Automatisches Backup mit Software vs. Kopie von Hand

independence

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Ich frage mich das schon seit geraumer Zeit und habe das Thema noch nicht final für mich abgeschlossen (auch aufgrund unzureichender Recherche). Daher wollte ich mal hier in die Runde fragen ob es denn einen Vorteil bzw einen Nachteil gibt, wenn man für sein Backup keine Software einsetzt, sondern einfach eine 1:1 Kopie des zu sichernden Ordner/Laufwerks manuell anlegt. Ich handhabe es nämlich seit geraumer Zeit so, dass ich meine Bilder/Dokumente von Hand sichere. Kommen neue Bilder hinzu, sichere ich diese auch direkt manuell auf dem "Backuplaufwerk" (einfach eine externe Festplatte). So ist auf jeden Fall die Logik davon, mein Prozess ist etwas komplizierter und auch weitaus umfangreicher aber das tut hier nichts zu Sache.

Als Nachteile kann man natürlich den händischen Aufwand zählen und auch das ich es einmal vergessen könnte aber dafür habe ich ständig meinen Datenbestand im Blick und ich benötige keine Software dafür.. Natürlich sind die Daten nicht verschlüsselt, wie es bei einem Backup mit Acronis der Fall ist aber dafür ist mein Datenträger Bitlocker verschlüsselt.

Gibt es denn nun gravierende Vorteile einer Backupsoftware die ich bislang total vernachlässigt habe und in meinem Anwendungsfall auch Sinn machen oder ist es doch ganz ausreichend wie ich das durchführe.

Ich habe bei einer Softwarelösung immer Bedenken, da ich eigenltich nicht weiß was in dem einzigen riesigen Backupfile vor sich geht und ob auch alles wieder rückgesichert werden kann.

Vielen Dank

Gruß
 
Meine erste Idee zu dem Thema: Checksumberechung der originalen Daten und dann Vergleich mit den Checksums der Kopie.

Kan aber ein bisschen dauern bei 100.000 Files.....

Allerdings bin ich mir ja nicht sicher, ob sich bei den "Originaldaten" nicht mittlerweile ein Fehler durch hin und herkopieren eingeschlichen hat und dieser Fehler bei dem 1-Jahr-alten Backup evtl noch nicht der Fall ist.
 
Allerdings bin ich mir ja nicht sicher, ob sich bei den "Originaldaten" nicht mittlerweile ein Fehler durch hin und herkopieren eingeschlichen hat und dieser Fehler bei dem 1-Jahr-alten Backup evtl noch nicht der Fall ist.
Ein gewisses Risiko bleibt bestehen.
Hätte man gleich von Anfang beim kopieren mit Checksums arbeiten müssen. Da lässt sich halt jetzt nichts mehr dran ändern.

Was sind denn das für Dateien, wenn man fragen darf ?
Bilder ? Dokumente? Filme ? Mp3's ?
 
du kannst mir viel erzählen, aber bestimmt nicht, dass es Dateien gibt, die absolut genau den gleichen Timestamp aufweisen, auch wenn diese quasi zur "gleichen" Zeit entstanden sind.

Warum gibt es dann die Überprüfung nach Dateiinhalten, wenn es deiner Ansicht nach keine Dateien gibt, "die absolut genau den gleichen Timestamp aufweisen"?

Es ist mit normalen Mitteln fast unmöglich, den Inhalt einer Datei zu ändern, ohne daß sich der Timestamp ändert. Dazu muß das ändernde Programm tief ins Betriebssystem eingreifen und absichtlich an den normalen Filesystem-Funktionen vorbei die Festplatte ändern.

was sind normale bordmittel ?
ich kann in windows das journaling den timestamp und den dateiverlauf ändern das kann auch jeder andere!
fast jedes tunigtool, (alle mir bekannten) schraubt an den dingen rum und sugeriert dir dadurch "schnellere" zugriffe und schreibraten,
schon aktiviert der juser die option.
genauso wie viele backup / image-programme daran rumschrauben und optionen dazu haben.

von da her kann nur der besitzer selbst des betreffenden gerähtes darüber, wenn überhaupt, auskunft geben.
ob man sich dann der auskunft sicher ist, ist eine andere frage. :-)

im geschäfftlichen umfeld möchte man nicht das sich das uhrsprüngliche erstellungsdatum ändert, sonst hat man im falle einer prüffung durch die steuerbehörde, probleme zu beweisen das gesagtes file auch am entsprechenden datum erstellt wurde.
auch wenn das backupzurückgespielt und neu gesichert wurde.
nur schon desshalb bieten proffesionelle backupsoftware zugriff auf die optionen.

persönlich nutze ich im privaten umfeld bei drittpersonen immer die windows eigenen bordmittel, hat mich noch nie im stich gelassen, solange die dazugehörigen datenräger verfügbar sind.
Change Journal Records https://msdn.microsoft.com/en-us/library/windows/desktop/aa363803(v=vs.85).aspx

edit :
Windows Journal Parser https://www.tzworks.net/prototype_page.php?proto_id=5
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein gewisses Risiko bleibt bestehen.
Hätte man gleich von Anfang beim kopieren mit Checksums arbeiten müssen. Da lässt sich halt jetzt nichts mehr dran ändern.

Was sind denn das für Dateien, wenn man fragen darf ?
Bilder ? Dokumente? Filme ? Mp3's ?

Das sind im wesentlichen Bilder. Der zweite große Teil sind dann Dokumente.. (Word,Excel,PDF,etc)
 
Es bleibt nur der Binärvergleich der Dateien oder die Checksummen. Passende Programme, die mit so einer großen Anzahl an Dateien gut arbeiten, hab ich leider nicht zur Hand - würde mich aber auch interessieren.
Praktischer Tipp: Auf passende Einstellungen achten, also ob nur der Dateiinhalt zählt oder auch Dateisystem-Attribute wie Erstelldatum, Datum letzter Zugriff usw. oder auch Besitzer, Zugriffsrechte beim vergleich berücksichtigt werden.
Der Zeitaufwand wird ähnlich sein, wie die Zeit zum Sichern einer solchen Datenmenge. Der Flaschenhals dürfte die Lesegeschwindigkeit und die Zugriffszeit sein, wobei viele kleine Dateien länger dauern als wenige große.
Letztendlich würde ich erst mal davon ausgehen, das 99,99999% bis 100,0% der Dateien iO sind, sofern die Festplatte nicht irgendwelche "Stunts" hingelegt hat, was gegenteiliges erwarten ließe. Wenn eine Datei erst mal richtig auf die HDD geschrieben ist, bleibt sich das auch. Ansonsten würden Lesefehler (CRC-Error) auftreten, wie man sie früher von Disketten her kannte, wenn man auf die Datei zugreift, z.B. bei der Datensicherung (Datei-basierte Sicherungsverfahren mal vorausgesetzt). Im gleichen Umfang wie eigene Dateien (Musik, Bilder, Office) wären ansonsten ja auch Programmdateien betroffen und Windows oder die Software würde extrem instabil sein bzw. sogar gar nicht mehr laufen. Das widerspricht aber jeglicher Erfahrung.
Wenn dennoch Abweichungen auftreten, dürften es also nur sehr wenige Dateien betreffen und es sollte dann auch händisch machbar sein, die Unterschiede herauszusuchen.


Grüße Thomas
 
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