Moin,
hinter dem Programmaufruf 'Laufwerke' verbirgt sich das Programm 'gnome-disks', nur für den Fall, dass Du es einmal nachinstallieren möchtest, falls es fehlt. Diesen bitte nicht mehr verwenden, um Laufwerke einzubinden. In dem Programm werden die Pfade nicht eingetragen, sondern dieses ändert im Hintergrund die fstab über ein zumindest für mich abenteuerliches Eigenleben.
Wie das ntfs-3g wieder in die fstab gekommen ist, ist auch solch ein Rätsel. Einerseits ist es ja schön, dass Anwenderfehler einfach mal so korrigiert werden, andererseits sind diese, ich nenne es einmal "Hintergrunddienste für Dödels" kaum handhabbar. Gut, der Treber ntfs-3g ist stabil und sicher. Daher wäre dieser auch immer meine erste Wahl.
Falls Du den Eintrag in der fstab nochmals vor Augen hast, wirst Du sehen, dass hierin eine Maskierung der Berechtigungen mitgegeben wird: fmask=111,dmask=000. Dieses ist sinnvoll, da die Berechtigungsstruktur zwischen Linux und Windows nicht miteinander gemeinsam haben, und Du zudem noch auf eine Systemplatte von Windows zugreifst, deren User es unter Linux nicht gibt. Daher setzt die zitierte Maskierung die Rechte auf Jeder / Vollzugriff. Dieser Holzhammer wirkt immer, auch wenn Sicherheitsexperten jetzt der Puls hochgeht.
Der ntfs3 Treiber beißt sich offenbar mit der Option locale=de_DE.UTF-8, zumindest bei meinem System.
Du kannst diese Option in der fstab entsprechend einmal entfernen. Tue dieses aber bitte immer durch zusätzliche Einträge und kommentiere die den bestehenden Eintrag aus:
Code:
# UUID=8CB479AFB4799C80 /media/daten/DATEIEN ntfs-3g users,gid=users,fmask=111,dmask=000,locale=de_DE.UTF-8 0 0
UUID=8CB479AFB4799C80 /media/daten/DATEIEN ntfs3 users,gid=users,fmask=111,dmask=000 0 0
Dann die fstab neu laden:
Code:
sudo systemctl daemon-reload
und die Partition manuell versuchen einzubinden:
Code:
sudo mount /media/daten/DATEIEN
Wenn hierbei ein Fehler gemeldet wird, starte bitte nicht neu, sondern setze erst den Eintrag für den Treiber wieder auf ntfs-3g.
Änderungen an der fstab können immer dazu führen, dass das System nicht mehr startet, oder nur sehr verzögert wieder hochfährt.
sudo mount /media/daten/DATEIEN
Erst nachdem der mount Befehl erfolgreich war, solltest Du den Rechner wieder neu starten.
Die Geschwindigkeit des Kopierens kann man zwischen Windows und Linux kaum vergleichen. Windows kopiert an einem Stück Datei(en) von A nach B. Linux lädt die Datei(en) in den Arbeitsspeicher und kopiert diese erst dann nach B. Sind die Dateien zu groß für den Puffer im Arbeitsspeicher, lädt Linux diese stückweise in den Speicher, kopiert, lädt das nächste Stück, kopiert dieses, und so weiter, bis alle Daten übertragen sind.