[Gelöst] Wie Zugriff auf gehackten Email-Account bei aol.de zurück erlangen?

joshua666

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Einem guten Freund ist gestern der Super-Gau passiert. Der Login auf den einzigen und ursprünglich vor +20 Jahren angelegten freemail account bei aol.de funktoniert nicht mehr und damit besteht kein Zugriff mehr auf Kontakte und wichtige Emails (Bitte an der Stelle keine Belehrungen zur Sicherheit von Passwörtern und Sinnhaftigkeit von Backups).
Man erhält eine Meldung das Passwort sei falsch und geht man auf Passwort vergessen kommt die Meldung "Oh je Anmeldung im Moment nicht möglich. Bitte später erneut versuchen." Versucht man es später erneut kommt die gleiche Meldung. Alles mit 4 verschiedenen Browser auf 2 Systemen getestet.
Laut https://haveibeenpwned.com waren Emailadresse und Passwort 2x bei Datendiebstählen dabei. Meiner Vermutung nach wurde das Passwort von Jemandem verändert, was jedoch erst sehr viel später aufgefallen ist, da der Nutzer lange Zeit mit webmail eingeloggt geblieben ist und so alles ohne Probleme funktionierte. Nach dem Ausloggen nicht mehr.
Nach dem was ich so an Nutzer-Erfahrungen mit AOL gelesen habe ist deren Service unterirdisch, keine Service-Hotline und auf das Kontaktformular antwortet niemand. Es gibt aber eine Möglichkeit wo man Missbrauch von Emailadressen melden kann. AOL wurde letztes Jahr von Yahoo aufgekauft. Yahoo sitzt in Irland und ist dort nur über eine Fax-Nr. erreichbar. Für Deutschland wird auf eine Anwaltskanzlei in München verwiesen, nur mit der Adresse. Einen Telefonnummer gibt es nur für Kunden der kostenpflichtigen Premium-Dienste.

Wie ist eure Erfahrung mit solchen Fällen, was ist die vielversprechenste Vorgehensweise? Einen Identitätsnachweis könnte man notfalls mit der Post hinschicken.


 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn jemand das Konto übernommen hat und PW oder Mobilnummer/Wiederherstellungsadresse geändert hat, sollte er eine Nachricht an die ursprüngliche Mobilnummer/Wiederherstellungsadresse bekommen haben.

Wenn er das Konto nicht zeitnah retten kann, sollte er seine Freunde/Familie vor Mails von dieser Adresse warnen.

Selbst wenn er bald wieder Zugriff hat, könnten Kontake/Mails weg sein.
 
Er hatte vielleicht gar kein 2FA aktiviert, sonst hätte er längst den Benachrichtigung bekommen, dass das Passwort seine Mail geändert wurde.
 
Oder es ist der umgekehrte Fall möglich, dass die Daten zwar geklaut wurden, aber bislang noch nicht missbraucht wurden.

Wenn die Nachrichten an die eigene Adresse gehen und damit nicht mehr abgerufen werden können, ist das freilich ein Selbstläufer ohne Aussicht auf Erfolg.

Das Einzige, was funktionieren könnte, ist m.E. das Zurücksetzen dess Passworts über die Webmail an eine dritte Adresse. Diese Option sollte ja bei AOL/Yahoo ebenfalls zur Verfügung stehen. Ist das nicht möglich, dann sehe ich auch nur die Chance, die Adresse als verbrannt anzusehen und aufzugeben. Dann siehe oben, die Bekannten darüber informieren und Mails von dort konsequent löschen.

Meistens werden solche Addressen von Spammern ja nur missbraucht für´s Spoofing, um die eigentliche Absenderadresse zu verschleiern.
 
Meistens werden solche Addressen von Spammern ja nur missbraucht für´s Spoofing, um die eigentliche Absenderadresse zu verschleiern.
Oder man wird gebeten, Bitcoin zu zahlen.
Einem Bekannten von mir wurde, per Mail an die Wiederherstellungsadresse, angeboten, sich den Zugang zu seinem gehackten Konto zu erkaufen. Da er das Konto nur für Newsletter nutzte, war es ihm egal.

Er hatte vielleicht gar kein 2FA aktiviert ...
Es geht nicht um 2FA. Ich hab es doch geschrieben und verlinkt.
Wenn er eine Wiederherstellungsadresse hinterlegt hatte, dann sollte er dorthin informiert worden sein, wenn jemand sie geändert hat.
 
"Anmeldung im Moment nicht möglich. Bitte später erneut versuchen"
Das ist ja nicht die typische Meldung, die man bei einem falschen Passwort erhält. Das klingt eher danach, dass z.B. eine Wartung läuft.
Testet doch mal, ob es eine andere Fehlermeldung gibt, wenn ihr bewusst ein falsches Passwort oder einen falschen login eingebt.

Grüße Thomas
 
Oder man wird gebeten, Bitcoin zu zahlen.

Gibt sicher noch zig andere Fälle, wie man mit einer Mailadresse Blödsinn machen kann wie z:b. sich zum kostenlos Einkaufen damit anmelden usw. Das sehe ich aber hier nicht so, sonst wäre da m.E. etwas aufgelaufen. Wahrscheinlich liegt sie vorerst in einem Datenhaufen und nicht mehr.

Sollten größere Bedenken bestehen, dann kann man die Adresse auch einfach melden und damit als abused markeiren. Wie erfolgreich das beim exorbitanten Service von AOL ist, lasse ich mal im Raum stehen;-)

Nicht mehr so ganz neu:


 
neuen Account dort erstellen und darüber eine Wiederherstellung der alten adresse anleiern.
Und generell von Gratismails Abschied nehmen welche null Service bieten. Eine eigene Domain anschaffen und glücklich werden.....
 

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Wenn jemand das Konto übernommen hat und PW oder Mobilnummer/Wiederherstellungsadresse geändert hat, sollte er eine Nachricht an die ursprüngliche Mobilnummer/Wiederherstellungsadresse bekommen haben.
Da die Registrierung schon sehr lange her ist hat sich auch die Telefonnummer inzwischen geändert. Und eine Wiederherstellungsadresse gibt es anscheinend nicht. Ich kann mich leider nicht mehr daran erinnern wie der Anmeldungsprozess damals gelaufen ist, also welche Kontaktmöglichkeiten Provider damals verlangt haben.
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Danke, den pinken Balken mit der Störungsmeldung hatte ich glatt übersehen. Dann hoffe ich mal, daß sich das noch beheben lässt.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Ich habe jetzt mal versucht einen eigenen Account anzulegen und das wurde mit einer Fehlermeldung quittiert. Das werte ich mal als Signal, daß die tatsächlich technische Probleme haben gerade.
 
Zuletzt bearbeitet:
yap, denke ich auch..
also etwas abwarten bzw. gegebenenfalls morgen nochmal probieren.
 

Scheint wieder zu gehen...
 
Könnte sein, daß AOL bei Webmail die Authentifizierung verschärft hat, ich hab's lang nicht gebraucht. War aber der erste meiner Provider, der ein App-Passwort für unsichere Apps verlangte, das immerhin nie ablief und mittlerweile könnte es auch OAuth sein.

Ein eigener Mailserver krankt an seiner geringen Reputation im Weltvergleich (DMARC, DKIM) und Mails an Accounts bei den Großen können von denen ganz abgelehnt oder wenigstens in den Spam Ordner verschoben werden.
Bei meinen MS und Google Accounts erging das so nem Kumpel mit eigener Domain(geblockt von Google), Hausverwaltung(im Spam bei Microsoft gelandet), dann zB auch P-Mails aus Foren. Und der Heise Verlag wurde schon von Google geblockt, weil man da noch nie von C't und Co gehört hat.
 
Eigenen mailserver empfehle ich niemanden, vernünftigen hoster aber schon. Muss kein Riesenbetreib sein, ein Reseller hat oft den Vorteil der näheren Kundenbindung. Habe das so schon für meinen Bekannten- und Freundeskreis eingerichtet.
Gut Goockel ist ohnehin ein spezielles Kapitel was mail anbelangt..... von denen nehme ich grad mal Android ;-)
 
Kann man, muss aber nicht. Ein eigener Mailserver setzt einiges an Kenntnissen voraus und man muss ihn auch überwachen.
Ein eigener Mailserver krankt an seiner geringen Reputation im Weltvergleich (DMARC, DKIM)
Muss man eben selbst einrichten oder man verwendet einen Anbieter, der ein Mailgateway zur Verfügung stellt, zumal der eigene Maiserver eine Dynamische IP verwendet, die immer eine schlechte Reputation besitzt und inzwischen grundsätzlich abgewiesen wird..
 
Eigenen mailserver empfehle ich niemanden, vernünftigen hoster aber schon. ...
Es geht um das eigentliche Problem im Ausgangsthread.

Wie man aus dem ersten Post herauslesen kann, hätte @joshua666 vieles besser gemacht.
Aber sein Account ist hier nicht das Problem und er verzichtet gerne auf Belehrungen.
 
Könnte sein, daß AOL bei Webmail die Authentifizierung verschärft hat, ich hab's lang nicht gebraucht. War aber der erste meiner Provider, der ein App-Passwort für unsichere Apps verlangte, das immerhin nie ablief und mittlerweile könnte es auch OAuth sein.
Wenn ich versuche den Account in Thunderbird anzulegen wird ein extra Fenster mit dem Anmeldedialog von Webmail geöffnet wo ich nochmals Kennung und Passwort eingeben muß (Fehler "Edge: To many requests"). Das kannte ich bisher nicht.
 
Wenn ich versuche den Account in Thunderbird anzulegen
Versuche mit zusätzlicher Software helfen überhaupt nicht, die zusätzlichen Symptome vernebeln nur das Bild und halten dich auf.

Wenn Du dich im Browser nicht anmelden kannst, eine Rücksetzung scheitert und der Support sich tot stellt, dann ist Endstation.

Dein Freund sollte das Thema besser abhaken und nach vorn blicken. Neuer, deutscher Mailprovider, abgesichert mit 2FA und Vorkehrunge für die Rücksetzung.
 
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