X3xx (X300, 301) Gewährleistung erloschen weil Festplatte ausgebaut und getestet?

detheo

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Guten Abend liebe Leute,

also ich möchte euch mal mein folgendes Problem schildern.

Vorgeschichte:
Ich habe mir vor kurzem gebraucht ein Thinkpad x301 bei der Bucht gekauft. Bewusst habe ich mir eines von einem Händler ausgesucht. Das Thinkpad entsprach der Artikelbeschreibung und meinen Erwartungen und ich war bis zu den letzten Tagen auch sehr zufrieden damit. Als ich mein x301 erhalten habe, hatte ich es eine kurze Zeit lang mit der Festplatte mit Windows 7 in benutzung, bei der sich Windows dann aber gelegentlich aufhing. Um den Arbeitsspeicher als Fehlerquelle ausschließen zu können, testete ich selbigen was jedoch keine Fehler brachte. Da mir das ganze dann etwas zu blöd war fand dann auch meine SSD Platz im neuen Thinki. Daraufhin fand dann aber die Festplatte die vorher eingebaut war Platz in einem 1,8" Gehäuse und sollte mir mehr oder weniger als mobiles Datengrab dienen, doch als ich letztens einige Daten darauf schreiben wollte, warf sie sich einfach aus, selbst mehrere Versuche schlugen fehl ernsthaft Daten an einem Stück und ohne Probleme drauf zu bekommen. Kurzerhand habe ich sie dann mal versucht neu zu formatieren, was passierte? Sie warf sich aus. Naja wie mans dann eben macht hab ich mir CrystalDiskInfo sowie HDTune heruntergeladen und wollte die Festplatte anschließend testen. CrystalDiskInfo präsentierte mir anschließend eine praktisch jungfräuliche Festplatte mit gerade einmal 15h Laufzeit und einem "Gut". Beim Fehlertest von HDTune hingegen warf sie sich wie bereits zuvor aus, dabei war es egal ob ich den kurzen oder den langen Fehlertest ausführte.

Anschließend dachte ich mir ich melde mich einfach mal bei dem Verkäufer, ein Festplattendefekt sollte ja eigentlich kein größeres Problem bereiten und relativ shcnell als Gewährleistungsfall über die Bühne gehen. Doch mein Antrag auf Gewährleistung wurde dann so wie ich es verstanden habe mit folgender Begründung abgelehnt:

Guten Morgen,vielen Dank für die Rückmeldung. Zunächst hätten wir noch ein paar Fragen zum Betrieb der Festplatte. Erscheint anstatt des Booten ein blauer Bildschirm? Wenn die Festplatte einen „Aussetzer“ hat, wie kommt dies zur Geltung? Stürzt das Notebook ab oder startet es nicht bzw. welche Fehlermeldung erscheint? Bezüglich der Abweichung zwischen 160 und 120 GB hatten wir Ihnen nach Kauf eine Mail geschrieben und auch versucht Sie telefonisch zu erreichen, weil wir Ihnen mitteilen wollten dass einem Mitarbeiter der Fehler unterlaufen ist, dass in der obigen Beschreibung 160 GB steht und in der Artikelbeschreibung 120 GB und das Notebook tatsächlich nur 120 GB hat. Daher hatten wir Ihnen 4GB Ram eingebaut anstatt 2GB Ram, um Ihnen auf diesem Wege entgegenzukommen. Nach entsprechender Diagnose sollte die Festplatte wieder instand zu setzen sein, ein Ratschlag möchten wir Ihnen dennoch vorab für die Zukunft geben, in diesen Fällen bitte keine eigenen Hardwaretests / Umbauten vornehmen. Da mit Ausbau der HDD die Gewährleistung entfällt sowohl Ihrerseits gegenüber uns als auch unsererseits gegenüber unserem Lieferanten. Von daher besser direkt reklamieren etc. Wir hoffen schnellstmöglich eine Lösung zu finden.

Freundliche Grüße

Liegt der Verkäufer damit im Recht oder habe ich trotzdem Anspruch auf meine Gewährleistung. Durch den bloßen Ausbau und test kann doch nicht so ohne weiteres meine Gewährleistung erlischen oder?Grüße und ein gutes neues Jahr 2014

detheo
 
Ein Ablenkungsmanöver. Moderne HDDs ersetzen physisch defekte (= nicht mehr fehlerfrei beschreibbare) Sektoren automatisch durch Reserve-Sektoren. Wieviele das bereits sind, kann man mit gängigen Systemutilities anzeigen – Stichwort SMART-Daten. Die relevanten Attribute sind:
Code:
  [B]5 Reallocated_Sector_Ct [/B] 
196 Reallocated_Event_Count
197 Current_Pending_Sector
198 Offline_Uncorrectable

Poste mal die SMART-Daten hier. Sie sollten unbedingt im eingebauten Zustand ermittelt werden, da viele USB-Adapter die Weitergabe blockieren. Das Ganze macht man am einfachsten per Ubuntu-Live-CD. Dann im Terminal:
Code:
sudo apt-get install smartmontools
sudo smartctl -A /dev/sda


Keine gute sondern eine unfachmännische Empfehlung. Um defekte Sektoren zu ersetzen, sollte man das betreffende Tool des HDD-Herstellers verwenden und damit einen "Surface Scan" machen. Natürlich auch im eingebauten Zustand.


Wieder ein Ablenkungsmanöver. Auch AGBs haben Grenzen. Vor Gericht werden derlei Klauseln schon mal wegen "unangemessener Benachteiligung" des Kunden kassiert. Dazu natürlich auch den Hinweis von SeB beachten.


Ganz schön unverschämtes "Argument". Ein Händler sollte schon wissen was er eingebaut hat.


Sowas kommt schon mal vor bei Gebrauchtgeräten. Ist mir auch schon passiert (mehr RAM wg. kleinerer CPU).

Nunja die Argumente die mir der Verkäufer da entgegen bringt find ich auch schon etwas unverschämt. Als würde man jemandem direkt unterstellen man hätte keihne Ahnung, würde direkt beim Ausbau der Festplatte direkt was kaputt machen oder wolle ihn betrügen.
Mh na dann werd ich mir mal eben n Ubuntu Iso runterladen, die Festplatte wieder einbauen und dann schauen wir mal weiter.
Das Problem das die HDD vielleicht zu wenig Strom bekommen könnte hatte ich auch schon im Verdacht aber da es sich ja um eine 1,8" HDD mit 3,3V Sata handelt dachte ich mir bisher müsste es ja eigentlich reichen. Komischwerweise wird sie im Betrieb aber auch recht heiß wie ich finde, man könnte sich fast die Hand daran verbrennen, aber auch nur wenn darauf geschrieben oder gelesen wird ansonsten bleibt sie recht kühl. Aber einbauen werde ich sie gleich mal wenn das Iso da ist.
Komischerweise hat die HDD aber auch nur etwas mehr als 15 Betriebsstunden auf dem Buckel. Achja betrieben wird die HDD in einem externen Gehäuse von Kingspec und zwar diesem: http://www.amazon.de/KingSpec-exter...kmr0&keywords=runcore+1,8"+micro+sata+gehäuse

PS: anbei mal ein Bild der SMART Werte wenn per USB Angebunden[/QUOTE]
 

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Die SMART-Werte zeigen keine defekten Sektoren, der RAW-Wert ist überall 0. Ubuntu brauchst Du nicht mehr.

Das Diagnostic Tool von Toshiba gibt es leider nur für Windows und DOS. Aus der DOS-Version könntest Du dir analog dieser Anleitung einen USB-Stick schnitzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mh dann ist das Verhalten ja trotzdem merkwürdig. Komischerweise funktioniert sie gerade als externe, als ich sie angeschlossen hatte, hatte sie sich zuerst wieder "ausgeworfen" und anschließend wieder verbunden.
 
Mh dann ist das Verhalten ja trotzdem merkwürdig. Komischerweise funktioniert sie gerade als externe, als ich sie angeschlossen hatte, hatte sie sich zuerst wieder "ausgeworfen" und anschließend wieder verbunden.
Lies doch mal vom Aufkleber der HDD die Leistungsaufnahme ab. Viele HDDs haben eine von 550mA und mehr. In diesen Fällen wird meistens eine externe Stromquelle für die notwendige Stabilität sorgen. USB liefert nur 500mA stabil.
 
Vor allem weil bei der Wandlung von 5V auf 3,3V auch noch was verloren gehen dürfte...
 
Nachdem die in Rede stehende HDD ja nur 15 Betriebsstunden anzeigt wäre für mich die Anzahl der Neustarts "Eingeschaltet" xxx mal interessant. Was gibt ChrystalDisk denn da aus?

Nach meiner kürzlichen Erfahrung wurde die Betriebsstundenzahl einer Hitachi HDD durch eine LowLevel-Formatierung mittels eines speziellen LLF-Tools auf 0 zurückgesetzt, die Zahl der Neustarts blieb aber bestehen....also könnte auch hier der Hase im Pfeffer liegen und es ist gar keine neuwertige HDD gewesen.
 
Vor allem weil bei der Wandlung von 5V auf 3,3V auch noch was verloren gehen dürfte...
... und einige USB-Buchsen auch nicht die vorgeschriebenen 500mA liefern und eine Festplatte beim starten oft mehr Strom zieht als aufgedruckt. Abhilfe: Wenn ein USB-Hub mit eigener Stromversorgung (Steckernetzteil) zur Verfügung steht, mal damit testen. Manche externen Festplattengehäuse haben ein y-Kabel dabei, mit dem man den Strom aus 2 USB-Buchsen ziehen kann. Damit dürfte es keine Probleme mit der Stromzufuhr mehr geben (funktioniert aber leider auch nicht immer!).
Bei Toshiba Platten wird oft keine Gewährleistung eingeräumt, sondern nur die Herstellergarantie; das aber nur, wenn sie offiziell nach Deutschland gekommen ist. Ob das bei der Betrachteten so ist, könnte man bei Toshiba erkunden. Auch wie lange sie dauert.
Die Smart-Werte sind m.E. völlig in Ordnung. Bad-sectors sind kein Thema. Ich denke auch, die Platte ist völlig in Ordnung, meine Vermutung liegt bei der zweifelhaften Stromversorgung. Läuft denn die Platte korrekt, wenn sie im Notebook eingebaut ist? (Tausch Platte-SSD) Evtl. mal zurückbauen und eingebaut mit dem BIOS-Tool testen.
Wie ist den die Platte angeschlossen? Ist es ein normaler Sata-Anschluss? Dann könnte man sie in einem Desktop-PC reinhängen und dort testen; dann ist immer genügend Strom da.
Wenn letztere Tests Defekte anzeigen, würde ich nur die Platte zum Händler schicken, Ersatz verlangen und den Notebook zuhause lassen. Das Platten-Fehlverhalten abfotografieren oder Screenshot.
Gut wäre auch noch, wenn die genaue Plattenbezeichnung mal hier genannt würde (Aufkleber auf Platte, inkl. Versions-Nr. und Firmware-Nr.). Es gab doch schon Fälle, wo die Firmware nicht 100%-ig war. Noch was: Sata 1 Platten hatten mitunter Probleme, wenn sie an einen Sata 2 Anschluss gestöpselt wurden und umgekehrt. Das ist aber noch aus der Sata-Frühzeit, dürfte aktuell kein Problem mehr sein. Aber man weiss ja nie...
LG mccs
 
Vor allem weil bei der Wandlung von 5V auf 3,3V auch noch was verloren gehen dürfte...
Nein, da ist sogar zuviel da. Wenn 5V auf 3,3V geregelt/gewandelt werden und dabei 500mA fließen, so fließt dieser Strom überall (zumindest bei Linearreglern/Schaltreglern - Trafos sind eine andere Sache, aber den Fall haben wir ja hier eh nicht).
 
So mal ein kleiner Zwischenstand:
Habe gestern mal die HDD eingebaut und den im Bios integrierten HDD Test durchführen lassen, den die HDD dann auch anstandslos bestanden hat.

@Lokheizer: Die HDD hat auf dem Typenschild einen Stromverbrauch von 700mA stehen, bei 3,3V wären das dann maximal ca. 2,31W was ja noch knapp unter den 2,5W eines USB Anschlusses liegen würde und bisher hat sie es bis auf einmal durchweg geschafft beim Anschließen auch gleich hochzudrehen und "bereit" zu sein. Komischerweise hatte sie bisher aber auch immer Probleme am selben USB Port gemacht gestern auf einmal ging sie dann aber auf einmal, ich verstehs net so ganz. Hauptsächlich gings also eher schlecht als recht und einmal durchweg gut, egal ob normales oder schnelles Formatieren. Also mittlerweile hab ich trotz allem mehr im Verdacht das der HDD etwas der Saft ausgeht eventuell durch verluste beim herunter regeln, aber mit aktuellen Step Down Methoden dürften sich die Verluste ja eigentlich in geringen Grenzen halten.

@Thinkbrett: Also CrystalDisk meinte es wären 37 Einschaltvorgänge bisher gewesen, deiner Theorie nach müssten das ja aber wesentlich mehr sein oder?

Werd mir aber mal n Y-Kabel besorgen und mal testen ob es so besser geht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann können wird doch das eigentliche Thema als gelöst betrachten :).

ps. dein "müsste, könnte, würde ..." kannst Du vergessen. Die HDD zieht einfach zuviel Strom, soviel ist schon mal klar. Y-Kabel macht übrigens auch keinen Spaß. Bei heutigen externen HDDs sind anscheinend spezielle Modelle mit geringem Anlaufstrom und direkt integriertem USB-Controller verbaut. Mit normalen HDDs gewinnst Du da keinen Blumentopf mehr, es sei denn Du schleppst ein Netzteil mit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Gut dann wird ein Y-Kabel besorgt auch wenns umständlich ist und keinen Spaß macht aber hauptsache die HDD tut ihren dienst! Danke für die Hilfe :)
 
Also CrystalDisk meinte es wären 37 Einschaltvorgänge bisher gewesen, deiner Theorie nach müssten das ja aber wesentlich mehr sein oder?

Hallo,

wird eine Platte über USB angebunden, werden nach meinem Empfinden SMART-Werte teilweise nicht (richtig) protokolliert.

MfG, Sebastian
 
@SeB: mMn ist das ein digitales Phänomen, also entweder sind alle SMART Werte auslesbar oder keiner. Hängt am USB-Chip und den Treibern.
 
@SeB: mMn ist das ein digitales Phänomen, also entweder sind alle SMART Werte auslesbar oder keiner. Hängt am USB-Chip und den Treibern.

Na was heißt Phänomen, entweder der Bridge-Chip reicht die Daten durch oder halt nicht. Ich meine aber, das die Platte selber an USB ein "Problem" hat, und entsprechende SMART-Werte wie Betriebsstunden nicht/nicht richtig protokolliert werden.

MfG, Sebastian
 
Wenn der Saft nicht ausreicht, können die seltsamsten Dinge passieren. Einen generellen Hinderungsgrund, warum ein HDD-interner Vorgang an einem USB-Adapter mit ausreichender Stromversorgung nicht funktionieren sollte, kann ich mir nicht vorstellen.
 
Rechnen wir mal

Die HDD hat auf dem Typenschild einen Stromverbrauch von 700mA stehen, bei 3,3V wären das dann maximal ca. 2,31W was ja noch knapp unter den 2,5W eines USB Anschlusses liegen...
Rechnen wir mal: USB kann 5V und 500mA, also 2,5W. Die Platte braucht 3,3V und 700mA, also 2,31W. Der Regler von 5V auf 3,3V hat einen Wirkungsgrad, der irgendwo bei 80% liegen dürfte. 80% von 2,31W = 1,848W. Zurückgerechnet auf 3,3V stehen also ca. 560mA bei 3,3V zur Verfügung - 140mA zu wenig. Unbetrachtet bleibt hier der höhere Einschaltstrom. Damit dürfte das Problem umzingelt sein. BTW, bisher dachte ich immer, bei niedrigeren V wird Strom gespart. Das ist hier offenbar nicht der Fall - auch interessant!
LG mccs
 
BTW, bisher dachte ich immer, bei niedrigeren V wird Strom gespart. Das ist hier offenbar nicht der Fall - auch interessant!
Das stimmt nur, wenn der Widerstand gleich ist, dann fliesst bei niedrigerer Spannung ein geringerer Strom und die (Verlust)Leistung nimmt im Quadrat ab.

BTW, in Deiner Rechnung musst Du 80% von 2,5W berechnen --> 2,0 W (statt der 1,848W).
 
Woher wisst ihr, dass es sich um einen Schaltregler handelt? Es könnte doch auch ein Linearregler sein, dann fließt vorn und hinten dasselbe.

Die Platte sollte übrigens dennoch hochfahren. USB-Ports liefern wesentlich mehr als 500mA, auch wenn überall behauptet wird das geht nicht. Klar ist es gegen die Spezifikationen! Die USB2.0-Ports im T61 liefern dauerhaft etwa 800mA und kurzzeitig über einem Ampere, bevor eine Polyfuse kommt. Aber es könnte durchaus sein, dass durch den Anlaufstrom eine Polyfuse bereits "halb zugemacht" hat und dann die Platte verrückt spielt.

Aber es ist doch vollkommen wurscht, es haut so nicht hin, das ist klar.
 
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