Linux Ist ein gutes VPN wichtig für mich?

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3flamme

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Ich frage mich immer wieder mal ob ein gutes VPN für mich wichtig ist?
Ich tausche keine wichtigen Daten aus und bewege mich nicht in illegalen Räumen.
Aber ich misstraue unserer Regierung und befürchte, dass alles auch gegen mich verwendet werden kann, wenn sich das unsere Regierung in den Kopf setzt. Selbst wenn ich nur meine eigene Überzeugung habe.

Mir ist klar, dass ein VPN auch keine absolute Sicherheit bieten kann, aber wenigstens etwas mehr.

Was meint ihr?
 
Verzichte aufs Internet, dann bist du sicherer.
Gemäß dem Zitat in dem ersten Kingsmann Film "Ich liebe meinen Notizblock, den kann man nicht hacken"

:) einen Notizblock habe ich selbstverständlich auch
 
Ich tausche keine wichtigen Daten aus

Keine Kommunikation mit Banken, Gesundheitsdienstleistern wie Ärzten, Krankenkasse? Keine intimen Kontakte und Inhalte oder Konsum vielleicht auch sexueller Natur über deinen Anschluss? Vielleicht weil mich grad Staatsrecht II so plagt:

Aber ich misstraue unserer Regierung und befürchte, dass alles auch gegen mich verwendet werden kann, wenn sich das unsere Regierung in den Kopf setzt. Selbst wenn ich nur meine eigene Überzeugung habe.

Dafür haben wir das Grundgesetz und klar definierte Schutzbereiche die u.U. einschränkbar sind aber nicht ausgesetzt werden können über zu weitreichende Datenaneigungsabsichten der Bundesregierung entscheidet regelmäßig das Bundesverfassungsgericht gegen.

Ich behaupte nun Dinge im dt. Grundgesetz wie Schutz der Intimspähre oder die Informationelle Selbstbestimmung und das Fernmeldegeheimnis sind ein weitaus wertigerer Schutz als irgendein 9 Euro PseudoVPN in einem der 5-Eyes-Staaten. Der Kernbereich privater Lebensgestaltung ist erstmal unantastbar.


Ich würde sogar so weit gehen das es technisch ungeeignet ist in so einem VPN-Konstrukt die Anonymität zu suchen. TOR wurde schon genannt das ist eine anderes Konstrukt. Es mag vereinzelt kommerzielle VPN-Anbieter wie z.B: Mullvad geben denen ich eine noDataPolicy weitestgehend abkaufe trotzdem verschiebst du mit einem VPN die Daten nicht davor gesehen zu werden sondern nur den Ort wer sie sieht. Der deutsche Provider der strengen deutschen Datenschutzgesetzen und dem Fernmeldegeheimnis unterliegt ist mir da bezüglich meiner Verbindungsdaten lieber als ein profitorientiertes Unternehmen irgendwo im Ausland das ggfls. dann durch Gag Order oder National Security Letter glaube inzwischen sind wir da sogar schon nicht mehr in der 5 sondern der 9 oder 14 Eyes Alliance angekommen ganz anders ausgehölt ist.

Kommerzieller Bezahl-VPN Dienst zur Umgehung von Geoblocking ja klar warum nicht, Anonymität nein.
 
Ich frage mich immer wieder mal ob ein gutes VPN für mich wichtig ist?
Auf die Frage, kannst nur Du die Antwort finden.

Ich tausche keine wichtigen Daten aus und bewege mich nicht in illegalen Räumen.
Dann verstehe ich den nächsten Absatz nicht.

Aber ich misstraue unserer Regierung und befürchte, dass alles auch gegen mich verwendet werden kann, wenn sich das unsere Regierung in den Kopf setzt. Selbst wenn ich nur meine eigene Überzeugung habe.
Von welcher Regierung redest Du ?

Falls Du Deutschland meinst, und das ernsthaft so siehst, solltest du dir Hilfe holen.
Nicht das dir irgendwann mal der Himmel auf den Kopf fällt.

Aber im Ernst.
Mir ist klar, dass ein VPN auch keine absolute Sicherheit bieten kann, aber wenigstens etwas mehr.
Ein VPN bietet dir keine zusätzliche Sicherheit.
Das einzige was Du damit erreichst, ist das du mit VPN andere Angriffsvektoren hast, als ohne.
Du kannst dich damit gegen spezifische

Gegen einen staatlichen Akteur kannst du dich nicht mit amateurhaften Maßnahmen schützen, sobald du mal in dessen Visier geraten bist.
Dafür müsstest du erheblich mehr Aufwand treiben und die nötige Expertise besitzen, um dich zu schützen, ohne dadurch Aufmerksamkeit auf dich zu lenken.
 
-- Thinkpad ..... Ja mit Banken habe ich Austausch, das wäre dann ein möglicher Grund für VPN

Geoblogging ist schon mal nützlich, finde ich.

Unter Verfolgungswahn leide ich noch nicht, aber ich lass mich manchmal zu schnell verunsichern.

goodminton ... eine gute Zusammenfassung, die ist mir hilfreich, danke

Roman X ..... So wie ich es jetzt sehe bringt ein VPN nicht das was ich gedacht habe. Es ist vielleicht nützlich, aber wegen meiner Internetaktivitäten wohl eher nicht so wichtig. Auch bei Pornoseiten habe ich, zum Glück kein Bedarf.

Bei Banken in Deutschland traue ich den bestehenden Sicherheitsmaßnahmen schon sehr viel zu, da sehe ich jetzt nicht den entscheidenden Bedarf für mich.
 
Zuletzt bearbeitet:
- Thinkpad ..... Ja mit Banken habe ich Austausch, das wäre dann ein möglicher Grund für VPN

Geoblogging ist schon mal nützlich, finde ich.

Genau das wäre KEIN Grund für einen VPN. Was willst du da denn anonymisieren? Du loggst dich dort doch bereits mit Nutzername / Passwort identifizierbar ein.

Es war lediglich ein Beispiel für dich Bewusstsein zu schaffen das auch du "wichtige Daten" hast und "wichtige Daten" eben NICHT NUR die Atomraketenabschusscodes sind.

Mit Blogs über Geographie oder Geologie hat das nix zu tun. Die günstigen VPNs sind möglicherweise sinnvoll anwendbar um Geoblocking deiner IP-Adresse zu umgehen und dir Inhalte zu ermöglichen wie Sie bspw. ein Nutzer eines anderen Landes wahrnehmen würde.
 
Ein VPN bietet dir keine zusätzliche Sicherheit.
Das einzige was Du damit erreichst, ist das du mit VPN andere Angriffsvektoren hast, als ohne.
Dir würde aber schon auffallen, wenn Du Dir widersprechen würdest?

Genau das wäre KEIN Grund für einen VPN. Was willst du da denn anonymisieren? Du loggst dich dort doch bereits mit Nutzername / Passwort identifizierbar ein.
Was @3flamme wohl meinte war, dass ein VPN gegen Geoblocking-/fencing helfen könnte.
 
@3flamme : Bist Du sicher, dass Du weisst, was ein VPN überhaupt ist? Vielleicht mal den Wikipedia-Artikel oder eine andere Erklärung dazu durchlesen.
 
Wir haben alle einen solchen digitalen Fußabdruck, dass bestimmte Unternehmen oder Leute, die an deren Daten kommen, uns damit erpressen könnten. Einkaufsverhalten, Pornokonsum, Fotos in der Cloud, WhatsApp-Kommunikation, irgendwo würde man wahrscheinlich von jedem was finden. Mit KI wird es auch immer einfacher, das gezielt zu nutzen. Mit einer ausreichend skrupellosen Regierung werden Grundrechte schneller hinfällig als man denkt.

VPN helfen dagegen aber nur begrenzt, weil Cookies und Co ein interessanteres Tracking bieten als die IP. Die ganze Werbung von Nordvpn und Co ist nur Marketing, wenn man trotzdem weiter angemeldet bei Google googelt oder Webseiten mit Google analytics benutzt.

Lies dich mal näher ein zu Tor und wie man digitale Fußabdrücke vermeidet. Im heutigen Internet macht das nicht mehr so viel Spaß, weil es zäh und unbequem ist, aber möglich ist es immer noch. Das fängt schon beim Betriebssystem an, Windows oder ein Smartphone kannst du dann auch eigentlich sein lassen.
 
Von welcher Regierung redest Du ?

Falls Du Deutschland meinst, und das ernsthaft so siehst, solltest du dir Hilfe holen.
Nicht das dir irgendwann mal der Himmel auf den Kopf fällt.

https://www.bmjv.de/DE/rechtsstaat_kompakt/grundgesetz/grundrechte/grundrechte_node.html

Ziel und Wirkungsweisen der Grundrechte

Die Grundrechte dienen vor allem dazu, vor Eingriffen durch den Staat zu schützen. Sie sind also in erster Linie Abwehrrechte.

Klassische Freiheitsrechte sind – neben den bereits genannten – die Pressefreiheit mit dem Zensurverbot (Artikel 5 Absatz 1 Satz 2 und Satz 3 des Grundgesetzes), die Versammlungsfreiheit (Artikel 8 des Grundgesetzes), das Brief- und Telekommunikationsgeheimnis (Artikel 10 des Grundgesetzes) oder die Unverletzlichkeit der Wohnung (Artikel 13 des Grundgesetzes).

Jemand, der dafür Sorge tragen will, dass seine gesetzlich festgeschriebenen Grundrechte gewahrt bleiben, so darzustellen, als ob er nicht mehr ganz dicht sei, ist schon perfide.

Vielleicht solltest du dir Hilfe holen, eventuell in Form einer (Nach)-Schulung „Rechtsstaat und Grundrechte verstehen für Anfänger“?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde dir einfach empfehlen zwei getrennte Systeme bzw Geräte für deine Online Aktivitäten zu nutzen. Eins für alle unvermeidlichen Dinge wie Onlinebanking etc, um die du einfach nicht drum herum kommst.

Für alles andere dann ein System wie Parrot OS, dass den Fokus bereits built in auf Deanonymisierung setzt mit AnonSurf. Das ist ähnlich wir der Tor Browser, bereits fertig konfiguriert vorliegend und schleift jedoch den gesamten (!) Geräte Traffic durch das Tor Netzwerk.

Ich glaube das wäre ein Setting als Einstiegspunkt in das ganze Thema, was ich jemanden mit dem Anforderungsprofil empfehlen würde.

Das erfordert aber laufenden Aufwand der Strategieanpassung. Damit fängt der ganze Spaß nur an und ist keine All inklusive Lösung, sondern ist ein ständiger Prozess.

Nächster Halt: Smartphone 🚀
 
Wo kämen wir denn dahin wenn jede(r) versuchen würde Onlineaktivitäten vor wem auch immer zu verbergen!
Im Gegentail sollte jeder gesendete Text einige Stichwörter enthalten die bei der gewünschten Zielgruppe
(vmtl die welche der Betroffene als höchste Bedrohung ansieht)
die Alarmglocken so laut klingeln lässt dass sich "das System" gezwungen sieht
eine seiner Humanoiden heranuziehen um die Sachlage abschliessend zu klären, etc
Nur so können wir deren Arbeistplätze weiter sichern!
 
@3flamme : Bist Du sicher, dass Du weisst, was ein VPN überhaupt ist? Vielleicht mal den Wikipedia-Artikel oder eine andere Erklärung dazu durchlesen.
Genau das glaube ich auch... Seit diese ganzen windigen VPN-Provider Werbung schalten wie sonst was, insbesondere die ganzen YouTube-Sponsorings, glauben sehr viele Leute, dass sie ein VPN brauchen und/oder es ihnen Vorteile bringt. Aber erstens haben davon die wenigsten verstanden, was ein VPN eigentlich ist und zweitens brauchen es die wenigsten davon.

Meist kann man Anfragen wie "brauche ich ein VPN" bzw. "ist ein VPN wichtig für mich" mit "Nein, wenn du dir diese Frage schon stellst, brauchst du es nicht" beantworten. Entweder du brauchst ein VPN, dann stellst du dir die Frage aber nicht. Oder du brauchst keines. So zumindest kann man es fast immer pauschalisieren. Fast.

VPN verschleiert halt nicht wirklich was. Die Daten sammelt dann auch nur jemand anderes (der VPN-Anbieter statt dem Internetprovider bzw. der VPN-Anbieter zusätzlich z.B. zu den Websitebetreibern). Die zusätzliche (vermeintliche) "Sicherheit" durch solche Provider erkauft man sich mit neuen Angriffsvektoren.

Sofern man also das "PN" in "VPN" nicht braucht (Zugriff auf ein privates Netz, z.B. das Heimnetz oder ein Firmennetz) braucht man nur sehr selten ein VPN. Auch die Punkte aus dem Blog von Kuketz sind da nur begrenzte Indizien, denn für die meisten der Punkte, die dort als "nützlich" genannt werden, gibt es bessere Lösungen als ein VPN:
Ein vertrauenswürdiges VPN kann in folgenden Fällen nützlich sein:
  • Verbesserung der Sicherheit in unsicheren/nicht vertrauenswürdigen öffentlichen Netzwerken (Cafés, Züge etc.) durch Prävention von Man-in-the-Middle-Angriffen
Das ist einer der wenigen validen Punkte. Vorausgesetzt, die Kommunikation selbst wäre sonst nicht abgesichert. Also kein HTTPs usw. Ansonsten bringt es auch wenig/nix hier. Bzw. umgekehrt gesehen: Dafür ist eigentlich nicht VPN da, sondern TLS, wie es bei HTTPS und Co. benutzt wird.

  • Umgehung von Zensur oder geografischen Sperren (Geoblocking) von Websites und Inhalten
Kommt natürlich drauf an, wo der VPN-Anbieter ausleitet und wie das Geoblocking implementiert ist. VPN bietet da pauschal keinen Vorteil. Kann aber durchaus eine Lösung sein. Für den normalen Alltag im Netz ist das aber natürlich gar keine Problemstellung.

  • Verschlüsselung der Kommunikation, damit der Internet- oder Mobilfunkanbieter die Online-Aktivitäten nicht überwachen oder aufzeichnen kann
Erstens verschiebt sich das nur. Jetzt zeichnet der VPN-Anbieter auf statt dem Internetanbieter. Und zweitens kann die Gegenstelle (Website-Betreiber, Werbeanbieter) das ganze trotzdem genau so aufzeichnen, für den ist es egal ob es nun über VPN kommt oder nicht.

  • Verschlüsselung der DNS-Anfragen, damit der Internet- oder Mobilfunkbetreiber die besuchten Domains nicht protokollieren kann
Dafür ist DoT (DNS over TLS) da, nicht VPN. Lässt sich inzwischen auch in der Fritz!Box konfigurieren, ansonsten hilft ein eigener DNS-Resolver/-Forwarder zu Hause (vermutlich z.B. PiHole oder AdGuard, aber nie getestet).

  • Verstecken/Maskieren der IP-Adresse vor den besuchten Websites und Servern
Und das soll was genau bringen? Wenn man da wirklich was erreichen will, dann nimmt man TOR. Nicht VPN.

  • Getunnelte Verbindung nach Hause und/oder zum Arbeitgeber, um auf Dienste zuzugreifen, die nicht direkt über das Internet erreichbar sind
Genau, *das* ist der Grund für ein VPN. Das ist ja eben auch genau das, woher der Name VPN kommt - virtuelles privates netz, man ist virtuell mit dem privaten (Heim-/Firmen-)Netz verbunden.
 
Ich kann diese Ressource empfehlen. Ich selbst nutze nichts dergleichen, deswegen bitte immer selbst schlau machen.
@fakiauso der Artikel zeigt wie hartnäckig manche Akteure sein können. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung kann wie jedes andere durch Gesetztesklauseln und und und eingeschränkt und erodiert werden. Gerne im Namen Dritter, die damit eigentlich so viel zu tun haben, wie Honig mit Brühe
 
Spannende Diskussion, auch die letzte Webseite mit Tabelle.
Das mit dem DNS schau ich mir mal an.

Für VPN, kann man durch den Tunnel tunneln, also das zweite durchs erste VPN gehen lassen? Doppelt encrypten wäre ja ne gute Barriere.
 
der Artikel zeigt wie hartnäckig manche Akteure sein können. Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung kann wie jedes andere durch Gesetztesklauseln und und und eingeschränkt und erodiert werden.

Das ist ja richtig, aber wie es @cuco bereits geschrieben hat, wenn man sich fragt, ob es nötig ist oder nicht, dann braucht man es m.E. nicht, weil es ja auch nur bedingt etwas bringt.

Was die ununterbrochenen Versuche angeht, auch staatlicherseits alles und jeden zu kontrollieren, spare ich mir hier mal die Luft. Es wird mit der anlasslosen VDS hoffentlich wieder vor dem VG ein Ende finden, falls die Regierung es nicht von sich aus kapiert. Auch da rechtfertigen wie bei vielem die "Ergebnisse" in keinster Weise Mittel und Aufwand.

Wenn da viele den Trip fahren, dass sie ja nichts zu verbergen haben und jeden Sch.... mit einem Smartphone und/oder proprietären BS abwickeln, ist sowieso Hopfen und Malz verloren. Entweder man hat Snowden kapiert oder eben nicht, nur soll sich dann bitte von denen niemand über die nach außen und scheinbar eher plumpen Überwachungsmethoden der ehemaligen sozialistischen Staaten mokieren.

Mit derlei Mitteln sind wir ganz schnell wieder in einer repressiven Gesellschaft und Schutz von Kindern oder vorausschauendes Verhindern von Straftaten und Terror sind da nur die Werbeklingel.

Aber ich glaube, dass war gar nicht so der Ansatz von @3flamme ;-)
 
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