Freeze: Gründe, Alternativen zum "harten" Neustart?

dark_rider

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Hallo zusammen,

heute mal wieder ein "Tag des Grauens" (bisher Gott sei Dank nur alle paar Monate oder auch mal nur alle 1-3 Jahre einmal): Ich habe in Excel mehrere Zellen mit der Maus markiert (gedrückte linke Maustaste, dabei die Maus bewegt). Plötzlich friert das System komplett ein, dauerhaftes Standbild (auch die Systemuhr unten rechts lief nicht mehr weiter). Abziehen sämtlicher Peripherie brachte keine Abhilfe, auf Tasten reagierte das System auch nicht mehr. So musste ich das System gezwungenermaßen per längerem Druck auf die Ein-/Aus-Taste des TP "hart" ausschalten.

Konsequenz: Outlook und andere Programme mit Dateien waren noch offen, die Dateien anschließend nicht korrekt geschlossen. Die entsprechenden Programme bemerkten dies nach dem Neustart und überprüften die Dateien, was überall nicht sonderlich lange dauerte und "nur" zum Verlust von Daten, die zum Zeitpunkt des Freeze noch nicht gespeichert waren, führte.

Ärgernis in solchen Fällen: Outlook (bei mir Version 2007, bei 2003 war es genauso). Man kann es zwar starten und auch wieder damit arbeiten, es wird aber gleich zu Beginn die PST-Datei überprüft. Selbst bei einigen GB geht dies recht zügig (ca. 1 Minute), nur: Danach wird die PST weiter überprüft, im Hintergrund (erkennbar an den beiden Zahnrädern unten rechts in Outlook). Das verlangsamt die Bedienung teilweise sehr stark und dauert von 45 Minuten bis hin zu Stunden oder Tagen. Selbst wenn das fertig ist: Archivieren/Komprimieren der PST-Datei wird dann oft gleich abgebrochen, es scheinen nicht alle Fehler ausgemerzt.

Einzige Lösung: Die PST-Datei mit dem Windows-Tool ScanPST prüfen und reparieren. Das klappte bisher i.d.R. einwandfrei, und danach ist die PST wieder in Ordnung. Aber: ScanPST braucht bei z.B. 4-5 GB Dateigröße ca. 1,5-2 Stunden, während der man Outlook dann nicht nutzen kann. Bei der täglichen Arbeit, speziell in der Rushhour überaus behindernd!

Daher meine Fragen:
1. Gibt es einen Trick, einen Freeze irgendwie ohne Neustart aufzulösen und zumindest die offenen Dateien noch sauber zu schließen, oder sind Freezes irreversibel?
2. Wie entsteht eigentlich ein Freeze, und wie unterscheidet er sich vom Bluescreen?
3. Experimente mit Outlook 2010 ergaben bisher, dass dies unempfindlicher zu sein scheint - ich konnte es immer wieder "hart" über den Taskmanager beenden, ohne das es beim nächsten Start muckte. Hat sich hier etwas getan, oder waren das vielleicht nur glückliche Zufälle?
 
Mein Vorschlag wäre in dieser Hinsicht: RAM-Test (Memtest) laufen lassen.
 
Einzige Lösung: Die PST-Datei mit dem Windows-Tool ScanPST prüfen und reparieren. Das klappte bisher i.d.R. einwandfrei, und danach ist die PST wieder in Ordnung. Aber: ScanPST braucht bei z.B. 4-5 GB Dateigröße ca. 1,5-2 Stunden, während der man Outlook dann nicht nutzen kann. Bei der täglichen Arbeit, speziell in der Rushhour überaus behindernd!

Warum so eine große .pst?
Nutze die Auto-Archivierung und lasse alle Elemente, die älter als 6 Monate sind, in die Archive.pst VERSCHIEBEN.
Stelle Outlook so ein, dass die Archive.pst beim Start von Outlook nicht automatisch mit geöffnet wird.

So hast Du eine deutlich kleinere und kompaktere outlook.pst, die schneller überprüft und komprimiert ist. Auch hält sich ein möglicher Datenverlust durch einen deratiges Procedere in Grenzen. - Selbstredend, dass das reguläre Backup dadurch nicht ersetzt wird ;)

Selbst bei Beenden über den Taskmanager scheint Outlook noch einen konsistenten Zustand der Daten herstellen zu können. Der Cache kann dabei noch Daten schreiben. Beim harten Ausschalten werden jedoch auch Daten im Platten-Cache gelöscht, die in Outlook dann Inkosistenzen erzeugen.
 
Ein "Freeze" ist ein Problem, welches so "tief" auftaucht oder so schwerwiegend ist, dass das OS das nicht mehr abfangen kann. Wenn ein Programm oder ein Treiber Unfug veranstalten, kann der Systemkernel das abfangen - der bekannte Bluescreen taucht auf. In manchen Kombinationen klappt das nicht mehr, meist besonders gerne bei Hardware-Problemen.

Das können Probleme mit Speichermodulen bzw. dem Speichertiming sein oder auch Probleme mit der Stromversorgung. Um welches Gerät gehts genau? Das T61p aus der Signatur dürfte ja ein Kandidat für eine sterbende Nvidia sein.
 
Hallo zusammen,

betroffen ist das T61p mit Windows Vista. Ich habe den Eindruck, dass der Freeze irgendwie mit der Maus zusammenhing. Bei An- oder Abstecken von bestimmten anderen USB-Geräten (z.B. altes SonyEricsson-Handy mit USB-Kabel) gab es früher nämlich auch gelegentlich schon Bluescreens. Vom gefürchteten nVidia-Flexing las ich auch schon: Kann sich dies aber ggf. auch in der Form wie hier beschrieben äußern?

Zur PST-Datei: Ich archiviere immer mal wieder, und die 4-5 GB sind nur der Rest (Archivdatei ist sonst nicht offen). Wenn man intensiv mit Outlook arbeitet, kommt halt ein bestimmtes Datenvolumen zusammen. Viel weniger geht kaum.
 
Denke, es liegt an einem oder mehreren Treibern respektive eines oder mehreren Programmen, oder deren Zusammenspiel, dass diese Freezes auftreten. Gemäss meiner Erfahrung sind es grösstenteils periphere Geräte, welche solche Freezes verursachen.

Aktualisiere mal alle Treiber (USB, Grafik etc.) sowie die installierten Programme.

LG Uwe
 
Ich habe den Eindruck, dass der Freeze irgendwie mit der Maus zusammenhing.

so etwas hatte ich auch leider unter Debian gehabt, bei mir ist es meistens in Kombination mit der linken oder mit der mittleren Trackpointtaste passiert, habe auch versucht über Netzwerk und/oder über Kommandozeile mit dem Laptop zu verbinden, da hat leider nur ein Hardreset aus der Situation gerettet

RAM und HD konnte ich als Fehlerquelle ausschließen
 
Die erwähnte Problematik der Freezes kenne ich seit Anbeginn der Verfügbarkeit von Windows (jegliche Version). Und wie gesagt, ist beinahe immer auf die Peripherie zurück zu führen.
 
Hallo zusammen,

mit der Maus gab es bislang nie Probleme (seit 2008), nur jetzt plötzlich der Freeze. Bluescreens gab es nur alle paar Monate-Jahre mal mit anderen USB-Peripherie-Geräten. Vielleicht handelte es sich um einen ganz dummen Zufall, dass verschiedene Faktoren gleichzeitig eintraten und der USB-Treiber der Maus daran kapitulierte? Es ist eine original Microsoft-Maus (kein Logitech).
 
Ja, dies ist sehr gut möglich, dass gewisse Treiber unerwünscht interagieren und somit dann einen Freeze auslösen. Alles schon myriadenweise erlebt.

LG Uwe
 
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