Herzgesundheit mit Smartwatches, kann so ein Ding Leben retten?

koeterplage

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Bisher hab ich es ja für eine Spielerei gehalten, die Herzgesundheites/- Überwachungsfunktionen von Smartwatches, in meinem Fall die Apple Watch Ultra 2. am Wochenende wurde ich eines besseren belehrt:
Ich war ganz normal auf der Arbeit, fühlte mich wie immer, wie man sich als Raucher mit Übergewicht so fühlt, hab meinen Job gemacht, alles wie immer.
Um 07:30h schlägt die Uhr Alarm:

„Vorhofflimmern, dein Herz weißt Anzeichen eines unregelmäßigen Rhythmus auf, was aus Vorhofflimmern hindeuten könnte.“

Ok dachte ich, die Uhr sitzt eh nicht richtig. Passt schon, dir gehts ja wie immer.
Eine Stunde später die selbe Meldung nochmal.

Hmm, dachte ich…was soll’s, rufst mal beim Notruf und fragst… „wir schicken einen RTW“… kam als Antwort. Ok…
Die haben dann ihr EGK angeschlossen…“Joa, es lässt sich etwas erahnen, ist aber nicht eindeutig. Wir würden sie ins Krankenhaus fahren wollen…“
Ok…
Dann die Prozedur in der Notaufnahme durch mit dem großen EGK. Jo, ist ein unregelmäßiges Flimmern.
Dann auf die Station, weitere Untersuchungen, langzeit EGK der ganze Bums. Alles noch nicht dramatisch und akut, aber halt da. Und jetzt Blutverdünner nehmen. Oder irgendwann eine kleine OP. Mit einem Lötkolben dem störenden Gewebsteil einen überlöten, oder so ähnlich. Bis dahin halt Flussmittel in Form von Blutverdünner.

Ich hab von dem ganzen nichts gemerkt, null, nix.
Mir ging es wie immer, nur die Uhr hat mich gewarnt.
Ich mag die Technik. Und jetzt hab auch, meiner Frau gegenüber, einen Beleg, warum ich die Uhr damals unbedingt brauchte. Sieht sie jetzt auch so.

Leute, hört auf eure Uhren 🫡


PS: dies ist größtenteils ein Langeweile Post und für die emotionale Gesundheit, da ich erst morgen entlassen werde und die beiden auf meinem Zimmer über 90 sind und kein Wort reden…
 
Generell lohnt es sich hier natürlich auch sich Gedanken über die Qualität der Daten zu machen. Zumindest vom hörensagen oder Urban Legends zufolge, interessiert den amerikanischen Rettungsdienst eine EKG Meldung der Apple Watch durchaus, bei Xiaomi oder ähnliches wird hier nicht so viel Wert auf die Meldung gelegt. Natürlich werden hierzulande die Regularien und das Vertrauen nochmal anders sein.

Ich durfte mich (wenn auch nicht selbst betroffen) in den letzten Jahren leider recht viel ins Thema einlesen deswegen dazu: Qualität der Daten ist generell schwierig. Die manuelle Messung mit 2-Punkt-EKG (dh Finger des anderen Arms iwo an die Uhr halten) kann bei korrekter Anwendung gute Daten liefern wobei die Interpretation u. Aufreinigung die die Software liefert sich dann natürlich unterscheidet. Die 24/7 Messung nur am Handgelenk ist hingegen recht ungenau bzw. unzuverlässig und erfasst auch nur begrenzte Daten da es nur einen Kanal gibt, dennoch können bei wiederholter Messung so natürlich Herzrythmusstörungen erstmal erkannt werden und afaik wird es auch als sinnvoller erachtet viele "schlechte" Messungen (vom aktiven Messen mit 2 Punkten) zu haben als vielleicht 1x im Jahr ein Langzeit-EKG was dann entsprechende Probleme nicht zwingend erkennt.

Wer wirklich ein 24/7 EKG haben möchte was auch mehr Datenpunkte zuverlässig erfasst kommt um ein 2-Kanal-EKG nicht drumrum, viele Fitnessbänder (für den Brustkorb) die eigentlich nur den Puls messen sollen sind in Wahrheit versteckte EKGs und können im Detail ausgelesen werden, wobei teils sehr genaue Messungen rum kommen die dem typischen Langzeit-EKG vom Hausarzt/ Kardiologen in nichts nachstehen.

Aus persönlicher Erfahrung als Beobachter sind die im ersten Absatz genannten Erkenntnisse aus der Forschung noch nicht in der Realität angekommen, von selbstständiger Messung wurde im Krankenhaus auch bei bestehenden, unregelmäßig auftretenden Beschwerden abgeraten und zahlreiche Aufzeichnungen von Rythmusstörungen per Smartwatch via 2-Kanal-EKG von der ambulanten Kardiologin nicht mal richtig im Stehen überflogen (insg. <60 Sekunden, erste Aufzeichnung kurz angeguckt und dann durch die Übersicht [zeigt nur die ersten 5 Sek der 30 Sek Aufzeichnungen] gescrollt) weil das eigene Langzeit-EKG keine schwerwiegenden Probleme gezeigt hatte (Patient an dem Tag Beschwerdefrei) und mit "joa sind Herzrythmusstörungen aber nichts schwerwiegendes, Vorhofflimmern [von der Smartwatch erwähnt] kann ich nicht erkennen" quittiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und "Blutverdünner" ohne zum Teil heftige Nebenwirkungen gibt es ebenfalls nicht.
Acetylsalicylsäure?
Außer, dass es halt die Magenschleimhäite angreift und man daher parallel für gewöhnlich Panto- oder Omeprazo einnimmt (die Nährstoffdiebe sind) gibt es da doch eher weniger.
 
Hallo
Ich hab mal geschaut, welche KKs was beim Kauf einer Gesundheitsuhr beisteuern und wie die Spielregeln dafür sind

Viele gesetzliche Krankenkassen in Deutschland bezuschussen den Kauf von Fitness-Trackern und Smartwatches (wie der Apple Watch), meist über ihre Bonusprogramme. Die Höhe des Zuschusses und die Voraussetzungen variieren stark zwischen den Anbietern.

Zuschüsse nach Krankenkasse​

  • Techniker Krankenkasse (TK): Der Zuschuss liegt zwischen 60 und 235 Euro, abhängig von der Anzahl der gesammelten Bonuspunkte (z. B. für Vorsorge, Sport oder Schritte).
  • AOK Rheinland/Hamburg: Bei Teilnahme an Gesundheitsmaßnahmen sind bis zu 250 Euro (oder 50 Euro bar) möglich; bei drei Maßnahmen bis zu 500 Eurofür Gesundheitsleistungen (max. 80% der Kosten).
  • BKK Mobil Oil: Nach Erfüllung von drei Bonuspunkten (z. B. Zahn-, Krebsvorsorge, Impfung) werden 50 bis 250 Euro übernommen.
  • HKK: Je nach nachgewiesenen Aktivitäten gibt es ein jährliches Guthaben von 50, 100 oder 250 Euro, das auch für Tracker genutzt werden kann.
  • IKK classic: Bei Nutzung von mindestens vier Gesundheitsmaßnahmen beträgt der Zuschuss maximal 150 Euro.
  • KKH Kaufmännische Krankenkasse: Bei eingereichten Maßnahmen (Sport, Vorsorge) sind 30 bis 180 Euro möglich.
  • AOK Nordost: Im Rahmen des Gesundheitskontos werden alle zwei Jahre 50 Prozent des Preises, maximal jedoch 50 Euro erstattet.
  • AOK Plus (Sachsen/Thüringen): Der Kauf wird mit 30 Euro (3000 Punkte) im Bonusprogramm vergütet.
  • SBK: Bei zwei bis zehn gesammelten Stempeln gibt es 20 bis 100 Euro (bei erstmaliger Teilnahme bis zu 125 Euro).
  • DAK-Gesundheit: Die Anschaffung wird über das Bonusprogramm gefördert; Versicherte sammeln Punkte für Vorsorge und Aktivitäten.
  • Pronova BKK: Ab drei Maßnahmen sind 30 Euro auszahlbar, bei Fitnessstudio-Mitgliedschaft oder Zahnreinigung weitere 30 Euro.
  • Viactiv: Keine direkte Erstattung, aber Prämien von bis zu 100 Euro für gesundheitsbewusstes Verhalten, die für den Kauf genutzt werden können.

Keine oder eingeschränkte Zuschüsse​

  • Barmer: Erstattet keine direkten Kosten für den Kauf, bietet Tracker jedoch im Sachprämienkatalog gegen Bonuspunkte an.
  • Knappschaft: Bietet aktuell keinen Zuschuss für Fitness-Tracker.
  • Viele AOK-Landesverbände: (Bayern, Baden-Württemberg, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordwest, Rheinland-Pfalz/Saarland, Sachsen-Anhalt) bezuschussen keine Tracker.

Wichtige Hinweise​

  • Voraussetzungen: In der Regel müssen Versicherte Bonuspunkte durch Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen, Sportvereinsmitgliedschaften oder Gesundheitskursen sammeln.
  • Geräte: Die meisten Kassen akzeptieren sowohl klassische Fitness-Tracker als auch Smartwatches wie die Apple Watch.
  • Beantragung: Der Kauf muss oft vom Versicherten selbst finanziert und der Kaufbeleg später eingereicht werden, oder das Gerät wird direkt aus dem Prämienkatalog bezogen.
Gruß
TS
 
Erst einmal bin ich froh, dass es dir soweit gut geht. Danke fürs Teilen – das Thema beschäftigt mich gerade selbst. Meine Frau überlegt nämlich, einen Hausnotruf beim Roten Kreuz abzuschließen. Ich finde das Abo allerdings ziemlich teuer. Für die Funktionen, die wir benötigen würden, bietet eine Apple Watch meiner Meinung nach im Grunde dasselbe – nur ohne die laufenden Abokosten.

Zuschüsse nach Krankenkasse​

  • Techniker Krankenkasse (TK): Der Zuschuss liegt zwischen 60 und 235 Euro, abhängig von der Anzahl der gesammelten Bonuspunkte (z. B. für Vorsorge, Sport oder Schritte).
:D Danke für die gute Nachrichten.
 
Erstmal: Glückwunsch, dass das bei dir alles erkannt wurde und behandelt werden kann.
So eine Uhr kann Fluch und Segen zugleich sein. Eigentlich hat mindestens jeder zweite Mensch - ne nach Stresspegel - Extrasystolen, die von Uhren oder Blutdruckmessgeräten oft als Arrhythmien oder Vorhofflimmern erkennt werden und es gibt Menschen (mich zum Beispiel 🙄), die das sehr stark spüren.
Umgekehrt kann das aber auch unnötige Verunsicherung auslösen und erst durch die Uhr zu einer behandlungswürdigen Krankheit führen, da der betroffene Angst vor einer Ansicht harmlosen Sache bekommt.
Also nicht alle Vorkommen sind harmlos, aber die meisten halt schon.
Ja, Extrasystolen sind bei mir seit der Jugend bekannt, die Ursache wurde damals auf den Leistungssport geschoben.
Darüber hat die Uhr bisher auch nicht gemeckert. Erst beim realen Vorhofflimmern, das allerdings auch nur an dem Sonntag auftrat, an den folgenden Tagen im KH nicht mehr.

Aus rein mediziischer Sicht lässt sich das vielleicht auch mit Diabetes-Apps per Sensor vergleichen. Die Dinger gehen relativ genau und sind auf jeden Fall in eventueller und früher Indikator, falls da etwas aus dem Takt gerät. Inwieweit sich ein richtiger Infarkt damit diegnostizieren liesse, wenn von jetzt auf nachher ein Gefäß zumacht, lässt sich eher schlecht sagen bzw. dürfte da für den Betroffenen die Reaktionszeit auch zu kurz sein. Kündigt sich so etwas länger vorher an als schleichender Infarkt, dann kann das auch hilfreich sein.

Falsch ist auf jeden Fall die Denke, dass sich mit dem Umschnallen eines Sensors schlechte Lebensgewohnheiten kompensieren lassen, weil bei rechtzeitigem Warnen der Rest auf medizinischen Wege gerichtet werden kann. Der Moralapostel sagt dann, wenn man sich schon so kontrolliert, dann macht man das ja meist nicht ohne Grund, und es sollte vielleicht parallel dazu auch mit einem Ändern der Lebensweise einhergehen.

Es muss da auch niemand im fortgeschrittenen Alter zum asketischen Supersportler werden. Viele kleine Dinge bringen da auch schon viel. Verzicht auf Rauchen und das tägliche Feierabendbier, beim Essen weniger Fleisch und dafür lieber mal eine Runde mehr um den Block verbunden mit einem Hobby, welches sich in erster Linie draußen machen lässt, sind da so eine Grundlinie. Das Ganze ohne messianischen Eifer angegangen, sondern eher nach dem Motto dolce vita und aus Spaß an der Freude, sind ein guter Ansatz. Wichtiger ist da wirklich, mit kleinen Dosen anzufangen und lieber mal den Gammelmodus zu pflegen, als gleich mit 150% in so eine Sache reinzugehen. Irgendwann nach einer anfänglichen Phase, die es zu überwinden gilt, ist es Gewohnheit und man denkt gar nicht mehr darüber nach, ob man läuft oder zum Sport geht usw., sondern man wird eher hibbelig, wenn man es nicht tut. Und dann kommt der Punkt, wo man anfangs schon gegähnt hat, ob 3km oder 5km Laufen überhaupt zu sschaffen sind, an dem man sich hinter sagt: "Wow - das habe ich geschafft!" und es war nicht mal anstrengend. Und das gibt einem dann richtig was.

Ob man da lieber den Verein oder das Individuelle bevorzugt, liegt am jeweiligen Typ. Verein hat den Vorteil, dass man da etwas mitgezogen wird und dadurch vielleicht auch ein weiteres Umfeld erschliesst, kann aber je nach Situation und über unnötigen Leistungsdruck in Frust enden. Selber bin ich z.B. eher so der Typ Einzelgänger. Ich muss auf Arbeit stundenlang zig Gespräche in der Disposition führe und bin froh, wenn ich nach so einem Tag voller psychischer Power meine Ruhe habe und keinen mehr sehen und hören muss und kann mich auch relativ gut selbst motivieren.

Gemeinsamer Sport ist für mich ganz nett, wenn man eher entspannt mit Kollegen mal auf eine mehrtägige Radtour geht, aber immer muss ich das nicht haben, sondern wenn ich mir auf irgendeine Art und Weise den Streß wegtrete, dann kann ich auf diese Weise recht gut reflektieren.

Eine Kritik sei trotzdem erwähnt: Es sollte einem bewusst sein, dass sich da ein sehr persönlicher Datensatz in den Händen Dritter befindet! Leider weiss ich nicht, ob das da separate Geräte gibt, bei denen das nicht irgendwo smart verarbeitet wird oder nur auf dem Gerät bleibt, um diesem Zugriff Drittter zu entgehen. In aller Regel nutzen ja selbst "echte" Programme eine App auf dem Smartphone. Vermutlich werden die Dinger schweineteuer sein oder nur über Verschreiben oder so. Gesundheit ist halt leider auch ein Markt.
Mit der Umstellung der Lebensgewohnheiten wurde schon begonnen. Glücklicherweise habe ich kleines Basiswissen über gesunde Ernährung von meiner Mutter mitbekommen und weil ich in jüngeren Jahren Leistungssportler war. Und mein Sündenpool ist auch leicht zu identifizieren: der Liter Cola am Tag, die 4-5 Tassen Milchkaffee mit Zucker, die beiden Franzbrötchen zum Frühstück auf der Arbeit, TK-Pizza, Nudeln usw.
Nur bei den Getränken kann ich täglich schon rund 1.000 kcal und 150g Zucker einsparen. 🫣
Problem wird es sein Rauchstopp und Ernährungsumstellung/Diät zu verbinden. Bei meinem letzten, immerhin 3 jährigem Versuch, mit dem Rauchen aufzuhören, habe ich 40kg zugenommen, wieder angefangen und das Gewicht gehalten und noch etwas ausgebaut seitdem.
Das wird eine Herausforderung…

ich hatte immer wieder Vorhofflimmern. Seit ich 10 Jahre alt bin. teilweise Jahre lang Pause dazwischen. Seit 2021 dann häufiger. Ursachen konnten keine gefunden werden. Herz (war und ist) laut Ultraschall gesund. Ausdauersport mehrmals pro Woche. Ich habe mich dann vor 2 Jahren entschlossen, eine Ablation durchführen zu lassen. Es ist nicht ohne Risiko, aber immer zu überlegen. Bin seither wieder beschwerdefrei.

Ich würde an deiner Stelle bei einem Rhythmus-Spezialisten vorstellig werden, der auch Ablationen durchführt. Am Besten als Privatpatient, dann nimmt sich der Arzt ausreichend Zeit. Das sollte ordentlich abgeklärt werden. Ja ich weiß, Zweiklassenmedizin und so. Aber das ist es mir jeder Besuch bei meinem Haus-und-Hofkardiologen wert.
Ein Rhythmus-Spezialist wurde hinzugezogen. Ablation ist erstmal nicht angesagt.
Bist du privat versichert oder hast du das über eine Zusatzversicherung abgedeckt?

Da hast Du aber richtig Glück gehabt. Nicht, weil die Situation bedrohlich war, sondern weil der Rettungsdienst erscheinen ist, und Du so Zugang zu einer Klinik erhalten hast. Normalerweise wirst Du nach vielen Stunden warten in der Notaufnahme mit einer Nadel im Unterarm, damit Du nicht abhauen kannst, wieder entlassen. Dass eine Klinik Dich in einem solchen Fall aufnimmt, gibt es normalerweise nicht, also wirklich herzlichen Glückwunsch.

Dazu bist Du offenbar noch in einer Klinik, die keine Operationen in Richtung Vorhofflimmern vornimmt. Wäre das Haus in der Lage diese durchzuführen, hättest in der Notaufnahme ein Angebot über den Eingriff in ihrem Haus erhalten und Dein Hausarzt hätte Dich stationär hierzu einweisen müssen.

Wenn die Störung noch nicht 'kritisch' ist, hast Du nun Zeit die Gedanken zu sortieren und Dir ehrlich die Frage zu stellen, warum es hierzu gekommen ist. Die Ärzte werden Dir ganz sicher eine Einschätzung hierzu geben. Möglicherweise kannst Du mit einem radikal geänderten Lebensstil das Herz noch in Ordnung bringen. Und vergiss die Schilderungen der Kliniken, eine Herzkathederablation sei harmlos, ohne Risiken, Folgen und stets erfolgreich. Rund 70 Prozent der Eingriffe verlaufen erfolgreich. Ein zweiter Eingriff ist durchaus üblich. Bei jeden Eingriff wird die Trennwand der Herzkammer-Vorhöfe durchstochen. Diese Löcher können wieder heilen, müssen es aber nicht. Nach dem Eingriff können auch andersartige Herzrhythmusstörungen auftreten. Es ist besser tausend mal besser, die Probleme konservativ zu beheben. Der Eingriff ist kein Livestyle, wie es die schönen Webseiten der Herzzentren weismachen wollen.
Absolut. Ich bin auch froh, dass es am Arbeitsplatz passiert ist und nicht bei mir zu Hause. Erstmal habe ich eine Verbindung zu dem KH (meine Mutter hat dort 40 Jahre gearbeitet, meine Schwägerin arbeitet dort, meine Brüder und ich sind dort geboren usw.), die Klinik ist bekannt für ihre gute Kardiologie.
Und beruflich habe ich in den letzten Jahren ebenfalls nur gute Erfahrungen gemacht: Ich arbeite in einer Pflegeeinrichtung für Obdachlose, diese sind häufig nicht Krankenversichert. In anderen KH kommen die meistens nicht über die Notaufnahme hinaus, in diesem werden sie deutlich häufiger stationär aufgenommen und gründlich durchgecheckt. Ist halt auch gemeinnützig und nicht gewinnorientiert.

Aber doch, die machen sämtliche kardiologischen OPs. Aber eben auch nicht inflationär sondern wägen ab. Bei mir ist man zu dem Schluss gekommen, dass es noch nicht nötig ist.
 
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