T6x HP-Deskjet 1220C: Docking-Druckerport nicht bidirektional ?

Sigi

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Hallo,

bekomme aus dem Bekanntenkreis einen alten, aber sehr gut erhaltenen HP-Deskjet 1220C. Der soll nun an meinem T60, das in einer Docking steckt, betrieben werden. Das T60 hat ja von Haus aus keinen Druckerport mehr, aber an der Docking ist einer.

Zwei Probleme treten auf:

Beim parallelen Anschluss geht die Kommunikation nur in eine Richtung, Statusmeldungen des Druckers oder Füllstand der Patronen lassen sich nicht auslesen. Eine Fehlermeldung der HP-Software besagt, dass LPT1 nicht gelesen werden kann. Im BIOS steht LPT1 auf bidirektional.

Beim alternativen Anschluss über USB bleibt die Installation hängen (man muss bei der Installation LPT1 oder USB angeben), egal ob ich nun den Drucker anstecke, einschalte oder nicht. Habe bereits alle Möglichkeiten ausprobiert. In Bildschirmmitte steht seit Stunden: "Bitte warten. Das Installationsprogramm ist aktiv". Zwischendurch habe ich schonmal mein Auto repariert ...

Im Taskmanager sehe ich einen Prozess namens scrub2k.exe, der sich 50% der Rechenleistung nimmt.
Soll ein Programm von HP sein.

Hat jemand eine Idee, wie ich den netten HP-Drucker sauber am T60 zum laufen kriege ?
Mein Betriebssystem ist WinXP SP3

Sigi
 
In den Druckereigenschaften unter XP ebenfalls "Bi-direktional" markieren.
 
Du könntest auch mal EPP oder ECP als Modus für den Port im BIOS testen, falls möglich.
 
Auch ein zu langes Parallelkabel (über 3m nicht spezifiziert) könnte schuld sein. Habe auch schon nicht voll belegte Parallelkabel erlebt. Einfach mal Kabel "durchpipsen". Viele Vielfachmessgeräte können das. Kontaktbelegung gibt es bei Wikipedia.
 
In den Druckereigenschaften unter XP ebenfalls "Bi-direktional" markieren.
Ist leider ausgegraut:

bidir.png

Im BIOS wird ECP und EPP angeboten, wirklich wählbar ist aber nur ECP.
Probiert, keine Änderung. Bi-direktional bleibt weiterhin ausgegraut.

Das Kabel ist ca. 1.5m lang und war beim Drucker mit dabei.
Laut meinen Spendern hat der Drucker damit bei ihnen funktioniert.

Erstaunlich ist eines: Wenn ich alles wieder deinstalliert habe, ausschalte, den Drucker parallel anschliesse, einschalte und dann boote, wird nach kurzer Zeit eine neue Hardware erkannt - nämlich ein "HP-Deskjet 1220C" Drucker. Die Information kann ja nur über das parallele Kabel kommen. Also ist offensichtlich eine Bi-direktionale Kommunikation möglich.

Hat noch jemand einen Tipp ?

Sigi
 
Poste mal einen Screenshot des BIOS-Menüs Config-Printer.
Ist das BIOS relativ aktuell?

Bei einer BIOS-Version gab es einen Fix:
<2.21>
- (New) A new entry added in BIOS Setup that switches serial/parallel ports
in a docking station enabling/disabling. A disabling will make a
ThinkPad free from hang up when an AC power cable is unplugged mistakenly.
Disabling will make those ports unusable.

Aktuell: http://support.lenovo.com/de/de/pro...eries-laptops/thinkpad-t60/downloads/DS013722 (2.27)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ist das BIOS relativ aktuell?
Eher nicht, ist wohl immer noch die Version ab Werk drauf.
Auf dem Notebook laufen wichtige Anwendungen, never change running system.

Das Problem liegt möglicherweise ganz wo anders. Im Netz fand ich die Information, dass unter Win2000 eine bidirektionale Kommunikation nur möglich ist, wenn der Drucker nicht direkt am Computer angeschlossen ist, sondern über irgendeine HP-Box. Werde mal versuchen, den Drucker an einem anderen System einzurichten.

Sigi
 
Habe noch etwas im Netz recherchiert und hier wohl die Lösung gefunden:
http://www.supportnet.de/stat/2003/3/id130941.asp

Da haben sich schon zwei andere die Zähne ausgebissen, einer sogar mit Unterstützung des Hewlett-Packards Kundenservice. Viel hin und her, Empfehlungen und heisse Luft - bringen tut alles nichts, ausser dass man mal wieder einige Tage verspielt hat und u.U. bei einem völlig unnötigen BIOS-Update seine Hardware zerschossen hat.

Habe mittlerweile nochmals bei den Spendern des Druckers nachgefragt (dort soll der Drucker ja ohne Fehlermeldungen funktioniert haben): Dort weiss man nicht mal, was eine bidirektionale Kommunikation ist ... Oder anders: die bidirektionale Kommunikation zwischen PC und Deskjet 1220C hat auch dort nicht funktioniert.

Fazit: Der Drucker kann beim direkten Anschluss am PC nicht, was der Treiber verspricht. Weder parallel noch seriell über USB. Offensichtlich benötigt man eine sog. JetDirect-Box dazwischen - was immer das sein mag. Mehr als ärgerlich das Ganze, so einen unnötigen Zirkus hätte ich von einem Hewlett-Packard Drucker nicht erwartet.

Sigi
 
Erstaunlich ist eines: Wenn ich alles wieder deinstalliert habe, ausschalte, den Drucker parallel anschliesse, einschalte und dann boote, wird nach kurzer Zeit eine neue Hardware erkannt - nämlich ein "HP-Deskjet 1220C" Drucker. Die Information kann ja nur über das parallele Kabel kommen. Also ist offensichtlich eine Bi-direktionale Kommunikation möglich.

Hat noch jemand einen Tipp ?

Natürlich ist eine bidirektionale Kommunikation möglich, sie ist sogar von Hause aus vorhanden, sonst würde WINDOWS XP den Drucker ja nicht anzeigen. Außerdem zeigt das ausgegraute Kästchen in Deinem Screenshot, das Bidirektionlität bereits läuft, deswegen kann man sie nicht anklicken. Und es ist richtig, dass man EPP/ECP im BIOS einstellt.

Nun lädst Du Dir bitte hier den kleinen Treiber dj1075ge (Version 2.1 // 1,5 MB) herunter und entpackst ihn irgendwo hin. Sobald Dir WINDOWS das nächste mal den Drucker durch Einklinken des Parallelen Ports anzeigt, hangelst Du Dich durch den Gerätemanager zu diesem Gelbes-Dreieck-Drucker-Fragment durch, gehst auf "Treiber aktualisieren", "Dateien auf Computer suchen" und gehst zur entpackten INF-Datei "hp1220c.inf", und installierst damit den Drucker ganz normal über die parallele Schnittstelle. (Wenn Dir der Drucker so auch per USB angezeigt wird, klappt das auch per USB mit dem Treiber, es ist derselbe und es ist dasselbe Verfahren.)

Dann funktioniert Dein Drucker auch ganz normal und er enthält alle Funktionen, die parallel und per USB so möglich sind.

P.S. In dem anderen downloadbaren Treiber dj1074ge.exe, welchen man auch mit winrar entpacken kann, befindet sich ein ausführliches deutsches Handbuch, eine deutsche Readme und sämtliche Druckertreiber auch für USB und zwar ab WIN 98 über NT 4.0, W2K bis XP. Das Verfahren ist, wenn das Setup-Programm (mit Admin-Rechten!) nicht läuft, dasselbe...
 
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Der Drucker sollte unter XP problemlos laufen. Treiber (Stand 2002) gibt es hier: http://h20564.www2.hp.com/hpsc/swd/public/readIndex?sp4ts.oid=19142&swLangOid=18&swEnvOid=228
Die in Windows-XP mitgelieferten Treiber können meist nicht alles; besser sind daher die HP-Treiber.

Erst mal Drucker-Selbsttest durchführen; klappt das nicht, hat der Drucker ein Problem.

Oft gibt es einen Selbsttest (Drucker druckt seine Testseite) und einen Service-Ausdruck (Drucker druckt seine Einstellungen und ob die Tintenpatronen-Düsen gut eingestellt sind).
Bei HP gibt es manchmal auch ein Service-Manual (englisch).
Dort wären dann umfangreiche Fehler beschrieben und was man tun kann. (Bei meinem Uralt-Plotter Designjet 350c sind das über 20 Seiten - extrem hilfreich)

Durch das viele Probieren kann einiges im XP durcheinander sein. Daher erst mal aufräumen:
- Druckerkabel entfernen
- abgesicherter Modus: Systemsteuerung - alle nichtbenötigten Druckertreiber löschen/entfernen
- neu booten
- Drucker anschliessen, (evtl. nochmal neu booten nötig). Windows erkennt neue Hardware.
- Treiber manuell auswählen - nicht automatisch (die heruntergeladene Treiber-Datei; evtl. vorher entpacken per Winrar oder Winzip; beide können auch .exe Dateien auspacken, wenn gepackte Dateien drin sind).
- Dateien dann in ein Verzeichnis auspacken, wo man sie wieder findet ;-)
Manchmal/meist ist dort eine .inf-Datei enthalten; bei der manuellen Treiberauswahl diese .inf wählen.

In XP gibt es ein Verzeichnis Inf. Dort sind alle bereitgestellten Treiber-Infos enthalten. Evtl. gibt es dort eine kaputte Inf-Datei für den Drucker, wo Änderungen nicht aktualisiert werden (Schreibschutz?).
Die Inf-Dateien der Reihe nach in Notepad ziehen und prüfen, ob Textfetzen zum Druckermodell sichtbar sind. Voilà, passende Inf gefunden! Diese Datei umbenennen. Dann Drucker neu installieren.

Weitere Info gibt es im geöffneten Druckerfenster (Druckfortschritt usw.) unter Eigenschaften. Standartdrucker prüfen!
In der Systemsteuerung sind Infos zu COM/LPT enthalten; was steht dort drin?

Alternative Versuche:
- Netzkabel Drucker entfernen - ca. 30 Sec warten - neu booten mit angeschlossenen Drucker
- Bei USB-Anschluss: alle anderen USB-Geräte entfernen
- Anschlusskabel mal auf dem Tisch hin- und herschieben; manchmal kann ein Dect-Telefon(!) Ärger machen
- Im BIOS muss ECP voreingestellt sein.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

erstmal Dank an think_pad und mccs für die ausführlichen Erläuterungen.
Werde es die Tage nochmals versuchen und dann berichten.

Selbsttest klappt übrigens, auch lässt sich der Selbsttest über die parallele Schnittstelle starten.
Der Drucker scheint mir in Ordnung zu sein.

Nachtrag:

Nun lädst Du Dir bitte hier den kleinen Treiber dj1075ge (Version 2.1 // 1,5 MB) herunter ...
Genau von dieser HP-Seite habe ich mir den Druckertreiber geholt, allerdings das komplette Drucksystem dj1074ge.exe mit 15.5 MB.

Sigi
 
Zuletzt bearbeitet:
Das meiste in diesem Paket belastet nur den Rechner durch unnötige Dienste und Prozesse.

Ich bin auch ein grosser Freund von weniger ist mehr, aber in diesem Fall (kleiner Treiber dj1075ge) fehlen genau diese Funktionen oder Dienste, die eine bidirektionale Kommunikation erfordern. Ich bekomme also nach wie vor keinen Druckerstatus, weil dies nun erst gar nicht vorgesehen ist. Wenn ich nun diese Toolbox nachinstalliere, habe ich die Funktionen, die eine bidirektionale Kommunikation erfordern, wieder - die funktionieren aber nicht, weil die bidirektionale Kommunikation nicht funktioniert ... BIOS ist auf ECP umgestellt.

Werde den Drucker nun noch an einem anderen System mit richtiger Parallelschnittstelle einrichten, wenn es wieder nicht geht, dann geht es wohl grundsätzlich nicht.

Sigi
 
Habe den Drucker an einem anderen, noch älterem System (noch mit echter Parallelschnittstelle) eingerichtet und alle Möglichkeiten durchgespielt (incl. BIOS), es verhält sich identisch wie auf dem T60: Eine bidirektionale Kommunikation ist über den Parallelport nicht möglich.

Frage an think_pad und mccs: Habt ihr einen HP 1220C ?

Sigi
 
Frage an think_pad und mccs: Habt ihr einen HP 1220C ?
mccs kann nur für mccs reden...
Nein, einen HP 1220C habe ich nicht. Dafür noch (selten) in Gebrauch: NEC Nadeldrucker mit Endlospapier (P6?), Laserjet IIIp, Deskjet 710C; (regelmässig) Laserjet 6P, Designjet 350C. Alle Parallelanschluss. Deskjet 710C, Laserjet 6P und Designjet 350C über einen 3-fach Jetdirct-500x (parallel)-Druckerserver. So sind alle Drucker erreichbar von jedem PC in Netzwerk, auch über WLan. Soviel nur nebenbei.
Bevor ein Drucker ins Netzwerk darf, wird er einzeln per Parallelkabel angeschlossen und getestet.
Wichtig ist folgendes: Da der Druckerserver per LAN verbunden ist, muss der Server auch alle Informationen durchleiten und verarbeiten können. Er selbst muss diese Signale auswerten können. Bei Jetdirect kein Problem. Die Server-Software kann das alles. Mittlerweile hat Windows selbst die entsprechenden Programme dabei.
Ich habe aber schon erlebt, dass Drucker am Parallelport direkt angeschlossen nicht alles können, was sie sollen. Abhilfe schaffte bei mir damals eine PCI-Parallelkarte EXSYS EX-41011 oder ähnliches. Bei Ebay für'n Appel und 'n Ei.
Wenn es beim 2. Versuch nicht klappte und das selbe Kabel verwendet wurde, tippe ich auf eine gebrochene Litze im Kabel oder eine schlechte Schirmung oder ein nicht voll belegtes Kabel. Daher: unbedingt kurzes anderes Kabel testen. Am PC evtl. verbogende Pins suchen.

HP hat eine Art Hiearchie bei den Druckern. Jeder Versionssprung fügt weitere Fähigkeiten hinzu. Trotzdem sind alte Funktionen auch bei neuen Druckern noch enthalten. Sie sind also weitgehend abwärtskompatibel. HP liefert einen rudimentären HP/GL Treiber, der für beinahe alle Drucker Grundfunktionen kann.

Die Einstellung Systemsteuerung - Drucker und Faxgeräte - Bidirektional ein/aus erfordern einloggen als Administrator, sonst kann man nichts ändern. Auch können nachgefüllte Patronen manchmal keinen Tintenstand melden, könnte auch noch sein.

Auch im DOS-Fenster kann man einige Tests durchführen. Näheres siehe hier: http://www.procompsys.de/Hilfe/katalog/aus_DOS-Anwendung_auf_USB-Drucker_drucken.htm oder hier: http://support.ricoh.com/bb_v1oi/pub_e/oi_view/0001036/0001036199/view/printer/unv/0055.htm
 
... tippe ich auf eine gebrochene Litze im Kabel oder eine schlechte Schirmung oder ein nicht voll belegtes Kabel.
Habe es auch mit einem zweiten anderen Kabel probiert (fettes Kabel, metallisierte Stecker an beiden Enden), bei allen Versuchen das gleiche Resultat: "Der Drucker ist nicht eingeschaltet, oder der Status kann nicht gelesen werden". M.E. schon interessant, dass man in der Software die Möglichkeit, vorgesehen hat, dass der Status nicht ausgelesen werden kann. Es sind orginal HP Patronen verbaut.

Ich belasse es momentan mal dabei - vielen Dank an alle für die Tipps

Sigi
 
Eben ein ähnlich ärgerliches Problem mit einer CANON PowerShot Kompaktkamera:

Eine PowerShot 520 lässt sich vom PC aus via USB fernsteuern (und fernauslösen), eine PowerShot 590 hingegen unterstützt dies nicht. Bei beiden Kameras liegen die gleichen Programme auf CD bei, bei der einen geht die Fernsteuerung, bei der anderen ist diese Funktion ausgegraut. Also ähnlich wie bei dem HP-Drucker.

Besonders fies: Ob eine Kamera via PC ferngesteuert werden kann oder nicht, ist nicht veröffentlicht. Man merkt dies erst, wenn man dieses Feature nutzen will, es nicht geht und man sich anschliessend tagelang in Fachforen durchgefragt hat. Wenn man Glück hat, trifft man einen, der sich damit beschäftigt hat und weiss, dass nicht alle Kameras dieses Feature unterstützen und der auch weiss, dass eine bestimmte Kamera dies eben nicht unterstützt. Ansonsten gibt es erneut die vielen gut gemeinten Ratschläge, mit denen man weitere Tage und Wochen verspielen kann. Es gelingt mir immer weniger, dieses System gut zu finden.

Sigi
 
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