Datenrettung, brauche bitte dringend Hilfe!!

Kakadua

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Hallo,
folgendes Problem:
Mein T61 hat sich heute plötzlich (und ohne Vorankündigung) mit BSOD verabschiedet.
Nach einem Neustart wird angezeigt, dass die Festplatte nicht mehr funktioniert/ sie wird nicht mehr gefunden.
Ich kann das T61 auch nicht (ohne Festplatte) von der Win7-CD booten. Aber das hat (als alles funktioniert hat) auch nicht geklappt.

Die Festplatte habe ich jetzt ausgebaut und versuche irgendwie an die Daten zu kommen.
Zur Verfügung habe ich folgendes:
-X41t mit Ubuntu (von dem ich schreibe)
-tagsüber einen Windows-PC
-SATA-USB-Adapter

Ich habe die Festplatte mit dem Adapter an das X41t angeschlossen.
Sie wird erkannt, aber ich kann sie nicht mounten. Sämtliche Versuche eines erzwungenen Mountens
sind bis jetzt fehlgeschlagen. Die Festplatte läuft an (man hört den Motor) und sie ist so leise wie immer.
Eine Neue ist bereits bestellt. Ich möchte nur die Daten bzw. einige wichtige Mails, Dateien und Bilder retten,
die Programme etc. sind (verhältnismäßig) unwichtig.

Ich habe es schon mit Testdisk versucht, aber es wurde nur die Platte des X41ts erkannt.
Nach etwa 5 Stunden mit Google/Foren/Ubuntu-Wiki bin ich noch nicht weitergekommen.
Es wäre wirklich toll, wenn mir irgendjemand helfen könnte!!!!

Viele Grüße und danke!!
 
Also, ich habe noch eine ganze Zeit lang im Internet nach dem Problem gesucht.
Das Problem ist, dass die Festplatte nicht erkannt wird, hatte ich ja geschrieben.
Da sie nicht mal im BIOS erkannt wird, kann ich keine Kopie machen.
Wäre ich in der Lage auf die Daten/die Festplatte zuzugreifen, wäre das Problem ja gelöst...

Aufgrund dessen, was hier geschrieben wurde/ ich im Gespräch mit einem Bekannten von mir
(Informatiker) herausgefunden habe, denke ich, dass die Platte (und damit die Daten) leider einfach im Ar*** sind. :(

Das Problem ist, dass ich kein Backup gemacht habe. Das Windows ist jetzt etwa 2 Monate alt, und ich hatte
keine Zeit für ein Backup (Schule/Klausuren). Das nennt man wohl lernen durch Schmerz. :( :(

Aber ich denke, dass dieser Thread anderen, die ähnliche Probleme haben, beim Identifizieren des Problems helfen sollte.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Zu Zeiten von ollen IDE Platten oder noch älteren Schnittstellen mag das ja alles funktioniert haben.
Bei SATA Platten hast Du dazu keine Chance mehr. Auf der Steuerungsplatine sind wichtige Informationen zur Kopfpositionierung vorhanden. Diese Daten unterscheiden sich von Platte zu Platte durch die Fertigungstoleranzen. Keine 2 Platten haben dort die gleichen Daten abgespeichert.

So bitter es daher für den TE ist, allerdings hat mein Vorschreiber hier vollkommen recht:

Da fühle ich mich doch etwas an der Ehre angetastet:

Die HDD war eine Samsung: HD25HJ; S/N: S17HJ1CQ411501

Die vier Kontakte des Schrittmotors wurden um gelötet.

Und einen habe ich noch:

Geschehen ist das im Kreise einer sehr, sehr guten Werkstatt meines Vertrauens, außerhalb der Dienstzeit!
 
Zuletzt bearbeitet:
Einfach die Platte zur Seite legen. Vielleicht wird die Datenrettung mal ein totaler Trend
und die Preise gehen weit runter ... :eek:
 
Ich würde nachsehen, ob der Hersteller der defekten Festplatte ein Tool zum Firmware-Update anbietet und, wenn ja, ob dieses Tool die Festplatte noch erkennt und die Firmware eventuell neu schreiben kann.
Alternativ, wie Mornsgrans schon sagte, auf der Platine nach verschmorten Bauelementen suchen und diese ersetzen (eventuell von der Platine einer baugleichen Festplatte).
Interessant wäre auch, ob die HD überhaupt noch Strom aufnimmt und ob der Motor noch anläuft - das hört bzw. fühlt man, wenn man sie extern betreibt.
 
Das Problem ist, dass ich kein Backup gemacht habe. Das Windows ist jetzt etwa 2 Monate alt, und ich hatte
keine Zeit für ein Backup (Schule/Klausuren). Das nennt man wohl lernen durch Schmerz. :( :(
Hilft zwar jetzt nicht mehr weiter, aber das Backup kann man eigentlich automatisieren.
Und die Mails kann man auf dem Server lassen, dann kommen sie auch normalerweise nicht weg. Und man kommt von allen Geräten aus ran.
 
Hallo Kakadua:

Habe leider auch Erfahrungen mit dem Problem machen dürfen:
- selbst erlebt: Steuerelektronik defekt (d.h. Platte schien anzulaufen, aber mehr nicht. Auch Linux-Versuche schlugen fehl). Backups (aus welchen Gründen auch immer) ebenfalls nicht lesbar. Lösung: OnTrack (da sonst 4 Wochen "Zwangspause"). Wie Mornsgrans schon geschrieben hat ... teuer (damals ca. DM 4.000). Aber billiger als Zwangspause.
- bei Schwager: Platte lief an, aber "Klack-klack"-Geräusch. D.h. Schreib-Lese-Kopf war blockiert. Auf Platte waren unwiederbringliche Bilder der Kinder (Geburt bis damaliges Alter). Lösung (nach Rückfrage): Habe Platte in sauberer Umgebung geöffnet (Torx-Schrauben gelöst). Danach war Kopf wieder beweglich und die Daten konnten komplett auf zweite Platte gesichert werden.

Grüße und viel Erfolg, Ingolf.

P.S.: Seit meinem Erlebnis sind Backups inkl. Validierung so wichtig wie das Arbeiten mit den Systemen selbst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hoffe doch dass es sich um Torx Schrauben handelte :-)
Auch wenn nach der Öffnung ja quasi der Torax der Platte vor Dir offen herum lag.

"Thorax"-Da habe ich sofort eine metallischen [Fe] Geschmack im Nasen/Rachenraum, manchmal auch CH4, H2S, NH3- sprich es stank, sah nicht toll aus und alles fiel irgendwie von selbst herab !

Zurück zum Thema, ist die HDD nicht mehr ansprechbar, können die genannten Möglichkeiten (Platinenwechsel) helfen. Eine Garantie gibt es nicht. Eine vierstellige Summe auszugeben, macht nach meinen privaten Erfahrungen eher keinen Sinn.
Klar sind einmal aufgenommene Bilder/Dokumente/Projekte eine nicht wiederbringbare Erinnerung, jedoch ohne Sicherung, dann leider nicht mehr vorhanden.

So wie der TE schreibt, ist es eine Erfahrung für ihn und Mahnung für alle anderen User.

Morns schrieb, dass es er Server HDD durch klopfen/schlagen wieder zu laufen brachte, ja kenne ich auch, jedoch waren die Ergebnisse nicht oft erfolgreich- und dann stundenlanges "tröpfchenweises" kopieren.

Eine HDD zu öffnen, da ist bei mir bereits jeder Eifer verraucht- quasi der letzte Versuch- bevor die HDD dann bei meinem Onkel im Fegefeuer eines Schweißbrenners verglüht.
 
Ich überlege nochmal, dann öffne ich die Platte vielleicht. Habe ja nichts mehr zu verlieren...
Hast du sie einfach geöffnet , oder noch Gewalt angewendet?
Wie "rein" muss die Umgebung sein?
 
Eine HDD zu öffnen erfordert normaler Weise klinisch reine Bedingungen (Reinraum). Wenn Du Dich mit dem Schicksal abgefunden hast, dann mache sie auf. Du wirst sehen, dass sie hermetisch abgeschlossen ist. Die sieht aus wie am ersten Tag!
Dann siehst Du den Lesekopf und die Scheiben und kannst sehen ob dieser überhaupt noch sich in irgend einer Art über diese positioniert.

Zu Hause wirst Du nicht die Möglichkeiten haben, diese ohne weitere Schäden zu öffnen. Die ist dann hin!

Es erweitert Dir "nur" den Horizont, wie so etwas funktioniert.

Ach und noch einen: den Stellmagneten nutze ich, nach Ausbau, zum weiteren magnetisieren meiner Schraubendreher! :eek:
 
Zuletzt bearbeitet:
im Fegefeuer eines Schweißbrenners verglüht.

Ich demonstriere in diesem Fall immer gerne die Kaltverformung einer HDD durch die kinetische Energie eines beschleunigten Vorschlaghammers...

Ist nebenbei auch ein effektiver Frustabbau.


LG Jü
 
Wenn dir die Daten wichtig sind bloß nicht öffnen!

schau lieber mal nach der Stromversorgung der Platte, und ob der Überspannungsschutz ausgelöst hat.
Ich hab schon eine Platte wieder zum laufen gebraucht (zwar 3,5") indem ich den Spannungschutz zurückgesetzt hab.
Keine Ahnung obs das für deine Platte auch gibt, doch ein Versuch ists Wert.

so in etwa hier!

Gruß herb89
 
So, mein Schreibfehler ist korrigiert :facepalm: ...

Die Diskussion über "Reinraum" kenne ich. Ist ja auch richtig (meine Platte hätte ich damals nicht geöffnet, da wäre der Schaden noch über der Abschlussrechnung von OnTrack). Bei der anderen Platte wollte aber der Besitzer nicht in den "sauren Apfel" (= hohe Rechnung) beißen, so dass ich explizit nachgefragt hatte "kann sein, dass die Platte zerstört wird, trotzdem probieren?".

Nachdem die Torx(!!!)-Schrauben gelöst waren, wurde der Deckel nicht komplett entfernt, da ein leichtes Anheben bereits die Blockade lösen konnte.

ABER: Anhand der beschriebenen Symptome würde ich eher auf eine Schaden der Steuerelektronik tippen (es fehlt der Hinweis auf das Klack-Geräusch). Und da ist das Öffnen des Gehäusedeckels nicht angebracht, da ggf. die Platine gewechselt werden muss (bei einer 2,5"-Platte nach meinem Kenntnisstand nicht machbar). OnTrack hatte bei meinem Plattenproblem (Steuerelektronik) die Magnetplatten ausgebaut und in eine identische Platte (Hardware-/Firmware-Revision) eingebaut und, natürlich, unter Reinraum-Bedingungen.
 
Das hier sieht etwas komisch aus. Kann es sein, dass da ein Bauteil abgefallen ist?



Ansonsten seh ich auf den ersten Blick keine (weiteren) Fehler.
 
Die Platine sieht nach meinem Dafürhalten in Ordnung aus! Da ist offensichtlich nichts verreckt.

Über die Kennnisse an mikroelektronischen Bauteilen etwas zu erkennen, geschweige den diese zu wechseln verfügst Du doch nicht!?
Was ist denn dann der Sinn dieser Maßnahme?

Ist es Deine Erste HDD? Oder solltest Du doch zum professionellen Anbieter wechseln, wenn es verschwiegene wichtige Inhalte sind?

Bei diesen Beweggründen fehlt mir hier komplett der Hintergrund!
 
Zuletzt bearbeitet:
Leider sind nicht alle Bauteile zu sehen bzw. scharf genug, besonders die hinteren. Eine Aufnahme direkt von oben wäre hilfreicher.

Du solltest auf jeden Fall die Anschlüsse der Buchsen zur Platine und dort vor Allem die Lötkontakte auf Stromdurchgang prüfen. Ein "toter" oder gebrochener Lötkontakt wäre auch nicht abwegig, vor Allem dann, wenn die Platte oft aus- und eingebaut worden sein sollte.
 
Miss' bitte mal diese Diode durch:

SATA_FP_mit_SP.jpg

ob sie in beiden Polungen Durchgang hat und ob ihr linker Pin mit Masse (z.B. Pins 4,5,6 des SATA-Stromsteckers; Pin1 ist bei "P1") verbunden ist.
Wenn beides zutrifft, ist das eine defekte Suppressordiode an 5V und kann entfernt werden.
 
Die "KEV"-Diode ist leitet in beide Richtungen. Außerdem ist der linke Pol leitend mit Pin 4 - 12 verbunden (ebenfalls in beiden Richtungen).
Das heißt, dass die Diode defekt ist, oder? (Da leitend in beiden Richtungen)
Meinst du, dass die Festplatte dann wieder funktionieren könnte?
Muss nicht von Dauer sein, nachdem ich die Daten habe, wird sie "endgültig gelöscht". ;)

Entfernen im Sinne von auslöten oder im Sinne von ersetzen?

Wäre wirklich zu schön...
----- Beiträge zusammengeführt -----

Aber die Festplatte dreht ja, dürfte sie bei so einem Defekt nicht gar nicht arbeiten?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Naja - also ich hatte vor einigen Jahren einen ähnlichen Festplattenschaden und hab' das in die Hände eines Datenretters gegeben... War ein dreistelliger Betrag, aber auch ich musste nochmal an die einen oder anderen Daten ran und das hat dann eigentlich recht gut funktioniert...
Alles andere kann die Sache eher verschlimmern und irgendwann kann dann keiner mehr mit "Standard" mitteln ran und dann wird das sicher ein vierstelliger Betrag.

Just my two cents
 
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