X4x X41 Speicherfehler?

nsteinbach

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Hallo Thinkpad-Forum,

Nachdem es auf meinem Thinkpad X41 seltsame Probleme gegeben hat, und das installierte XUbuntu sich nicht immer starten ließ (eigentilich habe ich - wenn schon Hardwarefehler - auf die billige "China-SSD" getippt), lasse ich nun gerade einen Memory Text laufen.

Mit dem Ergebnis, dass hier massenhaft rote Zeilen durchscrollen, die Errorcount-Zahl ist schon bei >1.3Mio - das Ganze hat bei 129.6 MB angefangen, jetzt ist er inzwischen bei 134MB.

Dumme Frage: Weil die ersten 256 oder 512MB aufgelötet sind, heißt das jetzt, dass das Mainboard im Eimer ist und ich ein neues brauche? Oder, wenn ich die endgültigen Ergebnisse des Memorytests habe, sofern der noch irgendwann mal fertig wird, wie kann ich weiter an die Fehlerdiagnose ran gehen? Ich weiß nur, dass das Gerät 1.5GB RAM hat, und da nur ein RAM-Sockel drin ist, nehme ich mal an, dass 1GB drin steckt...Oder zählt der den RAM im Erweiterungsschacht zuerst, und ich bin auf der sicheren Seite? Kann es dann vielleicht sogar sein, dass der RAM-Baustein nicht richtig drin sitzt und sich gelockert haben könnte? (Ich will ihn jetzt nicht aufmachen, solange der RAM-Test läuft, aber ich werde danach auf jeden Fall nachschauen).


Danke & viele Grüße,

Norman
 
Hi,

ich würde den Speichertest auf jeden Fall mal nur mit dem aufgelöteten Speicher durchführen, also den gesteckten 1 GB Riegel entfernen (Du musst nur die 3 Schrauben auf der Unterseite öffnen und den Deckel hochheben). Wenn Du Glück hast, ist der gesteckte Speicher defekt.

Vor einiger Zeit hatte hier im Forum schonmal jemand das Problem, dass der aufgelötete Speicher einen weg hatte. Der User hat dann einen 2 GB Riegel eingebaut, in der Hoffnung, dass dann der interne RAM deaktiviert wird, dem war aber leider nicht so. Abhilfe würde dann also nur ein anderes Board schaffen.

Grüße,
Robert
 
Ich kann nicht mit Wissen dienen, aber mit halbwegs fundierten Beobachtungen. Ich hatte mein X41t zuerst mit 1Gb + 0,5 intern zusammen 1,5Gb. Wenn Du dann ans theroretische Maximum 2,Gb gehst, baust Du logischerweise einen 2Gb Riegel in den Ram Slot und erwartest 2,5Gb. Lustigerweise erhältst Du nur 2Gb nutzbaren Speicher. Ob da jetzt die ersten 512MB integriert oder die letzten 512MB des 2Gb Riegels oder was ganz anderes nicht genutzt wird, wirst Du austesten müssen. Vom Boardkauf würde ich erstmal absehen und einen 2Gb Riegel probieren.
Zuallererst aber einfach nochmal deinen Riegel rausnehmen und deine 512Mb onboard testen und hier berichten. :eek:
 
Theoretisch werden, wenn 2,5Gb Ram verbaut sind, der Onboard speicher deaktiviert. Ich weiß es aber nicht 100%, da meine X4x-Zeiten schon ne ganze weile her sind.

Ich würde, wie bereits genannt, den 1Gb Riegel rausnehmen und nochmal Memtest laufen lassen. Wenn dann immernoch fehler auftauchen ists der Onboard-Speicher.
Wenn dem so ist, einen 2Gb Riegel nehmen und nochmal probieren.

MfG, Sebastian
 
@Trakath: roberto79 hat ja geschrieben, dass das mit dem Aufrüsten auf 2GB bei einem anderen Nutzer so eben nicht ging.

Der Memory-Test ohne den 1GB-Riegel läuft gerade durch - wieder mit demselben Problem: In dem Bereich von 196-503MB fängt er bei ziemlich genau 192MB an, nur noch rote Fehler auszugeben. Also ist mit größter Wahrscheinlichkeit das Board Schrott.
Und das, obwohl das vom Lenovo-Support 2009 kurz vor Ablauf der Garantie noch ausgetausch wurde, so sagte mir der Vorbesitzer. Das Display wurde ebenfalls getauscht, also eigentlich ist der Rechner noch in einem recht guten Zustand, für sein Alter!
Naja, werde ich wohl nicht umhin kommen, mich nach einem X60 oder so umzusehen, das sagt mir von der Leistung her eh besser zu. Ansonsten habe ich für das Ding allerdings ziemlich viel Zubehör, also UltraBase usw. - nur eben wegen eines kaputten Boards kann ich den nicht mehr benutzen - das nervt! :-(

Naja, vielleicht stelle ich ihn hier zum Verkauf ein. Ist nur das blöde mit der Preisfindung, hab ja keine Ahnung was so ein Teil mit kaputtem Board noch wert ist. Naja, mal schauen.
 
Na ja, eh es wegkommt, würd ich mir nen 2Gb Riegel zulegen und das testen. Den Riegel kannste am ende immernoch in nem X6x weiterverwenden.

MfG, Sebastian
 
Hallo Sebastian,

da ich keinen 2GB-Riegel habe, ist mir das eigentlich zu unsicher, einfach mal pro forma 30 EUR für einen solchen auszugeben, nur um das zu testen...

Viele Grüße,

Norman
 
Sind die Speicherriegel zwischen X60 (Core-Generation, PCIe usw.) und X41 (Pentium 4, PCI) wirklich kompatibel? Kann ich mir fast eigentlich überhaupt nicht vorstellen...
Andererseits steht auf meinem 1GB-Riegel aus dem X41 auch DDR2-667 drauf. Hmm, ich habe noch mein altes T60 im Schrank rumliegen, da sind 2,5GB RAM drin, aber ich weiß nicht in welcher Konfiguration, also evtl. mal schauen, ob ich da drin einen kompatiblen 2GB-Riegel finde? Ich hasse es nur, an diesen Geräten rumzuschrauben, weil ich immer Angst habe, was kaputt zu machen... :-/

Edit: Im Gegenzug schaue ich schon nach, was ein gebrauchtes X60 kosten würde...nur dass da noch der Preis für eine SSD dazukommt, und wahrscheinlich auch noch einen Akku...Mal schauen, ob das überhaupt Sinn macht. Ich hätte ja schon gerne wieder einen noch kleineren Ersatz-Rechner für unterwegs...
 
2,5Gb Ram im T60 kann nur aus 2Gb und 512MB zusammengesetzt sein. Ausbau ist einfach, 4 Schrauben vom Palmrest lösen, selbiges Abnehmen.

Das x41 ist die gleiche Generation wie das T43 mit Intel 915 Chipsatz, der arbeitet mit DDR2-Ram. Ergo passen auch die Rams der 6er-Generation (x6x, T6x, R6x).

Und wennde den Ram schon da hast, da kostet es nix weiter außer Zeit zum testen. Danach kann man immer noch ans entsorgen und neukaufen denken.

MfG, Sebastian
 
Hallo Sebastian & Roberto,

danke für die Hinweise. Ich werde es mit den 2GB aus dem T60 demnächst mal ausprobieren, allerdings muss ich dazu noch meine Beobachtungen mitteilen:

Wenn das System nämlich erfolgreich bootet (was ungefähr bei jedem 2.-3. mal Einschalten passiert, ansonsten habe ich ein Terminal + Mauszeiger, d.h. der X-Server läuft, aber irgendwo "hakt" es doch), dann läuft es aber soweit ich das sehe auch stabil. Ich habe eben die ganze Zeit in Chromium darauf irgendwelche Youtube-Videos abgespielt, und nebenbei läuft noch SeaMonkey - die Speicherauslastung ist damit unter XUbuntu 12.10 bei 300-450MB, allerdings weiß ich natürlich nicht, ob der beim Memtest Fehler produzierende Speicher da nun benutzt wird, oder anderer. Wobei natürlich wie unter Linux üblich trotzdem ein Großteil des freien Speichers für Cache benutzt wird, aber in wieweit sich ein Fehler in diesem Cache auf die Systemstabilität auswirkt, kann ich nicht sagen (ich schätze mal: gar nicht).

Das, zusammen mit dem Ergebnis, dass der Fehler bei Memtest immer an derselben Stelle im Speicher auftritt, klingt eigentlich nach meinem Verständnis eher nicht danach, als wäre es ein Problem mit dem Speichercontroller, denn sonst würde jeder andere Speicherbereich ja auch Probleme machen/Fehler produzieren.


Naja, wenn ich mich dazu aufgerafft habe, die 2GB aus meinem guten T60 zu extrahieren, weiß ich mehr. Alternativ kann ich natürlich auch das X41 einfach mal etwas mehr benutzen, und schauen wie es sich dabei so hält. Bisher sieht das nämlich ganz gut aus, uptime jetzt schon fast 1h seit dem letzten erfolgreichen boot (nachdem ich das 1GB wieder eingebaut habe). Keine Ahnung, ob das Zufall ist...
 
So, jetzt als Follow-Up: Ich habe die 2GB aus dem T60 in das X41 umgebaut, und das 1GB ins T60 gesteckt (in der Hoffnung, an der Kiste nicht mehr rumschrauben zu müssen...)

Bisher läuft der Memtest, und es sieht tatsächlich so aus, als würde der aufgelötete RAM nicht mehr benutzt werden. Es steht: "Testing: 196K - 2039M" auf dem Display, und der Test läuft jetzt auch schon länger ohne rote Zeilen, als es vorher der Fall war.

Mir ist dabei aufgefallen, dass der erkannte Speicher auch nur als "Slot 0: 2048MB DDR2-400 - Qimonda ..." angezeigt wird. Dazu noch die Frage: DDR2-400 ist ja eigentlich langsamer, als DDR2-667 - oder wo ist da der Unterschied, bzw. wozu gibts den schnelleren Speicher, etc? Ich hab mich zuletzt mit diesen Hardware-Specs beschäftigt, da gab es PC-100 und PC-133 SDRAM (OK, das waren Desktop-PCs und da hatten diese Zahlen eine nachvollziehbare Bedeutung, aber Laptops hatten damals sowieso alle eigene, proprietäre Bauformen von Speichermodulen).

Der Memtest ist inzwischen übrigens bei "Pass: 36%" in Test #6 "Moving inversions, 32 Bit pattern" angelangt, und läuft schon 20 Minuten. Vorher gab es zu diesem Zeitpunkt bereits Fehlermeldungen - es sieht also nach einem großen Erfolg aus!

Danke Sebastian, dass Du mich ermutigt hast, es einmal zu probieren!


Viele Grüße,

Norman
 
Mist, nun doch nicht!
Jetzt bin ich gerade, nach 24:39min beim Memtest wieder an massenhaft roten Zeilen mit Fehlern angelangt.

Also wird dann evtl. doch noch der interne Speicher noch genutzt...oder so.

Naja, mal schauen. Komischerweise läuft der Rechner ja stabil, wenn er ordentlich hochfährt...Ich werde erst mal schauen, dass ich ihn weiter benutze und sehe, ob das möglich ist. Wenn ja, dann lasse ich es so. Wenn nicht, dann sehe ich das daran, dass er eben nicht ordentlich hochfährt, und dann muss ich mir eben Ersatz besorgen...


Danke trotzdem & viele Grüße,

Norman
 
Zu Deiner Frage bezüglich Ramtaktung: der Chipsatz von X41 bzw. T43 kann maximal DDR2 533 MHz. Wenn Du einen 400 MHz Speicher einbaust, läuft dieser mit der maximalen Geschwindigkeit des Speichermoduls (also 400 MHz), wenn Du ein schnelleres Modul (z.B. 667 oder 800 MHz) einbaust, wird dieses runtergetaktet auf 533 MHz (also das Maximum des Chipsatzes). Grundsätzlich kann man zumindest ab DDR1 sagen, höhere Geschwindigkeiten des Speichers bringen nichts, haben aber auch keine negative Auswirkung auf die Kompatibilität.

Zu Deinem Problem nochmals ein Gedanke (habe ich mir fast gedacht, dass der interne Speicher nicht deaktiviert wird):
Nimm an, Bank 0 ist der interne Speicher, Bank 1 der externe -> wenn Du z.B. in ein T43 (was denselben Chipsatz hat) in Bank 0 ein 1-GB-Modul einsetzt und in Bank 1 ein 2-GB-Modul, werden im Bios 3 GB angezeigt, durch den Chipsatz können aber nur 2 GB genützt werden. Vermutlich wird je Bank das Maximum ausgenützt und der "Überschuss" an RAM bleibt ungenutzt, leider sind dieser Ram-Überschuss in Deinem X41 mit 2 GB Modul die funktionierenden 512 MB :(
 
Roberto, ich vermute das auch, allerdings hatte ich bei den Bootvorgängen nach dem Wechsel des Speichers keine Probleme mehr, dass XFCE nicht korrekt geladen wurde - zugleich belaste ich den Rechner jetzt gerade auch etwas mit 10 Fenstern/Tabs jeweils in Firefox und Seamonkey, sowie 1x Youtube in Chromium, LibreOffice und GIMP - bisher ist der RAM mit 1026MB ausgelastet, dazu kommen noch die paar kB, die in /tmp und in /var/tmp liegen, was ich ebenfalls in eine RAM-Disk ausgelagert habe (ich glaub, die zeigt htop nicht an).

Und das System läuft soweit momentan augenscheinlich stabil, obwohl der Fehler beim Memtest - subjektiv später als vorher - aufgetreten ist.

Solange also die fehlerhaften Startvorgänge sich in Grenzen halten und der Rechner ordentlich hochfährt, kann man ihn auch benutzen. Jetzt dann mit 2GB RAM, was mir auch recht ist :-)

Vielleicht hab ich ja irgendwann mal 250EUR übrig für ein X60 mit SSD und gutem (großem) Akku. Derzeit sieht es jedoch trotz allem nicht aus, als wäre das nötig. Also bleibe ich gespannt, wie sich der "kleine" so weiterhin schlägt.
 
Och, ein X60 würde mir schon besser gefallen, aber es ist halt eine Frage des Geldes - und dessen, was ich für das X41 noch bekommen würde, zumal es jetzt ja offiziell "kaputt" zu sein scheint (auch wenn es noch weiterhin funktioniert).
 
@nsteinbach: Löte mal die Ram-Bausteine auf dem Board und die Kontakte des DIMM-Sockels nach!
Wenn es nicht daran liegt hast du Flexing...
Dann liegt hier der Hase im Pfeffer!
 
@twisted mind: Sorry, aber im Löten bin ich nicht gut. Ich habe zwar einen "normalen" Lötkolben (=nicht regelbar, einfach einstecken&wird heiß, "dicke" Spitze, mit der man, wenn man geübt wäre, normale "fette" Elektronik aus den 70ern und 80ern in einlagige Platinen mit Löchern löten könnte, keinesfalls jedoch SMD-Bauteile), aber mit dem schaffe ich es mit etwas Glück gerade so, zwei Kabel dazu zu bringen, aneinander zu halten. Sorry, aber Dein Vorschlag ist daher ziemlich ungeeignet, da ich das Gerät dafür zu einem Profi einschicken müsste, und das will ich ohne definitive Fehlerdiagnose nicht machen. Sonst zahle ich Geld für eine Reparatur, die mitunter gar nicht nötig war.

Des Weiteren wurde das Board 2009 vom Lenovo-Support ausgetauscht. Ich weiß zwar nicht, ob wegen Flexing oder wegen eines anderen Grundes, da das Gerät vom Vorbesitzer eingeschickt wurde, aber ich gehe mal davon aus, dass dadurch bereits ein Board in dem Gerät drin sitzt, was nicht von dem Flexing-Problem betroffen ist.

Des Weiteren läuft der Rechner momentan seit 5h 30min ohne Probleme - irgendwie kann ich nicht so recht an einen Hardware-Fehler glauben...oder wie kommt es sonst, dass ich - bis auf unregelmäßiges Vorkommen eines fehlgeschlagenen Bootvorgangs (und das auch immer an derselben Stelle, nämlich wenn der DM zum Login aufrufen sollte) und die mysteriösen Memtest-Ergebnisse keinerlei Sympthome feststellen kann?
Ganz ehrlich, wenn der Rechner jetzt mit den 2GB regelmäßig fehlerfrei startet, dann benutze ich ihn einfach so weiter, wie er ist.
 
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