Original von q3player
Also lt. Info im der c't liegt das Problem der Sony-Akkus in einer zu dünnen Trennschicht zwischen den Zellen. Daduch sind diese Akkus leistungsfähiger aber eben auch Ü-Eier für Pyromanen
Mein Akku ist von Sanyo *freu*. Mit einem Sony-Akku würde ich auch nicht leben wollen. Die Gefahr des Kurzschlusses besteht m.E. nur, wenn der Akku in Betrieb ist, also Be- oder Entladen wird. Apple schreibt bei der Rückruf-Aktion, daß die zurückgesendeten Akkus entladen sein sollen. Jetzt erklär' mir doch mal einer, wer das macht:
1.) Der Akku könnte explodieren!
2.) Deswegen schickt man mir einen neuen zum Austausch.
3.) Den alten Akku, den ich ja bewusst schon nicht mehr nutze wegen 1.), soll ich wieder einstecken und so 2-3 Stunden damit arbeiten, damit er entladen wird.
Ha ha.
Meine Empfehlung an Sony-Akku-Besitzer: Umtauschen! Sollte Lenovo nicht mitspielen, würde ich auf einer schriftlichen Bestätigung bestehen, daß durch den Akku kein Schaden am Notebook entstehen kann.
q3player
Dass Apple den Betroffenen empfiehlt, den Akku nur leer zu verschicken, hat einen bestimmten Grund! Dazu muss ich allerdings ein wenig ausholen:
- die bekannten und von allen gelesenen Akkudefekte sind eigentlich nur auf einen Grund zurückzuführen: nämlich auf einen Defekt der Isolatorschicht zwischen der Anode (Pluspol) und der Kathode (Minuspol) des Li-Ionen Akkus. Es ist genau die Schicht, welche in den beanstandeten Akkus von Sony dünner als empfohlen verwendet wird.
- Solange der Akku normal betrieben wird ist die dünnere Schicht nicht gefährlich. (Ausnahme: beim Herstellen geraten scharfkantige Teilchen wie Sandkörner dazwischen. Dann ist eine Fehlfunktion auch im normalen Betrieb vorprogrammiert)
- Gefährlich sind aber für solch ein "Sparakku" mechanische Stöße auf die Zellen, da in diesem Fall die Isolatorschicht durch die mechanischen Einwirkungen beschädigt oder teilperforiert wird, was zu Leckströmen zwischen Anode und Kathode, also einem Kurzschluss, führt.
Sind diese Leckströme klein, ist meistens nur eine stärkere Erwärmung des Akkus zu spüren. Mit der Zeit und mit Steigerung der Temperatur des Akkus wird meistens der Leckstrom größer und folgerichtig auch die Temperatur an der Defektstelle.
Steigt die Temperatur und die Leckstromgröße irgendwann über kritische Werte, so wird der Kurzschluss unkontrollierbar, dass heisst Strom und Temperatur steigen exponentiell an und es folgt ein Zerbersten des Akkus.
ACHTUNG NICHT OHNE SCHUTZ VON AUGEN UND KÖRPER NACHMACHEN!!!
* Diesen Effekt kann man durch Beschädigung eines ziemlich vollen, ausgebauten Akkus mittels eines Hammers, sehr effektvoll provozieren*
* Hierbei wird der Akku nach dem Schlag innerhalb von wenigen Sekunden bersten oder thermisch Defekt erleiden! *
ACHTUNG NICHT OHNE SCHUTZ VON AUGEN ODER KÖRPER NACHMACHEN!!!
Und da diese Probleme aufgrund von mechanischen Beschädigungen zum größten Teil entstehen, gibt es natürlich beim Transport ebenfalls große Risiken durch unsachgemäß verpackte Akkus.
Darum empfiehlt Apple den Akku vorher zu entladen. Das kann natürlich auch mit einer 12 V Glühlampe geschehen, an die man zwei Laborstrippen mit Kroko-Klemmen anlötet. Damit kann man einen Akku schön geziehlt leersaugen ohne sein TP unnötigen Gefahren auszusetzen.
(Den Akku mitsamt Lampe draussen im Garten oder auf der Terasse leeren...)
Bei einem 6Cell Akku und einer 12V Fahrzeuglampe mit 21VA (Blinkerlampe) braucht man dazu zirka 3 bis 4 Stunden (entspricht in etwa der Leistungsaufnahme des TP bei mittlerer Leistung). Der 6Cell Akku hat 5,2 Ah elektrische Leistung.
Beim 9Cell Akku 5 bis 6 Stunden (7,8 Ah el. Leistung).
ACHTUNG! Der Akku ist nicht leer, sobald der Glühfaden der Birne nicht mehr glüht! Man sollte deshalb ein Multimeter entweder zur Spannungsmessung parallel schalten oder zur Strommessung seriell einschleifen!
Da die Birne ab zirka 9 V nur noch unsichtbare Infrarotstrahlung abgibt, fliesst trotzdem noch Strom!
Nach Entleeren des Akkus ist die Gefahr eines Kurzschlusses beim Transport nicht mehr vorhanden!
Gruss Chris