X3x (X30-32) GPU bei X31 und X32 undervolten

el-sahef

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Jo, Titel sagt ja eigentlich schon alles.

Man braucht einen 10K-Ohm-Potentiometer, etwas Kabel und Lötkram. Multimeter ist auch hilfreich.

Zuerst den Widerstand auf Bild 1 entfernen, dann das Poti mit den Kabeln an die zwei freigewordenen Pads (Bild 2) löten; natürlich so, dass man an einem Kabel den Mittelschleiferabgriff und an dem anderen eines der Enden hat. Drehen am Poti verändert die Spannung, diese kann an den in Bild 2 eingezeichneten Messpunkten gemessen werden.

Die Spannung berechnet sich nach der Formel 1V * (1 + ( Potentiometerwiderstand / 10K-Ohm)).

Man kann mit einem entsprechenden Poti also auch mehr Spannung anlegen und übertakten, was in meinen Augen im X31 keinen Sinn macht (aber wers machen will, weiß jetzt, wie es geht...).
Die minimale Spannung ist, wie aus der Formel oben ersichtlich 1V, allerdings wird die GPU wahrscheinlich schon vorher schlapp machen. Ich kann zum Undervolting-Potential der Radeon 7000 leider keine Aussage machen, da ich bei mir die Radeon 7500 auf das X31-Board gelötet habe. Ich habe zwar auch noch zwei Boards mit Radeon 7000 hier, aber ich bin jetzt ehrlich gesagt zu faul, die Festplatte, das Display usw. alles umzubauen und das dafür auch mit 3D-Mark 2001 auszutesten :D. Was ich aber sagen kann ist, dass die 7000 mindestens 1,35 V braucht, um das BIOS-Bild an einem externen Monitor anzuzeigen - so als grober Richtwert, was man so erwarten kann.

Im Zuge der "Recherchen" für das Undervolting bin ich drauf gestoßen, dass die Radeon 7500 standardmäßig sowieso nur 1,5V Standardspannung hat und nicht wie die 7000 1,8V. Von daher habe ich die GPU bisher eh schon mit zu hoher Spannung betrieben, so dass die jetzt eingestellten 1,25V schon ne große Ersparnis sind. Weiter ging es auch nicht mehr runter, da sonst in 3D-Mark 2001 Grafikfehler kamen, darum habe ich es bei den 1,25V belassen.

Benutzt man allerdings den 3D-Modus nicht, dann kann man bei der 7500 auch problemlos 1V einstellen. Ebenso wäre eine denkbare Möglickeit, die GPU immer im Low-Power-Mode zu betreiben (dabei werden nur die Taktraten abgesenkt) und die Spannung auf einem Minimum zu belassen. Eventuell geht mit der niedrigen Taktrate ja dann auch 3D mit der niedrigen Spannung (sollte für Google Earth z. B. ausreichen ;) ). Oder man könnte einen Schalter einbauen, der von außen zugänglich ist und mit dem zu einem fest verlöteten Widerstand für den Zähler des Bruchs noch ein weiterer parallel wird, so dass man zwischen hoher und niedriger Spannung manuell schalten kann.

Die Methode funktioniert auch in den T4x (außer glaube ich für T43/p, weil da habe ich mal gelesen, dass man per Software undervolten kann, also ist es dort anders gelöst) Da habe ich Mist gelesen, die Methode funktioniert auch dafür, allerdings sind die Chips und das Layout dort völlig anders und da ich kein funktionsfähiges T43/p-Board habe, kann ich es dafür nicht testen und somit auch keine Anleitung dafür posten. Allerdings hat IBM in den T4x (zumindest wenn man nach den Schaltplänen fürs X31 geht, wo das auch vorgesehen war aber die Bauteile dann nicht aufs Board gelötet wurden für die Radeon 7000) erwiesenermaßen einen GPIO-Pin zum Absenken der Spannung benutzt. Im Performance-Mode (Standard-Takt) ist zu dem 10K-Widerstand, der oben in der Gleichung durch den Nenner des Bruchs ausgedrückt wird noch ein zweiter 10K parallel geschaltet, wodurch der Nenner 5K und nicht 10K beträgt. Im Low-Power-Mode (sehr niedriger Takt) wird dieser Widerstand nicht mehr parallel geschaltet, so dass der Nenner 10K ist. In T4x mit Radeon 9600 und FireGL T2 ist es etwas anders gelöst, da gibt es nur einen 10K für den Nenner und der wird etweder dazu- oder weggeschaltet.

Am Beispiel der Radeon 7500 und der 9000 (dort ist der Widerstand im Zähler 2,5K) würde das bedeuten, dass die Spannung im Performance-Mode 1,5V und im Low-Power-Mode 1,25V beträgt. Will man also bei einem T4x undervolten, muss man das bei seinen Überlegungen berücksichtigen und die Stabilität sowohl für den Performance-Mode als auch für den Low-Power-Mode testen.

Wie der Widerstand für die 9600 ist weiß ich leider nicht, aber das werde ich dann demnächst wahrscheinlich noch nachschauen (habe hier defekte Boards mit 7500 und eins mit 9600). Außerdem werde ich, wenn ich dazu komme (vermutlich morgen) dann noch die Bilder für die T4x-Boards machen und mal schauen, was bei meinem T42p mit Firegl T2 noch so geht. Erledigt, siehe http://thinkpad-forum.de/threads/113743-Anleitung-GPU-bei-T4x-Undervolten-(außer-T43-p)

 
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wursti

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nette idee

1V * (1 + ( Potentiometerwiderstand / 10K-Ohm))
mit einem widerstand 2,2kΩ und einem 5kΩ poti in reihe verlötet
liesse sich die spannung etwas feinfühliger von 1,22 bis 1,72V einstellen
und die gefahr das ding mit 2V zu braten entfiele

gruß wursti
 

el-sahef

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Stimmt, gute Idee mit den 2 in Reihe. Ich selber habe halt direkt ein 5K-Poti verwendet, weil ich ja die Radeon 7500 (150nm) drin habe, da hat man die Gefahr nicht. Wobei die Radeon 7000 (180nm) bei 2V vermutlich noch nicht gleich abraucht, hat ja eh schon 1,8V Standardspannung. Aber die Region, in der man da landet wird vermutlich eh so um die 1,5V liegen denke ich, von daher ist das mit dem 5K-Poti die bessere Variante.
 

elektron

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Hallo,

... gefällt mir gut die Idee! Hat eigentlich schon jemand Erfahrung was das unterm Strich bringt, also etwa an Akkulaufzeit oder Erwärmung ?

Christian
 

el-sahef

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Ich glaube, außer mir hat das bisher noch keiner bei sich gemacht und ich weiß nicht, wie ich das messen soll. Außerdem habe ich ja die Radeon 7500 und nicht die 7000, darum würden meine Werte den meisten vermutlich nicht viel bringen.
 
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