Ein lustiges Thema: Berliner Stromkundin muss nach Stromzählertausch auf SMART 14.557,99 € nachzahlen

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Ja, das größte Käseblatt aus Berlin. Nein, nennen wir es "Boulevardblatt", wer mag, kann nachlesen, was das bedeutet. Sorry, unseriös wie die Bild.
 
Nach dem Lesen des Artikels frage ich mich auch was denn die Quintessenz des Artikels sein soll?

Triebfeder mMn ist die Schlagzeile mit 'Schock'.

Zum Thema: Ja, solche extrem-Ausreißer gibt es. Daraus allerdings eine Regel abzuleiten ist Unfug.
Als Gegenbeispiel nenne ich den smarten Zähler bie mir in der Firma. Der Verbrauch ist einfach mal gleich geblieben.
Andersrum hatten wir bei dem alten Zähler mal nen Zahlendreher eines Ablesers. War kurzfristig auch teuer.
Stand aber weder in BZ, Bild, Express noch in der Rheinischen Pest.
 
Was soll dieser Artikel?
Angst vor Smartmeter schüren?
Keine Technologie ist perfekt, es kann sein, dass hier ein Fehler vorliegt, die BZ ist keine verlässliche Quelle.
Wenn der Stromverbrauch sich plötzlich ohne sichtbaren Grund vervielfacht kann man dagegen klagen
 
Oder sich eben auch an Schmierblätter und/oder TV-Magazine wenden, die Einzelnen wohl schneller Helfen und wegen der dadurch entstehenden Aussenwirkung zum Ziel kommen.

Wer erinnert sich nicht an die TV Rubrik "Spass mit der Telekom" 🤪

Traurig, aber ist wohl so. 🤷‍♀️
 
Vorallem ist "muss " durch "soll" zu ersetzen denn die Forderung wird ja bestritten !
Ich bezweifele stark dass der Versorger die Summe einteiben kann .

Gruss Uwe
 
Wobei mich schon der (technische) Hintergrund von Frau Grawert interessieren würde, wenn sie immer ~900 kWh umgesetzt hat, dazwischen ein SMART-Zähler 40k kWh gemessen hat und der neue jetzt aus Jahr extrapoliert auf ca. 1800 kWh misst, "weil sie kurzzeitig einen zusätzlichen Kühlschrank nutzt und den elektrischen Kamin nur abends anschaltet". Das klingt ziemlich fischig.
 
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@Korfox: Das wollte ich auch gerade schreiben. Insbesondere weil die (selbst abgelesenen) 900 ja der Verbrauch von zwei Personen war und sie die 1724 alleine verbraucht.

"Im Fall von Frau Grawert kam es immer wieder zu Schätzungen von Zählerständen."
Das spricht auch nicht gerade für die Bewohner des Haushalts.

Sie lebt "sehr sparsam" und nutzt gelegentlich einen elektrischen Kamin? :rolleyes: Bei den Dingern ist man schnell bei 1 bis 2 kW.

Aber natürlich ist nicht auszuschliessen, dass der Stromversorger Fehler macht. Wenn die 40000 kWh tatsächlich nur aus dem Jahr stammen, dann müsste sie schon sehr viel geheizt und sehr viele Torten gebacken und gekühlt haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne eine Unterstellung oder Bewertung:
Ich kann mir da halt durchaus vorstellen, dass irgendwo etwas war, das den alten Zähler manipuliert hat und das den neuen Zähler sehr verstörte und/oder eben dass der Mann halt immer etwas abgerundet hat (was aber die 40k kWh nicht erklären kann). Wobei es bei der aktuellen Strompreisentwicklung (höher immer, tiefer nimmer) halt auch fein wenig intelligent ist den Zählerstand zu niedrig abzulesen.
 
Was möchtest du uns jetzt mit diesem Thread sagen?
Evtl. war der Zähler defekt - das hat auch nichts mit Smart oder nicht Smart zu tun, den neuen smarten Zähler hat sie ja jetzt erst bekommen und der übermittelt offenbar korrekte Werte. Die problematische Abrechnung ist ja durch den Ausbau des alten Zählers bzw. durch dessen Endabrechnung entstanden, laut Artikel. Genau genommen hat die ganze Geschichte also nichts mit einem smarten Zähler zu tun. Was sie jetzt für einen Zähler hat, ist ja sch***egal, wenn das Abrechnungsproblem damit überhaupt nichts zu tun hat.

Jetzt gibt es mehrere Möglichkeiten:
- Beim Ausbau des alten Zählers wurde ein falscher letzter Zählerstand eingetragen. Aber: Der alte Zähler wurde ja auf die Beschwerde hin nochmals überprüft laut Artikel und dabei vermutlich auch der Zählerstand nochmal gecheckt, der Werte auch bei Ausbau dokumentiert. Dürfte also eigentlich kein Fehler sein, wenn der Zähler nicht kurz vorher plötzlich "durchgedreht" ist.
- Laut Artikel haben sie in der Vergangenheit ca. 900kWh pro Jahr zu zweit verbraucht, selbst abgelesen. Jetzt verbraucht sie alleine aber schon über 1700kWh. Wo kommt die Differenz von 800kWh/Jahr *mehr* her? Müsste der Stand nicht sinken, wenn ein Verbraucher weniger da ist? Da liegt die Vermutung nahe, dass der Verbrauch vorher gar nicht bei 900kWh lag, sondern *mindestens* beim doppelten. Je nachdem, wie lange der alte Zähler verbaut war, kommen da so einige Tausend Kilowattstunden Differenz zusammen. Laut Foto war der alte Zähler von 1976. Das ist fast 50 Jahre bis zum Zählertausch. Wenn der Mann seit 40 Jahren schon die falschen Zählerstände übermittelt, passt die Differenz schon.
- Ein elektrischer Kamin braucht verdammt viel Strom. Sie sagt, sie nutzt ihn nur im Winter. Nehmen wir an sie nutzt ihn von November bis Februar 5 Abende pro Woche für drei Stunden, sind das 120 Tage, 360 Betriebsstunden, macht ca. 720 kWh nur für den Kamin. Bei angeblichen 900 kWh insgesamt kommt das kaum hin, mit noch zwei Kühlschränken, Geschirrspüler, usw. Da verstehe ich die (berechtigten) Zweifel vom Energieversorger.
- Auf dem alten Zähler sind 135.521 kWh Verbrauch zu sehen. In 50 Jahren macht das 2710 kWh pro Jahr im Schnitt. Ein absolut plausibler Wert. Nur passt er eben überhaupt nicht zu den vermeintlichen 900kWh pro Jahr, die sie angegeben hatten. Laut Energieversorger haben die beiden ja selbst die 900kWh pro Jahr gar nicht immer angegeben, sondern es kam oft zu Schätzungen. Also haben sie oft einfach (fast immer? vielleicht seit Jahren/Jahrzehnten?) gar nix angegeben und die (vermutlich mehrfachen) Aufforderungen zum Ablesen ignoriert. Dann wird halt geschätzt. Und wenn die Schätzung immer zu niedrig war, muss das jetzt nachgezahlt werden.

-> Ich vermute hier also eher, dass ihr Mann den Fehler begangen hat und falsche oder gar keine Zählerstände übermittelt hat. Ob absichtlich oder nicht, das ist so nicht zu erkennen. Aber den Fehler muss sie jetzt leider ausbaden. Das ist nicht Aufgabe des Versorgers. Der muss ihr den verbrauchten Strom ja nicht schenken. Und natürlich wird der jetzt zum jetzigen Satz abgerechnet, nicht zu dem der vergangenen 50 Jahre.

Positiv: Der smarte Zähler, der nun den Verbrauch automatisch übermittelt, wird genau diesen Fehler ihrerseits in Zukunft verhindern. Nochmal kann sie also nicht so selbst verschuldet reinfallen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt immer mal wieder Probleme mit Meßeinrichtungen aller Art. Das sind oft Fehler beim Umgang mit den Daten (z.B. falsche Meßstelle zugeordnet), manchmal hängt illegalerweise einer mit dran und betreibt sein Gewächshaus, oder auch technische Fehler. Es gab z-B. mal ein Geschwindikkeitsmeßgerät (Blitzer), der unter bestimmten Bedingungen (Fahrer beschleunigt vor dem Blitzer) komplett falsch gemessen hat. Ist mir selber passiert, aber ich habs bezahlt, weil ich viel mehr Geld darin versenkt hätte, wenn ich agegen vorgegangen wäre, als wenn ich das gleich bezahle.
 
- Auf dem alten Zähler sind 135.521 kWh Verbrauch zu sehen. In 50 Jahren macht das 2710 kWh pro Jahr im Schnitt. Ein absolut plausibler Wert. Nur passt er eben überhaupt nicht zu den vermeintlichen 900kWh pro Jahr, die sie angegeben hatten. Laut Energieversorger haben die beiden ja selbst die 900kWh pro Jahr gar nicht immer angegeben, sondern es kam oft zu Schätzungen. Also haben sie oft einfach (fast immer? vielleicht seit Jahren/Jahrzehnten?) gar nix angegeben und die (vermutlich mehrfachen) Aufforderungen zum Ablesen ignoriert. Dann wird halt geschätzt. Und wenn die Schätzung immer zu niedrig war, muss das jetzt nachgezahlt werden.

-> Ich vermute hier also eher, dass ihr Mann den Fehler begangen hat und falsche oder gar keine Zählerstände übermittelt hat. Ob absichtlich oder nicht, das ist so nicht zu erkennen. Aber den Fehler muss sie jetzt leider ausbaden. Das ist nicht Aufgabe des Versorgers. Der muss ihr den verbrauchten Strom ja nicht schenken. Und natürlich wird der jetzt zum jetzigen Satz abgerechnet, nicht zu dem der vergangenen 50 Jahre.
Ich denke in dem Fall wäre der Artikel (hoffentlich) nie entstanden, weil der Versorger ja nachweisen kann, was der letzte abgelesene/geschätzte Wert in der Datenbank ist (plausibel, weil er ja die grob ~900 kWh stützen wird) und dank des Fotos auch nachweisen kann, was wirklich auf dem Zähler stand. Das heißt: Dass da eine große Differenz zwischen den Werten bestand und mutmaßlich die letzten zweitausend Jahre falsche Stände übermittelt wurden hätte (denke ich... vielleicht Datenschutz oder so) nicht zu einer Antwort der Form wie
Zum Zeitpunkt der Rechnungslegung gab es keinen Zahlungsrückstand. Im Fall von Frau Grawert kam es immer wieder zu Schätzungen von Zählerständen. Wenn diese zu gering ausgefallen sind, dann fließt Verbrauch aus den Vorjahren in diese hohe Rechnung mit ein.
geführt, sondern zu
Zum Zeitpunkt der Rechnungslegung gab es bereits einen Zahlungsrückstand. Im Fall von Frau Grawert kam es immer wieder zu Schätzungen von Zählerständen. Da diese zu gering ausgefallen sind, floss Verbrauch aus den Vorjahren in diese hohe Rechnung mit ein.
 
Die Stadtwerke kontaktieren und nicht die Zeitung. Hierbei freundlich bleiben, um eine Überprüfung des Zählers bitten und immer daran denken: Fehler können passieren.
 
Die Überschrift /Schlagzeile könnte auch lauten "Nach Smartzählereinbau kommt Strombetrug ans Tageslicht" In der Schlagzeile ist eventuell die gleiche Wahrheit oder Unwarheit wie in der ursprünglichen. Für mich hat dieser Artikel nix mit Presse sondern mit ......... zu tun.
 
Für plötzlichen Mehrverbrauch kann es schon lustige Ursachen geben.
Hier eine Story aus den wilden Nachwendetagen: Mein Schwiegervater wohnte in Teltow südlich von Westberlin. Als dann die Brücken über den Kanal wieder geöffnet wurden, mussten einige Straßenkreuzungen ertüchtigt werden, jetzt auch Nord-Süd-Verkehr einzubinden. Also große Ampelanlagen. Und wo kam der Straom für diese her? Still und heimlich auf das Hauslicht des ersten Eingangs im Wohnblock aufgeschaltet! Deren Verbrauch hatte sich binnen eines Jahres vervielfacht, bis der streitlustige Mann Ursachenforschung betrieb und eine Umschaltung durchsetzte.
 
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