Lenovos Gewinn sinkt deutlich

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Mornsgrans

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Heute bei Heise:

Im dritten Quartal des bis Ende März laufenden Geschäftsjahres sei der Gewinn um 67 Prozent auf 98 Millionen US-Dollar (93 Millionen Euro) gefallen, teilte der chinesische Konzern mit. Damit fiel der Gewinnrückgang deutlich höher aus als Experten ohnehin erwartet hatten. Der Umsatz sank im dritten Quartal um 6 Prozent auf 12,2 Milliarden Dollar.

In Folge der Veröffentlichung dieser Zahlen sind die Lenovo-Aktion um 6% eingebrochen.

Da wird natürlich auch die Luft für "Fun-Projekte" wie das "Retro-ThinkPad" sehr dünn.

Ich denke, dass einige Ursachen für den deutlicher als erwarteten Rückgang hausgemacht sind, wenn man z.B. die ständige "Display-Frage" hier im Forum liest. Ob die Übernahme der Server-Sparte gut für das Unternehmen war, wage ich auch zu bezweifeln.
 
Wenn ich mir das Problem mit dem Lenovo Notebook von meinem Sohn anschaue wundert mich das überhaupt nicht das Leute die nicht ThinkPad fixiert sind kein Lenovo mehr kaufen.
Ein Arbeitskollege hatte die gleichen Probleme mit einem neuen B50 und hat es sofort wieder zurückgegeben.
 
Wenn ich das richtig sehe, ist das Hauptproblem die Motorola-Übernahme bzw. das Smartphone-Geschäft, die Probleme bei der Notebookqualität und der miserable Support dürften für den deutlich geringeren Gewinn weniger ausschlaggebend sein.
 
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Aber gerade der Katastrophale Support vernichtet irgendwann aktiv Kunden. Auf guten Support legen die Leute heute gefühlt viel mehr wert als sonst...
 
Wenn ich das richtig sehe, ist das Hauptproblem die Motorola-Übernahme bzw. das Smartphone-Geschäft, die Probleme bei der Notebookqualität und der miserable Support dürften für den deutlich geringeren Gewinn weniger ausschlaggebend sein.

Naja, Lenovo selbst gibt wohl eher dem "schwierigen PC-Markt" die Schuld und meldet "kleine Erfolge" im Smartphone-Geschäft, die die "Verluste reduzieren":

http://www.pcwelt.de/a/lenovo-gewin...6]=Lenovo&r=1664239672170&lid=639720&pm_ln=48

Als ob der PC-Markt erst in den letzten Monaten so schwierig wäre! Ich vermute die Gründe auch eher in eklatanten Fehlentscheidungen bei der Hardwarekonzeption und dem immer schlechter werdenden Support.
 
Es sollte denen zu denken geben, dass jemand allen Ernstes für die x61 neue Boards herstellt - und die wie warme Semmeln weggehen...
 
Naja, Lenovo selbst gibt wohl eher dem "schwierigen PC-Markt" die Schuld und meldet "kleine Erfolge" im Smartphone-Geschäft, die die "Verluste reduzieren":
Siehe: http://www.notebookcheck.com/Lenovo...nen-Moto-Z-Smartphones-verkauft.197752.0.html

PC: Gewinn von 431 Millionen

Smartphones: Verlust von 112 Millionen

Server: Verlust von 94 Millionen

Insofern: Die Zahlen lügen nicht, da kann Lenovo sagen was es will - es ist klar welche Sparte für den sinkenden Gewinn vor allem verantwortlich ist. Natürlich sagt Lenovo, dass man es geschafft hat die Verluste zu reduzieren, schließlich muss man sich ja vor den Aktionären rechtfertigen. Im Übrigen stimmt es gar nicht, dass man die Verluste reduziert hat - nur im Vergleich zum letzten Quartal, aber das ist ein unsinniger Vergleich - normalerweise vergleicht man die selben Quartale eines Jahres, und da hat Lenovo die Verluste bei den Smartphones deutlich ausgebaut.

Lenovo muss das Smartphone-Geschäft abstoßen, es führt kein Weg dran vorbei. Und die Führungsspitze muss ausgetauscht werden.

Was die PCs angeht: Auf meinem Campus sehe ich deutlich mehr Lenovo Notebooks als von sonst einer Marke. Wie nachhaltig dieser Erfolg ist, ist eine andere Frage.
 
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So gefühlt sieht man auch überall Lenovo Notebooks. Zwar hauptsächlich Consumer Teile aber immerhin
 
Im Consumer-Markt trifft man aber häufiger auf Acer als auf Lenovo...
 
Auf meinem Campus sind nur MacBooks zu sehen.:wacko:
 
Bei uns im Klinikum ist Lenovo zusammen mit Apple nur auf Platz 3. Platz 1 mit gigantischem anteil Dell und dann mit großen Abstand HP.
 
Bei uns im Klinikum ist Lenovo zusammen mit Apple nur auf Platz 3. Platz 1 mit gigantischem anteil Dell und dann mit großen Abstand HP.
Kommt auf das Bundesland und Rahmenvertrag an. manche wollen einfach nur Dell und passen die Ausschreibungen entsprechend an sodass nur ein bestimmter Anbieter die Nase vor haben kann.
 
BaWü, Ausschreibungsgewinner war/ist Lenovo, aktuelles BW-Model am Klinikum ist das T460s.

Da es aber nur Ärger gibt mit dem Lenovo Support, hat man mit Dell geredet und sie haben uns ähnlich gute Preise gemacht. Damit bekommen nur noch Bereiche auf persönlichen Wunsch Lenovo, und das sind nicht mehr viele.

Ist also eher das Gegenteil von dem was du sagst, Lenovo gewinnt und ist am billigsten, kaufen wollen es aber die wenigsten.
 
BaWü, Ausschreibungsgewinner war/ist Lenovo, aktuelles BW-Model am Klinikum ist das T460s. Da es aber nur Ärger gibt mit dem Lenovo Support, hat man mit Dell geredet und sie haben uns ähnlich gute Preise gemacht. Damit bekommen nur noch Bereiche auf persönlichen Wunsch Lenovo, und das sind nicht mehr viele.

Wenn man das Ganze mal auf eine politisch-ethische Schiene hebt, ist das auch kein Wunder:


  • Lenovo bietet vielleicht die besten Geräte, aber den kapitalistischen Support aus einer kommunistischen Volksrepublik, die mit den Stückzahlen eines Milliardenvolks arbeitet.
  • Dell bietet den kapitalistischen Support einer ursprünglich auch kapitalistischen Kultur, die den Support eines Produkts und den Kunden konsequent mit einschließt.

Vielleicht ist das ein guter Zeitpunkt gerade für die arrogant-erfolgsverwöhnten Deutschen, sich die Haltung Donald Trumps noch einmal ganz in Ruhe durch den Kopf gehen zu lassen: Amerika wieder groß werden zu lassen heißt im übertragenen Sinne nichts anderes, als die Kultur eines Produkts und die Kultur eines Kunden, der dieses Produkt kauft, wieder mehr zu achten. Dieser Kunde seid Ihr selbst, und es ist Euer Lebensgefühl, welches da (von Lenovo oder auch VW) mit Füßen getreten wird, wenn der Support eines teuren Produkts nicht gewährleistet wird. Und Ihr seid die Arbeitnehmer, die in solchen Konzernen arbeiten und letztlich auch deren Produkte kauft oder kaufen wollt, und selbst als ITler oder auch nur ThinkPad-User supportet.

Es geht dem amerikanischen Präsidenten also um die Kultur des fairen Handels von Konzernen mit ihren Endkonsumenten: Da sind die Fußtritte einer links-grün-versifften, deutschen Presse mit dem intellektuellen Horizont einer knienden Ameise wenig hilfreich, und es zeigt, wie nutzlos diese Presse im Internetzeitalter geworden ist, wenn sich die Menschen über das Internet informieren. Wie auch hier gerade...

Und nun starten Sie den Shitstorm bitte jetzt: Kratzt mich, beißt mich, und gebt mir Tiernamen! :D
 
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@think_pad: wenn du mal an deiner Ausdrucksweise arbeiten würdest, würde dich auch nicht jeder angreifen. Es schwingt in deinen Zeilen zumeist ein Tonfall mit, der dich und deine Meinung in den Himmel hebt und von oben auf den Rest und seine dummen Gedanken herabschaut.

Nur meine Meinung.

@Mornsgrans: Hast du mal in die IR Präsentation / CC geschaut, was Lenovo als spezifische Gründe anführt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Es schwingt in deinen Zeilen zumeist ein Tonfall mit, der dich und deine Meinung in den Himmel hebt und von oben auf den Rest und seine dummen Gedanken herabschaut.

An dem Vorwurf ist etwas dran und dazu stehe ich auch:
Allerdings gebe ich zu bedenken, dass Revolutionen äußerst selten in Ethik-Kommissionen beschlossen werden... ;)

Natürlich kann Lenovo nicht mehr den ThinkPad-Support leisten, wenn sie als Betrieb einer Volksrepublik auf Consumer-Geräte umschalten und preislich immer niedriger gehen müssen als die Konkurrenz. Da fehlt einfach die kapitalistische Kultur, ein teures Produkt zu erwerben und zu betreuen, weil das Produkt selbst ein Stück Rechner-Kultur ist.
Und an dieser Gesichtslosigkeit der Globalisierung setzt Donald Trump an: Erst, wenn sich der (amerikanische) ThinkPad-User wieder mit seinem (amerikanischen) ThinkPad identifiziert, wird er auch ein neues Gerät kaufen. Und was machen die Deutschen? Sie beschimpfen einen amerikanischen Präsidenten, um als Gutmenschen diesmal Mexikaner zu retten, nur weil eine Frau eine demokratische Wahl verloren hat, die eine Mikrowelle nicht von einem Email-Server unterscheiden kann. Das muss ich als Informatiker nicht gut finden, und da ist es mir auch relativ egal, ob Lenovo Gewinne oder Verluste macht. Was mir nicht egal wäre, ist, ob Lenovo die ThinkPad-Kultur weiter pflegt, in dem sie z.B. neuere Boards für alte Rechner herausbringen, weil dann nämlich für die User neben der ThinkPad-Kultur auch das Geld für ein neues Gerät herausspringen würde...
 
Was mir nicht egal wäre, ist, ob Lenovo die ThinkPad-Kultur weiter pflegt, in dem sie z.B. neuere Boards für alte Rechner herausbringen, weil dann nämlich für die User neben der ThinkPad-Kultur auch das Geld für ein neues Gerät herausspringen würde
Und das soll einer Firma helfen???
VW baut neue Motoren für den Golf I ????
Damit das sich für die Firma lohnt, würde das Board (oder der Motor) so viel kosten wie das komplette Produkt. Wer kauft so was?
Weltweit vielleicht 5000? Und das bei einer Jahresproduktion von normalerweise über 1 Million.
Wunschdenken! Unwirtschaftlich! Der sichere Weg zur Firmenpleite.
Ich geh mal Keulen schnitzen...wird bestimmt das große Geschäft :thumbsup:
 
Und das soll einer Firma helfen???
Sie könnte herausfinden, ob sie Teil einer kapitalistischen Industriekultur oder eine verblödete, gesichtslose Gewinnmaschine ist.

VW baut neue Motoren für den Golf I ????
Ja, ich habe gerade letzten Sommer einen neuen Motor für meinen alten Bulli bekommen. Er kostete ein Zehntel eines neuen, aktuellen Plastik-Bullis.

Damit das sich für die Firma lohnt, würde das Board (oder der Motor) so viel kosten wie das komplette Produkt. Wer kauft so was?
Das ist nicht wahr, das hängt von den Stückzahlen ab. Und ansonsten: Wer kauft einen Rembrandt für eine Million? Eine Menge Sammler, die Kultur zu schätzen wissen...

Wunschdenken! Unwirtschaftlich! Der sichere Weg zur Firmenpleite.
Ich sagte schon, dass Revolutionen nicht in Ethik-Kommissionen beschlossen werden. Die meisten Firmen-Pleiten entstehen übrigens durch kriminelle Manager aus der BWL-Elite, die sich an der Globalisierung verheben.

Ich geh mal Keulen schnitzen...wird bestimmt das große Geschäft

Bei "manufactum" wirst du auch die bestimmt los: "Handgeschnitzte Keulen von ihren Vorfahren! Es gibt sie noch, die guten Dinge!" :thumbsup:
 
Sie könnte herausfinden, ob sie Teil einer kapitalistischen Industriekultur oder eine verblödete, gesichtslose Gewinnmaschine ist
Kapitalistische Industriekultur ist eine gesichtslose Gewinnmaschine!
Manchmal auch verblödet...
Das ist nicht wahr, das hängt von den Stückzahlen ab. Und ansonsten: Wer kauft einen Rembrandt für eine Million? Eine Menge Sammler, die Kultur zu schätzen wissen
Klar, von den Stückzahlen die gekauft werden, aber nicht von der Produktionsmenge.
Nenne mir 1Millionen Käufer!
Bei dem Rembrandt beschränkt die Menge und das Vermögen der Interessenten. Ein seeeehr kleiner Kreis weniger 100, keine Menge! Das ohnehin paßt nicht zu einer aktuellen Industrieproduktion mit Gewinnabsicht.
Irgend wie hab ich das Gefühl, daß Populismus im Forum angekommen ist...
 
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