Bedeutung der Worte "unbegrenzt" und "Highspeed-Datenflat" im Reich der Telekom

electrochemist

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Hallo,

ich wollte hier kurz mal was über den unerbittlichen Werbekampf der Internet- und Telekommunikationsprovider um Kunden erzählen, der meiner Meinung nach hart an der Grenze der Legalität ist, und Eure Meinung dazu hören.

Jeder kennt ja wohl die Geschichten über die eigenwillige Interpretation des Wortes „Flat“ durch Provider. Es wurden ja in der Vergangenheit Leute aus Tarifen geschmissen, die eine „Flat“ über vernünftige Massen ausgenutzt haben. Obwohl streng genommen nicht korrekt, kann ich dies teilweise nachvollziehen. Wenn jemand 24 Stunden den Computer auf Saugen gestellt hat, ist das eine etwas übertriebene Nutzung. Der folgende Sachverhalt geht allerdings noch einen Schritt weiter und ich frage mich, ob in Deutschland wirklich jede Art von Werbung bzw. offensichtliche Irreführung, ja sogar dreistes Lügen erlaubt ist und ob das Wort „Verbraucherschutz“ überhaupt noch irgendeine Bedeutung hat. Ich habe mir kürzlich ein iphone 4 mit Complete Mobil L Vertrag gekauft. Dieser Tarif wird auf der T-Mobile Homepage mit „HSDPA-Nutzung unbegrenzt“ und mit „Highspeed-Datenflat“ beworben. Sicher, ganz winzig klein in der Fußnote steht was davon, dass nach 1 GB Volumen gedrosselt wird….und zwar auf eine Geschwindigkeit, die den mobilen Datentransfer nicht mehr praktikabel macht. Dann allerdings sind die „Highspeed-Datenflat „und die „unbegrenzte HSDPA-Nutzung“ einfach nur noch dreiste Lügen, denn ein Volumen von 1 GB, das man ganz locker mit normaler bis geringer Nutzung erreicht, ist exakt das Gegenteil von „unbegrenzt“. Das Ganze hat etwas von der Lebensmittelindustriemafia; dort darf man ja auch auf die Verpackung dick drauf schreiben, was immer einem beliebt, selbst die dreistes Lügen bleiben unbeanstandet, solange hinten in 0,00001 mm Schrift die (traurige) Wahrheit steht. Mir war selber war schon beim Kauf des iphone bewusst (nur vom Hörensagen), dass irgendeine Drosselung erfolgt; allerdings hatte ich noch irgendwas von 3 – 5 GB auf dem Schirm; das war auch glaube ich bei früheren iphone-Tarifen der Fall, aber bei einem Complete Mobil XL Vertrag zu einem Preis von 100 Euro/Monat nur 1 GB Volumen zu erlauben und das Ganze dann noch als „Flat“ zu bewerben ist eine Frechheit hoch 10. Habe mir gerade mal einen Spass erlaubt und die Telekomhotline zu dem Thema angerufen. Das, was mir die Frau erzählte, war – wie erwartet – zum schlapp lachen. Erst mal wusste sie gar nichts dazu zu sagen; sie stotterte, war nicht mal fähig ihre Gedanken in halbwegs verständlichen Sätzen zu formulieren. Dann sagte sie auf einmal, dass das auf der Homepage nicht stehen könnte und dass ich mich verlesen haben müsste. Ich sagte ihr, dass ich ihr gerne einen Screenshot schicken könne. Dann lenkte sie ein und meinte – Achtung, jetzt kommt der Gag des Jahres! – mit dem Wort „unbegrenzt“ sei die RÄUMLICH unbegrenzt mögliche Nutzung des mobilen Highspeed-Netzes gemeint!

Wie ist Eure Meinung zu dem Thema? Ich bin mir natürlich bewusst, dass man da nichts gegen tun kann. Ich werde mir jetzt eine „Highspeed-Option“ für 10 Euro / Monat dazu buchen. Da hat man dann 5 GB und sogar noch doppelte Geschwindigkeit (sofern örtliche verfügbar), was aber für mich sekundär ist. Mit den 5 GB kann man dann das iphone stressfrei benutzen, ohne ständig das Trafficvolumen im Hinterkopf zu haben, und man kann über Tethering das iphone als Modem nutzen und seinen DSL-Kram komplett abschaffen (was ich schon getan habe). Trotzdem: Ich finde es eine unglaubliche Frechheit, einen Vertrag mit mageren 1 GB Volumen als „Highspeed-Datenflat“ und „unbegrenzter HSDPA-Nutzung zu bewerben; ja selbst die kleineren Tarife mit nur 300 MB (da ruft man ein paar Google-Satellitenbilder ab, guckt ein bisschen youtube und das Thema ist durch……) werden so beworben.
 
electrochemist' schrieb:
@verdi: Falsch. Es ist eben keine Auslegungssache, wenn ich einen 300 MB Tarif mit „unbegrenzt HSDPA“ und „Highspeed-Datenflat“ bewerbe. Wenn ich einfach eine „Datenflat“ bewerbe und gleichzeitig ab 300 MB drossel, ist das „normale“ Verbraucherverarsche, denn dann passt es streng genommen, aber sicher nicht so, wie es die Telekom jetzt betreibt. Verdi, Du würdest übrigens nen super Mitarbeiter in der Providerindustrie abgeben…..auch vom Outfit her. :thumbsup:

zum Thema: Alle Bedingungen waren vorher klar ... sogar schriftlich fixiert ... also selber schuld ... ich muss die letzten 2-3 Tage im Monat meistens auch mit Modem "Speed" surfen weil meine 300MB O2 dann voll sind ... is mir aber vorher klar ...

auch wenns so gedacht war leg ich dir den letzten Satz trotzdem mal nicht als Beleidigung aus ... freu mich viel zu sehr über mein neues Android Phone ;-)
 
Man sollte sich auch mal vor Augen halten, dass der Tarif, der ab 1GB gedrosselt wird, für die Nutzung mit dem Handy gedacht ist und wie bekommt man da 1GB voll!? Wenn man es mit angebundenem Laptop nutzen möchte (wofür es nicht gedacht ist), dann sollte man sich auch den passenden Tarif zulegen, der mittlerweile sogar 10GB ungedrosselt enthält und bei Bedarf erweitert werden kann.

Mir ist allerdings nach wie vor schleierhaft, wie man mit einem iPhone jeden Monat mehr als 1GB Traffic erzeugen kann, ich selbst nutze auch ein iPhone 4 mit 1GB-Tarif und bekomme nichtmal die Hälfte voll, obwohl ich auch damit täglich im Netz bin, Emails abrufe usw. ...

Ansonsten ist das hier wohl wieder typische "Geiz ist geil"-Mentalität. Jedem klar denkenden Menschen muss klar sein, dass Flatrates nie echte Flatrates sind, sondern immer aus einer Mischkalkulation resultieren. Sonst wäre das ganze nicht finanzierbar, das sieht der gewöhnliche Geiz ist Geil"-Kunde aber nicht sondern will nur sein unbeschränktes Vergnügen ohne einen angemessenen Preis dafür zu zahlen.
 
@LittleNo
Wenn ich in wirtschaftliche Schwierigkeiten gerate, darf ich die Leute bescheissen?
du stellst die Frage falsch herum, sie muss lauten "wenn ich damit Geld verdienen kann, darf ich die Leute bescheissen?". Moralisch betrachtet ganz klar nein. Aber wir leben nunmal im Kapitalismus und hier regiert das Geld und nicht die Moral.

Ob ich das persönlich gut finde oder nicht spielt hier keine Rolle, es geht darum wie die Zahnrädchen der Welt am laufen bleiben, und dazu ist "Geiz ist geil" nun mal kontraproduktiv.

Es tut mir leid das so sagen zu müssen, aber wenn die große Mehrheit des deutschen Kundenkreises von Mobilfunkanbietern so dumm sind und danach schreien verarscht zu werden, warum sollen das Unternehmen dann nicht tun?

Also mal rein sachlich auf die Fakten zusammgestrichen sieht das Thema doch so aus: Wir wollen immer und überall einen schnellen Internetzugang. Um das technisch zu realisieren muss ein Anbieter ein Netz aufbauen bei dem zwei gigantische Kostenfaktoren entscheidend sind, 1. die Abdeckung und 2. die Geschwindigkeit. Dieser Anbieter macht das aber nicht aus Nächstenliebe sondern um dabei Geld zu verdienen, man kann also nicht einfach großzügig wie vor 100 Jahren die Eisenbahn aus Steuergeldern ein brutal gutes Netz bauen, sondern man kann nur genau das investieren was nötig ist, und keinen Cent mehr. Das Ergebnis ist ein Netz das zwar flächendeckend verfügbar ist aber eben seine Leistungsgrenzen hat. Die Leistung die davon benutzt wird muss also begrenzt werden, daher sind die Volumenlimits nötig. Sicher ist es schade das es keine totale Flatrate gibt, aber hier muss sich jeder von euch fragen, würdet ihr z. B. 150 oder 200 Euro im Monat dafür zahlen? nein? dann ist technisch einfach nicht mehr drin.

Wenn ich viele der Beiträge hier lese wird mir klar wo das Problem liegt: ihr habt einfach vergessen das Leistung nicht auf Bäumen wächst sondern durch Händearbeit geschaffen werden muss, und dazu muss Geld fließen.
 
EuleR60' schrieb:
"Bestmoeglich darstellen" ist auch wieder so eine kreative Umschreibung fuer Leute verarschen. Die Werbung wird teilweise haarscharf an den Grenzen der Gesetzgebung entworfen, so dass man den Firmen geraede eben nichts vorwerfen kann. Alles, was nicht definitiv durch die Gesetzgebung verboten ist, ist auch machbar, egal wie hinterhaeltig es auch sein mag.
Man ist scheinbar schon so weit, dass Luegen und Beschiss als normal angesehen werden und derlei auch nicht weiter verwerflich ist.

Natürlich gibt es hier unterschiedliche Ausprägungen. Aber jeder der sich mal irgendwo beworben hat, betreibt auch eine Art Werbung und stellt sicherlich auch die guten Seiten in den Vordergrund.
 
Der Vergleich mit der Eisenbahn zeigt dir eigentlichen den anderen Weg. Internetz ist wie Schienennetz Straßennetz, ist wie Stromnetz ein kritischer Standortfaktor.

Ein Faktor der nicht nur durch Arbeit geschaffen wird sondern auch selbst Arbeit schafft.

Daher hat der Ausbau nichts mit Nächstenliebe zu tun sondern mit dem sinnvollen nationalen Ziel Standortvorteile zu gewinnen um so die Wettbewerbfähigkeit zu halten, wenn nicht zu verbessern.

Es geht darum die Umwegrentabilitäten zu gewinnen genau wie bei Schienen und Starkstromleitungen.
Deswegen soll man kritische Infrastruktur nicht isoliert mit Gewinnmaximierung betreiben weil darunter dann der volkswirtschaftliche Gesamtgewinn leidet. Wenn der Betreiber das nicht hinkriegt ist es Sache der öff. Hand das Netz aufzustellen und eben an Betreiber zu vermieten
 
prozac86' schrieb:
Mir ist allerdings nach wie vor schleierhaft, wie man mit einem iPhone jeden Monat mehr als 1GB Traffic erzeugen kann, ich selbst nutze auch ein iPhone 4 mit 1GB-Tarif und bekomme nichtmal die Hälfte voll, obwohl ich auch damit täglich im Netz bin, Emails abrufe usw. ...

das liegt z.b. an den schlauen Zeitgenossen in diversen Foren die Bilder nicht an Beiträge hängen so dass sie als 5kb thumb angezeigt werden sondern schön ihre 5MB originalauflösungs digicam bilder direkt einbinden ... leider ... und bilder ausschalten is ja leider keine lösung da man dann gleich aufhören kann zu surfen ...
 
Es geht darum die Umwegrentabilitäten zu gewinnen genau wie bei Schienen und Starkstromleitungen.
Deswegen soll man kritische Infrastruktur nicht isoliert mit Gewinnmaximierung betreiben weil darunter dann der volkswirtschaftliche Gesamtgewinn leidet. Wenn der Betreiber das nicht hinkriegt ist es Sache der öff. Hand das Netz aufzustellen und eben an Betreiber zu vermieten
guter Punkt, das ist eine politische Frage ob man Steuergelder dafür verwenden will. Der Haken an Steuergeld ist immer das es dem Steuerzahler unfreiwillig weggenommen wird, das ist der klare Vorteil wenn Firmen mit ihrem eigenen Kapital oder von Banken geliehenem Geld tun, hier wird niemand zwangsbeteiligt.

Mein persönlicher Standpunkt ist das Steuergelder nur für ganz wenige wichtige Dinge wie Gesundheit und Sicherheit verwendet werden dürfen, sonst für gar nichts, also weder für Eisenbahn noch für Internet. Wirtschaftssektoren die in sich selber nicht rentabel sind braucht die Welt nicht und Bürger (=Steuerzahler) entmündigen ist ein Verbrechen in einer Demokratie. Aber wie gesagt, das ist persönlich und muss niemandem sonst gefallen.
 
@LittleNo: Nochmal, warum bekommen die Österreicher es dann so günstig hin?

Hier schieben so viele die Schuld auf den Kunden, dabei unterstehen auch die Unternehmen gewissen pflichten. Diese versuchen sie natürlich bis ans äußerste auszulegen. Denkt doch mal an die Abzockdownloads, Drückerkolonnen etc. Ständig wird versucht den Kunden übers Ohr zu hauen. Wenn nicht z.B. Verbraucherschutzgesetze exisiteren würden und die Verbraucherschutzzentralen um die Rechte des Kunden kümmern würden, was glaubt ihr was hier abgehen würde. Solche Verträge müssen einfach transparent sein. Soll heißen, man muß alle Vertragsdetails gleichermaßen verfügbar haben. Das Kleingedruckte ist eine der fiesesten Erfindungen in unserem tollen System die es gibt. Ich glaube nicht, daß es irgendjemanden gibt, der nicht schon nen Vertrag abgeschlossen hat und sich hinterher über ne Klausel geärgert hat, die ihm so nicht bekannt war.
 
electrochemist' schrieb:
Mir war selber war schon beim Kauf des iphone bewusst (nur vom Hörensagen), dass irgendeine Drosselung erfolgt; allerdings hatte ich noch irgendwas von 3 – 5 GB auf dem Schirm; das war auch glaube ich bei früheren iphone-Tarifen der Fall, aber bei einem Complete Mobil XL Vertrag zu einem Preis von 100 Euro/Monat nur 1 GB Volumen zu erlauben und das Ganze dann noch als „Flat“ zu bewerben ist eine Frechheit hoch 10.

Ok, Du wusstest also von der Drosselung, bist Dir aber nicht sicher ab wann sie einsetzt und anstatt Dich zu informieren hast Du mal eben das Kleingedruckte übersprungen und den Vertrag abgeschlossen. Das ist dann wohl ein typischer Fall von selbst schuld. Dass der TK-Markt ein Schlangennest ist, sollte eigentlich bekannt sein, da gilt es jede Fußnote genau zu lesen. Und wenn man trotzdem nicht durchsteigt, fragt man eben den TK-.Mitarbeiter oder jemanden der sich auskennt. Hinterher die Schuld auf andere schieben ist dagegen :brech:

Und natürlich kann man sehr wohl etwas dagegen tun. Falls Du den Vertrag nicht im Telekom-laden abgeschlossen hast, hast Du wie bei allen Fernabsatzgeschäften ein 14-tägiges Rückgaberecht.

Die von Dir übersehene Fußnote:
4) Das Angebot gilt bei Abschluss eines Telekom Mobilfunk-Vertrages im Tarif Complete Mobil L mit Handy mit einer Mindestlaufzeit von 24 Monaten und diesen Konditionen: Einmaliger Bereitstellungspreis 24,95 €, monatlicher Grundpreis: 59,95 €. Bei Online-Abschluss eines Neu-Vertrages erhält der Kunde eine Grundpreisreduzierung in Höhe von 10% in den ersten 12 Monaten der Mindestvertragslaufzeit. Im monatlichen Grundpreis sind u.a. alle Inlandsgespräche ins Festnetz und ins Mobilfunknetz der Telekom enthalten. Das monatliche Minutenpaket in Höhe von 120 Minuten wird angerechnet auf Inlandsgespräche in andere Mobilfunknetze. Für Verbindungen außerhalb des Minutenpaketes fallen z.B. für Standard-Inlandsverbindungen 0,29 €/Minute an. Nicht verbrauchte Inklusivminuten verfallen am Monatsende. Die Ausschöpfung der Inklusivminuten ist abhängig von der Taktung, die Abrechnung erfolgt im 60/1-Sekunden Takt. Die enthaltene SMS-Flat gilt für alle SMS in das Telekom Mobilfunknetz. Die 40 Inklusiv-SMS gelten für Inlands-SMS in alle anderen Netze. Nicht verbrauchte SMS verfallen am Monatsende. Nach Verbrauch der Inklusiv-SMS werden pro Standard-Inlands-SMS 0,19 € berechnet. Die angegebenen Konditionen gelten nicht für Sonder- und Servicerufnummern. Ab einem Datenvolumen von 1 GB wird die Bandbreite im jeweiligen Monat auf max. 64 kbit/s (Download) und 16 kbit/s (Upload) beschränkt. Die Abrechnung erfolgt im 100-KB-Datenblock. Das enthaltene Datenvolumen gilt auch für Instant Messaging und den BlackBerry® APN (kostenlos zubuchbare Option BlackBerry® Push notwendig) und ist ebenfalls mit anderen Endgeräten nutzbar (z.B. mit einem iPad). Die Beauftragung von MultiSIM ist möglich. Für die Nutzung von VoIP ist die Option Internet-Telefonie inklusive. Die Hotspot Flatrate gilt für WLAN-Nutzung an deutschen HotSpots der Telekom. Die Complete Tarife sind nicht mit MultiNumbering und TwinCard kombinierbar. Die Option MyPhonebook (MyPhonebook-fähiges Handy notwendig) ist kostenlos und bereits vorbelegt. MyPhonebook kann jederzeit gekündigt werden. »R-168»

Und Du scheinst ja nicht einmal daraus gelernt zu haben und begehst bereits den nächsten Fehler:
Ich werde mir jetzt eine „Highspeed-Option“ für 10 Euro / Monat dazu buchen. Da hat man dann 5 GB und sogar noch doppelte Geschwindigkeit (sofern örtliche verfügbar), was aber für mich sekundär ist. Mit den 5 GB kann man dann das iphone stressfrei benutzen, ohne ständig das Trafficvolumen im Hinterkopf zu haben, und man kann über Tethering das iphone als Modem nutzen und seinen DSL-Kram komplett abschaffen (was ich schon getan habe).

Die Speed-Option erlaubt kein Tethering und auf dem iPhone kann man eh max. 7,2 Mbit/s nutzen.
 
@LittleNo: Nochmal, warum bekommen die Österreicher es dann so günstig hin?
dazu kann ich nichts sagen weil ich keine Ahnung von den österreichischen Verhältnissen habe

Hier schieben so viele die Schuld auf den Kunden, dabei unterstehen auch die Unternehmen gewissen pflichten. Diese versuchen sie natürlich bis ans äußerste auszulegen. Denkt doch mal an die Abzockdownloads, Drückerkolonnen etc. Ständig wird versucht den Kunden übers Ohr zu hauen. Wenn nicht z.B. Verbraucherschutzgesetze exisiteren würden und die Verbraucherschutzzentralen um die Rechte des Kunden kümmern würden, was glaubt ihr was hier abgehen würde. Solche Verträge müssen einfach transparent sein. Soll heißen, man muß alle Vertragsdetails gleichermaßen verfügbar haben. Das Kleingedruckte ist eine der fiesesten Erfindungen in unserem tollen System die es gibt. Ich glaube nicht, daß es irgendjemanden gibt, der nicht schon nen Vertrag abgeschlossen hat und sich hinterher über ne Klausel geärgert hat, die ihm so nicht bekannt war.
auch hier mal wieder ein Blick über den großen Teich: in den USA gibt es KEINEN Verbraucherschutz und dort werden kaum mehr Leute abgezockt wie hier, gut vielleicht ein paar mehr, aber die habens nicht anders verdient. Ihr wollt mündige Bürger sein aber euch vor der Verantwortung des Kleingedruckten drücken; sorry, das läuft nicht. Unterschreib einfach nichts was du nicht gelesen und verstanden hast, dann musst du dich nicht über Klauseln ärgern.
 
Schnitzel2k8' schrieb:
Nochmal, warum bekommen die Österreicher es dann so günstig hin?
Weil die Bereitstellung von mobilem Internet längst nicht so teuer ist, wie uns die Netzbetreiber einreden wollen. Die Verträge mit Sofortauszahlung beweisen das ja. Die gibt's auch hier in DE und da zahlt man so 10,- €/Monat, gelegentlich gibt's auch mal'n Schnäppchen für 7,- €. BEI 5 GB! Und diese Verträge werden über Zwischenhändler vertickt. Da verdient also nicht nur der Originalanbieter, sondern auch der Zwischenhändler noch dran. Wer sich auf so teure Knebelverträge mit dem igittPhone einläßt ist wie gesagt selbst Schuld.

EDITH: und die großformatigen Plakate an jeder Straßenecke zeigen auch deutlich, daß die TK-Branche im Geld schwimmt und nicht etwa "knapp kalkuliert". Kein Gewerbetreibender, der knapp kalkulieren muß, kann sich eine flächendeckende Plakatierung leisten.
 
Ich bin mal gespannt, die Telekom hat ja bereits den ersten LTE Tarif veröffentlich, Call & Surf via Funk, wobei als Geschwindigkeit ca. 3Mbit Down /500KBit/s Up genommen werden und das ganze für 39,90€. Die ersten LTE Zellen dürften bald in Betrieb gehen und der Ländliche bereich wird stark ausgebaut.

Dort wirds interessant ob eine drosselung erfolgt, da sich der Tarif ja mehr an den Festnetz Tarifen orrientiert.
 
alroar' schrieb:
Ich bin mal gespannt, die Telekom hat ja bereits den ersten LTE Tarif veröffentlich, Call & Surf via Funk, wobei als Geschwindigkeit ca. 3Mbit Down /500KBit/s Up genommen werden und das ganze für 39,90€. Die ersten LTE Zellen dürften bald in Betrieb gehen und der Ländliche bereich wird stark ausgebaut.

Dort wirds interessant ob eine drosselung erfolgt, da sich der Tarif ja mehr an den Festnetz Tarifen orrientiert.

Ich meine da auch von Drosselung gelesen zu haben, welche ähnlich wie bei UMTS sein sollte
 
Bratwurst' schrieb:
Schnitzel2k8' schrieb:
Nochmal, warum bekommen die Österreicher es dann so günstig hin?
Weil die Bereitstellung von mobilem Internet längst nicht so teuer ist, wie uns die Netzbetreiber einreden wollen. Die Verträge mit Sofortauszahlung beweisen das ja. Die gibt's auch hier in DE und da zahlt man so 10,- €/Monat, gelegentlich gibt's auch mal'n Schnäppchen für 7,- €. BEI 5 GB! Und diese Verträge werden über Zwischenhändler vertickt. Da verdient also nicht nur der Originalanbieter, sondern auch der Zwischenhändler noch dran. Wer sich auf so teure Knebelverträge mit dem igittPhone einläßt ist wie gesagt selbst Schuld.

EDITH: und die großformatigen Plakate an jeder Straßenecke zeigen auch deutlich, daß die TK-Branche im Geld schwimmt und nicht etwa "knapp kalkuliert". Kein Gewerbetreibender, der knapp kalkulieren muß, kann sich eine flächendeckende Plakatierung leisten.

Ja, im E-plus-Netz vielleicht.
Die Datenutzung ist deswegen teuer, weil die Netze bereits jetzt völlig überlastet sind. Nachfrage > Angebot = teuer.
 
alroar' schrieb:
Ah, habs grad gelesen:

es soll eine Drosselung bei 3GB geben, von dort an kann nur noch mit 1Mbit/s weiter gesurft werden. Weiterhin soll ab 5GB monatlichem Verbrauch auf 384kbit/s bis zum nächsten Abrechnungszeitraum gedrosselt werden.
http://maxwireless.de/2010/11/28/telekom-gibt-lte-tarif-bekannt/
http://www.ltemobile.de/news/newsdetails/info-update-zum-lte-tarif-der-telekom/

Das ist nur sinnvoll um sich vor Power-Saugern zu schützen, die ansonsten das ganze mobile Datennetz lahmlegen würden.
 
Die Datenutzung ist deswegen teuer, weil die Netze bereits jetzt völlig überlastet sind. Nachfrage > Angebot = teuer.
vielleicht eine Erklärung für Österreich, es benutzt dort einfach keiner :D
 
Das Mobilfunken in AT ist deswegen so günstig, weil das Land eine viel geringere Fläche hat und daher eine viel kleinere Infrastruktur aufgebaut und gepflegt werden muss.

Und natürlich auch weil die UMTS-Lizenzen dort nicht für Milliardensummen eingekauft wurden.
 
T42p' schrieb:
Nachfrage > Angebot = teuer.
Das ist wohl richtig. Aber das zeigt nur, daß die Anbieter das Geld nehmen können, nicht etwa daß sie es müssen, um den Betrieb aufrechtzuerhalten. Das wurde ja hier behauptet. Ich wiederhole mich, wenn ich auf die wesentlich günstigeren Tarife verweise. Aber die werden z.B. nicht auf Plakaten und Zeitungsbeilagen beworben. Danach muß man schon eher suchen. Die große Reklame wird mit den Abzocktarifen gemacht.

T42p' schrieb:
Das Mobilfunken in AT ist deswegen so günstig, weil das Land eine viel geringere Fläche hat und daher eine viel kleinere Infrastruktur aufgebaut und gepflegt werden muss.
Äh, coole Logik :thumbsup:
Jetzt weiß ich auch, warum die Tante-Emma Läden eingegangen sind: die waren zu klein und deshalb zu billig. Im Wirtschaftswunder und danach stand den Leuten die Lust nach Geldausgeben und da sind sie lieber in die teuren Supermärkte mit ihrer großen Infrastruktur gegangen...
 
@T42p: Entscheidend ist doch eher die Einwohner/Fläche und da ist Deutschland dichter besidelt

@LittleNo: Bzgl. Österreich hier der Link von Bitkiller von einem bekannten Mobilfunkanbiert dort http://www.drei.at/portal/de/privat/handys/sim_karte/USIM.html

LittleNo' schrieb:
Unterschreib einfach nichts was du nicht gelesen und verstanden hast, dann musst du dich nicht über Klauseln ärgern.


zum Thema "unterschreib nichts, was du nicht gelesen hast": Wieviele Lizenzvereinbarungen von Software hast du denn schon komplett gelesen ;)
Was "verstehen" angeht gibts insofern manchmal Probleme, als ich was anderes unter bestimmten Begriffen verstehe, als die Mobilfunkanbieter :)
 
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