Hilfe, Stromschlag USB-Kabel... Elektrisch versierte anwesend?

DerMo

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Hallo liebes Thinkpad-Forum...

eben einen absoluten Schreckmoment gehabt und hoffe das Ihr mir helfen könnt.

Folgendes Szenario:
Wir haben in unserem Arbeitszimmer 2 Rechner, 1 NAS, 1 Laserdrucker, 1 Switch. Vor kurzem habe ich festgestellt das ich einen kleinen Stromschlag bekomme wenn ich die Metallrückseite des NAS berühre. Ob aus- oder angeschaltet ist egal, das Kabel steckt in der Steckdose. Am NAS hängt der Stromstecker, ein Netzwerkkabel sowie ein USB-Kabel zum Laserdrucker da das NAS als Printserver fungiert.

Als mir dieses Phänomen das erste Mal aufgefallen ist habe ich das NAS vom Stromnetz getrennt, ein bisschen gewartet und dann wieder eingesteckt -> kein Stromschlag bei Berührung. Eben war das NAS ausgeschaltet, der Laserdrucker ausgeschaltet und ich habe wieder einen kleinen Schlag bekommen. Da ich wissen wollte an welcher Verbindung es lag habe ich probeweise mal das USB-Kabel abgezogen und dann wieder das Gehäuse berührt -> kein Stromschlag. Beim hinter-dem-Schreibtisch-hervorkriechen berührte das abgezogene USB-Kabel (steckte mit dem anderen Ende noch im Laserdrucker) das Gehäuse eines laufenden PC's. Ein Knall, eine rote Explosion (nur aus den Augenwinkeln gesehen), verbrannter Gestank, uns hat es die Sicherung rausgehauen und ich bin fast in Ohnmacht gefallen.

So, nach diesem Schreckmoment habe ich das USB-Kabel mal rausgezogen und die Sicherung wieder reingemacht. Das USB-Kabel sieht folgenderweise aus...:
Foto.jpg

Kann mir einer von euch erklären was da eben passiert ist und woher dieser Schlag kam? Arbeite schon ziemlich lange mit PC's und diversem elektronischem Kram und habe so etwas noch nie erlebt.

MfG und vielen Dank für eure Antworten...
DerMo
 
*räusper* Hübsch!
und so vertrauenserweckend.. ist das der Kasten für die ganze Wohnung? Teilbereich? Etage?
Also einen FehlerstromSchutzschalter seh ich da nirgends.
Mit Installation prüfen lassen meinte ich auch eher folgendes: nen Elektriker kommen lassen, der sich den Kasten und vor allem die Steckdosen des Zimmers augenscheintechnisch und messtechnisch mal kurz anschaut und dir ne grobe einschätzung giebt wie veraltet und 'sicher' die Geschichte da evnt ist. Das dauert nicht lang. Selbst wenn ichs könnte (nicht ganz meine Fachrichtung) würde ich's dir so jetzt nicht einfach aus der Ferne 'absegnen'.

Zu den Geräten: wenn der Elektriker schonmal da ist kann er auch eben Rechner- und NAS-Netzteile prüfen.
Nur weils jetzt grade nirgends mehr 'Bumm' ist es noch nicht 100% Fehlerfrei.

Will sagen: wenn etwas derart Bumm gemacht hat wöllte ich genau wissen wo's herkam..

Eigentlich sollte sowas nicht allzu teuer sein, Anfahrt und ne Stunde Arbeit.
Inwiefern man sowas auf Vermieter abwälzen kann/will musst du andere fragen..
Mietrecht ist nicht grad meine Stärke.

der Hardi
 
Inwiefern man sowas auf Vermieter abwälzen kann/will musst du andere fragen..
Geht nur, wenn der Vermieter vorher zustimmt. In diesem Fall muss man ihm eine "angemessene" Zeit zum Handeln zugestehen. Es dürfte ein halbwegs vernünftiger (privater) Vermieter relativ schnell reagieren, wenn man ihn hierbei auf eine (möglicherweise) erhöhte Brandgefahr hinweist.
 
Man kann ja auch direkt einfach mal den Vermieter fragen, ob er sich drum kümmern könnte... vlt. schickt er ja selbst direkt nen Elektriker ;)
 
Moin!

Es ist somit eigentlich sicher, dass der Drucker der Übeltäter ist.
Dass das NAS über ein externes Netzteil verfügt erklärt, warum die Sicherung erst beim Berühren des PC-Gehäuses mit dem USB-Stecker geflitzt ist.
Ein Problem mit der Hausinstallation ist eher unwahrscheinlich, da die Sicherung ausgelöst hat, als der USB-Stecker das PC-Gehäuse berührte. Trotzdem solltest Du mal mit dem Vermieter über eine Modernisierung der Hausinstallation aus generellen Sicherheitsgründen reden, da diese aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich älter ist als 27 Jahre (unter der Voraussetzung, dass sich in dem Raum, in dem die Dusche/Badewanne ist, eine Steckdose befindet). Allerdings kann diese unter Umständen _sehr_ umfangreich werden.

Der Sicherungskasten sieht halt so aus, wie Sicherungskästen vor einigen Jahrzehnten halt ausgesehen haben...

lg, Martin
 
Trotzdem solltest Du mal mit dem Vermieter über eine Modernisierung der Hausinstallation aus generellen Sicherheitsgründen reden, da diese aller Wahrscheinlichkeit nach deutlich älter ist als 27 Jahre (unter der Voraussetzung, dass sich in dem Raum, in dem die Dusche/Badewanne ist, eine Steckdose befindet).

Interessant, darf man das inzwischen nicht mehr? :p
 
Interessant, darf man das inzwischen nicht mehr? :p

Seit 1984 müssen Steckdosen in Feuchträumen ein FI-Schalter vorgeschaltet werden, davor war es nicht vorgeschrieben, eine Nachrüstung allerdings auch nicht (nur bei wesentlichen Änderungen an der Installation.
Mittlerweile gibt es noch eine weitergehende Regelung (kann man bei Wikipedia nachlesen).
 
Ist wohl am wahrscheinlichsten. Unterschreiben würd ich das aber nicht..
Wobei es echt interessant wäre, wieviel Dampf jetzt an Drucker anlag, und ob das hätte tödlich enden können.
Ist schon eine Weile her seit ich diese "in demunddem Fehlerfall stirbt man unter soundso Bedingungen" Berechnungen anstellen mußte.
Das Foto vom Stecker sieht ja schon dezent übel aus.

@McGex
Hoffen wir daß es der Drucker war. Wie gesagt bin ich da nicht mehr so bewandert, aber könnte da z.T. noch ne Nullung ohne Schutzleiter verbaut sein?
Das wäre dann weniger cool.. und wenn ich raten müsste würd ich den Kasten als älter einstufen, bzw nachgerüstet
http://de.wikipedia.org/wiki/Nullung#Nullung_ohne_besonderen_Schutzleiter


Hardi
 
Zuletzt bearbeitet:
@hardi
Mein Nick schreibt sich mit 'a', aber kein Problem ;-)

Es könnte schon sein, dass eine Nullung ohne Schutzleiter verbaut ist, deswegen auch der Hinweis, dass eine Modernisierung sehr Aufwändig werden könnte, sprich also die komplette Hausinstallation müsste neu gemacht werden, was aus sicherheitstechnischer Überlegung in dem Fall aber definitiv sinnvoll wäre.

Da das NAS über ein externes Netzteil verfügt ist es mit Sicherheit ein Gerät der Schutzklasse 2, bei denen das Gehäuse nicht geerdet ist. Um ganz sicher zu gehen bräuchte man da aber natürlich auch noch weitere Informationen zu dem Gerät. Das erklärt, warum die Sicherung nicht vorher geflitzt ist.
Die Erdung generell wird aber in Ordnung sein, da das PC-Gehäuse geerdet ist und die Sicherung ja auch ausgelöst hat, als er mit dem USB-Kabel an das PC-Gehäuse gekommen ist.

Definitiv sollte er aber den Vermieter auf eine Modernisierung ansprechen, da ein FI-Schalter in jedem Fall sinnvoll ist.
 
Hier mal ein Bild vom Sicherungskasten:
Anhang anzeigen 43155

Und eine dieser beiden Sicherungen ist rausgeflogen...:
Anhang anzeigen 43156

Hoffe hier schlägt jetzt keiner die Hände vorm Kopf zusammen.

MfG...
DerMo

Ist eine Bestandsanlage, nicht so wild! Olle VDE gilt immer noch! RCD nicht zwingend vorgeschrieben.
1. Schleifenimpedanz messen + Isolationsmessung der Zuleitung/Sternpunkt kontrollieren; evtl. liegen ja gute 400 Volt an der Steckdose an und Keiner hat was gemerkt?:rolleyes:
2. Zuleitung des Druckers m. aus Isolation messen, aber abgesteckt.
3. Gerät zu einem Fachmann bringen und messen lassen (VDE 0701/0702)
http://www.euronorm.net/content/get...03c3b90-0001-6ae7ced25ce204f7d964c57bba0b202d

Ist der Drucker nicht ein E-Schweissgerät? :confused:
 
... evtl. liegen ja gute 400 Volt an der Steckdose an und Keiner hat was gemerkt?:rolleyes: ...

400V an der Steckdose ist eher unwahrscheinlich.
Ein (unfreiwilliger) Test in dem Betrieb, in dem ich meine Ausbildung absolviert habe, hat ergeben, dass Netzteile von PCs und Druckern i.A. keine Spannungen mögen, die deutlich über 230V liegen :)
 
400V an der Steckdose ist eher unwahrscheinlich.
Ein (unfreiwilliger) Test in dem Betrieb, in dem ich meine Ausbildung absolviert habe, hat ergeben, dass Netzteile von PCs und Druckern i.A. keine Spannungen mögen, die deutlich über 230V liegen :)

tja, solange der OFF-Schalter betätigt ist, raucht noch lange kein LCD 70" ab!
Wenn aber Alles = ON, dann raucht die ganze Hütte! 2 x Aussenleiter wirken wie ein gutes Schweissgerät und brennen tolle Löcher in den Körper. Es riecht dann wie nach "Ge-grülltem"!

Es soll Fachkräfte geben, die nach einer Isolationsmessung die Brücken vergessen? Letzter bekannter Fall: 12 Wohneinheiten = Totalschaden, weil die Blaue oder Gelb/Grüne(je nach TAB) vergessen wurde?
Der letzte EVU-ler verschwand hinter einer Kupferdampfwolke, weil er die Kombizange bevorzugte( sonst NH-Griff ) Mann, da hat es geknallt!

Es gibt auch Fachmänner, die sichern eine Heranschlussleitung 3-poolig im 230V-AC-Netz ab. Leider vergessen dann Einige, dass über dem Sternpunkt gute 50 - 70 Ampere fließen?
ob 0 Grad Verschiebung oder 120 Grad,....ist doch letztendlich Wurst.

Prinzipiell reicht immer nur eine Ader = der Aussenleiter....der Rest fließt immer über den Heizkörper oder Erdstab im Garten ab (/ Gießen nicht vergessen; im Sommer )



ps. es gibt Star-Elektriker, die hauen so lange auf einem Kabel drauf, bis sich der Querschnitt verjüngt. Dann gibt es einen Schwelbrand und die Feuerwehr kommt,
weil der 400 Jahre alte Balken altersbedingt nur raucht und nicht brennt; wg. Mondholz oder Dichte?

In den 50er-Jahren waren viele Hausierer unterwegs. Damals konnte/durfte man noch den Kurbelinduktor an der Hausklinke anschliessen und ordentlich Spannung anlegen. Der Hausierer langte dann zweimal hin und kam nie mehr wieder. Heute vermutlich versuchter Totschlag?

...oder schalten Märklin-H0-Transformatoren parallel uns wundern sich dass an dem losen Stecker 230 Volt anliegen...

oder 3 Leute bilden eine Kette und der Erste langt einen Elektro-Viecherzaun. Der Letzte fällt um - der Notarzt kommt - reanimiert - Patient überlebt....
usw. usw.

.

Wechselstrom ist gefährlich.....Gleichstrom ist noch gefährlicher und ganz böse! Immer die Finger lang!
 
Zuletzt bearbeitet:
@schokoladenkuchen
Langsam wird es OT :-)
Bei uns war die Überspannung, weil ein Betriebstechniker den Nullleiter nicht richtig angeschlossen hatte :facepalm:
 
@schokoladenkuchen
Langsam wird es OT :-)
Bei uns war die Überspannung, weil ein Betriebstechniker den Nullleiter nicht richtig angeschlossen hatte :facepalm:

gut; OT.

vermutlich ist an dem Drucker-Netzteil irgendwas nicht i.O.?
Den Fachmann "messen" lassen.


Kann man nur messen! Aber dezent! Sonst haut es die Ele(c)ktronik durch. Es gibt sogar Fachmänner, die messen die Isolation an Druckern mit 1000 Volt, weil die 500 wohl
nicht ganz ausreichen? :thumbsup:

Die Lösung/Diagnose ist dennoch interessant?
 
So, melde mich auch mal wieder zu Wort.

Habe heute des Öfteren mal vorsichtig das NAS überprüft, keine Spannung am Gehäuse mehr feststellbar...
Das NAS ist ein QNAP TS-219P! Werde wenn ich mal wieder Zeit und Ruhe habe mal den Drucker durchchecken lassen.

Der Sicherungskasten ist nur für unsere Wohnung bzw. unsere Etage!

MfG und erstmal einen guten Start ins Wochenende allerseits...
DerMo
 
Hallo allerseits,

nach der regen Beteiligung hier im Thread wollte ich nochmal einen abschliessenden Bericht abgeben.
Ich hatte neulich meinen Onkel (gelernter Elektriker) zu Besuch der sich die entsprechenden Steckdosen
mal angeguckt hat und die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen hat.

Von drei Wandsteckdosen an unterschiedlichen Orten im Arbeitszimmer waren zwei komplett falsch verkabelt.
Die Steckdosen sind bei uns im Haus teilweise noch ohne Schutzleiter angeschlossen, die falsch verkabelten hatten zusätzlich 220 Volt auf den Schutzkontakten (argh!). Durch das USB-Kabel habe ich ein Gerät das an einer geerdeten Steckdose hing mit einem Gerät verbunden das an einer nicht geerdeten Steckdose hing -> Bumm, Kurzschluss.

Hoffe das war einigermassen verständlich erklärt, die Elektrik ist jetzt zumindest fachmännisch angeschlossen und ich hoffe in der nächsten Zeit erstmal keine negativen Überraschungen mehr zu erleben.

MfG und einen guten Start ins Wochenende...
DerMo
 
Von drei Wandsteckdosen an unterschiedlichen Orten im Arbeitszimmer waren zwei komplett falsch verkabelt.
Die Steckdosen sind bei uns im Haus teilweise noch ohne Schutzleiter angeschlossen, die falsch verkabelten hatten zusätzlich 220 Volt auf den Schutzkontakten (argh!).
Dann kannst Du ja ein zweites mal Geburtstag feiern:
Ein Gerät mit Metallgehäuse angegriffen wäre tödlich gewesen.
 
Jau, das wurde mir auch mitgeteilt und ich bin heilfroh das wir mit einem Schrecken davongekommen sind...
 
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