Gedanken zur Entwicklung von Linux und seiner Zukunft

dirkk

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In den letzten Wochen habe ich mich seit langer Zeit mal wieder mit Linux beschäftigt. Und es hat mir großen Spass gemacht. Ein paar persönliche Gedanken dazu.

Auf meinen eigenen Rechnern habe ich Linux schon seit 1994 ausschließlich am Laufen (das nebenher installierte Windows habe ich nur ganz selten und für ganz bestimmte Dinge verwendet). In dieser Zeit hat sich einiges getan.

Ins Auge springt sofort die nun erleichterte Installation. War es Mitte der 90er noch ziemlich esoterisch, ist es heute zu 95% mit ein paar Knopfdrücken von einer Live-CD möglich. Ebenso natürlich das Aktualisieren. Früher hat man sich die Sourcen mit configure, make, make install installiert, und das konnte bei den damaligen Rechnern und bei großen Paketen schonmal eine Stunde dauern. Heute liegen die Aktualisierungen täglich im Briefkasten und man benötigt nur einen Knopfdruck zur Installation.

Als zweites springt ins Auge, dass Linux auch deutliche Fortschritte bei der Unterstützung (neuer) Hardware gemacht hat. Bei meiner letzten Linux-Installation (Ubuntu 7.10) wurde z. B. WLAN zwar schon unterstützt, aber so richtig ausgereift funktionierte der Network-Manager da noch nicht. Das ist jetzt deutlich anders.

Noch nie hatte ich Probleme mit der Stabilität, egal, ob es Debian, Suse oder Ubuntu war. Ich nutze meine TPs beruflich wie privat, sie laufen nicht selten 12 Stunden pro Tag, oft logge ich mich wochenlang nicht aus. Dass ich wirklich mal den Powerknopf drücken musste, kam nicht allzu oft vor. Deswegen kann ich kaum nachvollziehen, wenn hier aktuell Leute schreiben, sie müssten unbedingt Debian stable installieren, weil alles andere zu instabil sei. Mir persönlich ist Debian auf einem Desktop (Laptop) doch etwas zu wenig aktuell.

Wenn ich Linux mit dem dual installierten Windows vergleiche, kommt mir Linux auch immer deutlich performanter vor.

Aktuell habe ich Ubuntu 10.10 auf einem neuen Rechner, und Fedora 14 auf einem dreieinhalb jahre alten TP installiert. Beides mit Gnome 2.32. Die Installationen gingen bis auf kleinere Dinge (die ich hier im Forum oder im Internet lösen konnte) reibungslos. Beide Systeme machen einen guten und performanten Eindruck. Einer der wesentlichen Unterscheide, die Paketformate, sind für mich als Anwender kaum relevant, da die grafischen Tools ja alles automatisch regeln; Kommandozeilen-Installationen von speziellen Sachen findet man ja auch im Internet. Sehr zufrieden bin ich damit, dass auch die ganzen Internetkommunikationsdinge kein Problem mehr darstellen.

Ich werde jetzt sicherlich mindestens ein Jahr lang kein neues Linux aufspielen. Persönlich finde ich die Supportdauern etwas kurz. 18 Monate bei Ubuntu, und gar nur 13 bei Fedora. Einzige Ausnahme ist Ubuntu LTS (oder Debian). Persönlich fände ich Supportzeiträume von mind. 24 Monaten ganz angebracht.

Ich habe mal Ubuntu 11.04 mit einer Live-CD etwas getestet. Ich muss sagen, Unity gefällt mir überhaupt nicht. Ich glaube auch nicht, dass ich das nach einer mehrwöchigen Benutzung anders sehen würde. Ich hoffe, dass Ubuntu da bis 12.04 oder so einiges nachbessert oder wieder auf Gnome setzen wird. Andernfalls würde ich sicherlich Fedora bevorzugen. Persönlich bin ich nicht so überzeugt davon, ob die Entwicklungen der Oberflächen momentan in die richtige Richtung gehen. So finde ich den Gnome 2.32 richtig gut, gefällt mir besser als der KDE, den ich in den letzten Jahren zuvor benutzt hatte.

Ich frage mich auch, ob es sinnvoll ist, zig verschiedene Distributionen zu haben. Ein halbes Dutzend ist doch eigentlich mehr als genug. Es wird nicht nur für den potentiellen Linuxeinsteiger sehr unübersichtlich, sondern ich denke, die Entwickler-Community verschenkt da auch viel Energie.

So... ich würde mich freuen, wenn hier andere auch etwas schreiben würden...

EDIT: Interessant finde ich die Frage, was einen durchschnittlichen Windows-Nutzer noch davon abhalten könnte, auf Linux umzusteigen. Denn die reine Bedienung von Linux ist ja nicht komplizierte als die von Windows.

EDIT2: Mein Nachtrag ist eine reine Frage an Linux... keinesfalls soll hier ein OS-Krieg ausgelöst werden!
 
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Ich bin Windows Nutzer, das was mich vom Umsteigen abhält ist 1. mich an die neue Bedienung zu gewöhnen, 2. alle meine schönen Spiele aufzugeben, 3. Zeit zum reinlesen in die ganzen Anleitungen zu investieren, und 4. die richtige Distri zu finden, Ubuntu wurde meiner Meinung nach mit 11.04 versaut und die meisten anderen Distris sind mir ein wenig zu schwierig (wenn man sein Leben lang nie Konsole benutzt hat). Will keine Windows vs. Linux Diskussion anfangen.
 
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@dirkk:

Ein schöner Erfahrungsbericht, bei dem Du - was Unity betrifft - wohl eine Mehrheit von Sarrazin-Ausmaß hinter Dir hast. Aber dieses Problem wird die Community regeln.

Netzwerktechnisch hat Linux in den letzten drei, vier Jahren tatsächlich enorme Fortschritte gemacht, auch wenn es um 3G-Verbindungen geht. Es ist in vielen Bereichen nicht nur Windows eingeholt worden, sondern inzwischen überholt.

Aus meiner Erfahrung bei Firmenkunden kann ich sagen, dass man in manchen Fällen eigentlich nur deshalb nicht komplett zu Linux wechselt, weil bestimmte Anwendungen, die viel Geld gekostet haben und bei denen eine Neuprogrammierung zu teuer käme, nur unter Windows laufen. Ich nutze immer die Gelegenheit, dort Linux sukzessive einzuführen. Die XP-Software wird auch irgendwann nicht mehr unter den neuen Windows-Versionen laufen, und dann ist der Zeitpunkt gekommen, die Migration zu Linux flächendeckend durchzuführen.

Gruß
enrico65
 
Ich habe mal Ubuntu 11.04 mit einer Live-CD etwas getestet. Ich muss sagen, Unity gefällt mir überhaupt nicht. Ich glaube auch nicht, dass ich das nach einer mehrwöchigen Benutzung anders sehen würde. Ich hoffe, dass Ubuntu da bis 12.04 oder so einiges nachbessert oder wieder auf Gnome setzen wird. Andernfalls würde ich sicherlich Fedora bevorzugen. Persönlich bin ich nicht so überzeugt davon, ob die Entwicklungen der Oberflächen momentan in die richtige Richtung gehen. So finde ich den Gnome 2.32 richtig gut, gefällt mir besser als der KDE, den ich in den letzten Jahren zuvor benutzt hatte.

Ich kenne Gnome 3 bis jetzt nur von Bildern her, aber laut dem, was ich da gesehen hab, kann ich keine signifikanten Unterschiede zu Unity erkennen. Ubuntu 11.10 soll aber angeblich Gnome 3 in Repos enthalten, so dass man es neben Unity über einen einfachen apt-get Befehl installieren kann. Falls du aber mit "wieder auf Gnome setzen" das alte Gnome 2.xx meinst, wird das sicherlich nicht passieren. Da die Gnome-Entwickler den 2.xx-Zweig aus welchen Gründen auch immer nicht weiterentwickeln wollen, wäre es ein ziemlicher Aufwand, an der Version festzuhalten.

Ich persönlich finde Unity gar nicht so schlecht, sofern man es etwas anpasst. Mit der Zeit dürfen sicherlich mehr Konfigurationsmöglichkeiten dazu kommen. Und gerade auf einem 16:10 Bildschirm schätzt man den zusätzlichen vertikalen Platz.
 
Aktuell habe ich Ubuntu 10.10 auf einem neuen Rechner [...] installiert. Beides mit Gnome 2.32.
EDIT: Interessant finde ich die Frage, was einen durchschnittlichen Windows-Nutzer noch davon abhalten könnte, auf Linux umzusteigen.

Vieles. Linux fordert einen doch sich mit seinem System zu beschäftigen (zumindest Anfangs um die wichtigsten Basics zu erlenen), da haben manche kein Bock drauf.

Aber Ubuntu ist da eigentlich optimal, das "lindows" unter den Linuxdistris sozusagen.

Ich hoffe mal der Thread driftet nicht gar zu arg ab, weil dein Edit provozierte direkt ibmthink auf den Plan um Windows zu verteidigen und da folgt bestimmt auch noch ein iMacianer und erzählt das OS X eh das beste ist und dann ist hier gleich Schicht ;)
*Glaskugel befragt hat* ;)

Edit: @ibmthink unter mir ok akzeptiert ;)

Ich kenne Gnome 3 bis jetzt nur von Bildern her, aber laut dem, was ich da gesehen hab, kann ich keine signifikanten Unterschiede zu Unity erkennen. Ubuntu 11.10 soll aber angeblich Gnome 3 in Repos enthalten, so dass man es neben Unity über einen einfachen apt-get Befehl installieren kann. Falls du aber mit "wieder auf Gnome setzen" das alte Gnome 2.xx meinst, wird das sicherlich nicht passieren. Da die Gnome-Entwickler den 2.xx-Zweig aus welchen Gründen auch immer nicht weiterentwickeln wollen, wäre es ein ziemlicher Aufwand, an der Version festzuhalten.
Also Gnome 3 ist echt okay, wenn man sich darauf ein lässt. Ich beobachte hier am Uni Campus viele mit Gnome 3, sogar auf Ubuntu 11.04, weil Unity den meisten irgendwie doch nicht zusagt. Unity bringt nur eines: Gnome 2.32 mit weniger Features und eine Leiste Links. Nicht mehr.
Gnome 3 hat vollkommen neue Ideen - die man allerdings auch schei**e finden darf. Es ist schon ziemlich ungewohnt ohne Minimierenknopf (mit machts kaum Sinn) und alles in virtuellen Arbeitsflächen.
 
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Hey, ich hab Windows nicht verteidigt, nur die Gründe aufgezählt, warum ich nicht zu Linux wechsel und nur geschrieben, weil dirkk sich dafür interessiert hatte. Grundsätzlich finde ich Linux gut und auch das freie (und kostenlose) Prinzip gefällt mir.
 
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Also Gnome 3 ist echt okay, wenn man sich darauf ein lässt. Ich beobachte hier am Uni Campus viele mit Gnome 3, sogar auf Ubuntu 11.04, weil Unity den meisten irgendwie doch nicht zusagt. Unity bringt nur eines: Gnome 2.32 mit weniger Features und eine Leiste Links. Nicht mehr.
Gnome 3 hat vollkommen neue Ideen - die man allerdings auch schei**e finden darf. Es ist schon ziemlich ungewohnt ohne Minimierenknopf (mit machts kaum Sinn) und alles in virtuellen Arbeitsflächen.

Ich will ja Gnome 3 auch nicht kritisieren (bevor ich es selbst nicht getestet hab ;) ), aber mir ist irgendwie nicht ganz klar, wodurch es sich von Unity unterscheidet. Wenn man das ganze semantische Dingsbums à la Zeitgeist weglässt, so hat Gnome 3 doch auch einen Dock, unterstützt keine Applets und setzt 3D zwingend voraus (Fallback-Modus mal ausgenommen). Da kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass jemand, der Gnome 2 mag und Unity verabscheut, plötzlich an Gnome 3 ein Gefallen findet. Oder übersehe ich da was?
 
EDIT: Interessant finde ich die Frage, was einen durchschnittlichen Windows-Nutzer noch davon abhalten könnte, auf Linux umzusteigen. Denn die reine Bedienung von Linux ist ja nicht komplizierte als die von Windows.
Der durchschnittliche Windows-Nutzer arbeitet tagesüber im Businessalltag standardmässig mit MS-Office und Outlook. Da es das unter Linux schlicht nicht gibt, und man lieber bei dem bleibt, was man im Alltag gewohnt ist, wird Windows halt der Vorzug gegeben. Das ist für die meisten einfach nur eine Praxisangelegenheit und entbehrt jeglicher ideologischer Hintergründe. Windows mit dessen ganzer Standardsoftware hat halt einfach den grössten Mindshare, und der ist nunmal massgeblich bei solchen Entscheidungsfragen.
 
Ich will ja Gnome 3 auch nicht kritisieren (bevor ich es selbst nicht getestet hab ;) ), aber mir ist irgendwie nicht ganz klar, wodurch es sich von Unity unterscheidet. Wenn man das ganze semantische Dingsbums à la Zeitgeist weglässt, so hat Gnome 3 doch auch einen Dock, unterstützt keine Applets und setzt 3D zwingend voraus (Fallback-Modus mal ausgenommen). Da kann ich mir irgendwie nicht vorstellen, dass jemand, der Gnome 2 mag und Unity verabscheut, plötzlich an Gnome 3 ein Gefallen findet. Oder übersehe ich da was?

Zeitgeist ist noch nichtmal integriert. Das Dock ist nicht immer sichtbar (Bei Unity ist es das, soweit ich weiß).
Aber bei Gnome 3 wirkt das neue Konzept eben durchdachter - Unity ist eben einfach Gnome 2 + Leiste + Neue Icons für die Leiste.
Es scheint tatsächlich Leute zu geben, die Unity nicht mögen und Gnome 3 auf Ubuntu 11.04 drauf knallen.
 
Ich frage mich auch, ob es sinnvoll ist, zig verschiedene Distributionen zu haben. ... Es wird nicht nur für den potentiellen Linuxeinsteiger sehr unübersichtlich, sondern ich denke, die Entwickler-Community verschenkt da auch viel Energie.

Das ist auch genau DER Punkt, wo ich einsteige. Wenn alle Linuxentwickler an einer EINER "Master"-Version arbeiten würden und nur manche Freaks sich daraus Derivate ableiten würden, wäre Linux erheblich geholfen.

Es wird doch mit der ganzen Diversifikation unheimlich viel Manpower sinnlos vergeudet. Open Source schön und gut, aber wenn alle an einem Strang ziehen würden, könnte Linux in der Usability Windows paroli bieten.

So bin ich schlichtweg überfordert, weil ich nicht mal in der Lage bin, etwas von Hand zu installieren (Setup.exe?) oder etwas in den 125tausend Ordnern zu finden und auch nicht weiß, was das System im Hintergrund so alles macht.

Da könnte ein Trojaner laufen und die Herrschafft über mein System haben, unter Linux würde ich es nicht mal merken...
 
Wie Mark Shuttleworth schon sagte: "wir sind uns selbst die größten Feinde".
Zu viel Diversität führt zu Unübersichtlichkeit. Auch die häufigen Releases usw. schrecken meiner Meinung nach Programmierer ab. Das ist das Hauptproblem das ich mit Linux habe.

Denn das System an sich ist eigentlich super und (wenn man ein standard Ubuntu 10.04 betrachtet) sehr bediener- und einsteigerfreundlich. ABER: durch die Vielzahl an Änderungen mit jeder Version werden wir nie proprietäre Software für Linux bekommen. Die Softwareauswahl ist nunmal sehr bescheiden für Linux, wenn es um "große" Programme wie MS Office, Photoshop etc geht. Ich glaube, es ist die Softwareauswahl die viele Menschen vor Linux zurückschrecken lassen.
Es ist zwar gegen den OpenSource-Gedanken sich proprietäre Software zu wünschen, aber für das Arbeiten im Alltag und den Austausch mit der restlichen (Computer-)Welt wären proprietäre Programme für Ubuntu sehr wünschenswert.

Aufgrund dieser "software issues" kann ich nie 100% auf Ubuntu wechseln und muss/möchte immer noch einen Mac in der Hinterhand haben.

Grüße
bassplayer
 
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Also ich verwende Linux (meist Debian/Ubuntu) seit ca 4 Jahren, also etwa seit Ubuntu 7.04. Davor lief nur Suse auf dem Server zu Hause.
Zwischenzeitlich bin ich immer mal wieder zurück zu Windows, da manche Sachen unter Linux nicht funktioniert haben, oder ich z.B. Win7 ne Chance geben wollte. Dabei bin ich aber immer wieder, spätestens nach ein paar Monaten, wieder zurück zu Linux gekommen.
Wenn man sich mal an all die Möglichkeiten und den Workflow unter Linux gewöhnt hat, möchte man nichts anderes mehr..aber wahrscheinlich ist das für eingefleischte Windowsianer nicht anders ;)

Zu Unity/Gnome Shell kann ich nur sagen, dass mich beides nicht wirklich überzeugen konnte...zumindest nicht nach dem 1. Eindruck (und ist der nicht der wichtigste?).
Deshalb bin ich recht froh, dass Linux Mint vorerst beim alten Interface bleibt, auch wenn sie auf Gnome3 wechseln.
 
1) Es wird doch mit der ganzen Diversifikation unheimlich viel Manpower sinnlos vergeudet. Open Source schön und gut, aber wenn alle an einem Strang ziehen würden, könnte Linux in der Usability Windows paroli bieten.

2) So bin ich schlichtweg überfordert, weil ich nicht mal in der Lage bin, etwas von Hand zu installieren (Setup.exe?) oder etwas in den 125tausend Ordnern zu finden und auch nicht weiß, was das System im Hintergrund so alles macht.

3) Da könnte ein Trojaner laufen und die Herrschafft über mein System haben, unter Linux würde ich es nicht mal merken...

Ich hab das mal durchnummeriert: zu
1) Wer sagt denn, dass die "Usability" (wobei das auch noch zu definieren wäre, ob das "Usabilty" ist) von Windows das Ziel bzw. der Weißheit letzter Schluss ist. Wenn du Windows willst, dann nimm .. Windows !? oder Mac, das gibts auch nur 1 Design, 1 Theme, 1 Distributor.

2) Das ist auf jedem Linux eigentlich gleich, bis auf minimale Unterschiede durch die Paketverwaltungen. Aber sorry, das ist ja wohl eine Minute Wiki lesen pro Distribution.

3) Kann er auch in Windows (Stuxnet war so einer z.B. bis er bekannt wurde, was glaub 2 Jahre dauerte). Und es gibt neuerdings sogar Mac Trojaner Baukästen zum Kaufen...

Wie Mark Shuttleworth schon sagte: "wir sind uns selbst die größten Feinde".
Zu viel Diversität führt zu Unübersichtlichkeit. Auch die häufigen Releases usw. schrecken meiner Meinung nach Programmierer ab. Das ist das Hauptproblem das ich mit Linux habe.

Denn das System an sich ist eigentlich super und (wenn man ein standard Ubuntu 10.04 betrachtet) sehr bediener- und einsteigerfreundlich. ABER: durch die Vielzahl an Änderungen mit jeder Version werden wir nie proprietäre Software für Linux bekommen. Die Softwareauswahl ist nunmal sehr bescheiden für Linux, wenn es um "große" Programme wie MS Office, Photoshop etc geht. Ich glaube, es ist die Softwareauswahl die viele Menschen vor Linux zurückschrecken lassen.
Es ist zwar gegen den OpenSource-Gedanken sich proprietäre Software zu wünschen, aber für das Arbeiten im Alltag und den Austausch mit der restlichen (Computer-)Welt wären proprietäre Programme für Ubuntu sehr wünschenswert.

Aufgrund dieser "software issues" kann ich nie 100% auf Ubuntu wechseln und muss/möchte immer noch eine Mac in der Hinterhand haben.

Grüße
bassplayer

Deswegen gibts auch keine proprietäre Software wie Skype, Maple usw. für Linux oder? Es wäre für alle Firmen problemlos möglich für Linux das Zeugs zu entwickeln, gerade wenn es schon Mac Varianten gibt. Aber warum? Es sind vllt. 1% der Desktopnutzer Linuxuser und die meisten davon nicht gerade die Zahlungswilligsten, weil sie mehr auf Opensource setzen (im Gegensatz zu Macianern, die auch mal bereit sind Geld auszugeben) und die anderen holen sich das Zeug via Wine ins Boot, was bei Office/PS auch ganz gut tut. Oder lernen eben mit anderen Alternativen zu Arbeiten.

Warum wollt ihr überhaupt Linux? Um es in Mac oder Windows zu transformieren? Das ist doch irgendwie sinnfrei. Bleibt doch da wo ihr zufrieden seid? Wieso will man sich denn "erzwungen" verändern, wenn man doch eigentlich zufrieden ist?

Und zu den neusten Ubuntu Auswüchsen ... sag ich besser gar nicht erst was dazu. Ubuntu ist so ziemlich am weitesten weg von "Linux". (Ich nutz das übrigens auch auf einigen Rechnern ;))

Wieso gibt es bei Windows/Mac solche Auswüchse nicht? Eben weil es eine Firma vorgibt, wie der Desktop auszusehen hat und was der User verändern kann. Und da kann keiner "effizient" was daran ändern (ausser irgendwelche "Drumrumbauten"). Man muss eben bedenken, oft sind das bei Linux Leute die das Zeug aus Spaß in ihrer Freizeit entwickeln(nicht alle!) - denen wirst du kaum vorschreiben können, wie sie es zu entwickeln haben. Aber prinzipell stimmt es schon, v.a. bei den Distributionen gibts es wirklich eine enorme Vielfalt, wo viele dann schnell wieder verschwinden, wo die Manpower dann für die Tonne war.

Ich will garnicht Linux verteidigen oder so, es gibt in allen Welten Sachen die einen nerven - ich bin/muss in jeder Welt zuhause (sein) - ich hab persönliche Vorlieben, aber mit langjäriger Windowserfahrung komm ich auch super mit Windows 7 zurecht oder notfalls auch mit 'nem Mac.

Edit: 500 Mal korrigiert/verändert nun.^^

P.S.: Mac profitiert übrigens viel von Linux/Unix, siehe den Kernel allein schon. Oder Software wie Wine usw. Es ist nicht so schwierig ein Linuxprogramm auf den Mac zu portieren.
 
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Ich nutze Gnome 3 seit F15 Alpha. Die Entscheidung Unity/Gnome 3 hab ich nicht wegen dem Bedienkonzept alleine getroffen, ich kann mir auch vorstellen Unity zu verwenden, aber zum Einen bringt Gnome 3 eben auch neue Programmversionen mit wie Emphaty 3 oder Evolution 3.0.1 usw. und zum Anderen finde ich das Messaging Konzept gut. Und die Alarmbenachrichtigung bei Terminen usw. funktioniert mit Evolution endlich. So ähnlich geht es mit auch bei der Distributionswahl. Mir ist eigentlich egal ob als Paketverwaltung yum/rpm apt/dpkg oder pacman verwendet wird. Entscheidend ist für mich dann eher, was für Security Features gut unterstützt und gepflegt werden.
/kalibari
 
Heute den ersten Epic Fail in Gnome entdeckt: Keine Onscreenkeyboardunterstützung mehr im gnome-screensaver (die gabs vorher). Ergo: kein Unlock mehr, wenn der Screen mal gelockt ist.

Was isn das bitte für ein Witz? Da legt man die Schaltflächen optimal für Touchscreens aus und macht dann sowas.
 
Ich weiß gar nicht, was alle gegen Ubuntu 11.04 und Unity haben.
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Hab das jetzt ne halbe Woche auf meinem X60 und plötzlich richtig viel Platz auf dem Desktop. Gut, ich muss auch nicht 100.000 Knöpchen zum dran rum drehen haben und komme mit Aqua (Mac OS X) und Gnome auch sonst super klar.

Und das ist schon eine große Leistung von Ubuntu. Ich lege die CD ein, installiere mit zwei, drei Klicks das OS und habe danach was brauchbar eingerichtetes. Habe vorher mal spaßeshalber auf der ArchLinux-Seite vorbeigeschaut, weil das in einem Thread aktuell gehypt wird. Ist ja nett, dass ich dann auf einem aktuelleren Softwarestand bin und mehr anpassen kann. Aber dann hat mich wieder die akute Unlust gepackt, den ganzen Mist einzurichten.
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Früher habe ich auch Windows gerne neu installiert. Inzwischen nervt mich das.

Und ja, beim Mac geht das noch einen Schritt weiter. Da ist dann die Hardware noch drauf angepasst. Mir gefällt das, so umsorgt zu werden
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. Anschalten, tut
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Es gibt ein Linux. Der Kernel ist eine Einheit und Dsitributionen passen ihn. Es gibt ein Gnome, es gibt ein KDE, es gibt ein XFCE. Eine Distribution bietet im Grunde genommen nichts ausser alles zusammen zu packen. Und wie gesagt, der Kernel, binutils, das Userland... das ist eine Master Version an der alle zusammen arbeiten, genauso Xorg z.b. Abgesehen von Ubuntu und Canonical die sich upstream einen scheiss beteiligen aber soll hier ja nicht in Distro Flame verkommen :P
Linux ist Freiheit. Jeder hat die Freiheit daraus zu machen was er will. Wenns einem nicht passt, dann forkt er, wie Ubuntu mit Unity statt Gnome3. Oder das KDE3 auf QT4 projekt. Das ist das schöne an Linux :)

Die Release Dates und der kurze Support finde ich auch fail, aber dafür gibts Debian das schön dabei bleibt: Fertig wenns fertig ist. Und Rolling Release Distros für alles andere.

mfg demonicmaniac
 
Als TE erlaube ich mir mal die Bitte, nicht zu sehr im OS-Vergleich abzudriften. Meine Frage war wirklich Linux-intern gemeint. Was "fehlt" Linux noch an einem massentauglichen OS? Man stelle sich ein Szenario vor, bei dem auf einer großen Anzahl von Rechnern im Handel Linux schon vorinstalliert ist. Würde ein User dennoch schlechter mit Linux klarkommen? Ich lese immer, bei Linux müsste man das Geld für Schulungen ausgeben. Ist das wirklich so?

Oder ist Unity sogar ein Schritt in die "richtige" Richtung (in Bezug auf Massentauglichkeit)? Allerdings denke ich auch, dass es nicht Ziel von Linux sein kann, möglichst nah an Windows heranzukommen. Dazu hat es viel zu viele Vorteile.

Zu Debian. Sicherlich hat die Stabilität große Vorteile (wenn man denn andere Distris als unstabil wahrnimmt). Aber ich denke mal, ich bin nicht der einzige, der mit einem neuen Rechner auch ein neues OS installiert. Und da macht es schon Bauchschmerzen, wenn man auf einem neuen Rechner einen zwei Jahre alten Kernel installiert; wenn die neue Hardware überhaupt unterstützt wird.

Ich werde in Zukunft beobachten, wie es um die Entwicklung der diversen Oberflächen für Linux aussieht. Und ich denke, dies wird ein wesentlicher Punkt bei der Auswahl der Distribution sein, wenn eine neue Installation ansteht.
 
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Ich glaube ja, das die Massentauglichkeit schon längst da ist. Im Serverbereich und vor allem natürlich im Ebedded-Bereich. kein Router, kein Kabelmoden oder DSL - Modem wird mit etwas anderem als Linux ausgeliefert. Android ist auch unterm Strich Linux. Etliche Fernseher - Modelle (halt mein mein Fachgebiet) basieren inzwischen auf Linux (Sony und Phillips ganz vorn mit dabei). Im Auto - da ist es vor allem Nokia und Nvida (ja man glaut es kaum) - tuckelt auch immer häufiger Linux.

Ich denke die Unterstützung für Desktop - Software wird sich nie im Bereich von Mac OS oder Windows befinden, aber mal ehrlich, wozu auch? Der wirklich einsetzbare Desktop ist so mit Patenten zugepflastert, das soetwas wohl auch gar nicht praktisch möglich ist.

Enthusiasten oder - wie ich - z.B. Softwareentwickler werden ihr Linux immer einsetzen, warum sollen denn alle anderen das auch tun? Wenn man sich die Linux-Companies anschaut: Redhat Novel / SuSE / Amazon (ich sach nur EC2), etc. Die verdienen ihr Geld mit Linux im Serverbereich (und zumindest Redhat wohl auch satt). Firmen die es mit dem Desktop versuchen, so z.B. Mandriva und auch Ubuntu, haben es halt schwer dem Endandwender Geld aus den Rippen zu leiern.

Wir sollten vielleicht aufhören von Linux auf dem Desktop zu reden, und vielleicht eher akzeptieren, das Linux mehr ist als Gnome / Kde und Distribution XYZ. Klar der Normalanwender siehts nur auf dem PC oder Laptop, aber das ist eben nicht die ganze Realität.
 
Was "fehlt" Linux noch an einem massentauglichen OS?
Wer will ein massentaugliches OS denn schon haben? Willst du aus Linux ein Windows oder OSX machen? Es reicht mir auch, dass ich ein fuer mich brauchbares OS gefunden habe, ich muss den Rest der Welt nicht missionieren.
Ich lese immer, bei Linux müsste man das Geld für Schulungen ausgeben.
Bei anderen OS gibt es die Schulungen fuer lau? Oder die Anwender kommen mit der neuen Windows/MSOffice Version ohne Schulung klar? Die jeweilige Branchensoftware auf Windows beherrschen auch alle ohne Schulung?
Oder ist Unity sogar ein Schritt in die "richtige" Richtung (in Bezug auf Massentauglichkeit)?
Kurz damit herumgespielt, was soll ich mit dem Kinderkram. Fuer die Arbeit taugt das nix.
Ich werde in Zukunft beobachten, wie es um die Entwicklung der diversen Oberflächen für Linux aussieht. Und ich denke, dies wird ein wesentlicher Punkt bei der Auswahl der Distribution sein, wenn eine neue Installation ansteht.
Wesentlich wichtiger als die Oberflaeche ist doch das, was druntersteckt, den bunten Bonscherkram kann man doch jederzeit austauschen.
 
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