Bald kommt die SSD - wie vorgehen?

Evilandi666

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Hi Jungs,

ich bekomm bald meine SSD für meinen HauptPC und würde gerne mein Ubuntu 10.10 von dort auf die SSD transferieren, ebenso ein Windows und den Grub Bootloader.

Ebenso sollte Trim aktiviert werden - allerdings findet man da reichlich wiedersprüchliches: Oftmals findet man in Google, dass das mit 10.10 automatisch passiert, hier im Forum wiederrum dass man die Discard Option in die fstab eintragen soll - usw.
Ausserdem hab ich noch keine Ahnung wie das mit dem Alignment klappt (klappt das gleich wie bei 4K Sektor Platten? also mit fdisk -u -c ?) oder muss das gegen eine andere Sektor-/Zylinderzahl ausgerichtet werden als 4K Sektorplatten? (Falls das gleich ist, weiß ich wie es geht.)

Wie verschiebt man Linux Partitionen am besten? Neu erstellen und die Daten kopieren? Oder gibts ne bessere Vorgehensweise?
Grub installiere ich einfach auf die SSD mit grub-install ? Wie lösche ich Grub denn von den anderen Platten dann? (das nervt nämlich, wenn da immer alte Grubs rumgammeln - hab neulich schon ausversehen die Bootreihenfolge geändert und mich gewundert warum grub so kaputt ist ;))

Weiterhin überlege ich ob ich den Scheduler auf deadline umstelle für die SSD - kann da jemand mal dazu sagen - habt ihr das? (Das kam ja neulich in einem Nachbarthread auf.)

Danke im Voraus - bin SSD-Neuling ;)

Links zu aktuellen Tutorials/HowTos wären auch nett - das meiste was man findet ist von 09 und älter - das bringt mir nicht viel.

Schade übrigens dass das Ubuntu Wiki keine SSD Seite hat - die wurde gelöscht weil SSDs "kein Bezug zu Ubuntu" haben - absolut trauriges Verhalten. Dabei gibt es ja doch so manches zu beachten.
(wollte das nur mal gesagt haben!)

Grüße,
Andreas
Edit: https://wiki.ubuntu.com/MagicFab/SSDchecklist ist schonmal ganz gut!
 
Alignment: am einfachsten geht es, wie ich finde, mit [font='Courier New, Courier, mono']fdisk -uc[/font]. Ein guter Artikel dazu ist http://www.thomas-krenn.com/de/wiki/Partition_Alignment .

Falls Du zusätzlich noch LVM und/oder dm-crypt einsetzen willst, wird es komplizierter. Einzelheiten kann man bei Ted Ts'o (u.a. Entwickler von ext4) nachlesen: Aligning filesystems to an SSD’s erase block size . In diesem Fall mag der Kernel aber nicht mehr automatisch trimmen und man darf manuell trimmen mit wiper.sh und zwar mit einer gepatchten Version davon http://sourceforge.net/tracker/index.php?func=detail&aid=2997551&group_id=136732&atid=736684

discard in fstab: keine Ahnung, ich trimme unter 10.04 mit [font='Courier New, Courier, mono']wiper.sh[/font]

IO-Scheduler: hab ich nichts verstellt.

Partitionen: kopiere ich auf Dateiebene mit [font='Courier New, Courier, mono']rsync -ax[/font]. Dabei muß man natürlich in der fstab die blkids auf die der Zielplatte anpassen und außerdem Grub per chroot neu konfigurieren. Im chroot:
Code:
grub-install
update-grub
 
Okay, also dann ist das ja genau gleich mit dem Alignment wie bei den 4 K Sektor Festplatten. (dort geht das auch am besten mit fdisk -uc.

Weißt du gerade, wie es um ecryptfs steht? Das ist ja nicht dm-crypt, sondern mehr auf "Filesystemebene"?

10.04 kann ja eh kein auto trimmen - sofern man keinen neueren Kernel manuell nachinstalliert. Ab 2.6.33 soll das wohl gehen. (eben mit discard bei ext4 oder auch nicht ;))

Man soll übrigens auch noatime,data=writeback in der fstab setzen - noatime ist klar, data=writeback ist nicht so ganz klar was das tut und ob sich das lohnt (und ob es sicher ist.)..

zu noatime doch ne Frage: Betrifft das nur die Zeiten in stat $file oder auch das "Änderungsdatum" in Nautilus? Letzteres wäre irgendwie doof.

Braucht man Chroot überhaupt? Wenn ich im laufenden Ubuntu dafür sorge, dass die UUID usw. auf der SSD gleich sind wie auf der Festplatte, und dort Grub reininstalliere, müsste er danach doch davon booten oder? (oder hab ich da was falsch verstanden - bin nicht so der chroot Experte ;))
 
ecryptfs: hab ich mich noch nicht mit beschäftigt.

noatime vs. Nautilus: das Änderungsdatum kommt natürlich aus dem Filesystem genau wie bei stat oder ls.. Du verwechselst jedoch die Timestamps: atime = access time ist die Zeit des letzten (Lese-)Zugriffs, nicht der letzten Änderung der Datei.
Evilandi666' schrieb:
Braucht man Chroot überhaupt? Wenn ich im laufenden Ubuntu dafür sorge, dass die UUID usw. auf der SSD gleich sind wie auf der Festplatte, und dort Grub reininstalliere, müsste er danach doch davon booten oder? (oder hab ich da was falsch verstanden - bin nicht so der chroot Experte ;))
Ich hab nicht verstanden was Du vorhast. Probiers einfach aus. Aus Fehlschlägen lernst Du am schnellsten wie die Booterei bei Linux funktioniert... :squint:
 
Was ich vorhabe ist doch nicht schwer:

Ich steck die SSD an und boote von der HDD.

Dann erstelle ich die Partitionen auf der SSD, gleiche die UUIDs an die auf der SSD an und kopiere die Daten rüber.

Dann installiere ich den Grub in die SSD hinein.

Dann steck ich die HDD ab und boote von der SSD - müsste doch gehen oder? Wofür dann chroot?
 
Denk dran, daß die Zielplatte = SSD dabei im ThinkPad sein sollte. Die UUIDs angleichen hat übrigens den Nachteil, daß Du nicht mehr von der HD (im ext. Gehäuse) booten kannst wenn die SSD eingebaut ist (und umgekehrt), weil Linux beim mounten die Platten nicht auseinander halten kann...
 
man kann die uuids einfach mit tune2fs ändern. damit hat sich das problem dann erledigt
 
@linrunner - es geht nicht um ein Thinkpad, sry das hatte ich vergessen zu erwähnen ;)

@yatpu - dann muss ich die aber überall ändern ;) Die Festplattenpartitionen werden nach Erfolgreicher OP sowieso gelöscht ;)
 
ich meinte die uuids der hdd-partitionen wenn man diese einfach weiternutzen möchte, so wie linrunner es meinte. also nach dem umzug die uuids auf der alten platte ändern. dann kann man diese weiterhin nutzen, ohne dass das system durch doppelte uuids verwirrt wird. wenn du die platte aber ohnehin platt machen willst, ist das egal. damit sind die uuids nämlich logischerweise auch weg.
 
Jup - okay, dann war das so gemeint ;)

Aber jetzt erklärt mir doch mal bitte, warum linrunner chroot verwenden wollt :crying:

(einfach nur verständnishalber)
 
SSD Allignment: http://randomtechoutburst.blogspot.com/2010/03/4k-alignment-for-disks-important.html

Linux SSD Optimize: http://cptl.org/wp/index.php/2010/03/30/tuning-solid-state-drives-in-linux/
https://wiki.archlinux.org/index.php/SSD

Diese Links haben mir sehr geholfen.

Spiegel doch einfach die Linux Partition mit partimage (http://www.sysresccd.org) rüber auf die SSD. Wenn Du eine Windows7 RescueCD hast, kannst Du übrigens besser alle Partitionen mit diskpart machen, weil das das alignment automatisch richtig macht.
 
du musst die partition korrekt ausrichten und anschließend in luks ebenfalls drauf achten, dass die nutzdaten an der richtigen stelle beginnen. in der manpage solltest du was dazu finden. das gleiche gilt natürlich auch für alle weiteren schichten, die noch oben draufkommen, also lvm (falls gewünscht) und auch ext4. nur dann fühlt die ssd sich richtig wohl. in zukunft wird das vermehrt automatisch klappen. die arbeiten dahingehend sind bereits im gange.
 
Also die Partition sollte bei 1MiB anfangen, wie wichtig ist es denn die physikalische Blockgröße bzw. Page der SSD zu wissen hinsichtlich der logischen Blockgröße des Dateisystems? Puh ich hoffe ihr wisst was ich meine....
 
kalibari' schrieb:
Gilt das SSD Allignment auch in Verbindung mit LUKS?
Für LUKS brauchst Du
Code:
cryptsetup --align-payload=256 luksFormat ...
--> 256 Sektoren à 512 Byte = 128 KB

jetronic' schrieb:
Also die Partition sollte bei 1MiB anfangen, wie wichtig ist es denn die physikalische Blockgröße bzw. Page der SSD zu wissen hinsichtlich der logischen Blockgröße des Dateisystems? Puh ich hoffe ihr wisst was ich meine....
Mit Alignment auf 1MB solltest Du immer auf der sicheren Seite liegen.
 
Eine Frage hätte ich doch noch - wie macht ihr das mit der Swap Partition? Brauchen tu ich die schon - also ab auf die SSD oder?
 
Ausser man hat ne Festplatte noch, dann denke ich ist das wohl besser sie dort hin zu tun - richtig?

(auch wenn es langsamer ist)

Ach übrigens, mein Vorgehen

1) Partitionen mit fdisk -uc auf der SSD erstellen
2) Mit Gparted formatieren
3) mit tune2fs -U die UUIDs angleichen zu den alten
4) Temporär (nicht über die UUID, sondern/dev/sdxy) mounten irgendwo
5) Zeugs mit rsync -avx (-x ist ja mal der OberHammer! -> Danke @linrunner :)) kopieren
6) im temporären Rootfolder die /etc/fstab um discard und noatime für die alten Laufwerke (die auf die SSD sollen) erweitern.
7) UUIDs der alten bisschen ändern
8) Grub mit grub-install auf den MBR der SSD
9) Reboot, im Bios die SSD als erstes Bootdevice
10) Alte MBR löschen mit dd if=/dev/zero of=/dev/sdx bs=1 count=446 conv=notrunc (für sdx natürlich nur die festplatten nehmen..)
11) egalu's Skript von hier (Seite 2 irgendwo) nehmen,anpassen, in der /etc/rc.local aufrufen um den Scheduler der SSD immer schön zu ändern.

Klappte problemlos..

Danke euch allen ;)
 
Evilandi666' schrieb:
Ausser man hat ne Festplatte noch, dann denke ich ist das wohl besser sie dort hin zu tun - richtig?

Push!

Wie macht ihr das mit Swap, wenn ihr eine HDD und SSD habt? Auf die SSD (Swap ist wesentlich schneller, mehr SSD abnutzung) oder auf HDD (langsamer, keine Abnutzung)?

*bitte nicht steinigen*
 
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