Ist ein IT-Projektleiter eine Fachkraft ?

fishmac

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Lt. Artikel in der Cowo ist ein IT-Projektleiter mit €85k der Spitzenreiter unter den Fachkräften. Allerdings steckt die Management-Tätigkeit (Leiter) bereits im Namen und überlicherweise führt ein Projektmanager fachlich - von daher hat die Autorin doch satt daneben gegriffen oder ?
 
Das Leiter bezieht sich auf das jeweilige Projekt, die Leute die zuarbeiten berichten oft an andere Personen.
 
Wer glaubt, dass Projektleiter Projekte leiten, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Sorry, der musste einfach sein.
Schönen Abend noch,
darthvader
 
Wer glaubt, dass Projektleiter Projekte leiten, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

Sagt der Möchtegernprojektleiter?

PS

Ich bin keiner. Bei uns im Unternehmen werden ERP-Einführungsprojekte so geleitet, dass diese bislang seit 8 Jahren PÜNKTLICH, d.h. ohne Verschiebung zum ursprünglichen Termin abgeliefert werden.
 
No sweat!
Das Hauptproblem ist, dass Projekte nicht mehr straff einer bestimmten Hierarchiestruktur zugeordnet werden (können). Sie sind zu komplex und benötigen Experten aus verschiedenen Bereichen. Das macht das Ganze so schwierig und anspruchsvoll => die sogenannte Projektmatrixorganisation. Projektmitglieder sind verschiedenen Abteilungen (also Vorgesetzten) zugeordnet. Diese Vorgesetzten haben u.U. kein entspanntes Verhältnis untereinander. Trotzdem muss das Projekt zu einem positiven Ergebnis führen (Gewinnerwartung, Synergie, Effizienzsteigerung, what ever).
Die Herausforderungen sind im Wesentlichen:
- Budgetplanung und Kostenverfolgung während der Projektlaufzeit
- verbindliche Bereitstellung der Ressourcen (spricht Team Member) durch die Vorgesetzen
- regelmäßige Meetings mit Fortschrittsabfragen im Team und mit dem Lenkungsausschuss (i.d.R. die Vorgesetzten des Teams)
UND: Alle bei Laune halten !
Nicht selten sind Projekte durch Misstrauen untereinander und egozentrische Exzesse gescheitert.
 
überlicherweise führt ein Projektmanager fachlich

Eigentlich gerade nicht. Die fachliche Verantwortung liegt bei einer echten Matrixorganisation in der Linie (Fachabteilung). Der Projektleiter ist für das Gesamtergebnis aus Technik, Terminen und Kosten verantwortlich.
Je nach Umfang des Projektes und davon abhängig, ob er nur berichtend oder voll verantwortlich das Projekt leitet, kann das durchaus eine anspruchsvolle Managementaufgabe sein.
 
Lt. Artikel in der Cowo ist ein IT-Projektleiter mit €85k der Spitzenreiter unter den Fachkräften. Allerdings steckt die Management-Tätigkeit (Leiter) bereits im Namen und überlicherweise führt ein Projektmanager fachlich - von daher hat die Autorin doch satt daneben gegriffen oder ?

Um deine Frage sinnvoll zu beantworten, musst du erstmal erklären, was du als "Fachkraft" definierst? Wenn man ein bisschen sucht, ist folgende Definition üblich: "Sobald jemand einen Beruf erlernt und eine Ausbildung abgeschlossen hat, ist er eine Fachkraft" (Alexander Kubis, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg). Und da werden viele Projektleiter durchaus mit abgedeckt (und ja, ich schreibe extra nicht "alle).

Erst wenn du definiert hast, was eine Fachkraft ist, kann man überhaupt drüber nachdenken, ob die Autorin etwas inhaltlich falsch gemacht hat.

Zu den Sprüchen über Projektleiter noch ein kleiner (zugegeben provokanter) Hinweis: Der Projektleiter mag vielleicht der verantwortliche für Time und Budget sein, verbocken tun es aber meist die "Fachkräfte" in der Entwicklung. Wenn du bspw. einen Entwickler fragst, wie lange er für etwas braucht, kriegst du Antwort "X Tage".... als Projektleiter schlägt man schon 50% drauf in der Kalkulation... leider dauert es dann oft 3 mal so lange.

(P.S: nein, ich bin kein Projektleiter...)
 
Hinweis: Der Projektleiter mag vielleicht der verantwortliche für Time und Budget sein, verbocken tun es aber meist die "Fachkräfte" in der Entwicklung.
das gibt es, allerdings genauso häufig fehlende/schlechte Spezifikationen oder spät hinzugekommene Requirements :)
 
Um deine Frage sinnvoll zu beantworten, musst du erstmal erklären, was du als "Fachkraft" definierst? Wenn man ein bisschen sucht, ist folgende Definition üblich: "Sobald jemand einen Beruf erlernt und eine Ausbildung abgeschlossen hat, ist er eine Fachkraft" (Alexander Kubis, Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in Nürnberg). Und da werden viele Projektleiter durchaus mit abgedeckt (und ja, ich schreibe extra nicht "alle).

wikipedia definiert eine Fachkraft als jemand mit eine sub-akademischen Ausbildung. Da ich den Begriff weniger restriktiv auslege, würde ich die obere Grenze unterhalb der ersten Führungsebene ziehen.
 
Eine Fachkraft mache ich nicht vom akademischen Grad abhängig. Sie kann durchaus ein promovierter Chemiker sein, die innerhalb eines Teilprojektes das Erscheinungsbild (Layout) chemischer Strukturformeln definiert.
 
wikipedia definiert eine Fachkraft als jemand mit eine sub-akademischen Ausbildung. Da ich den Begriff weniger restriktiv auslege, würde ich die obere Grenze unterhalb der ersten Führungsebene ziehen.

Naja, ganz so würde ich den von dir verlinkten Wikipedia-Artikel nicht deuten.

Eine Fachkraft ist allgemein eine Person, die eine gewerbliche, kaufmännische oder sonstige Berufsausbildung erfolgreich absolviert hat. Personen mit akademischem Grad werden seltener als Fachkraft bezeichnet.

Diese Definition ist natürlich sehr schwammig, aber ich sehe durchaus Akademiker gerade aus dem technischen Bereich auch als Fachkraft. Nur weil etwas "seltener" vorkommt, ist es ja nicht falsch.

Dazu kommt, dass der Projektleiter nicht automatisch in einer Führungsebene steht, sondern eben auch ein reiner "Organisator" sein kann. Projektleiter würde ich nicht automatisch der Managementebene in einem Unternehmen zuordnen.

Um deine ursprüngliche Frage daher zu beantworten: Projektleiter können mEn durchaus Fachkräfte sein, je nach Definition des Begriffs Fachkraft sowie dem tatsächlichen Einsatzgebiet. Der Autorin einen "satten Griff daneben" zu unterstellen halte ich daher für falsch.
 
Am besten, wir fragen die Cowo, was die mit "Fachkraft" meinen. :D

Bei den genannten Gehältern möchte ich meinen, dass es sich teilweise um Akademiker handeln muss. Solange man kein Staatsexamen oder Diplom zur Berufsausübung braucht (Lehrer, Richter/Anwaltschaft, Arzt, Psychologe) braucht, stehen diese Posten aber auch allen anderen Qualifizierten offen.
 
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