9 Nov - der wahre Feiertag?

IT-Azubi

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Wenn man heute in den Kalender schaut ist es eigentlich ein Tag wie jedere andere Eigentlich auch. Drehen wir das Rad der Geschichte einmal um 20 Jahre zurück - der 9 November ein grauer November Tag - ein Donnerstag. Also ganz normal ?! Man sollte dazu erwähnen diese Erklärung hätte erst am Morgen des 10 Nov 1989 ab 4 Uhr veröffentlicht werden sollen

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=p61IlN04v4Q[youtube]
 
[quote='gnatz05',index.php?page=Thread&postID=697888#post697888]Dennoch sind die Ereignisse des 9.11.1989 für mich mit das Größte, das dieses Volk in seiner Geschichte vollbracht hat. [/quote]
Da gebe ich Dir vollkommen recht - ohne "Wenn und Aber".
 
"Fahrenheit 11/9

Der 9. November: Schicksalstag der Deutschen, ein Datum, das unsere Nation geprägt hat wie kein zweites. 1953 wird in Kassel die erste Fußgängerzone eröffnet - zuvor mußten Fußgänger immer auf der Straße flanieren! 1944 bekommt Otto Hahn den Chemie-Nobelpreis, 1918 ruft Philipp Scheidemann die Deutsche Republik aus ("This - is - Spartaaaakusbund!"), und 2007 wird das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung verabschiedet.

Aber auch dunkle Kapitel der deutschen Geschichte sind mit dem 9.11. verbunden. Friedrich der Schöne wird 1313 von seinem eigenen Cousin in der Schlacht von Gammelsdorf geschlagen, 676 Jahre später kommt es im west- wie ost-deutschen Fernsehen zu gewaltigen Programmänderungen, und - auch dies darf nicht verschwiegen werden - Peter Hahne und Axel Schulz feiern Geburtstag. Na dann!"

und der anhang!

auf die frage, was satire darf, hat ein kerl mit vornamen kurt schon vor jahren geantwortet!

quelle: titanic satire!
 
[quote='gnatz05',index.php?page=Thread&postID=697888#post697888]dass der 9. November ein Tag ist, auf den alle Deutschen stolz sein können, so hatte ich die Reichsprogramnacht nicht bedacht. [/quote]

Meiner Meinung nach ist "Stolz" doch immer ein komischer Begriff.

Die jungen Generationen sind nicht verantwortlich für die Taten der Nationalsozialisten.

Aber die jungen Generationen sollten auch nicht "stolz" auf das heutige Datum bezüglich des Mauerfalls sein. Allenfalls kann man froh sein, dass einige schlaue und vernünftige Politiker sowie die damals tätige Bevölkerung dermaßen gehandelt haben.

Wir (damit spreche ich jetzt mal die bis 35jährigen an) können doch nur rückblicken und die Geschichte betrachten, bewerten und deuten.

Aber "stolz" sein? Dafür müsste man selbst aktiv gewesen sein, oder?
 
[quote='delius',index.php?page=Thread&postID=698197#post698197]Aber "stolz" sein? Dafür müsste man selbst aktiv gewesen sein, oder? [/quote]Nein, man kann auch stolz auf andere sein, die die Leistung erbracht haben, besonders, wenn man sich mit der Handlung identifiziert. Viele haben nur das Problem, nicht zwischen "Stolz" und "Eitelkeit" unterscheiden zu können.

Ich als "Wessi" bin auch stolz darauf, was für eine großartige Leistung die Menschen in den Tagen vor der Maueröffnung ohne Blutvergießen erreicht haben. Zwei Wochen vorher habe ich auf dem Truppenübungsplatz Hammelburg im "Lager übende Truppen" (damals eines der improvisierten Durchgangslager) die Menschen gesehen, die über Ungarn und Prag in den Westen gekommen sind - allein das war schon nachdenklich stimmend und ergreifend.
 
"Stolz" sein...das ist hier die Frage - das dümmliche Versagen der korrupten Kommunisten in der EX-DDR berechtigt uns "Wessis" sicher nicht zum "Stolzsein"...eher zu mildem Lächeln!
 
An vor 20 Jahren kann ich mich immer noch gut erinnern-als die Mauer aufging-ich weiss auch noch ganz genau mit wem und besonders wer ich untwerwegs war- zum aktuellen Mauerfall war ich aber doch schon zu hause-wie geil wardas denn?
Progrom-oder Kristallnacht hin oder her-einen Tag für unsere böse Vergangenheit haben wir schon verdient-der 9te November war einfach zu vorbelastet.-Kann ich schon verstehn, dass wir den 17ten Juli (als die Panzer auf die Aufständigen geschossen haben) haben fallen lassen, und der 9te November war eben zu vorbelastet-also der 3te Oktober ?????
Nun ja, da gab es das neue Geld, und wenn wir unsere Neubürger befragen, war es wohl der Tag, an dem sie Ihre Identität vollends aufgaben?
 
[quote='Doehns',index.php?page=Thread&postID=698219#post698219]Nun ja, da gab es das neue Geld, und wenn wir unsere Neubürger befragen, war es wohl der Tag, an dem sie Ihre Identität vollends aufgaben? [/quote]
Das Geld gab es schon vorher im Rahmen der sog. Wirtschafts- und Währungsunion. Das aber daran zu fixieren halte ich nicht für gerecht(fertigt).

@Think_freak:
Ohne Dich persönlich angreifen zu wollen, aber das "milde Lächeln" hat für mich einen Hauch von Arroganz im Nebenton der Formulierung.
 
@Morns

das milde Lächeln" bezieht sich auf das Jahrzehntelange Schweigen...sowohl auf Seiten Westdeutschlands - unterstützt durch Ehrfurcht vor den Besatzungmächten, sowie auf die Frage warum es so lange ertragen wurde seitens der Ostbevölkerung :?:
 
OK - jetzt habe ich Dich verstanden. Das kam leider in Deinem vorherigem Beitrag so nicht heraus. Aber es ist leicht, "Nichtstun" zu unterstellen, denn die Regierungen im ehemaligem Warschauer Pakt haben extrem sensibel auf jedwede Äußerung des Westens reagiert.
Ein jahrzehnte langes Schweigen konnte ich aber nicht feststellen. Es dürfte aber hier der falsche Rahmen sein, darüber eine Diskussion zu entfachen.
 
laut Umfrage soll ja jeder 8te Deutsche den Niedergang der Mauer bedauern...fragt sich wieviel Prozent davon im Osten gelebt haben!
Man sollte keinefalls vergessen, Hunderttausende "Ossis" waren Spitzel unter Staates Gnaden und keinesfalls unglückliche Opfer.
 
[quote='Think_freak',index.php?page=Thread&postID=698253#post698253]Hunderttausende "Ossis" waren Spitzel unter Staates Gnaden und keinesfalls unglückliche Opfer.[/quote]

IMs oder "Spitzel" waren auch keineswegs immer glücklich, oder was hättest du als Familienvater gemacht, wenn die Staatsicherheit bei dir geklingelt hätte, dir angedroht hätte, dass dein Kind seinen Studienplatz verliert, wenn du nicht wöchentlich Informationen über deinen besten Freund herausgibst?

Man sollte alles ein wenig differenzierter betrachten.

Ich bin "Wessi", würde mir solche Aussagen aber nicht erlauben.

Aber so ist es nun mal ...

Auf beiden Seiten, Westen und Osten, sind zu Gedenktagen wie heute viele Menschen immer ganz schlau ;)
 
klar! aber diese Angst vor den eigenen Nachteilen sollte auch Grenzen kennen... es gab ja auch sehr Mutige Bewohner in Ostdeutschland - angeblich hat ja sogar Frau Merkel mal NEIN gesagt!
 
[quote='Think_freak',index.php?page=Thread&postID=698235#post698235]...sowie auf die Frage warum es so lange ertragen wurde seitens der Ostbevölkerung :?:[/quote]Tut mir Leid, aber das ist wieder dieses typische Bild welches die eher schlecht gebildeten Westdeutschen haben. :whistling: Kannst du dir vorstellen das in der DDR nicht alles schlecht war?

Danke an delius das er die Problematik mit den Stasi-Spitzeln bzw. IMs schon geklärt hat...
EDIT:
@ Thinkfreak
Die Grenze ist aber sicherlich nicht das Leben deines Kindes zu versauen. -.-'
 
[quote='Think_freak',index.php?page=Thread&postID=698266#post698266]klar! aber diese Angst vor den eigenen Nachteilen sollte auch Grenzen kennen... [/quote]

dann solltest du dich mal mit den Mechanismen und mit dem Vorgehen der Staatssicherheit beschäftigen.

Dabei ging es nicht um die Angst vor eigenen Nachteilen, sondern um die Angst vor dem Existenzverlust, schlicht und ergreifend.
 
Jeder 8te bedauert den Niedergang?-Ja mei, wegen mir kann München auch ummauert und überdacht werden, und in den meisten Bereichen hätte die Mauer auch wieder hochgezogen werden können. Ich krieg immer noch die Krätze, wenn mir die DB in Westdeutschland den nächtens Halt auf Sächsich oder Sächsenglisch annonziert: In se first class please remain seated and get pleased-ja genau, sitzen beliben und befriedigt werden...
Aber wegen mir können wir die Schwaben auch gleich mit einer Mauer umgeben-hat also nicht wirlich was mit der ehemaligen DDR zu tun-die nördlichen in Mc Pomm haben Glück-nordisch by nature und kaum erennbar.
 
Wie kommt es eigentlich das kaum einer außerhalb von Bayern euch Bayern leiden kann und die Bayern alle anderen nicht leiden können - aber trotzdem Bayern noch immer keine eigene Demokratie (oder würde zu euch eher eine Diktatur passen?) geworden ist?
 
Och, Bayern wäre ebenso wie Sachsen gerne ien Freistaat, und wäre gern autonom, was sich auch darin wiederspiegelt, dass die CSU nur hier antreten durfte, und mal eben so gerade mal über die 5% Hürde gehopst ist-das war vor 20 Jahren noch ganz anders.
 
[quote='Doehns',index.php?page=Thread&postID=698289#post698289]Bayern wäre ebenso wie Sachsen gerne ien Freistaat[/quote]
Bayern ist ein Freistaat.
 
[quote='Think_freak',index.php?page=Thread&postID=698266#post698266]angeblich hat ja sogar Frau Merkel mal NEIN gesagt! [/quote]
Ah - deshalb ist sie also kinderlos :D
 
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