Latenzzeiten bei DDR-Riegeln

Nikonfreak

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Hallo!

Ich möchte mal eine Diskussion anregen um die optimale Speicherkonfiguration bei DDR-Modulen. Das Thema betrifft alle PC-Systeme mit DDR-Modulen, nicht speziell Notebooks / Thinkpads. Meine Frage: Wie entscheidend sind die Latenzzeiten bzw. Speichertimings? Ich habe ab dem Zeitpunkt als DDR-400-Module am Günstigten waren immer solche verwendet, da auch Chipsätze für langsamere 333er oder 266er damit immer problemlos klarkamen. Nun habe ich Zweifel, ob diese Vorgehensweise so richtig war. Meine Überlegung dabei geht in die Richtung, daß 400er Module durch langsamere Controller im maximalen Takt ja nun nicht ausgereizt werden, sondern stattdessen durch schlechtere Speichertimings wieder ausbremsen. Auf Deutsch: Die Anpassung ist im A.... Sollte das so richtig sein, müßte man im Zweifelsfall auch noch 333er oder 266er Module verbauen, um maximale Leistung zu erzielen. Andererseits ist die Kompatibilität bei DDR-Modulen so wunderbar perfekt, nach dem Motto " es läuft nicht 100% schnell, aber absolut zuverlässig und bequem..."
Mache ich mir Sorgen über Bullshit oder ist an meiner Überlegung was dran? Das Thema ist ja für uns noch interessant, da z.b. die T42 für 333er Module ausgelegt sind und noch weit verbreitet sind.
Außerdem werden die langsameren Module weiterhin angeboten und sind i.d.R. auch etwas teuerer als 400er. Irgendeinen Sinn sollte das ja nun noch machen!
Bitte also um hilfreiche Beiträge, vielleicht auch mal mit Grundinfos zum Thema Speichertimings.
 
[quote='Nikonfreak',index.php?page=Thread&postID=657145#post657145]Meine Überlegung dabei geht in die Richtung, daß 400er Module durch langsamere Controller im maximalen Takt ja nun nicht ausgereizt werden, sondern stattdessen durch schlechtere Speichertimings wieder ausbremsen.[/quote]
Wenn du die Speichertimings mit einem geeigneten Tool (CPU-Z, Everest, ...) ausliest wirst du sehen, daß die Timings sich verbessern, wenn ein Riegel mit weniger als seinem maximalen Takt betrieben wird.
 

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[quote='Nikonfreak',index.php?page=Thread&postID=657145#post657145]Hallo!

Ich möchte mal eine Diskussion anregen um die optimale Speicherkonfiguration bei DDR-Modulen. Das Thema betrifft alle PC-Systeme mit DDR-Modulen, nicht speziell Notebooks / Thinkpads. Meine Frage: Wie entscheidend sind die Latenzzeiten bzw. Speichertimings? Ich habe ab dem Zeitpunkt als DDR-400-Module am Günstigten waren immer solche verwendet, da auch Chipsätze für langsamere 333er oder 266er damit immer problemlos klarkamen. Nun habe ich Zweifel, ob diese Vorgehensweise so richtig war. Meine Überlegung dabei geht in die Richtung, daß 400er Module durch langsamere Controller im maximalen Takt ja nun nicht ausgereizt werden, sondern stattdessen durch schlechtere Speichertimings wieder ausbremsen. Auf Deutsch: Die Anpassung ist im A.... Sollte das so richtig sein, müßte man im Zweifelsfall auch noch 333er oder 266er Module verbauen, um maximale Leistung zu erzielen. Andererseits ist die Kompatibilität bei DDR-Modulen so wunderbar perfekt, nach dem Motto " es läuft nicht 100% schnell, aber absolut zuverlässig und bequem..."
Mache ich mir Sorgen über Bullshit oder ist an meiner Überlegung was dran? Das Thema ist ja für uns noch interessant, da z.b. die T42 für 333er Module ausgelegt sind und noch weit verbreitet sind.
Außerdem werden die langsameren Module weiterhin angeboten und sind i.d.R. auch etwas teuerer als 400er. Irgendeinen Sinn sollte das ja nun noch machen!
Bitte also um hilfreiche Beiträge, vielleicht auch mal mit Grundinfos zum Thema Speichertimings.[/quote]Da muss man bei jedem (Marken)Riegel das Datenblatt lesen, um zu wissen was los ist.
Meistens ist ein 400er DRAM langsamer als ein 333er, da er aufgrund des hohen Taktes einen zusätzlichen wait Cyle einlegt.
Ein 333er Chip hat dann z.B 2 oder 2.5 cycles, oder aber auch 3, oder 3.5 cycles.
Hängt von der Technologie ab und dem Yield der einzelnen Charge bei der Produktion.

Ich betreibe diverse T4x Thinkpads z.B. mit dem FSB Mod. Sprich: der Intel Chipset wird einfach auf ein anderes Teilerverhältnis gesetzt, dann läuft der FSB anstatt mit 400 dann mit 533 MHz. Die meisten älteren Speicher z.B. Baujahr 2003 (z.B. die ersten Elpida aus Japan) machen das nicht mit. Die neueren mit einem Die-Shrink z.B. Baujahr 2006 machen die Übertaktung mit CL 2.5 problemlos mit. Ein Testversuch mit einem Hynix 400 Mhz brachte mir dann tatsächlich per default einen wait cycle und manchmal sogar 2 weitere wait cycles. Die "echte" Performace kann man ja dann leicht ausrechnen.
Das gleiche macht der Pentium ja auch, wenn er auf den schnellen L2 cache zugreift, da legt er auch 5-8 wait cycles ein, weil der Speicher so langsam ist.
Wie gesagt, einfach das Datenblatt des Riegels durchlesen und die Timing-Diagramme checken, da sieht man es sofort.

Ganz fies sind dann die billigen eBay Speicher aus China. Da werden die billigsten Speicher auf dem Graumarkt genommen, die Timings im Riegel dementsprechend geflashed, damit die Riegel möglichst schnell sind. Stichwort: Mehr MHz ist mehr!
Der Kunde in Europa wundert sich dann, warum ein billiger 400er China Riegel dramatisch langsamer ist als ein teurer 266 Riegel von Kingston. Der 400er Riegel läuft zwar schnell, legt aber ständig Wartezyklen ein. Das hat sich der Kunde sicherlich etwas anders vorgestellt.

Hoffe geholfen zu haben.
Dilbert
 
Vielen Dank schonmal für Eure ausführlichen Antworten. Ich werde mich mal tiefer in diese Materie einlesen. Grundsätzlich scheine ich aber mit meiner Einschätzung bzw. Befürchtung richtig gelegen zu haben. Aber Eure Aussagen gehen ja noch weiter. Würde das bedeuten, daß selbst auf einem Board mit einem Speicherbus für DDR 400 ein 333er schneller läuft?!?! Coole Sache, das wäre ja wie ein Briefträger, der 30% schneller läuft, aber bei dem Tempo nur noch jeden 2. Briefkasten bedient... 8| :P
 
Ansich hat der Speichertakt gar nichts mit den Latenzen zu tun. Im SPD der Speichermodule sind zwar entsprechende Muster für die jeweiligen Takte hinterlegt, aber darin muss sich das Board ja nicht halten. Natürlich lassen sich auch DDR400-Module mit "scharfen" Timings fahren, solange die Module dass mitmachen und das Board das kann. Notebooks sind da ein schlechtes Beispiel, da dort ja kaum "Freiheiten" vorhanden sind.

Ich glaube nicht, dass ein DDR400 Modul bei gleichem Takt prinzipiell langsamer als ein DDR333-Modul ist ... es kommt darauf an, ob sich das Board an evtl. "ungünstig" hinterlegten SPD-Settings der Speicher-Module orientiert, oder ob das Board gar nicht interessiert, sondern alle Module einfach gleich aufgrund des Taktes ansteuert. Wird ein DDR400-Modul bei 333 MHz mit den gleichen Latenzen gefahren wie ein DDR333-Modul, ist es natürlich auch gleich schnell. Nicht allgemein, aber meistens hatten Module mit höheren "Takt" auch mehr Reserven für schärfere Timings ... das hing aber auch immer sehr von der Charakteristik der verwendeten Speicherchips ab. Ob nun DDR450 bei CL2 oder DDR550 mit CL3 war dann eher Glaubensfrage früher.
 
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