Festplatte versehentlich formatiert

Torti90

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13 Juli 2010
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Guten Abend,

ich brauch eure Hilfe. Ich wollte nur kurz was ausprobieren und jetzt startet mein Thinkpad nicht mehr. Ich wollte eigentlich einen USB Stick formatieren und habe jetzt die Befürchtung, dass ich die interne Festplatte gelöscht habe.

Wie kann ich den Zugriff auf die Daten wiederherstellen? Es gibt doch viele Rettungsprogramme -Welche könnt ihr empfehlen? Google hat mir größtenteils nur sehr alte Testberichte ausgespuckt. Ich benötige unbedingt einen Ordner von der Festplatte mit Uniunterlagen und einer fertigen Hausarbeit.

Bitte helft mir ;(

Gruß
Torsten
 
Eure Beleidsbekundigungen machen mir nicht wirklich Mut. Ich hatte insgeheim gehofft, dass jemand von euch einen Geheimtip hat :S

So...ich habe eben die CD nochmal gestartet und geschaut, was ich ausgewählt hatte. Während dessen hatte ich mit einem Freund telefoniert und mich - ehrlich gesagt - relativ blind durchgearbeitet. Ich habe die SSD wohl mit All-Zero-Single Pass bearbeitet. Das ist doch ein relativ harmloser Löschalgorithmus, oder?

Torsten, nur so zwischendurch, auch wenn ich wohl nicht helfen kann: Ich drück dir wirklich alle Däumchen, dasses noch was wird. Ich kenn das Gefühl. Und leider hab ich auch erst so ein Erlebnis gebraucht, vor ein paar Jahren war das, bis regelmäßige Backups so normal geworden sind wie Zähneputzen. Ich denk an dich! ;(
Danke...aber es fällt mir gerade noch schwer, das zu akzeptieren. Ich lasse gerade TestDisk das Dateisystem suchen...
 
relativ harmlos ist hier relativ zu sehen... im Endeffekt hast du alle Sektoren vollständig mit nullbits gefüllt, die Daten sind also hoffnungslos verloren..


Was mir aber immer noch nicht klar ist: bootet der Rechner denn jetzt von der Disk oder von cd oder vom Stick oder was? nimm doch bitte einmal alles ab bzw raus wovon er booten könnte und lass nur die cd drin... kommt dann nen blinkender cursor oder nen "system not found" sind wir jedenfalls sicher das die Platte leer ist...
 
[quote='Nommo',index.php?page=Thread&postID=893625#post893625]r noch nicht klar ist: bootet der Rechner denn jetzt von der Disk oder von cd oder vom Stick oder was? nimm doch bitte einmal alles ab bzw raus wovon er booten kö[/quote]Das hatte ich gerade schon probiert. Es war alles abgezogen und in der Boot List (F12) habe ich die Festplatte ausgewählt gehabt. Ansonsten kommt nur die Fehlermeldung: NO BOOTABLE DEVICE FOUND ;(
 
Sorry - aber mehr als Beileidsbekundungen sind im vorliegenden Szenario nicht mehr drin. SSD und Killdisk sind ein zuverlässiger Garant dafür, dass definitiv nichts mehr wiederherstellbar ist. Eine SSD schliesst professionelle Datenrettung im Sinne von Restmagnetismus auslesen aus und Killdisk sorgt dafür, dass keine Daten mehr da sind um irgendwas softwaremässig zu rekonstruieren.
Wearleveling ist zwar ein hoffnungsschimmer, allerdings werden da ja keine ganzen Dateien gesichert, sondern nur Blöcke - wenn also etwas so auszulesen ist, ist es Datenschrott.

Sorry - aber da wird dir kaum jemand etwas anderes sagen können.
 
Langsam gehen hier die Trollalarmglocken an...

All Zero Single Pass = EInmal jeden Sektor mit 0 überschreiben.

Bei der Festplatte ist es (theoretisch) Möglich, die ehemaligen Zustände zu restaturieren, da die Magnetbits eine Art Restmagnetismus besitzen (der sinkt aber mit jedem Mal überschreiben), i.d.R. ist aber nach einmal nullen nichts mehr zu holen.

Bei SSDs ist bis auf die Sache mit dem Wear Leveling mit Garantie alles hinüber.

:wacko:
 
[quote='Nommo',index.php?page=Thread&postID=893625#post893625]relativ harmlos ist hier relativ zu sehen... im Endeffekt hast du alle Sektoren vollständig mit nullbits gefüllt, die Daten sind also hoffnungslos verloren..


Was mir aber immer noch nicht klar ist: bootet der Rechner denn jetzt von der Disk oder von cd oder vom Stick oder was? nimm doch bitte einmal alles ab bzw raus wovon er booten könnte und lass nur die cd drin... kommt dann nen blinkender cursor oder nen "system not found" sind wir jedenfalls sicher das die Platte leer ist...[/quote]Aber eine SSD hat doch keine Sektoren, oder? Also da war doch was wegen dem TRIM Befehl oder so. Die SSD hat kein TRIM, das ist noch eine alte Intel X-25 G1.
 
dann wirst du dich wohl damit abfinden müssen das deine Daten weg sind

Wenn du die Ultimate Boot CD schon fertig hast kannst du ja mal die Partitionen auf der Platte anschauen, da werden wohl keine mehr sein... alternativ kannst du nen fixmbr versuchen, allerdings sollte bei dem gewählten Algorhythmus nix mehr übrig sein

oder ist jmd anderer Meinung?

€: TRIM hat was mit alten Speicherzellen zu tun in denen noch Daten liegen, die aber eigentlich schon gelöscht sein sollten. In deinem Fall siehts aber so aus als wären alle Speicherzellen mit ner NULL gefüllt worden
 
[quote='Evilandi666',index.php?page=Thread&postID=893634#post893634]Erdungskommando. :!:[/quote]was will uns der autor sagen`?
 
Ich weiß, dass die ganze Sache nicht sonderlich intelligent war. Das eigentliche Ziel des sicheren Löschens sollte der USB Stick werden. Niemals wollte ich meine Systemplatte löschen.

Also in das auch der Grund, warum R-Studio und TestDisk nichts mehr finden?

Erdungskommando. :!:
was will uns der autor sagen`?
Das frage ich mich gerade auch ;(
 
@Nommo Kannste erden, sollte das bedeuten. Da gibts nichts mehr zu holen. Aus Ende, Nada, Niente,... :huh:
 
da stimme ich (leider) zu.


bleibt für Torti nur zu hoffen das er seine analogen unterlagen noch hat :wacko:
 
[quote='Nommo',index.php?page=Thread&postID=893640#post893640]da stimme ich (leider) zu.


bleibt für Torti nur zu hoffen das er seine analogen unterlagen noch hat :wacko:[/quote]Es geht. Natürlich viele Mitschriften, aber meine ganzen Pläne, Termine, Kontakte, Hausarbeiten, E-Mails...alles weg ;(

Habt trotzdem Dank. Dann bleibt mir nichts anderes übrig, als heute das System neu einzurichten, um morgen neu anzufangen. Ich könnte heulen :cursing:
 
Hoffentlich haste noch woanners so Arten von Zwischenversionen deiner Hausarbeiten, damit du zumindest nicht ganz von vorne anfangen musst. Ganz echt, ich kenn dieses Scheißgefühl. Und wat ich zum Thema Backuppen gesacht hab war wirklich weder ironisch, noch bösartig, fingerzeigmäßig oder sonstwie belehrend gemeint. Ich hab mich nur an dieses schlimme Gefühl erinnert, wies auf einmal ganz komisch wird in der Bauchgegend. Sprick, ick bin mit dir! Alles wird gut, Torti! :rolleyes:
 
[quote='Nacko',index.php?page=Thread&postID=893646#post893646]Hoffentlich haste noch woanners so Arten von Zwischenversionen deiner Hausarbeiten, damit du zumindest nicht ganz von vorne anfangen musst. Ganz echt, ich kenn dieses Scheißgefühl. Und wat ich zum Thema Backuppen gesacht hab war wirklich weder ironisch, noch bösartig, fingerzeigmäßig oder sonstwie belehrend gemeint. Ich hab mich nur an dieses schlimme Gefühl erinnert, wies auf einmal ganz komisch wird in der Bauchgegend. Alles wird gut, Torti! :rolleyes:[/quote]Danke für die aufbauenden Worte. Dann werde ich mir für die Zukunft wohl etwas neues einfallen lassen müssen. Gibt es einen guten Anbieter für Internetspeicher? Das ist doch Cloud, oder?
 
Nimm es als schmerzhaftes Lehrgeld.

Backups IMMER auf andere Datenträger machen und am Besten auf 2 verschiedene (zB einen Online-Dienst wie Dropbox oder Mozy und eine externe HD).

Über deine persönliche Backupstategie kannst du ja jetzt mal nachdenken...

Grüße,
Cunni
 
Tut mir wirklich leid für dich. :(
Du solltest dich aber dringend über vernünftige Datensicherung informieren.
Kleine Daten wie Emails/Dokumente kann man gut in einem Onlinespeicher hinterlegen. Web.de hat z.b. 120MB standardmäßig beim Mailkonto dabei, bei googlemail gibts das glaube ich auch nochmal in größer.
Da können sie im Gegensatz zur Sicherung auf externen Medien auch nicht geklaut werden (liest man leider oft Aushänge in der Bib.."wer hat meine externe festplatte/usb stick gesehen..) oder kaputt gehen.

Dazu kann man einen USB-Stick doch auch unter Windows vollständig löschen. (z.b. O&O SafeErase)
 
An deiner Stelle würde Ich mich erstmal ein paar Minuten hinsetzen und mir Gedanken zum Thema BackUp und Datensicherung machen. Es gibt so viele Möglichkeiten seine Daten regelmäßig zu sichern. Ob das jetzt DVD´s/ CD´s, USB Sticks, Speicherkarten, Onlinespeicher, Festplatten usw sind. Scheissegal! Ich stand einmal kurz davor mein über 12 Jahre gesammeltes Musik-Archiv zu verlieren. Testdisk hat mir das damals aber wieder gerade gebogen. Aber spätestens seit solchen Situationen MUSS sich jemand angewöhnen seine Daten zu sichern. Und wer das nicht macht dem sei nicht mehr geholfen!
Hast du nicht noch irgendwelche USB Sticks auf denen noch Daten sein könnten die wichtig waren? Oder vielleicht mal etwas als eMail an jemanden gesendet? Bevor Du dir vielleicht doppelte Arbeit machst erstmal gründlich überlegen ob irgendwo / irgendjemand noch Daten haben könnte.
 
[quote='Torti90',index.php?page=Thread&postID=893648#post893648]Gibt es einen guten Anbieter für Internetspeicher? Das ist doch Cloud, oder?[/quote]
Dropbox, TeamDrive, Skydrive, ... bieten alle 2 GB oder mehr Speicher kostenlos, richtig eingerichtet sichern sie die Daten im Hintergrund (solange Internetverbindung vorhanden ist), so daß du nicht drüber nachdenken musst.

Ich persönlich nutze Dropbox, da es für windows und Linux existiert (viele andere Programme der Art gibt es nur für Windows/Mac), vergleichsweise wenig Resourcen braucht und Versionierung für die gesicherten Daten bietet (d.h. du kannst ältere Versionen der Daten wiederherstellen).
Nachteil von Dropbox ist, daß du nicht einfach die zu sichernden Ordner auswählen kannst, sondern die zu sichernden Daten in einem bestimmten Ordner bereitstellen musst. Da gibt es aber eine Lösung mit NTFS-Junkctions (unter Linux helfen Links), dazu gibt es hier im Forum einen Thread.
 
Ich kenne das auch aus meinem Umfeld. Klar ist man im ersten Moment etwas kopflos, aber setz dich erstmal hin und überlege:
- Die Arbeit war fertig. Hast du niemandem eine Fassung zum Korrekturlesen geschickt, auch eine Rohfassung, oder Ausdrucke gemacht?
- Hast du die Arbeit vielleicht mal auf einen USB_Stick gezogen, um beispielsweise in der Bib dran zu arbeiten?
- Hast du wenigstens in der verwendeten Literatur noch die Lesezeichen, damit du die zitierten Stellen schnell wieder fidnest?
- Nur Mut, du wirst für die "Neuauflage" keine 100 Stunden brauchen. Die Hauptarbeit (das Denken) ist gemacht.
- Ich persönlich würde jetzt erstmal die Struktur der Arbeit rekonsturieren.

Für die Zukunft ein paar kleine Tips:
- E-Mail per IMAP. So bleiben die Daten auf dem Server. (Lokale Kopien schaden nicht.)
- Um die Daten "verfügbar" zu halten empfiehlt sich eine externe Platte, oder ein NAS.
- Wichtige Daten regelmäßig brennen oder auf eine weitere externe Platte kopieren (brennen ist besser, wegen Schreibschutz)
- Diese zusätzliche Kopie außerhalb (nich im gleichen Gebäude) lagern. Bei den Eltern beispielsweise. Wenn das nicht möglich ist: Bankschließfach
- Kritische Operationen nicht mehr im Blindflug durchführen. Davor Backup ziehen.

- Für die laufende Arbeit: Bei mir und meiner Freundin hat sich bewährt, während dem Schreiben bei jeder Unterbrechung, spätestens abends eine Kopie des aktuellen Standes an ein Googlemail-Postfach zu senden, welches wir nur dafür eröffnet haben. So hat man auch schön "historische" Stände seiner Arbeit. Kann bei schweren, spät bemerkten Aufbaufehlern, oder wenn man zuviel löscht praktisch sein. Hilft vielleicht auf gegen Plagiatsvorwürfe.
 
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