Energie(kosten)messgerät lokal (nicht an Stromzähler) zum Auslesen über openHAB/home assistant

fishmac

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Ich würde gern die Stromkosten für das Home Office loggen. D.h. an einer oder mehreren Steckdosen sollen Geräte zwischengeschaltet werden, so dass der Verbauch regelmäßig akkumuliert ausgelesen werden kann. Der Zähler sollte einen Stromausfall überstehen können und reset-bar sein.

Auslesen soll automatisiert erfolgen und ggf. z.B. in openHAB oder home assistant integrierbar sein.

Bei meinen Recherchen bin ich auf Shelly Pro 3 EM gestoßen, mal abgesehen vom Preis wäre mir ein Gerät mit Schuko-Anschlüssen lieber.

Hat jemand von den vielen Smart-Homern hier ein paar Tipps?
 
Ich hab ein Shelly EM in der Unterverteilung sitzen. Der hat zwei Kanäle. Es wird eine Messspule um die Phase gelegt.
Die Daten z.B. über IOBroker auslesen und an dein OpenHAB weitergeben ist kein Problem.
Wenn dein Büro ein einer Sicherung hängt misst du somit alle Verbraucher im Büro.
So sehen die Datenpunkte aus die das Gerät liefert. Der Verbrauchzähler zählt auch nach Stomunterbrechung weiter.
Reset manuell.
Der Pro 3 Em ist eher für die Hauptzuleitung gedacht, hat drei Messspulen und summiert die ankommende und ausgehende Leistung, für PV Anlagen interessant. Der EM hat nur zwei und ist für einzelne Verbraucher oder einzelne Stromkreise gedacht.

Bildschirmfoto vom 2026-04-01 10-49-51.png
 
Einen "Shelly Pro 3 EM" (dreiphasig) habe ich auch in der Verteilung für die Messung des gesamten Verbrauchs. Und einen "Shelly Pro EM-50" (einphasig, aber zwei Kreise/Verbraucher) für die Wärmepumpe und die Heizungsanlage. Funktioniert einwandfrei. Sind aber beide nicht gerade günstig und da die Installation in der Elektroverteilung passiert, sollte man schon sehr gut wissen, was man da tut - normalerweise besser einen Elektriker beauftragen. Einbindung in openHAB der Geräte war kein Problem.
Für den Schuko-Anschluss wäre "Shelly Plug S" dann wohl das richtige. Die habe ich hier auch zahlreich im Einsatz, habe sie aber mit Tasmota geflasht. Einbindung dann in openHAB auch kein Problem - sollte aber mit der originalen Firmware genau so gut/einfach gehen.
Evtl. wäre "Shelly Power Strip 4" auch was für dich. Die habe ich aber selbst noch nicht probiert.
 
Schon gleich das erste OT aus Interesse.

Was hast Du mit dem Meßwert vor?

Ich sitze 3 Tage die Woche an meiner "Teams- und Office-Station" daheim und veranschlage dafür 50kWh/a = €15/a.
Dafür würde ich niemals Aufwand betreiben hinsichtlich Steuer o.ä.
 
Hol dir doch sowas ähnliches wie Anker Solix Smart Plug.
Kann per WLAN/Bluetooth ausgelesen werden. (App)
Gebraucht bekommt man sowas bei den üblichen verdächtigen recht günstig.
Manchmal gibt es "Vorteilspacks" 4 Stk. für X €.
Somit kannst du die anderen fals nicht benötigt weitergeben.
 
Für den Schuko-Anschluss wäre "Shelly Plug S" dann wohl das richtige. Die habe ich hier auch zahlreich im Einsatz, habe sie aber mit Tasmota geflasht.
Wirkt Tasmota als Brandbeschleuniger?
:D

Einbindung dann in openHAB auch kein Problem - sollte aber mit der originalen Firmware genau so gut/einfach gehen.
Evtl. wäre "Shelly Power Strip 4" auch was für dich. Die habe ich aber selbst noch nicht probiert.
Der Power Strip wäre interessant, allerdings habe ich mich auf der Website des Hersteller umgesehen und frage mich nun, was die Unterschiede zwischen Shelly Plug PM Gen3 und Shelly Plug M Gen3 sind. Scheinbar kann das P Modell nur die Hälfte kostet aber das Doppelte.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Was hast Du mit dem Meßwert vor?
Für Abrechnungszwecke.

Ich sitze 3 Tage die Woche an meiner "Teams- und Office-Station" daheim und veranschlage dafür 50kWh/a = €15/a.
Dafür würde ich niemals Aufwand betreiben hinsichtlich Steuer o.ä.
WG und Equipment vom Arbeitgeber. Midi-Tower mit 2 Monitoren, dazu kommt weiteres Zeug anteilig.
 
Wirkt Tasmota als Brandbeschleuniger?
Spannend (höhö, doppeldeutig) gar nicht mitbekommen. Ich glaube, ich besitze knapp 40 Stück von den Dingern (derzeit aber nur noch ganz wenige im Einsatz seit dem Umzug), die ältesten seit ca. 7 Jahren. Bisher habe ich nur einen einzigen Defekt zu verzeichnen - am Kühlschrank. Und der ist nur deshalb gestorben, weil meine Frau irgendwas oben drüber auf der Arbeitsplatte verschüttet hat, was dann durch die Öffnungen für die Belüftung der Kühlschrank-Rückseite gelaufen ist und von dort direkt in die Steckdosenleiste mit dem Shelly lief. Der wurde dann entsprechend geflutet und hat den Dienst quittiert.

Naja, so wie ich das verstehe, sind die neuen Versionen schon entsprechend gefixt, die Version mit "Plus" im Namen hat das Problem nicht mehr. Der Gen3 dann wohl auch nicht, schätze ich. Und ältere bekommt man meine ich eh nicht mehr.

frage mich nun, was die Unterschiede zwischen Shelly Plug PM Gen3 und Shelly Plug M Gen3 sind. Scheinbar kann das P Modell nur die Hälfte kostet aber das Doppelte.
Das P-Modell? Aber Plug PM (ehemals Plug S genannt) ist wohl praktisch nur kleiner als der Plug M und hat einen Leuchtring. Sonst sind sie (fast) identisch. Bei dem Preisunterschied würde ich auch zum M greifen, außer der höhere Platzbedarf ist ein Problem.
Und tatsächlich lag der alte Plug S zumindest zu Aktionen (black friday) auch Mal bei ca. 13€ pro Stück, da ist der Preis des Plug M keine extreme Besonderheit. Eher ist der neue Plug S bzw Plug PM ganz schön teuer geworden.
 
Ich halte von Steckdosenleisten wenig und naturgemäss auch von Zwischensteckern nichts.

Ich darf die Shelly PM Mini Gen 3 empfehlen und die Dinger auch nicht unbedingt in eine Installationsdose zwängen sondern in die Unterverteilung mit geeignetem Halter montieren.
Die Dinger haben reine Messfunktion über einen Shunt der auf der Platine liegt und gerade mal 8mm lang ist. Das erachte ich als ziemlich sicher.

Wenn solch ein Device versagt ( auch die etwas grösseren Modelle mit Relais zum schalten ), dann ist nie das Gerät schuld sondern die sehr anspruchsvolle und sorgfältige Montage! Das bekommen leider auch nicht alle Elektrofachkräfte hin da die Klemmen sehr untypisch winzig sind und im Zusammenspiel mit den kleinen Gehäusen sich speziell bei fliegender Montage in einer beengten Situation hinter einem UP-Steckdoseneinsatz reichlich Fehlerpotenzial aufbauen kann....

Bei fliegender Montage sollte nur mit feindrähtigen Leitern angeschlossen werden um die Biegemonente zu eliminieren welche sonst auf den Schraubterminals wirken!
 
Moment, du hast was gegen Steckdosenleisten? Willst stattdessen aber einen Shelly für die Installationsdose mit einer selbstgebastelten Halterung in den Sicherungskasten bzw. die (Unter-)Verteilung installieren? Das verstehe ich noch nicht so ganz.

Wenn das Gerät in die Verteilung soll, dann nimmt man einen Shelly aus der Shelly Pro Serie. Die wurden oben ja auch schon genannt.
Wenn das Gerät in der Wand verschwinden soll, gibt's diverse Shellies für die Installationsdose, zum Beispiel den von dir genannten, aber auch noch diverse weitere.
Und wenn das Gerät für den Laien installier- und bedienbar sein soll, dann nimmt man was mit SchuKo-Stecker, für die Strommessung/Leistungsmessung dann zwangsläufig als Zwischenstecker. Das wären dann die genannten "Plug"-Modelle bzw. der Power Strip.
 
https://shellyparts.de/collections/hutschienenhalter kann sich auch jeder selber drucken....

die Pro Serie in Ehren, aber das Level würde ich mit anderen Systemen realisieren.

Allergisch bin ich deswegen gegenüber dem Schukogedöns weil es Laien oftmals falsch verwenden ( kaskadiert ) und die Qualitätsanmutung bescheiden ist. Kein Mensch kauft sich einen 3fach Verteiler um € 25,- vom Markenhersteller aus Europäischer Produktion wenn die Schrottprodukte aus fernöstlicher Herstellung daneben liegen um einen Bruchteil des Preises.

Die meisten Wohnungsbrände welche eine elektrische Ursache haben sind auf solch 3-fach Leisten und die falsche Verwendung derselben zurückzuführen.
Leider sind die LS AFDD bzw. FI/LS AFDD noch nicht weitverbreitet.... hier ein link für Interessierte: https://assets.hager.com/step-conte...ll/19AT0018CME_HAGER_PARTNERTIPP_AFDD_WEB.pdf
 
Auch wenn ich solch einen Pragmatismus grundsätzlich unterstütze, dürfte diese Variante gegen diverse Regeln der VDE und TAB verstoßen. Wer das machen will, kann das gerne machen - ich habe in meiner alten Wohnung sogar Shellies fliegend verdrahtet im Sicherungskasten gehabt - aber ich sehe hier einfach keinen Vorteil gegenüber den SchuKo-Systemen für den genannten Einsatzfall. Im Gegenteil. Diese Variante dürfte in fast allen Belangen schlechter sein.

die Pro Serie in Ehren, aber das Level würde ich mit anderen Systemen realisieren.
Welche denn?

Allergisch bin ich deswegen gegenüber dem Schukogedöns weil es Laien oftmals falsch verwenden ( kaskadiert ) und die Qualitätsanmutung bescheiden ist. Kein Mensch kauft sich einen 3fach Verteiler um € 25,- vom Markenhersteller aus Europäischer Produktion wenn die Schrottprodukte aus fernöstlicher Herstellung daneben liegen um einen Bruchteil des Preises.
Stimmt, aber auch hier ist das Risiko deutlich geringer, als man oft denkt. Klar, wer Steckosenleisten auf AliExpress oder gar auf Temu bestllt, der darf sich nicht wundern, wenn er moderne Brandbeschleuniger bekommt. Aber selbst die 3€-Baumarkt-Steckdosenleisten hierzulande sind in der Regel - für ihren Preis - schon verdammt gut verarbeitet und daher an sich normalerweise nicht das Problem. Problematisch wird es dann eher, wenn die Kontakte irgendwann verschmutzt, korrodiert oder durch häufige Steckvorgänge abgenutzt/augeleiert sind. Oder noch viel mehr, wenn die Kabel beschädigt werden, Knickstellen am Stecker, Quetschungen oder Kabelbrüche im Kabel, ... Aber das hat man sogar bei den Steckdosen in der Wand früher oder später, ebenso auch bei den Steckern/Kabeln der Geräte selbst.

Die meisten Wohnungsbrände welche eine elektrische Ursache haben sind auf solch 3-fach Leisten und die falsche Verwendung derselben zurückzuführen.
Leider sind die LS AFDD bzw. FI/LS AFDD noch nicht weitverbreitet.... hier ein link für Interessierte: https://assets.hager.com/step-conte...ll/19AT0018CME_HAGER_PARTNERTIPP_AFDD_WEB.pdf
https://www.schadenprisma.de/archiv/artikel/elektrische-brandursachen-im-wandel-der-zeit/ Demnach sind 33% der Brandursachen elektrischer Natur, und nur 6-7% von 33% , also gut 2% aller Wohnungsbrände, entstehen durch Mehrfachsteckdosenleisten - und dort meistens durch Quetschungen, Knicke und ähnliches. Platz 1 bei den Elektrogeräten ist daher auch nicht der Mehrfachstecker, sondern es sind tatsächlich Kühl- und Gefriergeräte. Die hätte man wohl nicht direkt auf dem Schirm. Grund sind aber auch hier oft nicht die Geräte selbst, sondern beschädigte Kabel, die hinter oder unter dem Gerät eingeklemmt wurden. Soll heißen: Eigentlich sind weder Kühlschränke, noch Gefrierschränke noch Mehrfachsteckdosenleisten ein Problem, sondern der Umgang mit Kabeln im allgemeinen - egal wo und egal bei welchem Gerät - ist das Problem. Das umgeht man also auch nicht, wenn man auf Steckdosenleisten verzichtet oder nur Premium kauft. Aber natürlich ist es sinnvoll, Premium-Steckdosenleisten zu kaufen, da hier die Kabel oft robuster sind. Und eigentlich müsste man auch alle paar Jahrzehnte mal die Steckdosen in der Wohnung erneuern, ebenso alle Kabel, Sicherungen, ... Macht aber auch (fast) keiner, so lange es keine Probleme gibt.

AFDDs wären da eine sehr sinnvolle Ergänzung, ja. Ich habe auch schon überlegt, hier welche einzubauen. Aber erstens gibt's bisher keine dreipoligen, ist also nur was für einpolige Stromkreise (daher z.B. nichts für die Hauptverbraucher in der Küche wie Herd/Backofen, aber auch nichts für andere Großverbraucher wie Wärmepumpe mit Heizstab, Durchlauferhitzer, ...). Und zweitens sind die Preise einfach heftig. Ein Standard Hager AFDD (LS-AFDD, 16A, B-Charakteristik) liegt bei Listenpreis 224,80€, in der FI-LS-Version bei 325,80€. Tatsächliche Preise im Netz dann ca. 110 bzw. 150€ pro Stück/pro Stromkreis. Zum Vergleich: Der gleiche Hager FI-LS-Schalter (ohne AFDD-Funktion) liegt bei 37€ pro Stück im Netz, der klassische Hager LS-Schalter mit vorgeschaltetem FI, so (von Hager oder anderen natürlich) wie vermutlich in den meisten aller Neuinstallationen in Wohnungen verbaut, liegt bei Listenpreis 10,90€ pro Stück, im Netz auch schon ab 2,36€ zu bekommen. Ob ich also nun für z.B. 20 Stromkreise ca. 20 Stück a 2,36€, also Pi-mal-Daumen 50€ Materialpreis für die Sicherungen/LS-Schalter ausgebe oder 3000€ für 20x FI-LS-AFDDs, das ist doch ein gewaltiger Unterschied, weswegen die sich so einfach noch nicht durchsetzen. Gut, fairerweise müsste man im reinen LS-Schalter-Beispiel dann den/die FI-Schalter noch mit einrechnen, da die beim FI-LS-AFDD integriert sind, aber ein Hager 30mA-FI (40A Bemessungsstrom) liegt bei ~35€. Theoretisch könnte man mit einem arbeiten, in Neuinstallationen wird man für 20 Stromkreise/LS-Schalter wohl 3 Stück verbauen, macht trotzdem nur ca. 150€ Materialpreis für die "klassische" Lösung, verglichen mit 3000€ für die AFDD-Lösung.
 
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