Brauche Hilfe bei der Suche nach richtigem Ersatzteil fürs Fahrrad

Ich glaube kaum, dass das Rad gefahren wurde, wie ich das sehe, ist das Hinterrad platt?
Dafür sieht der Smart Sam hinten noch ganz gut aus. Das ist ein super Allrounder, fahre ich auch meistens.

Mit dem Magic Mary wirst du auf der Vorderachse auf Asphalt wenig Spass haben, vor allem bei Nässe.
Das ist eher was fürs Grobe oder in Kombination mit dem smart Sam hinten etwas fürs quer fahren im Schlamm.
 
Mit dem Magic Mary wirst du auf der Vorderachse auf Asphalt wenig Spass haben, vor allem bei Nässe.
Das ist eher was fürs Grobe oder in Kombination mit dem smart Sam hinten etwas fürs quer fahren im Schlamm.

Ich hoffe doch, dass sich da niemand ein 170(?) mm Freerider mit Coil Fahrwerk für die Straße geholt hat!
Dafür ist das Rad nun wirklich nix!
Für den angedachten Einsatzzweck (schnell ruppig bergab) ist der Mary aber gut!

Die Sattelstellung spricht auch eher dafür, dass das Rad artgerecht bewegt worden ist.
Lift bergauf, ballern bergab. Ansonsten wäre wohl auch ne Dropper verbaut.
Beitrag automatisch zusammengeführt:

Das Fahrrad selbst ist ein Trek EVO?

Das Rad ist ein Trek Scratch, ein echter Freerider.
Gedacht fürs ballern bergab…
 
Die Sattelstellung spricht auch eher dafür, dass das Rad artgerecht bewegt worden ist.
[..]
Das Rad ist ein Trek Scratch, ein echter Freerider.
Freeride ist nicht mein Metier, aber deine Zusammenfassung ergibt Sinn. Mir stellt sich nun die Frage, wie dieses Rad zu diesem Schadensbild gekommen ist. Ein Schlag in der Felge und ein Platten könnten(!) auf einen Unfall hindeuten. Und das Rad zu verkaufen würde Sinn ergeben, wenn wir hier einen wirtschaftlichen Totalschaden vor uns hätten.

Kannst du das genaue Modell identifizieren? Der Rahmen sieht aus, als könne er zu einem 2010er Scratch 9 gehören. [1] Aber die Rock-Shox-Gabel passt nicht dazu. Andererseits gab es wohl Scratch-Modelle mit weißer Rock-Shox-Gabel, aber zu deren Bildern passt dann der Rahmen nicht mehr.


[1] https://www.vitalmtb.com/features/First-Ride-2010-Trek-Scratch-9,57
 
Freeride ist nicht mein Metier, aber deine Zusammenfassung ergibt Sinn. Mir stellt sich nun die Frage, wie dieses Rad zu diesem Schadensbild gekommen ist. Ein Schlag in der Felge und ein Platten könnten(!) auf einen Unfall hindeuten. Und das Rad zu verkaufen würde Sinn ergeben, wenn wir hier einen wirtschaftlichen Totalschaden vor uns hätten.

Kannst du das genaue Modell identifizieren? Der Rahmen sieht aus, als könne er zu einem 2010er Scratch 9 gehören. [1] Aber die Rock-Shox-Gabel passt nicht dazu. Andererseits gab es wohl Scratch-Modelle mit weißer Rock-Shox-Gabel, aber zu deren Bildern passt dann der Rahmen nicht mehr.


[1] https://www.vitalmtb.com/features/First-Ride-2010-Trek-Scratch-9,57

2010er Trek Scratch 9 wird passen.
Die Gabel wird nicht original sein.
Ein Hersteller rüstete die Räder nur seltenst mit Federkonponenten unterschiedlicher Hersteller aus. Der Dämpfer (Fox) wird original sein, die Gabel nachgerüstet.

Was aber überhaupt kein Problem ist. Ich fahre teilweise auch Federwegs-Mixe und alles läuft gut.
Gut auch, dass der Dämpfer noch Original zu sein scheint. Dieser wird einen Tune spezielle für den Rahmen haben.

Auch den bisher offensichtlichen „Schaden“ sehe ich nicht kritisch.
Bei härterer Gangart passiert das schonmal, dass die Felgen leiden!
Dafür gibt es viele Gründe: unsaubere Linie, Landung auf einem Stein/Wurzel, zu wenig Luftdruck.


Auch die Bremse hinten passt nicht zu diesen Bildern.

Die Bremse wird auch nicht original sein.
Ich wage mal zu behaupten, dass die hier verbaute Magura MT5 noch gar nicht auf dem Markt war, als das Scratch als Modell aus dem Programm genommen worden ist.
Auf jeden Fall mit 4 Kolben vorne und hinten sehr kraftvoll!

Alles in allem würde ich, je nach Preis, noch nicht von einem Fehlkauf sprechen.
Das Rad ist zwar älter, die Geo total überholt, aber ein robustes Teil und gut bergab wird es trotzdem gehen und Spaß dabei machen.
Wenn es keine strukturellen Schäden gibt, ist das Ganze auch mit relativ „wenig“ finanziellem Aufwand wieder in Schuss zu bringen.
Auch eine vermutlich anstehende Wartung der Federelemente und Entlüftung der Bremsen ist kein Hexenwerk.
Dann muss sich Junior, wie hier schon vorgeschlagen, halt auf YouTube mal damit beschäftigen.
Das Werkzeug kann ich leihweise versenden.
Es ist bei dieser Art der Ausübung des Sports sowieso ratsam, sich alles, was an Wartung und Reparatur ansteht, selber anzueignen. Das Material leidet extrem!
Wenn ich all meine Schäden an meinen MTBs hätte durch eine Werkstatt reparieren lassen, wäre ich jetzt arm und würde den Sport vermutlich nicht mehr ausüben.
Außerdem sehe ich das Basteln mittlerweile als Teil des Hobbies und macht mir großen Spaß.
 
Die Gabel wird nicht original sein.
[..]
Was aber überhaupt kein Problem ist. Ich fahre teilweise auch Federwegs-Mixe und alles läuft gut.
Ja, technisch sehe ich da auch kein Problem. Meine Räder sind auch nicht mehr im Originalzustand.
Mir geht es eher darum, wie dieser Mix zustande gekommen ist, also um die Geschichte des Rades. Natürlich kann das alles ganz normaler Komponententausch (wegen Verschleiß oder Vorlieben) gewesen sein. Aber der Achter lässt mich halt darüber nachdenken, ob das Rad möglicherweise wegen eines Unfalls abgestoßen wurde, nur notdürftig für den Verkauf in Schuss gebracht wurde und vielleicht noch andere unerkannte Mängel hat.

Alles in allem würde ich, je nach Preis, noch nicht von einem Fehlkauf sprechen.
Es kommt auf den Einsatzzweck an. Für mich liest sich die Situationsbeschreibung von @Csf so, als solle das in erster Linie ein Schulwegrad werden. Und da sehe ich einen Freerider durchaus eher als Fehlkauf, denn selbst wenn das Rad technisch in Ordnung wäre, dann wäre das Material dafür ungeeignet (überdimensioniert und damit unnötig schwer, unpassende Geo um "Strecke" zu machen, fehlende StV(Z)O-Ausstattung).

Um all diese Unzulänglichkeiten kann man irgendwie herumarbeiten, aber wie es schon vorher im Thread anklang: Man kann auch ein 17"-DTR-Notebook als mobilen Begleiter zum E-Mail-Schreiben unterwegs nutzen, aber wenn das der primäre Einsatzzweck ist, dann ist das nicht das geeignete Gerät dafür.

Dann muss sich Junior, wie hier schon vorgeschlagen, halt auf YouTube mal damit beschäftigen.
Damit hätte ich als Elternteil Bauchschmerzen. Zumindest sollte das ein Papa-Sohn- (oder Mama-Sohn-) Projekt werden, bei dem beide genug über die Technik lernen, um es fachmännisch durchführen zu können. Gerade falsch entlüftete Bremsen können da sehr kritisch werden.
Und das Elternteil muss letztendlich die Verantwortung tragen (können!) - nicht nur für die Sicherheit des eigenen Kindes sondern auch für die Sicherheit derjenigen, die ihm im Straßenverkehr begegnen (andere Radfahrer, Fußgänger, Autofahrer ...).
 
… Für mich liest sich die Situationsbeschreibung von @Csf so, als solle das in erster Linie ein Schulwegrad werden. Und da sehe ich einen Freerider durchaus eher als Fehlkauf, denn selbst wenn das Rad technisch in Ordnung wäre,

100% Zustimmung!
Sollte das Rad für den Alltag angeschafft worden sein, ist diese Rad wirklich ein kompletter Fehlkauf!

Damit hätte ich als Elternteil Bauchschmerzen. Zumindest sollte das ein Papa-Sohn- (oder Mama-Sohn-) Projekt werden, bei dem beide genug über die Technik lernen, um es fachmännisch durchführen zu können. Gerade falsch entlüftete Bremsen können da sehr kritisch werden.
Und das Elternteil muss letztendlich die Verantwortung tragen (können!) - nicht nur für die Sicherheit des eigenen Kindes sondern auch für die Sicherheit derjenigen, die ihm im Straßenverkehr begegnen (andere Radfahrer, Fußgänger, Autofahrer ...).

Sehe ich anders.
Ich finde es schon extrem übervorsichtig und ängstlich, wenn davon abgeraten wird, sein Fahrrad selbst in Stand zu setzten und nur auf mögliche Gefahren geschaut wird.
Das ist nun wirklich alles keine Raketenwissenschaft.
Ich wage sogar zu behaupten, dass das Entlüften im ersten Versuch nicht 100% klappt und würde trotzdem dazu raten, das selber zu machen. Man merkt auch sehr schnell, wenn da etwas nicht stimmt.
Aber gut… so hat jeder sein Empfinden für solche Dinge…
 
Ich bin nicht dagegen, das Rad selbst zu warten. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und jeder muss mal klein anfangen, wenn er etwas lernen will.

Ich bin aber dagegen, das Kind, das vermutlich noch keine Fachkompetenz hat, die Sache allein machen zu lassen und ihm damit zu diesem Zeitpunkt die volle Verantwortung für das Rad und damit für die eigene Sicherheit und die anderer Menschen in seinem Umfeld zu übertragen.
Ein Erwachsener sollte darauf zumindest in der ersten Zeit ein Auge haben und überprüfen, ob das Kind tatsächlich in der Lage (und willens) ist, das Rad in einen verkehrssicheren Zustand zu bringen und diesen zu halten. Das kann gern ein noch kenntnisfreies Elternteil sein, das sich zusammen mit dem Kind die nötigen Fähigkeiten aneignet. Aber es sollte jemanden geben, dem einerseits das Wohl des Kindes am Herzen liegt, und der andererseits "am Arsch" ist, wenn das Rad in unsicherem Zustand in Verkehr gebracht wird und etwas passiert.
 
100% Zustimmung!
....
Ich wage sogar zu behaupten, dass das Entlüften im ersten Versuch nicht 100% klappt und würde trotzdem dazu raten, das selber zu machen. ...
Entlüften ist eine Sache. Hier im Thread wurde aber auch dazu geraten, den Achter mit Hilfe von YouTube-Videos rauszubekommen. Ich wette, dass das Laufrad spätestens danach im Eimer ist, selbst wenn es vorher nur einen leichten Schlag hatte.

Die Reparatur von Fahrrädern ist keine Raketenwissenschaft, aber regelmässig scheitern Menschen an der Ausrichtung von Bremsbelägen für Felgenbremsen, an der Einstellung von Schaltwerken und Umwerfern und selbst am Tausch von Schläuchen. Aber wie auch schon vorher im Thread: @hikaru hat es treffend formuliert.
 
Ich bin aber dagegen, das Kind, das vermutlich noch keine Fachkompetenz hat, die Sache allein machen zu lassen und ihm damit zu diesem Zeitpunkt die volle Verantwortung für das Rad und damit für die eigene Sicherheit und die anderer Menschen in seinem Umfeld zu übertragen
Zustimmung. Erst recht, wenn das Kind ein Teenager und männlich ist. Denn speziell in der Gruppe ist die Fähigkeit, Risiken korrekt wahrnehmen und einschätzen zu können, im Normalfall noch nicht ausreichend ausgebildet. Zieht sich bei manchen dann auch noch weit in spätere Lebensphasen hinein, aber das ist dann wiederum ein Thema für sich...
 
Auf argumentatorischer Ebene ist die Sache m.E. abgeschlossen. Warum es unbedingt ein Full-MTB sein musste, hat @Csf im EIngangsbeitrag geschrieben:

Er wollte unbedingt ein fully haben.

Wenn das in der Szene gerade angesagt ist oder aus welchen Gründen auch immer es genau so ein Fahrrad sein muss, dann kommt man als Elternteil eher schlecht dagegen an.

Selber sehe ich auf jeden Fall ein zumindest in vielen Teilen umgebautes Rad. Ob das jetzt wegen eines Neukaufs oder wegen tatsächlich zu erwartender Kosten für den Tausch verschlissener Komponenten abgestoßen wurde, kann auch nur der Verkäufer sagen und eventuell der TE anhand des Zustands.

Wie weiter oben erwähnt, wird das eben nur zu oft eine Kette und es kann mit viel Frust verbunden sein, wenn fehlendes oder eben ungeeignetes Werkzeug und mangels Kenntnis unpassende Ersatzteile die Schrauberei zum Problem machen. Die "Acht" würde ich ohne Plan auf jeden Fall in der Werkstatt machen lassen. Kommt noch mehr an Reparaturen dazu, kann man auf jeden Fall nochmal mit 400-500€ zusätzlich rechnen, wenn man nicht konsequent klarstellt, dass nur das Rad gerichtet werden soll. Da muss man den eventuellem "Seelenverkäufer" gegenüber dann dickfellig sein.

Entweder hat man dann wirklich den Platz, Willen und das Zeit- und Nervenpotential, um das notfalls auch über einen längeren Zeitraum durchzureparieren, oder es wird ein Hassobjekt, welches irgendwann in der Garagenecke endet.

Ich kann ja nur vermuten, dass der hier angenommene "Halbwilde" irgendwo mit seiner Gang abrocken will und da ist wochenlanges Schrauben eher nicht so der Drive, sondern aufsteigen und fahren.
 
Witzig:
Eigentlich wird mir immer nachgesagt, Dinge zu sehr zu durchdenken und überall den Defekt- und Verantwortungsteufel zu sehen, anstatt einfach zu machen.
Scheint hier nicht der Fall zu sein 😅

Nicht wertend gemeint. Nur ne Feststellung.

Ich habe in diesem Fall wirklich nicht ansatzweise diese Gedanken hinsichtlich Problemen bei einer Eigenreparatur.
Egal ob mit Begleitperson oder ohne.

Thema für mich damit auch durch. Müsste zu viel schreiben und Viele hier sind im Thread auf einem komplett anderen Dampfer unterwegs als ich.

Ich hoffe auf jeden Fall, dass das Ganze ein gutes Ende findet!
 
Die Kombination Bremse und Bremsscheibe ist zu betrachten.
Die Mindestdicke einer Magurabremsscheibe liegt bei 1,8 mm, die Shimano ist neu 1,8 mm dick.
Als Selbstschrauber kann man das Risiko für sich selbst bewerten, Shimano minimal 1,5 mm.
Der Kolben der Magurabremszange hat noch etwas Reserve zum ausfahren, fahrbar auf eigenes Risiko vom Fahrer.

Jedoch hier ist eine Shimano SM-RT66 für schmale Bremsbeläge kombiniert mit breiten Bremsbelägen.
Es besteht die Gefahr, die Brembeläge graben sich im Bereich der Stege besonders ein.
Im Grenzfall ergibt sich eine konkave Vertiefung zwischen Orinaldicke zu verschlissener Dicke.
z. B. 1,8 mm Original, 1,2 mm konkave Vertiefung bei 1,5 mm Reibringfläche.
Das wird zu einem Selbstversuch, wann reisst die Bremsscheibe in zwei Teile?

Die Bremsscheibe gilt es aus der Nähe zu betrachten, mit einem Stift zu fühlen:
gibt es eine Vertiefung im Bereich der Stege?
Wie dick ist die Bremsscheibe an der dünnsten Stelle?
 
Kann mir jemand helfen mit einem Link zu einem passenden Produkt?
Gerne Amazon und auch gerne günstig.

Das Fahrrad hat schon genug gekostet.
Versuch auf dem Gebrauchtmarkt ein passendes Hinterrad zu finden. Das sollste für 25-30 Euro möglich sein. Die Einspannbreite muss passen und auch der Kassettenkörper für die Gangzahl.
 
Versuch auf dem Gebrauchtmarkt ein passendes Hinterrad zu finden. Das sollste für 25-30 Euro möglich sein.
Wo? Das Einzig möglicherweise* passende das ich spontan** finde ist ein Angebot für einen kompletten LRS für 40 Euro, bei dem das HR ebenfalls einen Schlag hat:

*) Ich bin fast 20 Jahre aus dem Thema MTB raus, und für mehr als XC hat's bei mir eh nie gereicht. Da sollte also nochmal jemand mit aktuellen Kenntnissen draufschauen, ob ich nicht ein Detail verpenne!
**) Suche nach den ETRTO-Angaben: "22-559"
 
Langer Beitrag, aber ein bisschen Anekdoten:
Ich war lange auch auf dem Stand, dass ich absolut keinerlei Ahnung von meinem Fahrrad hatte. Das hat mich zwar eine fünfstellige Anzahl an Kilometern bewegt, aber ich glaube, ich hätte maximal Bremsblöcke für eine Felgenbremse wechseln können - wenn überhaupt - so wenig Ahnung hatte ich davon. Kurz vor Ende meines Studiums wurde mir dann mein Rad geklaut. Nach Ende meines Studiums hatte ich noch etwas Zeit bis zum Jobbeginn. Und kein Fahrrad mehr. Also habe ich angefangen, mich einzulesen. Und Werkzeug zu kaufen. Und Teile zu kaufen. Und habe geschraubt, gebastelt, probiert, ...

Am Ende der Aktion stand ein fertiges Fahrrad. Komplett durch mich ausgesucht, kombiniert, aufgebaut. Seitdem gibt es (fast) nichts mehr, was ich an meinem Fahrrad nicht selbst machen kann. Zwar hat mich der Selbstaufbau verdammt viel Geld gekostet - ein komplettes Fahrrad wäre günstiger gewesen, von dem ganzen Werkzeug ganz zu schweigen - aber das war es wert. Für den Wissensgewinn würde ich es jederzeit wieder machen. Vor gar nicht so langer Zeit dann auch mal die komplette Federgabel (Luftfederung mit Öldämpfer) zerlegt und gewartet. Alles nun nichts mehr, vor dem ich Angst hätte.

Nur eine Sache habe ich nicht selbst gemacht: Den Aufbau der Laufräder. Felge, Naben/Nabendynamo und Speichen habe ich mir zwar selbst ausgesucht, aber nachdem ich mich damit beschäftigt habe, was eigentlich alles dazu gehört, wenn man das *vernünftig* machen will, habe ich es am Ende doch gelassen. Das ist ein Rabbithole, eine komplette Kunst für sich. OK, am Thule-Fahrradanhänger habe ich auch schon mal komplett die gelockerten Speichen wieder festgezogen, die Felge einigermaßen zentriert und die Speichen auch einigermaßen gleichmäßig angezogen. Aber wenn man es *richtig* machen will, braucht man einen Profi. In meinem Fall war das die Firma von Felix Wolf aus Dresden: https://www.light-wolf.de/ Kann ich sehr empfehlen. Günstig ist das aber nicht. Seinen Preis wert aber definitiv. Und der Service ist auch super - auch hinterher. Brauchte nach einem Wechsel meiner Federgabel z.B. ein anderes Achssystem (Steckachse statt Schnellspanner), dafür also einen neuen Nabendynamo. Das wurde auch Jahre später noch komplett zum reinen (fairen) Materialpreis ohne Berechnung der Arbeitsleistung erledigt. Aber das nur am Rande.

Übrigens können Profis verdammt viel aus so einer Felge wieder rausbekommen. Mein altes Fahrrad stand mal draußen am Schwimmbad in einem Fahrradständer am Boden. Irgendein Vogel hat das Rad dann mutwillig beschädigt, in dem er das Rad komplett quer auf die Seite gelegt hat - natürlich während es noch im Fahrradständer steht. Meine Felge hatte also keinen Schlag, sondern einen kompletten 90°-Knick quer zur Laufrichtung. Da ging erst einmal nichts mehr. Während ich also damals am Telefonieren war, wer mich abholt (war auf dem Land, also kein ÖPNV), haben zwei ziemlich muskulöse Freunde von mir dann zusammen die Felge schon mal notdürftig wieder gerade gebogen. Mit ausgehängter Bremse war es danach tatsächlich so, dass man wieder fahren konnte, wenn auch mit einem Schlag bzw. einer Acht von mehreren cm. Damit bin ich am nächsten Tagen zum örtlichen Fahrradladen. Hab nichts gesagt, ihn einfach machen lassen. Hinterher war der Seitenschlag komplett weg, nur ein minimaler Höhenschlag ("Ei") blieb übrig. Als ich dem Monteur dann ein Foto gezeigt habe, wie die Felge ganz zu Anfang aussah (der 90°-Knick), war er erschrocken und meinte, wenn er das vorher gesehen/gewusst hätte, hätte er niemals gedacht, dass das überhaupt reparierbar wäre. Aber jetzt war es wieder fahrbereit. Ggf. sind auch die Mäntel abgefahren oder brüchig, dann die auch tauschen. Am besten die Schläuche dann gleich mit.



Jetzt habe ich aber viel geschrieben, ohne direkt was zum Problem zu sagen:
- Wirtschaftlich ist das Rad vermutlich gerade mindestens ein großes Grab, wenn nicht sogar eigentlich ein Totalschaden.
- Willst du es vernünftig haben, kannst du mal einen Laufradbauer deiner Wahl oder den örtlichen Fahrradladen kontaktieren und schauen, was der aus den Laufrädern noch wieder "herausholen" kann oder ggf. zu tauschen hat. Alternativ natürlich mal einen Speichenschlüssel und ggf. einen Zentrierständer besorgen und selbst probieren. Wenn es eh kaputt ist, kann man auch nicht noch mehr kaputt machen.
- Ebenso solltest du mit einem Fahrradladen deiner Wahl Kontakt bezüglich der sonstigen nötigen Wartungen aufnehmen. Da sind einige Dinge direkt sichtbar nötig, aber auch einige Dinge, die man nicht sofort auf der Rechnung hat. Kette tauschen, vermutlich dann auch Ritzel hinten und ggf. auch Kettenblätter vorne. Tretlager prüfen, ggf. tauschen. Komplette Federgabelwartung liegt vermutlich auch an (Dichtringe, Öl, ...). Dämpfer hinten genau so. Mäntel sind vielleicht auch brüchig/durch, dann auch tauschen. Am besten die Schläuche gleich mit. Restdicke der Bremsscheiben sind auch zu prüfen, ebenso die Bremsbeläge. Ggf. auch die Bremse mal entlüften. Immerhin ist keine Bremsflüssigkeit zu wechseln, da die Mineralöl verwendet. Und wenn man schon dabei ist, kann man natürlich auch noch schauen, ob Sattel oder Griffe abgenudelt sind und ob die Lager der Pedale noch vernünftig funktionieren. Ggf. rostige Teile prüfen (Sattelklemme z.B.) Ebenso natürlich auch noch die Teile, die nötig sind für den Betrieb im normalen Straßenverkehr. Licht vorne, Reflektor vorne, Licht hinten, Reflektor hinten, Reflektoren Seite und Pedale. Davon ist auf den Bildern gar nichts zu erkennen, muss vermutlich alles nachgerüstet werden.

Du wirst schnell feststellen: Das kostet alles. Und zwar nicht ohne. Im Fahrradladen vermutlich sehr schnell deutlich mehr als der Gebraucht-Kaufpreis des Rades. Aber auch wenn du das selbst machst, ist das nicht zu unterschätzen, weil du einiges an Spezialwerkzeug brauchst. Kurbelabzieher/Centerlock-Werkzeug/Kettenpeitsche für das Wechseln der Ritzel und Kettenblätter, Kettennieter zum Tauschen der Kette, Tretlagerwerkzeug um das Tretlager rein und raus zu bekommen. Drehmomentschlüssel - nicht selten mehrere, weil die Drehmomentbereiche sehr unterschiedlich sind (z.B. 50Nm für Centerlock/Ritzel, 40Nm für's Tretlager, 15Nm für die Kurbel, 10Nm für die Bremsen, 6Nm für Lenker und Sattel, 0,5-0,8Nm für Schellen usw.). Kleinteile wie Reifenheber usw.

Trotzdem lohnt es sich natürlich, das alles selbst zu machen. Das Werkzeug kauft man schließlich nur einmal (zumindest wenn man vernünftig kauft). Das Wissen gewinnt man auf jeden Fall und kann es in Zukunft selbst machen. Jetzt im April ist es vermutlich eh schwer, einen Fahrradladen zu finden, der Kapazitäten frei hat. Und wenn man es mit dem Sohnemann zusammen macht, hat er vielleicht auch Bock drauf, das zu lernen. Dann haben sogar beide was davon.

//EDIT: Ach ja, gebrauchtes Hinterrad kaufen ist halt auch "gefährlich". Denn es muss alles passen: Gleiche Größe (bei dir 26"), am besten auch ähnliche Felgenweite (22mm) oder zumindest passend zum Einsatzzweck (mal nach ETRTO-Tabelle googlen, um minimale/maximale Reifenbreite passend zur Felgendweite abzugleichen), gleiche Aufnahme für die Ritzel bzw. gleicher Freilaufkörper (Schraub- vs Stecksystem, Shimano 7-fach, Shimano MTB 8-11fach, Shimano Road, Shimano Micro Spline, SRAM XD, SRAM XDR, ...), gleiche Anzahl Ritzel, Ritzel passend zur Kapazität des Schaltwerks, gleiches Achssystem (Steckachse mit 12mm, 15mm oder 20mm oder Schnellspanner), Standard-, Boost- oder Super-Boost-Breite. Wenn alles passt, muss das Laufrad natürlich auch noch in Ordnung sein. Kein Schlag, Speichenspannungen ok, usw. Klar, da kann man auch mal ein Schnäppchen machen. Aber nicht selten steckt man genau so viel Zeit und/oder Geld rein, als wenn man das vorhandene gleich aufarbeitet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da kann ich cuco nur beipflichten;-)

Denselben Spaß hatte ich voriges Jahr mit einem 26"-MTB und da war auch "nur" mal drübergucken angesagt. 26" ist halt auch eine aussterbende Gattung.

Am Ende standen die reinen Materialkosten schon so bei knapp 300€ und vom Fluchen, falsch bestellten Kurbeln, Schraubkranz statt Kassette und dem Aufwand für das Rausoperieren des völlig festgefressenen BSA-Lagers aus dem Alu-Rahmen, ohne den zu beschädigen uswusf. so als Haupt-Gags stand da nix drin. Das war zum Glück in der Verwandschaft und ein Winterprojekt, bei dem ich angesichts des Rads von Anfang an gesagt habe: "It´s done, when it´s done!".

Aber jetzt hören wir auf, Csf zu verängstigen, zünden die Räucherstäbchen an und wie bei der letzten Panne im Schneeregen und Schlauchwechsel mit rot und blau gefrorenen Pfoten sagen wir OM und alles wird gut;-)
 
@Csf Ist das Rad mittlerweile fit für deinen Jung, oder gab es Probleme bei der Ersatzteilbeschaffung?
 
Morgen

Das beste kommt zum Schluss:

mittlerweile ist der Rahmen an einer Stelle komplett durchgebrochen und am Lager an der Pedale gerissen!
.war vermutlich vorher schon so.
Genau über der Bruchstelle war ein Schutz aus Stoff angebracht.
Meine Frau hat natürlich nicht drauf geachtet aber es geht natürlich auch eher niemand davon aus daß jemand ein 11 jähriges Kind über den Tisch zieht daß sich so sehr auf ein fully Fahrrad zum Geburtstag freut . Gewissenlose Menschen gibt's halt überall
 
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