"Lizenzärger bei Windows 8" c't 1/2013

Mornsgrans

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Ein interessanter Artikel ist in der neuen c't 1/2013 ab Seite 16 zu finden.

Hier geht es um die Bestrebung von Microsoft, den Weiterverkauf von Windows 8 - Lizenzen zu unterbinden. Daher gibt es auch keinen COA-Sticker mehr.
Die Problematik:
Tools zum Auslesen des Keys zeigen einen solchen zwar an, aber der "echte" Key ist verschlüsselt und bisher nur von einem Programm auslesbar. Da aber der Key verschlüsselt vorliegt, kann man sich durch Nutzung dieses Tools strafrechtlich auf extrem dünnem Eis bewegen ("Ausspähen von Daten").

Laut c't ist der Windows 8 - Key im System Board (ACPI-Tabellen - für jeden Rechner individuell) hinterlegt - im Fall eines Boardwechsels wäre dann sogar eine neue (kostenpflichtige) Lizenzierung erforderlich. Volumen Lizenzen wie bei XP und Windows 7 - Werksinstallationen gibt es keine mehr.

Der gewerbliche Gebrauchthandel mit Windows - Lizenzen wird über kurz oder lang zum Erliegen kommen, da MS in der Lage ist, die Produktaktivierung zu verweigern, was massenhaft zu Gewährleistungsfällen führen würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sorry, aber das, was du beschreibst, ist nicht Erfahrung, sonder Hörensagen.
 
Wo ist das Problem? Wie weit sollen die Erfahrungen denn gehen bzw. wem würdest du glauben, dass es dort ein gewisses Problem gibt?

Wenn in einem großen Forum eine gewisse Anzahl von Leuten auftaucht, die das gleiche Problem haben, allesamt eine Dell Recovery DVD auf Nicht-Dell-Hardware genutzt haben, das Problem jedes Mal durch eine Neuinstallation mit einem der von Microsoft bereitgestellten Images mit dem vorhandenen Key gelöst werden konnte, dann ist das zumindest ein Hinweis auf gewisse Probleme.
 
Kann es sein, daß du hier zwei verschiedenen Dingen redest?

Die üblen Dell DVDs mit irgendwo abgeknibbeltem COA sind oft genug problematisch und oft genug auch gefälscht.
Das war dein erster Beitrag zum Thema Dell-Lizenzen. Hier stieß mir das "oft genug auch gefälscht" sauer auf, und darauf habe ich mich in meinen Antworten konzentriert.

Jetzt wird deutlich, daß es dir mehr um etwas anderes ging:
Wenn in einem großen Forum eine gewisse Anzahl von Leuten auftaucht, die das gleiche Problem haben, allesamt eine Dell Recovery DVD auf Nicht-Dell-Hardware genutzt haben, das Problem jedes Mal durch eine Neuinstallation mit einem der von Microsoft bereitgestellten Images mit dem vorhandenen Key gelöst werden konnte, dann ist das zumindest ein Hinweis auf gewisse Probleme.
Hier sind also anscheinend die DVDs fehlerhaft bzw. so weit an Dell-Hardware angepasst, daß es auf anderen Geräten Probleme gibt.

In dem Punkt kann ich dir nicht widersprechen, da ich (soweit ich mich erinnere) keine der Installationen tatsächlich mit den Dell-DVDs gemacht habe. Ich hatte mir aus meiner Retail-Version mittels Slipstream eine DVD inkl. SP1 gebastelt, und habe der Einfachheit halber von dieser installiert.


Wenn es solche problematischen Datenträger gibt hat das aber erstmal nichts mit gefälschten Lizenzen zu tun.
 
Stimmt, da waren zwei Punkte dabei. Also noch mal aufklärend:

1. Es gibt eine Menge Dell Recovery DVDs von Windows 7 mit einem OEM COA, insbesondere bei eBay Händlern. Diese sind relativ häufig problematisch, da das damit installierte Windows plötzlich nach einiger Nutzungszeit nicht mehr aktiviert ist und sich dann auch nicht mehr aktivieren lässt. Da das System erst einmal läuft, kann es eigentlich nicht an Treibern liegen, aber irgendeine Anpassung muss dort stattgefunden haben.

2. Es gibt von diesen Paketen auch welche, die mit einem gefälschten OEM COA verkauft werden. Meist ist hierbei das COA rosa und es wird scheinbar eine originale Dell Recovery DVD beigelegt. Hier kenne ich persönlich nur einen Fall, wo dem User von Microsoft selber die Fälschung bestätigt wurde, da sich die entsprechenden Leute auch nicht immer in den Foren zurückmelden und wir so etwas in den Foren auch nicht klären können.

Diese zwei Punkte zusammen lassen mich bei den Dell Recoverys immer hellhörig werden und daher die deutliche Empfehlung, wenn denn die Wahl besteht, lieber eine andere Version zu nehmen. Egal ob die Version nun gefälscht, gebraucht oder einfach nur irgendwie seltsam zusammengestellt wurde, das Risiko ist mir zu hoch, so etwas zu empfehlen. Ein Windows 7 Professional OEM kostet zwischen 70 und 100 EUR. Alles drunter ist gebraucht, von PCs gekratzt, mit irgendwelchen Medien versehen, die von PC Herstellern stammen und macht immer mal wieder gerne Ärger. Das muss nicht heißen, dass es immer Ärger macht.
 
Man muss ja nicht bei irgendjemandem kaufen, der vielleicht erst 10 oder 20 Betriebssysteme verkauft hat,aber wenn jemand bspw. 100 oder 1000 mal das gleiche Produkt verkauft hat, und dann auch noch mit einem über 99% positiv in den Bewertungen daher kommt, kann man doch relativ sicher sein, finde ich.

Ich habe z.B. eine Windows 7 Prof.64bit - OEM-Version (Dell) vor ein paar Monaten bei einem ebay-Händler (über 10000 Bewertungen, über 99% positiv) erstanden, für 35,-. Die Installation und Aktivierung auf einem TP SL500 war völlig problemlos und es gab bis heute glücklicherweise keinerlei Ärger. Natürlich hatte ich mir bei dem Preis auch erst einmal Sorgen gemacht, das ist wohl normal.

Aber nur weil man für eine OEM-Version 70 bis 100 Euro bezahlt, bekommt man ja kein besseres Produkt. Da kann man genausu gut eine Dell-CD erhalten. Und die wird dann wie in fast allen Fällen prima funktionieren, und der Kunde ist zufrieden. Er hat halt nur etws mehr bezahlt, als eigentlich nötig ist.
Natürlich erscheinen in den diversen Foren immer wieder die Dell-CD´s als problematisch. Dies liegt aber mE. schlichtweg nur daran, dass von denen halt so viele verkauft werden. Und ein kleiner Teil aller OEM-Versionen macht anscheinend Probleme, egal ob Dell oder sonstwas draufsteht. Kann ja auch manchmal am User liegen...
 
hab ich da jetzt was falsch, oder spielt das Medium bei Win7 doch "eigentlich" eh keine Rolle... zumindest dann wenn man das gebrauchte TP einrichtet

wenn es sauber sein soll, dann wird doch eh aus dem Netz ein Iso-Image runtergeladen und per USB Stick installiert -und da brauche ich kein weiteres Medium für, sondern nur den LizenzKey..... das erspart auch alle Sorgen bezüglich irgendwelcher "Bonus"Programme die sich ggf. auf der ursprünglichen OEM_CD/DVD befinden
 
Der key ist entscheidend, das sehe ich auch so. Ich denke, dass man nur darauf achten sollte, dass die von MS heruntergeladene Version mit der auf der gekauften Scheibe übereinstimmt, also z.B "W7 Prof.64bit SP1". Wobei das mit 32 oder 64bit auch schon wieder keine Rolle spielt, glaube ich, bin aber nicht sicher.
 
Wenn man die Logik nimmt, dass ohne Originaldatenträger die Lizenz ungültig ist, dann sind quasi alle mitgelieferten Win7/8 ohne recoverys ungültig.
Da bei den mitgelieftern Win8 auch der Sticker fehlt sind diese doppelt ungültig...

Der Key gibt die Variante vor also Home, Pro, Ultimalte und was es nicht alles gibt.
Der Datenträger die Bitvariante.
 
Wenn man die Logik nimmt, dass ohne Originaldatenträger die Lizenz ungültig ist, dann sind quasi alle mitgelieferten Win7/8 ohne recoverys ungültig.
Die Festplatte mit der Recoverypartition ist der Originaldatenträger.
Da bei den mitgelieftern Win8 auch der Sticker fehlt sind diese doppelt ungültig...
Meines Wissens ist ein Sticker dabei, es steht auf diesem nur kein Key.
außerdem können bei einer neuen Version ja auch die Lizenzbedingunden anders sein, oder?
 
Die Festplatte mit der Recoverypartition ist der Originaldatenträger.

Was ist, wenn man die originale Festplatte durch eine SSD ersetzt, und anschließend auf dem Scheibendreher alle Partitionen löscht / formatiert und verkauft ?
 
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