Fahrrad-Sammelthread: Bikes, Kaufberatung, Diskussionen etc.

iYassin

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Ich dachte mir, da die Fahrradbegeisterten hier im Forum - mich eingeschlossen - immer mal wieder andere Threads (z.B. MnE) für seitenlange Diskussionen über Bikes nutzen, wäre es langsam mal eine Idee, wie für die Fotografen einen themenbezogenen Sammelthread zu starten:

Hier geht es also um Bikes, Touren, Kaufberatung für Fahrräder, Fahrradteile und -zubehör, Diskussionen (29"-MTBs und so :D nur so als Beispiel, ich finde die auch super ;)) und so weiter. :thumbsup:

Viele Grüße,

iYassin
 
Zuletzt bearbeitet:
Wieso sollte denn Gegenwind im Hochleistungsbereich keine Rolle spielen? Je schneller man fährt, desto größer wird die bremsende Rolle des Luftwiderstands. Da Gegenwind bedeutet, dass man in Bezug auf die einen umgebende Luft mit einer höheren Geschwindigkeit unterwegs ist als in Bezug auf den Boden, muss man folglich mit stärker werdendem Gegenwind zunehmend mehr Leistung erbringen als ohne, um die gleiche Geschwindigkeit in Bezug auf den Boden fahren zu können. Und gerade im Hochleistungsbereich arbeitet man deshalb akribisch an der Aerodynamik von Fahrrad und Fahrer, sucht nach möglichen Einsparungen im einstelligen Watt-Bereich, um den Geschwindigkeitsverlust durch den unvermeidbaren Luftwiderstand so gering wie möglich zu halten.

Geschrieben hatte ich den Kommentar vor dem Hintergrund einer kürzlich gemachten eigenen Erfahrung. Das waren 160 km auf einer Strecke in Nordwestrichtung, bei Wind aus West bis Nordwest, zunehmend bis Stärke 6, Böen auch 7 oder teilweise 8. Das war einfach nur hart - ständig das Rauschen in den Ohren, immer die Gewissheit, bei der nächsten Wendung der Straße in Richtung Westen wieder gefühlt gegen eine Wand zu fahren. Will man nicht haben.
 
Klar, wenn die Geometrie mal wieder nicht stimmt, kommt man bei Gegenwind nicht voran.
Ja, was man täglich so sieht, wie manche auf ihrem Bock sitzen, wie der berühmte Affe auf dem Schleifstein.
Und dann am besten noch mit gaaaanz wenig Luft im Reifen, ist ja schön bequem...
 
Wieso sollte denn Gegenwind im Hochleistungsbereich keine Rolle spielen?

Verständnis Geschriebenes vs. Gesprochenes:unsure:

Natürlich ist Gegenwind eine Bremse, aber zumindest konditionell dürfte ein "Profi" damit weniger Schwierigkeiten haben wie ein Alltagsradler. Deshalb schrubte mir:

Hier geht es ja darum, unter möglichst optimalen Bedingungen einen Rekord einzufahren.

Ergo wird so eine Route sicher so geplant, dass eben nicht der Hauptteil der Strecke Gegenwind ist, der dann u.U. das entscheidende Quäntchen ausmachen könnte, ob es ein neuer Rekord wird oder nicht.

Und dann am besten noch mit gaaaanz wenig Luft im Reifen, ist ja schön bequem...

Auch da kommt es auf den Zweck an. Auf grober Piste ist weniger Luftdruck oftmals besser als ein knochenharter Pneu, der dann wenig Grip bietet. Selbst beim Rennrad werden die Reifen teils wieder breiter und werden dafür mit weniger Druck gefahren.


"Während vor ca. 8-10 Jahren noch hauptsächlich 23 mm breite Reifen gefahren wurden, sieht man heute viele Rennräder auf 28 mm oder sogar 32 mm breiten Reifen stehen."

Das man nicht mit einem halben Platten umherfährt, ist klar.
 
Wieso sollte denn Gegenwind im Hochleistungsbereich keine Rolle spielen? ...
Lustig, dass man das überhaupt diskutieren muss. Einfach mal beim Sturm mit und gegen den Wind fahren - dann ist das Thema erledigt.
Selbst beim Rennrad werden die Reifen teils wieder breiter und werden dafür mit weniger Druck gefahren.
...
Das man nicht mit einem halben Platten umherfährt, ist klar.
Du schreibst es ja selbst. Eine Sache ist es, dass ich heute nicht mehr mit den 10 Bar unterwegs bin, wie ich es vor 35 Jahren war. Damals war 23mm aber schon verpönt breit und man war schmaler unterwegs. Aber viele Stadträder sind doch tatsächlich "halb platt".
 
OK, dann fassen wir mal zusammen. ;) Fakten zuerst:
  1. Gegenwind macht langsamer.
  2. Hochleistungssportler sind typischerweise leidensfähiger als Alltagsradler und können widrigen Bedingungen wie Gegenwind besser/länger standhalten.
  3. Irgendwann ist aber bei allen mal Schluss.
  4. Wenn man als Hochleistungssportler Langstreckenrekorde aufstellen will, plant man die Streckenführung besser so, dass man wahrscheinlicher Rücken- als Gegenwind hat.
Und dazu mein rein persönliches Empfinden:
  1. Ständiges Fahren in den Gegenwind zermürbt.
  2. Man kann auch in der Ebene nie einfach mal kurz rollen lassen.
  3. Man weiß nicht, wann er aufhört (oder vielleicht dreht).
Gilt alles auch unter der Prämisse, dass Rad und Fahrer gut in Schuss sind und das Rad gut auf den Fahrer eingestellt ist.

Viel Vergnügen auf dem Rad allen in die Runde. :)
 
Hochleistungssportler sind typischerweise leidensfähiger als Alltagsradler und können widrigen Bedingungen wie Gegenwind besser/länger standhalten.
Allerdings sind Hochleistungssportler eher in den Geschwindigkeitsregionen unterwegs, wo sich der Luftwiderstand (dank hoch vier, wenn ich das richtig in Erinnerung habe) so richtig auswirkt. Gut Hochleistungssportler fahren auch in extremer Rennhaltung, was dann wiederum den Luftwiderstand reduziert. Beim Alltagsradler spielt dann gerne das nicht mehr so flexible Kreuz/HWS nicht mit...

Hab mir zusätzlich zu den vielen Liegerädern ein Gebraucht "Hardtail" (Geometrie geht eher Richtung Gravel) zugelegt, da geniesse ich die 10cm Federgabel und die Reifen, die einen Mindestluftdruck von 1.8bar erfordern. Auch wenn ich 'mal ein Schlagloch übersehe, fühle ich mich nie unsicher und brauche daher nicht abzubremsen.
 
Hallo zusammen,
ist nun leider schon etwas her, aber ich wollte euch trotzdem mein Ergebnis mitteilen:
Wir hatten uns entschieden, dass wir definitiv gebrauchte Fahrräder kaufen werden.
Zuerst hatte ich ein gebrauchtes Academy Grade 2 gekauft, aber leider war das in einem relativ schlechten technischen Zustand. Das hatte ich aber leider erst zu Hause bemerkt. Mit meinem neu erworbenen Wissen (worauf sollte man achten beim Gebrauchtkauf), habe ich mich auf die Suche nach Woom 2 gemacht.
Das Angebot von Woom 2 auf dem Gebrauchtmarkt ist riesig und die die Preise oftmals sehr hoch, teilweise unrealistisch. Letztendlich habe ich es aber pünktlich zum Geburtstag unserer Zwillinge geschafft, 2 lila-farbene Woom 2 in einem guten, technischen Zustand zu einem "vernünftigen" Preis zu finden.
Natürlich hat Papa vorher nochmal einen Service durchgeführt und alles gründlich geputzt. :) Die Mädels hatten sich sehr gefreut!


Fahrrad fahren lernen:
Zum Lernen haben wir nur drei "Sessions" gebraucht.
Bei der ersten Session, sind wir (Mama und Papa) fleißig nebenher gerannt und haben Anweisungen gegeben und Ermuntert, nicht aufzugeben. Die erste Session hat ca. 20min gedauert, dann war die Luft raus.
Bei der zweiten Session sind wir Sonntags auf den leeren Parkplatz eines Supermarkts gefahren, weil es dort schön eben ist, übersichtlich und kein Verkehr ist. Ähnlich wie bei der ersten Session sind wir schön nebenher gejoggt, haben gehalten und gesichert. Nach ca. 20s (das ist keine Lüge) hatten wir losgelassen und die Mädels sind alleine gefahren!
Die dritte Session war direkt an die zweite Session angeknüpft. In der dritten Session ging es dann nur noch ums Losfahren und dosiert zu bremsen.

Ob es nun an den soo hochgelobten Woom-Fahrrädern lag, dass sie so schnell Fahrrad fahren gelernt haben...?! Ich glaube nicht.
Die Mädels konnten vorher schon ziemlich gut mit ihrem Laufrad fahren. Ich denke, dass das (und die Trainer natürlich) der Hauptgrund waren, das sie es so schnell gelernt haben.

Grüße!
 
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