Linux Erklärung des Für und Widers der Snap-Pakete

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NPlusEins

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Hallo allerseits, zunächst entschuldigt bitte meine Unwissenheit, aber ich bin noch ein ziemlicher Linux n00b.

Gegenwärtig betreibe ich ein X1 nano mit Pop_OS (nicht als produktives Gerät) das macht auch ordentlich Spaß.
Selbst den FP-Reader habe ich (im Gegensatz zur Mobilfunkkarte) zum Laufen gebracht, auch wenn ich das nun wieder abgestellt habe, weil es nicht ganz so "smooth" lief, wie ich das wollte.

Nun zum eigentlichen Thema. Grundsätzlich bin ich recht zufrieden mit Pop_OS! und das läuft auch sehr geschmeidig.
Dennoch möchte ich mal alles antesten/bin neugierig und ich fand reines Ubuntu über einen Live-USB-Stick auch gar nicht mal so übel (im Gegensatz zu anscheinend vielen Nutzern im Netz).

Deshalb hier die Frage (und ja, ich habe genügend AI-Zusammenfassungen, YT-Videos etc. gesehen/gelesen):
Was ist so übel/gut an den Snap Paketen. Wie sieht es im Vergleich mit den Flatpaks aus?

Ich lese lieber Dinge aus Kommentaren von Nutzern hier im Forum heraus als von einer breiten Masse im Netz.

Und vielleicht noch als Zusatzfrage: Fedora wäre an Neuling zu heftig? Welchen Mehraufwand hätte ich als "Unwissender"?
 
Mal von meiner auch eher blinden Warte aus (auch reiner Anwender und Linux-Schnupperer:

Sobald in Paketen (Snap, Flatpack, AppImage) gearbeitet wird bringen die Anwendungen ihre Abhängigkeiten selbst mit.
Vorteile:
- Anwendung auf allen Systemen gleich
- Abhängigkeiten direkt dabei
- Sandboxing der Anwendung
- einfache Installation

Nachteile:
- deutlich erhöhter Speicherverbrauch für RAM und SSD/HDD (jedes Paket bringt alle seine Abhängigheiten neu mit, auch wenn es zu 90% dieselben wären)
- der Anbieter des Pakets muss dafür sorgen, dass die Abhängigkeitspakete auf neuem Stand sind. Sonst rennst du mit veralteten, ggf. unsicheren Abhängigkeiten rum
- Performanceverluste
- Integration (auch optisch) ins originale OS nicht immer optimal

Unterm Strich klingt ein Paketformat erstmal nur toll - neuste Software unabhängig von der Distribution, alle Abhängigkeiten schon drin, keine händische Arbeit mehr und es läuft. Das hat aber eben auch seinen Preis.

Direkte Vergleiche snap / flatpack / appimage müsste ich auch googeln.

Man korrigiere oder steinige mich, wenn ich etwas falsch zusammengefasst habe.

Viele Grüße
 
Mal von meiner auch eher blinden Warte aus (auch reiner Anwender und Linux-Schnupperer:

Sobald in Paketen (Snap, Flatpack, AppImage) gearbeitet wird bringen die Anwendungen ihre Abhängigkeiten selbst mit.
Vorteile:
- Anwendung auf allen Systemen gleich
- Abhängigkeiten direkt dabei
- Sandboxing der Anwendung
- einfache Installation

Nachteile:
- deutlich erhöhter Speicherverbrauch für RAM und SSD/HDD (jedes Paket bringt alle seine Abhängigheiten neu mit, auch wenn es zu 90% dieselben wären)
Das ist so nicht ganz richtig. Wenn zwei Flatpaks die identische Library brauchen wird die tatzächlich geshared. Aber sie ist keine Systemweite Installation und Abhängigkeit, die damit auf Systemebene zum Problem werden könnte, wegen Abhängigkeiten.
 
Das ist so nicht ganz richtig. Wenn zwei Flatpaks die identische Library brauchen wird die tatzächlich geshared. Aber sie ist keine Systemweite Installation und Abhängigkeit, die damit auf Systemebene zum Problem werden könnte, wegen Abhängigkeiten.
Clever. Klappt aber nur, wenn die Anwendungen wirklich die identische Library in der identischen Version nutzen, ja? Also hab ich in der Tendenz 0 bis Anzahl X (mit X = Anzahl der gesamten Paketformat-Programme, die ich nutze) Versionen eines Paketes auf dem Rechner, je nachdem wie sehr die Version der Flatpaks/Snaps/AppImages mit meinem eigenen System übereinstimmt oder eben nicht.

I.d.R. wird es ja darum gehen, dass ein vielleicht "gemächlicheres" System wie Debian Stable eher alte Pakete hat und der Snap/Flatpak/AppImage was Neueres braucht oder umgekehrt, dass der S/F/A veraltete Abhängigkeiten hat und mein ArchLinux die Pakete in "zu neu" vorliegen hat, ja?
 
ich bin ja auch n00b. Wo ich jetzt schon drueber gestolpert bin sind Probleme mit DNS Anfragen an den PI-Hole bei selbstgehosteten Services wie Vaultwarden, Portainer, Omada Controller etc, Weder aus der Bitwarden Desktop App noch aus dem Brave Browser war ein Aufruf der Services ueber den Hostnamen moeglich. Die Sandboxumgebung scheint das abzuschotten,. Einfachste Loesung war den Brave Browser und die Bitwarden Desktop App aus den Flatpak zu deinstallieren und ohne Flatpak Umgebung neu zu installieren.
 
Snap, Flatpak und Appimage sind Pakete die ihre Abhängikeiten mitbringen, und deshalt (fast) überall laufen sollten, mit dem Nachteil, dass mehr Platz verbraucht wird. Snap ist eine Canonical (die Firma hinter Ubuntu) Geschichte, Flatpak ist die "allgemeinere" Lösung.
Mit flatseal kann man die Zugriffrechte bei Flatpaks einschränken, sowohl Flatpak als auch Snap bieten auf Sandboxfunktionen.
Das mit den DNS Anfragen ist komisch, wobei Firefox zumindest stat dem Systemdns über Port 53 auch DNS über https zu eimnem eigenen DNS Server nutzen kann, möglicherweise macht Brave das auch
 


Hier noch ein ziemlicher Rant dazu:

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Mein persönlich größtes Handicap dabei ist der Platzverbrauch und die Performance. Wenn sich aus irgendwelchen Gründen die "Slots" aushängen, hat man auch mit snaps viel Spaß.

Und vielleicht noch als Zusatzfrage: Fedora wäre an Neuling zu heftig? Welchen Mehraufwand hätte ich als "Unwissender"?

Wieso? Nach etwas Eingewöhnen und Lesen wie bei jeder Distri sollte es kein Problem sein. Ähnlich wie Debian ist Fedora im Originalzustand relativ restriktiv mit unfreier Software, nutzt halt rpm statt apt/deb für die Paketverwaltung und nutzt flatpak als Container anstelle von snap.

 
Und vielleicht noch als Zusatzfrage: Fedora wäre an Neuling zu heftig? Welchen Mehraufwand hätte ich als "Unwissender"?
Naja, was ist "Mehraufwand"?
Einlesen musst du dich bei allen Systemen.
Ich selber nutze Fedora und Debian und komme mit beiden gut zurecht - die Frage ist eher, was willst du?
Beide laufen stabil, Fedora ist allerdings ziemlich aktuell, Debian etwas abgehangener und das "stable" im Namen hat dieses Attribut verdient → letztendlich musst du selber für dich herausfinden was du willst.

Zu Flatpak vs. Snap kann ich nichts sagen, ich nutze beides nicht und brauche es auch nicht - unabhängig davon, du kannst beides in allen Systemen nutzen.
 
Danke @all für all die Erläuterungen. Für meine Zwecke hat mir das sehr weitergeholfen.
Und ich komme Stand jetzt zu folgendem Fazit:

Grundsätzlich bin ich gerade relativ zufrieden mit dem System so wie es jetzt ist, als mit Pop_OS! Das bleibt jetzt erstmal, da ich zu viel um die Ohren habe.
Es reizt aber Fedora. Ich schau mir das einen Moment an und ich schätze, die Neugierde wird siegen.
 
Pop Os nutzt ähnlich wie Mint Ubuntu als Unterbau. Mint lässt die Snaps aber außen vor. Macht das PopOs auch?
 
Pop Os nutzt ähnlich wie Mint Ubuntu als Unterbau. Mint lässt die Snaps aber außen vor. Macht das PopOs auch?
Soweit ich das verstanden haben wird bei Pop_OS! stantardmäßig Flatpak anstelle von Snaps verwendet. Man kann aber auch Snaps "erzwingen" so man das unbedingt möchte.
 
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