Herzgesundheit mit Smartwatches, kann so ein Ding Leben retten?

koeterplage

Well-known member
Themenstarter
Registriert
8 Dez. 2010
Beiträge
267
Bisher hab ich es ja für eine Spielerei gehalten, die Herzgesundheites/- Überwachungsfunktionen von Smartwatches, in meinem Fall die Apple Watch Ultra 2. am Wochenende wurde ich eines besseren belehrt:
Ich war ganz normal auf der Arbeit, fühlte mich wie immer, wie man sich als Raucher mit Übergewicht so fühlt, hab meinen Job gemacht, alles wie immer.
Um 07:30h schlägt die Uhr Alarm:

„Vorhofflimmern, dein Herz weißt Anzeichen eines unregelmäßigen Rhythmus auf, was aus Vorhofflimmern hindeuten könnte.“

Ok dachte ich, die Uhr sitzt eh nicht richtig. Passt schon, dir gehts ja wie immer.
Eine Stunde später die selbe Meldung nochmal.

Hmm, dachte ich…was soll’s, rufst mal beim Notruf und fragst… „wir schicken einen RTW“… kam als Antwort. Ok…
Die haben dann ihr EGK angeschlossen…“Joa, es lässt sich etwas erahnen, ist aber nicht eindeutig. Wir würden sie ins Krankenhaus fahren wollen…“
Ok…
Dann die Prozedur in der Notaufnahme durch mit dem großen EGK. Jo, ist ein unregelmäßiges Flimmern.
Dann auf die Station, weitere Untersuchungen, langzeit EGK der ganze Bums. Alles noch nicht dramatisch und akut, aber halt da. Und jetzt Blutverdünner nehmen. Oder irgendwann eine kleine OP. Mit einem Lötkolben dem störenden Gewebsteil einen überlöten, oder so ähnlich. Bis dahin halt Flussmittel in Form von Blutverdünner.

Ich hab von dem ganzen nichts gemerkt, null, nix.
Mir ging es wie immer, nur die Uhr hat mich gewarnt.
Ich mag die Technik. Und jetzt hab auch, meiner Frau gegenüber, einen Beleg, warum ich die Uhr damals unbedingt brauchte. Sieht sie jetzt auch so.

Leute, hört auf eure Uhren 🫡


PS: dies ist größtenteils ein Langeweile Post und für die emotionale Gesundheit, da ich erst morgen entlassen werde und die beiden auf meinem Zimmer über 90 sind und kein Wort reden…
 
Freut mich total das du das alles noch schreiben kannst. Wirklich!!! Ein liebes Wort ich weiß man will das nicht hören ich hab selber 15 Jahre Hardcore-Geraucht und bin 2024 meinen ersten Marathon gelaufen nachdem mir während Corona so die Decke auf den Kopf gefallen ist das ich mit Sport angefangen habe. Das musst du alles nicht aber überlegs dir ob du den berühmten Schuss vorn Bug der nun passiert ist annehmen kannst. Für deine Frau, Familie, Kinder alles was es Wert ist das nicht das Herz oder irgendwas anderes weiter eine zu hohe unnötige Belastung hat.

Vielmals und sehr gute Besserung und mögen die 90iger in ihren Betten verweilen :). Ohropax beste fürs Mehrbettzimmer <3.
 
Zuletzt bearbeitet:
ooookayyy.... nachdem ich mittlerweile auch Blutdruckpatient bin, sollte ich vielleicht auch mal drüber nachdenken. Dir auf jeden Fall alles Gute!
 
Bisher hab ich es ja für eine Spielerei gehalten, die Herzgesundheites/- Überwachungsfunktionen von Smartwatches, in meinem Fall die Apple Watch Ultra 2. am Wochenende wurde ich eines besseren belehrt:
Ich war ganz normal auf der Arbeit, fühlte mich wie immer, wie man sich als Raucher mit Übergewicht so fühlt, hab meinen Job gemacht, alles wie immer.
Um 07:30h schlägt die Uhr Alarm:

„Vorhofflimmern, dein Herz weißt Anzeichen eines unregelmäßigen Rhythmus auf, was aus Vorhofflimmern hindeuten könnte.“

Ok dachte ich, die Uhr sitzt eh nicht richtig. Passt schon, dir gehts ja wie immer.
Eine Stunde später die selbe Meldung nochmal.

Hmm, dachte ich…was soll’s, rufst mal beim Notruf und fragst… „wir schicken einen RTW“… kam als Antwort. Ok…
Die haben dann ihr EGK angeschlossen…“Joa, es lässt sich etwas erahnen, ist aber nicht eindeutig. Wir würden sie ins Krankenhaus fahren wollen…“
Ok…
Dann die Prozedur in der Notaufnahme durch mit dem großen EGK. Jo, ist ein unregelmäßiges Flimmern.
Dann auf die Station, weitere Untersuchungen, langzeit EGK der ganze Bums. Alles noch nicht dramatisch und akut, aber halt da. Und jetzt Blutverdünner nehmen. Oder irgendwann eine kleine OP. Mit einem Lötkolben dem störenden Gewebsteil einen überlöten, oder so ähnlich. Bis dahin halt Flussmittel in Form von Blutverdünner.

Ich hab von dem ganzen nichts gemerkt, null, nix.
Mir ging es wie immer, nur die Uhr hat mich gewarnt.
Ich mag die Technik. Und jetzt hab auch, meiner Frau gegenüber, einen Beleg, warum ich die Uhr damals unbedingt brauchte. Sieht sie jetzt auch so.

Leute, hört auf eure Uhren 🫡


PS: dies ist größtenteils ein Langeweile Post und für die emotionale Gesundheit, da ich erst morgen entlassen werde und die beiden auf meinem Zimmer über 90 sind und kein Wort reden…
Erstmal gute Besserung, schön dass es dir gut geht.

Ich glaube der nutzen solche Uhren ist nicht zu unterschätzen.

Ich selbst nutze eigentlich eine Android SmartWatch, habe mir aber im Forum jetzt auch eine Apple watch gekauft einfach um die Daten miteinander vergleichen zu können.
Ich wollte kontrollieren ob die Daten untereinander plausibel sind.

Das sind sie tatsächlich was Blut Sauerstoff, Puls, Puls unter sportlicher Belastung und so weiter angeht

Ich finde die Uhren prima, wenn der Funktionsumfang stimmt dann können sie einige Aufschlüsse über die eigene Gesundheit liefern.

Ich nutze sie immer sehr gerne wenn ich Sport mache wie z.B Joggen oder Radfahren oder beim Fußball...

So kann ich immer kontrollieren in welcher Pulsfrequenz sich gerade unterwegs bin.

Auch beim Fußball wenn ich komplett außer Atem gewesen bin mit meinen 45 Jahren und gut 100kilo Gewicht hat sie mich schon gewarnt wenn ich über der maximalen Pulsfrequenz gewesen bin.

Das ist für eine kurze Zeitraum sicher kein Problem aber sollte nicht über längere Zeit praktiziert werden.

Ich bekomme dann eine kurze Warnung, die Uhr vibriert, meldet sich auch akustisch mit Vorsicht wenn ich es möchte und dann schalte ich einfach einen Gang zurück...

Ich trage die Uhr Tag und Nacht

Ich sehe die herzfrequenz verteilt über den Tag, verteilt über die Nacht ebenso meinen blutsauerstoff....

Das ist mit Sicherheit nicht verkehrt

Entschuldigung für die große und Kleinschreibung, ich diktiere die Nachricht weil es einfach schneller geht
 
Durch Corona hatte ich eine Herzmuskelentzündung, die erst 6 Monate später zu Beschwerden (Herzleistung unter 20%) führte.
Nun sollte ich kontinuirlich Blutdruck und Herz überwachen. Das geht mit meiner Samsung Watch sehr viel einfacher. Die führt
regelmässig Messungen durch und meldet das kontinuielich in die App. Allein durch die Zeitersparnis bei der Blutdruckmessung
spart sie eine Menge Zeit. Nur die Blutzuckermessung funktioniert leider nicht, das geht über einen Sensor (Freestyle Libre).
 
Durch Corona hatte ich eine Herzmuskelentzündung, die erst 6 Monate später zu Beschwerden (Herzleistung unter 20%) führte.
Nun sollte ich kontinuirlich Blutdruck und Herz überwachen. Das geht mit meiner Samsung Watch sehr viel einfacher. Die führt
regelmässig Messungen durch und meldet das kontinuielich in die App. Allein durch die Zeitersparnis bei der Blutdruckmessung
spart sie eine Menge Zeit. Nur die Blutzuckermessung funktioniert leider nicht, das geht über einen Sensor (Freestyle Libre).
Dann bist du quasi Herzinsuffizienz Patient?
 
Jetzt gerade ist eigentlich fast alles in Ordnung. Es gibt aber noch einen "Linksschenkelblock", das geht gar nicht mehr.
Da es noch einen rechten als Redundanz gibt, ist das auch nicht tragisch. Der Kardialoge meint eben, bei Unregelmässigkeiten
sollte ich schnell zu ihm. Dafür ist die Smartwatch m.E. eine grosse Hilfe.
 
Erstmal: Glückwunsch, dass das bei dir alles erkannt wurde und behandelt werden kann.
So eine Uhr kann Fluch und Segen zugleich sein. Eigentlich hat mindestens jeder zweite Mensch - ne nach Stresspegel - Extrasystolen, die von Uhren oder Blutdruckmessgeräten oft als Arrhythmien oder Vorhofflimmern erkennt werden und es gibt Menschen (mich zum Beispiel 🙄), die das sehr stark spüren.
Umgekehrt kann das aber auch unnötige Verunsicherung auslösen und erst durch die Uhr zu einer behandlungswürdigen Krankheit führen, da der betroffene Angst vor einer Ansicht harmlosen Sache bekommt.
Also nicht alle Vorkommen sind harmlos, aber die meisten halt schon.
 
Anzeichen eines unregelmäßigen Rhythmus auf, was aus Vorhofflimmern hindeuten könnte.
Da hast Du sehr viel Glück gehabt, nicht nur die Uhr, sondern auch Leitstelle, Rettungsdienst und sehr hartnäckige Verfolgung in der Klinik. Gelegentliche Rythmusstörungen hat fast jeder mal, mit zig unterschiedlichen Ursachen. (siehe @Korfox , hat sich überlappt.) Da haben sehr viele Schutzengel bei Dir arbeiten müssen.(y) Den drücke ich fest für Dich.

Ich habe gelegentliche Extrasystolen im Ruhe-EKG. Unter Last nix mehr, also müßte ich also dauernd ....... wer rastet, der rostet, aber manchmal mag ich einfach nicht, Extrapuls hin oder her ..... :-) Meßbar auch gelegentlich bei Blutdruckmessung, ich spüre da nichts. Ansonsten Hochdruck, aber eingestellt und jährlicher Check. Für mich wäre die Uhr nur eine Nervensäge, vermute ich mal.... (Rettungsdienst ehrenamtlich, jetzt i.R.)

@helmuel und andere mit Herzproblemen: da ist die Uhr sicher eine echte Hilfe. Nicht daß mein Post als Abwertung ankommt. Ich messe Blutdruck regelmäßig (Handgelenk, inkl. Puls) weil ...(muß).... Der Puls-"Fehler" scheint bei mir harmlos zu sein (seit gut 20 Jahren).
 
Zuletzt bearbeitet:
Aus rein mediziischer Sicht lässt sich das vielleicht auch mit Diabetes-Apps per Sensor vergleichen. Die Dinger gehen relativ genau und sind auf jeden Fall in eventueller und früher Indikator, falls da etwas aus dem Takt gerät. Inwieweit sich ein richtiger Infarkt damit diegnostizieren liesse, wenn von jetzt auf nachher ein Gefäß zumacht, lässt sich eher schlecht sagen bzw. dürfte da für den Betroffenen die Reaktionszeit auch zu kurz sein. Kündigt sich so etwas länger vorher an als schleichender Infarkt, dann kann das auch hilfreich sein.

Falsch ist auf jeden Fall die Denke, dass sich mit dem Umschnallen eines Sensors schlechte Lebensgewohnheiten kompensieren lassen, weil bei rechtzeitigem Warnen der Rest auf medizinischen Wege gerichtet werden kann. Der Moralapostel sagt dann, wenn man sich schon so kontrolliert, dann macht man das ja meist nicht ohne Grund, und es sollte vielleicht parallel dazu auch mit einem Ändern der Lebensweise einhergehen.

Es muss da auch niemand im fortgeschrittenen Alter zum asketischen Supersportler werden. Viele kleine Dinge bringen da auch schon viel. Verzicht auf Rauchen und das tägliche Feierabendbier, beim Essen weniger Fleisch und dafür lieber mal eine Runde mehr um den Block verbunden mit einem Hobby, welches sich in erster Linie draußen machen lässt, sind da so eine Grundlinie. Das Ganze ohne messianischen Eifer angegangen, sondern eher nach dem Motto dolce vita und aus Spaß an der Freude, sind ein guter Ansatz. Wichtiger ist da wirklich, mit kleinen Dosen anzufangen und lieber mal den Gammelmodus zu pflegen, als gleich mit 150% in so eine Sache reinzugehen. Irgendwann nach einer anfänglichen Phase, die es zu überwinden gilt, ist es Gewohnheit und man denkt gar nicht mehr darüber nach, ob man läuft oder zum Sport geht usw., sondern man wird eher hibbelig, wenn man es nicht tut. Und dann kommt der Punkt, wo man anfangs schon gegähnt hat, ob 3km oder 5km Laufen überhaupt zu sschaffen sind, an dem man sich hinter sagt: "Wow - das habe ich geschafft!" und es war nicht mal anstrengend. Und das gibt einem dann richtig was.

Ob man da lieber den Verein oder das Individuelle bevorzugt, liegt am jeweiligen Typ. Verein hat den Vorteil, dass man da etwas mitgezogen wird und dadurch vielleicht auch ein weiteres Umfeld erschliesst, kann aber je nach Situation und über unnötigen Leistungsdruck in Frust enden. Selber bin ich z.B. eher so der Typ Einzelgänger. Ich muss auf Arbeit stundenlang zig Gespräche in der Disposition führe und bin froh, wenn ich nach so einem Tag voller psychischer Power meine Ruhe habe und keinen mehr sehen und hören muss und kann mich auch relativ gut selbst motivieren.

Gemeinsamer Sport ist für mich ganz nett, wenn man eher entspannt mit Kollegen mal auf eine mehrtägige Radtour geht, aber immer muss ich das nicht haben, sondern wenn ich mir auf irgendeine Art und Weise den Streß wegtrete, dann kann ich auf diese Weise recht gut reflektieren.

Eine Kritik sei trotzdem erwähnt: Es sollte einem bewusst sein, dass sich da ein sehr persönlicher Datensatz in den Händen Dritter befindet! Leider weiss ich nicht, ob das da separate Geräte gibt, bei denen das nicht irgendwo smart verarbeitet wird oder nur auf dem Gerät bleibt, um diesem Zugriff Drittter zu entgehen. In aller Regel nutzen ja selbst "echte" Programme eine App auf dem Smartphone. Vermutlich werden die Dinger schweineteuer sein oder nur über Verschreiben oder so. Gesundheit ist halt leider auch ein Markt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Kritik bez. der Daten sehe ich auch und schwanke da zwischen weg-Ignorieren und geht gar nicht. Im Fall von @koeterplage ist es die Firma mit dem verbissenen Apfel, bei mir eben eine anderes US Amerikanisches Unternehmen.

Persönlich weiß ich auch von einem Fall wo sich später eine durch Borreliose bedingte Karditis ergab und eine Garmin Uhr da auch so nervig war bez. veränderter Herzmetriken das da ein Arztbesuch vielleicht schlimmeres verhindert hat, zumindest aber dann daraufhin durchgeführt wurde und eine entsprechende Diagnose erbrachte.

ALlso sicher sinnvoll so eine Smartwatch, aber noch sinnvoller ist es sicher seine Vorsorgeuntersuchungen abzuspulen und wie @fakiauso schreibt wenigstens die schlimmsten und eigentlich auch unnötigsten Dinge zu lassen.. 🚬 Ja so eine Nikotinabhängigkeit ist schwer zu überwinden von jemandem der gefühlt 12 mal aufgehört hat. Wirklich! aber es geht.

Der nächste bläst seine hochwertigen Gesundheitsdaten vielleicht sogar zu Amazfit die irgendwo in Verbindung mit Xiaomi im Reich der aufgehenden Sonne den strikten Weisungen der Pekinger Regierung unterliegen.

Deutscher oder wenigstens noch europäischer Datenschutz ist da sicher nicht mehr gegeben :).

Vielleicht fällt uns das alles auf die Füße wenn die PKV dann irgendwo über Subunternehmen Zugriff auf im Ausland gespeicherte Gesundheitsdaten erlangt und ein Abschluss nicht mehr möglich ist weil man z.B. als Risikofaktor fettes faules Grunztier eingstuft wurde oder das absichern von Herz&Kreislauferkrankungen 200% Aufschlag der Beiträge bedingt.

Oder weil man den Job im Unternehmen nicht bekommt da die Personalabteilung zuvor über eine Datenbank abgefragt hat welchen Health-Score der künftige Kollege die letzten Jahre über hat und da ein dunkelroter Wert errechnet wurde der auf künftig erwartbar hohe Krankenstände hindeutet. Wer weiß wo das alles noch hingeht.
 
Zuletzt bearbeitet:
im Prinzip sind diese Kontrollmöglichkeiten heutzutage eine gute Sache, wenn sie denn Leben retten helfen. Ich selber trage seit 4 Jahren eine solche Uhr, und ich hatte mal einen Stolperunfall mit einem kleinen Roller. Die Uhr hat dann sofort Alarm gemacht und mir 30 sec gegeben, um entweder den Alarm zu quittieren, also OFF, oder eben nicht.

Mein Kardiosystem ist ohne Befund, dito die Halsschlagadern ohne Ablagerungen. Von der Seite droht nix, aber bei meiner Holden ist da eher Überwachung angesagt. Sie findet das nicht toll (permanente Überwachung), aber sieht es irgendwie ein. Da muss ich nochmal ein wenig mehr Überzeugungsarbeit leisten, schätze ich.
 
Und jetzt Blutverdünner nehmen. Oder irgendwann eine kleine OP. Mit einem Lötkolben dem störenden Gewebsteil einen überlöten, oder so ähnlich. Bis dahin halt Flussmittel in Form von Blutverdünner.

Das "Überlöten" nennt sich ABLATION - Und wo "mal-eben" ist das wahrlich nicht.
Zweitmeinung einholen.

Und "Blutverdünner" ohne zum Teil heftige Nebenwirkungen gibt es ebenfalls nicht.
 
Das "Überlöten" nennt sich ABLATION - Und wo "mal-eben" ist das wahrlich nicht.
Zweitmeinung einholen.

Und "Blutverdünner" ohne zum Teil heftige Nebenwirkungen gibt es ebenfalls nicht.
In der Klinik via Notaufnahme sind in aller Regel bereits mehrere Ärzte beteiligt. Das kann @koeterplage leicht nachfragen. Bei Zweifel entscheidet oft auch noch Tage nach den Untersuchungen ein Gremium mit abschließender Empfehlung an Patient und weiterbehandelnden Arzt/Hausarzt (wurde ziemlich sicher angeraten). Ebenfalls nachfragen.

Blutverdünner: ist ein Sammelbegriff. Mir wurde zu 100mg ASS geraten, was mir kaum Problem macht. Da bluten kleinere Verletzungen auch nicht bzw. nicht spürbar länger als vorher. Das gibt es in "protect" Version mit Überzug zur Schonung des Magens. Manche vertragen es trotzdem nicht. Das muß der Hausarzt oder nachbehandelnder Facharzt prüfen und überwachen. Richtige Hämmer wie Macumar & Co sind ein anderes Kapitel, aber dann wäre er vermutlich noch ein paar Tage im Bett ........

In aller Ruhe nachfragen, evtl. bitten mit Frau als zweiter Zuhörer, weil man als Betroffener immer etwas "benachteiligt" ist. Wird in aller Regel akzeptiert, auch im Krankenhaus bei der letzten Visite oder Abschlußgespräch. Einfach fragen.....fragen ....fragen, und Diagnose mitnehmen oder auch an eigene Adresse erbitten (Hausarzt ist obligatorisch, kann man aber auch hinbringen, wenn nur eine Ausführung gemacht wird).
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi
Bei der ganzen Therapie und Medikation kommt irgendwann noch der Cholesterinspiegel auf's Tablett. Da therapieren die Ärzt:innen sehr gerne mit einem Präparat aus der unüberschaubaren Statin-Ecke.

Aus eigener Erfahrung geht dann der Punk mit Nebenwirkungen erst richtig ab. Ob Ezetrol, Simvastatin, Atorvastatin, Rosuvastatin und wie die alle heißen sind Magenprobleme, Durchfall, Schlafprobleme, Kopfschmerzen oder Konzentrationsdefizite noch die harmlosesten Effekte.

Ganz übel wird es, wenn man sich nach 1-2 Monaten nicht mehr so leicht und flockig bewegen kann, wie sonst, weil die Muskeln an allen Stellen des Körpers zu brennen scheinen. Es braucht nach absetzen der Pillen dann mind. 2-3 Wochen, bis sich die Skelettmuskulatur wieder einigermaßen gefangen hat.

Alternativen gibt es, die Bempedoinsäure enthalten, ohne zusätzliche Gabe von niedrig dosierten Statinpräparaten (machen die Weißkittel gerne). Bei mir hat sich nach 6 Monaten ein um 48-50% niedrigerer Cholesterinspiegel eingestellt. Der Gap bis zum normalen Level soll mit einer fettarmen Ernährung angegangen werden.

Und da ist mein Hauptproblem: wir / ich esse sehr gerne, nicht viel aber gut

TS
 
Zuletzt bearbeitet:
ich hatte immer wieder Vorhofflimmern. Seit ich 10 Jahre alt bin. teilweise Jahre lang Pause dazwischen. Seit 2021 dann häufiger. Ursachen konnten keine gefunden werden. Herz (war und ist) laut Ultraschall gesund. Ausdauersport mehrmals pro Woche. Ich habe mich dann vor 2 Jahren entschlossen, eine Ablation durchführen zu lassen. Es ist nicht ohne Risiko, aber immer zu überlegen. Bin seither wieder beschwerdefrei.

Ich würde an deiner Stelle bei einem Rhythmus-Spezialisten vorstellig werden, der auch Ablationen durchführt. Am Besten als Privatpatient, dann nimmt sich der Arzt ausreichend Zeit. Das sollte ordentlich abgeklärt werden. Ja ich weiß, Zweiklassenmedizin und so. Aber das ist es mir jeder Besuch bei meinem Haus-und-Hofkardiologen wert.
 
Nur ein Einwurf hinsichtlich der Datenschutzdebatte:
Zumindest der Aspekt des Datenschutzes kann man je nach Anbieter durchaus in die eigene Hand nehmen, für Android gibt es Gadgetbridge, komplett Open Source und die Daten verlassen nie ungewollt das Gerät.

Bei einzelnen Herstellern bringt das natürlich nichts, aber zumindest die China-Geräte lassen sich damit sehr gut verwalten und nutzen. Stellenweise basiert das aber natürlich auf Reverse Engineering der Herstelleralgorithmen, also müssen hier die Werte nicht 1:1 übereinstimmen.

Generell lohnt es sich hier natürlich auch sich Gedanken über die Qualität der Daten zu machen. Zumindest vom hörensagen oder Urban Legends zufolge, interessiert den amerikanischen Rettungsdienst eine EKG Meldung der Apple Watch durchaus, bei Xiaomi oder ähnliches wird hier nicht so viel Wert auf die Meldung gelegt. Natürlich werden hierzulande die Regularien und das Vertrauen nochmal anders sein.
 
[...] Nur die Blutzuckermessung funktioniert leider nicht, das geht über einen Sensor (Freestyle Libre).
Aus der Diabetikerecke (Typ 1 seit 1990): Libre oder Libre 2 (Plus)? den Libre 3 gibts ja angeblich nur mehr ohne Lesegerät und ausschließlich über App am Smartphone - was ich verweigere, siehe Datenschutzdebatte. :)

zu den Smartwatches fehlt mir etwas der Mehrwert, den ich bei meinen regulären geeichten Mess-Systemen habe. Solange da - wie seit Jahrzehnten versprochen - nichts für Diabetiker gibt (non-invasiv), machen wir mal weiter wie gehabt...
 
Da hast Du aber richtig Glück gehabt. Nicht, weil die Situation bedrohlich war, sondern weil der Rettungsdienst erscheinen ist, und Du so Zugang zu einer Klinik erhalten hast. Normalerweise wirst Du nach vielen Stunden warten in der Notaufnahme mit einer Nadel im Unterarm, damit Du nicht abhauen kannst, wieder entlassen. Dass eine Klinik Dich in einem solchen Fall aufnimmt, gibt es normalerweise nicht, also wirklich herzlichen Glückwunsch.

Dazu bist Du offenbar noch in einer Klinik, die keine Operationen in Richtung Vorhofflimmern vornimmt. Wäre das Haus in der Lage diese durchzuführen, hättest in der Notaufnahme ein Angebot über den Eingriff in ihrem Haus erhalten und Dein Hausarzt hätte Dich stationär hierzu einweisen müssen.

Wenn die Störung noch nicht 'kritisch' ist, hast Du nun Zeit die Gedanken zu sortieren und Dir ehrlich die Frage zu stellen, warum es hierzu gekommen ist. Die Ärzte werden Dir ganz sicher eine Einschätzung hierzu geben. Möglicherweise kannst Du mit einem radikal geänderten Lebensstil das Herz noch in Ordnung bringen. Und vergiss die Schilderungen der Kliniken, eine Herzkathederablation sei harmlos, ohne Risiken, Folgen und stets erfolgreich. Rund 70 Prozent der Eingriffe verlaufen erfolgreich. Ein zweiter Eingriff ist durchaus üblich. Bei jeden Eingriff wird die Trennwand der Herzkammer-Vorhöfe durchstochen. Diese Löcher können wieder heilen, müssen es aber nicht. Nach dem Eingriff können auch andersartige Herzrhythmusstörungen auftreten. Es ist besser tausend mal besser, die Probleme konservativ zu beheben. Der Eingriff ist kein Livestyle, wie es die schönen Webseiten der Herzzentren weismachen wollen.
 
  • ok1.de
  • thinkstore24.de
  • ok2.de - Notebook Computer Server
  • Preiswerte-IT - Gebrauchte Lenovo Notebooks kaufen

Werbung

Zurück
Oben