi       vfat    umask=0077      0       1
# swap was on /dev/nvme0n1p6 during installation
UUID=2edba973-26d8-426b-802b-b4b3d3ed8910 none            swap    sw              0       0
# /dev/disk/by-uuid/A058F70858F6DBCA /media auto nosuid,nodev,nofail,x-gvfs-show 0 0
# /dev/disk/by-uuid/B446776F467730EA /mnt/B446776F467730EA auto nosuid,nodev,nofail 0 0
UUID=8CB479AFB4799C80 /media/daten/DATEIEN ntfs-3g users,gid=users,fmask=111,dmask=000,locale=de_DE.UTF-8 0 0

Ich habe nun die vorletzte und vor-vorletzte Zeile gelöscht mit nano. Siehe Anhang.

Wenn die Maschine wieder läuft, kannst Du immer zwischendurch die ntfs- Partition wieder entladen und ein wenig probieren.
Was genau meinst du denn mit "entladen"?
 

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Das sieht gut aus, zumal das Einbinden ja auch mit diesen Optionen schon einmal lief. :D
Entladen, also ausbinden. Du mußt ja nicht einmal eingehängte Laufwerke eingehängt lassen und kannst diese immer mit umount wieder lösen.
Code:
sudo umount /media/daten/DATEIEN
Dann kannst Du die Partition probeweise die Partition mit mount wieder und eigenen Optionen versuchen einzubinden, wie ubu es auch schon skizziert hatte. Jetzt soll die Maschine aber erst einmal wieder funktionieren. Das ist im Augenblick wichtiger, denke ich.
 
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