X2xx/s (X200/s-260) X230 unbenutzbar: System hakt (W7 + Linux Mint 20) - weitere Tests abgeschlossen

anne_backen

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Moin zusammen erstmal,
bin neu hier im Forum und dieser Beitrag ist wohl meine letzte Hoffnung mein geliebtes X230 :love:wieder zu erwecken...

Es handelt sich um ein x230 2324-CTO.
2x 4GB RAM
240GB Samsung SSD
CPU: i7-3520M @2.9 GHz

Problembeschreibung
(A) W7-64-Bit
Wird das x230 hochgefahren, dann hängt der Mauszeiger so sehr, dass eine Nutzung unmöglich ist.Zudem hängt der Sound; d.h. es gibt langezogene unangenehme Töne von sich.
Das Problem (=Hängen des Mauszeigers) wurde im Laufe der Zeit schlimmer: Startete heute und wurde im Laufe einer Sitzung so schlimm, dass ein geordnetes Runterfahren viel Geduld und Nerven benötigt. :cursing:
Tritt auch im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern auf.
Die Fehlerdiagnosemöglichkeiten (über Auswahl nach hartem Ausschalten) funktionieren allerdings einwandfrei (=ruckelfrei)
Dann auf einmal nach längerer Trennung vom Netz Maus wieder flüssig (=1a). Beim Versuch Musik abzuspielen kam jedoch eine Fehlermeldung (leider nicht notiert), Maus immer noch flüssig. Dann ausgeloggt und wieder eingeloggt und die Problematik war wieder voll da und ein Reproduzieren der Fehlerfreiheit war bislang unmöglich.
Nachdem der Fehler erst nach dem Einloggen aufgetreten ist, ist scheint er seitdem (s.o.) schon beim Laden von W7 existent (die dargestellte W7-Grafik ruckelt beim Laden des BSs).
Aktualisierung_20201031_2130: Inzwischen braucht das System seeehr lange zum Runterfahren. Geht jetzt gar nicht mehr :(


(B) Linux Mint Mint 20 - Cinnamon (Kompatibilitätsmodus)
- per USB-Stick-Boot
Gleiche Problematik, nur ist der Sound (mit Firefox und youtube getestet) genauso ruckelig (!) wie der Mauszeiger (also keine unangenehmen langgezogenen Töne).


(1) Es sind 2x 4GB-RAM-Riegel verbaut und diese wurden bereits dahingehend getestet, dass sie abwechselnd genutzt wurden (1x raus und starten mit 4GB und dann den anderen).
Keine Veränderung.
(2) Zwei unterschiedliche Netzteile inkl. Akkubetrieb probiert; keine Veränderung
(3) Lüfter ausgepustet, gebürstet und vorsichtig ausgesaugt (gem. Thinkpad-Wiki-Anleitung); keine Veränderung
(4) BIOS Batterie abgeklemmt; keine Veränderung
(5) Handballenauflage abgeklemmt, keine Veränderung
(6) Sämtliche Lenovo diagnostics Tests fehlerfrei abgeschlossen
(7) Problem tritt auch im abgesichertem Modus auf (mit und ohne Netzwerktreiber)
(8) BIOS-Version geprüft; 2.74 von 1998 läuft 2.77 von 1999 wird somit in Kürze geflasht (wenn diagnostics komplett durch ist)
BIOS ist erfolgreich auf die neueste Version 2.77 geflachst worden; keine Veränderung
(9) checkdisk wird noch gestartet
Aktualisierung_20201031_2210: Checkdisk ist gestartet und läuft genauso langsam wie das System. Der 10 sek Countdown zum Start hat in etwa 3 min gebraucht :(
Aktualisierung_20201031_2230: Checkdisk ist durch, hat m.W. keine Fehler gefunden; keine Veränderung :(
(10) Lüfterfunktion ist vorhanden und unauffällig.
(11) Lt. W7 Task-Manager ist der Leerlaufprozess die meiste Zeit bei > 70%
nach längerem Laufen gerade nur bei 40%
--> svchost.exe hatte >20% (kurzzeitig)
--> TrustedInstaller 20% (dauerhaft)
--> sppsvc.exe kurzzeitig sehr hoch (>30%?) --> Netzwerkdienst


Es würde mich sehr freuen wenn mir hier jemand bitte, bitte weiterhelfen kann!?


20201031_1820: Aktualisierung
Hab diesen Start-Beitrag mal überarbeitet (ongoing)
 
Zuletzt bearbeitet:
So, auch Checkdisk ist durch und ich weiß nicht was ich noch probieren kann.
W7 ist nahezu unbenutzbar und mit Linux kenne ich mich nicht genügend aus um die restlichen Ratschläge umzusetzen.

Weiß nicht was ich noch machen kann?! :pinch:

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(...)Dann kann es durchaus sein, dass Du mit den Spätfolgen des Wasserschadens zu kämpfen hast.
Dank Dir für die Rückmeldungen :thumbup:

Es ist doch so eine schöne Maschine (IPS und größte CPU *heul*) und es konnte kein Hardwaredefekt lokalisiert werden.
Sollte ich wirklich noch die Zeit aufwenden und ne neue BIOS-Batterie kaufen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Sind zwar nur € 5.- versuchen kann man es mal und wenn Du wieder ein X230 holst, hast Du eine Ersatzbatterie, die halten ein paar Jahre.

Hast Du mal eine andere Platte eingebaut und zu installieren versucht?
 
[...]

Hast Du mal eine andere Platte eingebaut und zu installieren versucht?
Nein, bislang nicht.
Es spricht halt alles dagegen. Der Lenovo diagnostics-check und checkdisk haben keine Fehler gezeigt und auch Linux per USB hat ja zu keiner Veränderung geführt.
Da im Marktplatz gerade ein x230 angeboten wird und der Laptop mein daily-driver ist, werde ich wohl notgedrungen zuschlagen müssen. :mad:

@Bios-Batterie: Werde sie mir wohl holen, aber leider braucht der Versand der Batterie (Ebay?) einige Tage weshalb ich vorher kaufen muss. :(
 
Wo ist der Vorteil bei "Bleibt noch das nackte Systembord auf die Dock und starten."?

Somit kannst Du ausschliessen das irgendeine Systemkomponente den Fehler verursacht. ( Tastatur etc.)
Ich würde das mal mit der SSD und ohne SSD probieren.
Unabhängig eine neue SSD besorgen und neu installieren ist auch nicht verkehrt. Die "Platte" lässt sich immer verwenden.
 
Noch etwas ist mir eben eingefallen:
Auch wenn Du Schon mit den Lenovo Diagnostics alle möglichen Tests durchgeführt hast, würde ich von dem oben erwühnten Linux-USB-Stick booten und den MEMTEST über ca. 4 Std. - besser über Nacht - laufen lassen.
 
Noch etwas ist mir eben eingefallen:
Auch wenn Du Schon mit den Lenovo Diagnostics alle möglichen Tests durchgeführt hast, würde ich von dem oben erwühnten Linux-USB-Stick booten und den MEMTEST über ca. 4 Std. - besser über Nacht - laufen lassen.
Gerade wollte ich memtest starten, habe dazu den usb mit Linux nach langer Zeit mal wieder reingesteckt (also das erste Mal nach 2-3 Tagen; s. letzte Seite), gebootet und verpennt innerhalb der 10sec etwas auszuwählen und Linux ist gestartet, reibungslos. Also es hakt nix! :eek:
Hab jetzt die Befürchtung, dass das nicht lange anhält. Was soll ich machen (welche Tests, um sicherzustellen, dass ich keinen neuen Rechner brauche), kenne mich null aus?

Vermute übrigens, dass das BIOS-Update ausschlaggebend war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hab jetzt die Befürchtung, dass das nicht lange anhält. Was soll ich machen, kenne mich null aus?

Ich würde es erstmal laufen lassen und irgendwas damit machen (im Internet surfen, Videos laufen lassen, etwas schreiben).
Vielleicht hängt es sich nicht gleich wieder auf und es liegt an der SSD oder Windows.
 
Ich würde es erstmal laufen lassen und irgendwas damit machen (im Internet surfen, Videos laufen lassen, etwas schreiben).
Vielleicht hängt es sich nicht gleich wieder auf und es liegt an der SSD oder Windows.
Hab ich auch erst gedacht, aber dann kann ich ja nicht mehr in die Diagnose gehen; bzw irgendwelche Checks machen, weil das System dann unbenutzbar ist!?

Memtest wäre ja z.B. so etwas...

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Problem ist wieder voll da.
Hatte lediglich System Reports gestartet und danach den Rechner zugeklappt (bis eben) und jetzt habe ich die gleiche Symptomatik :facepalm:

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Memtest bleibt nach 2 sek bei 60% hängen

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Mir fällt zudem jetzt ein, dass ich einen RAM-Riegel erneuern musste.
Das war vor dem Lockdown, sollte also ca. 1 Jahr her sein.
Dann war das mit dem Regen > ca. 1,5 J her
 
Zuletzt bearbeitet:
Memtest bleibt nach 2 sek bei 60% hängen
Ein RAM Modul ausbauen und MEMTEST mit dem anderen durchführen. Danach RAM-Modul austaschen und erneut MEMTEST durchführen.
Tritt der Hänger nur bei einem der Module erneut auf, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass das Modul defekt ist.

Hinweis:
Ist nur ein Modul verbaut, piept der Rechner nach dem einschalten, wenn der falsche Steckplatz gewählt wurde. In diesem Fall das Modul in den anderen Steckplatz einsetzen und beie RAM-Module nacheinander in diesem Steckplatz testen.( Ausschalten, Akku ausbauen und Netzteil abziehen nicht vergessen!!)
 
Ein RAM Modul ausbauen und MEMTEST mit dem anderen durchführen. Danach RAM-Modul austaschen und erneut MEMTEST durchführen.
Tritt der Hänger nur bei einem der Module erneut auf, ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass das Modul defekt ist.

Hinweis:
Ist nur ein Modul verbaut, piept der Rechner nach dem einschalten, wenn der falsche Steckplatz gewählt wurde. In diesem Fall das Modul in den anderen Steckplatz einsetzen und beie RAM-Module nacheinander in diesem Steckplatz testen.( Ausschalten, Akku ausbauen und Netzteil abziehen nicht vergessen!!)
Memtest läuft mit dem neuerem Modul (das andere hatte ich seit Rechnerkauf durchgehend eingebaut).
Ein Durchgang wurde fehlerfrei durchlaufen (Dauer ca 50min).
Der zweite ist bei 32%...

Es handelt sich übrigens um Memtest86+ 5.01

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So, beide Riegel wurde unabhängig voneinander mit Memtest86+ 5.01 im gleichen Speicherslot getestet.

Nach 1x "Pass" und jeweils > ca. 50% Durchlauf des zweiten Durchgangs wurde der Test abgebrochen (ja, ich weiß es werden 4 Durchläufe empfohlen, das wird auch noch nachgeholt).
Es wurden jeweils keine Fehler entdeckt.
Jedes Mal habe ich danach Linux (mit dem gerade getesteten Riegel) starten lassen und trotz des fehlerfreien Tests war die Symptomatik wieder voll da.

Aktuell teste ich 1 der Riegel in dem anderen Slot. Dieses Mal aber 4 Durchläufe.

Zwischenergebnis Memtest86+ 5.01:
Beide Riegel im Rechner = Abbruch nach 60 sek
1 Riegel im Rechner bei ca 1,5 Durchläufen = beide Riegel fehlerfrei

Start von Linux Mint mit 1 Riegel (egal welcher) = Symptomatik wieder da!
Start von Linux Mint mit beiden Riegel war nach dem 1. Starten nach dem BIOS update (und nachdem ich lange Zeit Linux nicht per USB gestartet hatte) = System lief einwandfrei. Rechner zugeklappt und nach >1 Std wieder aufgeklappt, Symptomatik wieder voll da.
Plan: Beide Riegel in jedem Speicherslot 4x mit Memtest86+ 5.01 durchlaufen lassen.

Habt Ihr noch andere Vorschläge und Ideen (ausser Nackt aufs Dock und BIOS-Batterie erneuern; werden beide aber zeitversetzt auch noch gecheckt)?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich hab hier grade mal quer gelesen. Wasserschaden. Ihr habt ausgiebig getestet. Aber ich habe nirgends gelesen, ob trotz vorhandener Dock einmal mit ausgebauter interner Tastatur und angeschlossener externer Maus&Tastatur das Gerät gestartet wurde.
So könnte man zumindest ausschließen, dass es doch an der verbauten Tastatur liegt.
 
Ich hab hier grade mal quer gelesen. Wasserschaden. Ihr habt ausgiebig getestet. Aber ich habe nirgends gelesen, ob trotz vorhandener Dock einmal mit ausgebauter interner Tastatur und angeschlossener externer Maus&Tastatur das Gerät gestartet wurde.
So könnte man zumindest ausschließen, dass es doch an der verbauten Tastatur liegt.

Wasserschaden trotzdem der Vorfall > 1,5 J her ist und nur wenig Feuchtigkeit im Gehäuse angekommen ist? :confused:
Das ist dann ja ne tickende Zeitbombe..., betrifft das alle Komponenten -wenn ich also Funktionierendes wie z.B. das IPS umbaue kann das dann den neuen Rechner schrotten?

Werde die Tastatur ausbauen und es testen, danke.

Übrigens ist Memtest86+ 5.01 jetzt mit jedem Riegel und jeweils 4x "Pass" im gleichen Speicherslot durch.
Werde dies im anderen Speicherslot auch nochmal machen.
 
Wasserschaden ...Das ist dann ja ne tickende Zeitbombe..., betrifft das alle Komponenten -wenn ich also Funktionierendes wie z.B. das IPS umbaue kann das dann den neuen Rechner schrotten?.

Ein Wasserschaden ist mitunter ein schleichender Prozess. Ob die Symptome dadurch bedingt sind, ist ohne die genaue Ursache zu kennen nach wie vor Spekulation. Jedoch wäre es eine mögliche Erklärung.
Insofern du nicht gerade das durch den Wasserschaden beschädigte Modul/Bauteil in das neue Gerät verbaust, hast du nichts zu befürchten, was die Funktionalität des neuen Gerätes betrifft.

Ich bin auf deinen Bericht gespannt, wie sich das Gerät ohne die interne Tastatur verhält.
 
Wasserschaden trotzdem der Vorfall > 1,5 J her ist und nur wenig Feuchtigkeit im Gehäuse angekommen ist? :confused:
Das ist dann ja ne tickende Zeitbombe..., betrifft das alle Komponenten -wenn ich also Funktionierendes wie z.B. das IPS umbaue kann das dann den neuen Rechner schrotten?

Werde die Tastatur ausbauen und es testen, danke.

Übrigens ist Memtest86+ 5.01 jetzt mit jedem Riegel und jeweils 4x "Pass" im gleichen Speicherslot durch.
Werde dies im anderen Speicherslot auch nochmal machen.
So, habe beide RAM-Riegel einzeln mind. 4x in jedem Speicherslot durchlaufen lassen und im Anschluss jedes Mal Linux per USB starten lassen.
Ergebnis: keine Fehler, 3x gleiche Symptomatik nach Start des Systems. Nach dem letzten Test hat Linux jetzt aber fehlerfrei gestartet.

Zum ersten Mal habe ich jetzt also mit 1 Speicherriegel ein reibungslos funktionierendes Linux gestartet. Das hatte ich mit 2 Riegeln ja schon Mal s.o..
Mit 2 Riegeln hatte ich dann den Laptop zugeklappt einige Zeit stehen lassen und nah dem Aufklappen war die Symptomatik wieder da.
Jetzt warte ich mal ab (=kein Zuklappen) oder gibt es andere Vorschläge -die hier geäußerten werden auf noch abgearbeitet: wieder mit 2 Riegeln Memtest machen und nackt aufs Dock?

Aktualisierung_20201103_1120: Laptop noch immer nicht zugeklappt und wenn das Display in den Ruhemodus geht, lässt sich der Rechner problemlos wieder aufwecken.

- - - Beitrag zusammengeführt - - -

Versuche es statt dessen noch einmal mit dem RAM in beiden Steckplätzen.
Bleibt wieder bei 60% hängen

- - - Beitrag zusammengeführt - - -

Ein Wasserschaden ist mitunter ein schleichender Prozess. Ob die Symptome dadurch bedingt sind, ist ohne die genaue Ursache zu kennen nach wie vor Spekulation. Jedoch wäre es eine mögliche Erklärung.
Insofern du nicht gerade das durch den Wasserschaden beschädigte Modul/Bauteil in das neue Gerät verbaust, hast du nichts zu befürchten, was die Funktionalität des neuen Gerätes betrifft.

Ich bin auf deinen Bericht gespannt, wie sich das Gerät ohne die interne Tastatur verhält.
Keine Änderung zu vorher:
- USB-Linux in Dock --> seltsame Fehlermeldungen
- USB-Linux in Laptop --> keine Änderung; Problematik weiterhin persistent + Memtest bei 2 Riegeln stoppt bei 60%
- Start ohne Linux (W7 von SSD) --> keine Veränderung; Problem unverändert

:(
 
Zuletzt bearbeitet:
IMO Gerät vollständig zerlegen, alle Folien von der Platine runterholen, mit reichlich Isoproanol waschen/putzen, gut trocknen lassenb (geht ganz hurtig) und wieder zusammenbauen.
 
Diese "seltsamen Fehlermeldungen" gibt es nicht umsonst. Das System will dir damit etwas sagen. Poste die Meldungen bitte im Wortlaut (copy&paste)!
copy+paste natürlich nicht möglich, aber ich tippe mal vom gemähten Foto ab (obwohl ich vermute, dass er sich lediglich schwer tut per USB vom USB-Dock zu starten):


"boot:
Undef symbol FAIL: chrrep
Failed to load libcom32.c32
Failed to load OM32 file besamend.c32
boot:
(...)"
 
Bootest du von einem via Unetbootin erstellten USB-Stick? Untebootin hat öfter mal "Schluckauf". Jedenfalls ist das keine zuverlässige Methode, Live-Sticks zu erstellen. Womit man sonst unter Windows einen Linux-Stick erstellen würde weiß ich nicht.
Wenn du ein lauffähiges Linux (gern auch ein Live-System und gern auch auf einem anderen Rechner) hast, dann schreib mal das Image mit cat auf den USB-Stick (als root):
Code:
cat IMAGEDATEI > /dev/sdX
"IMAGEDATEI" ist ein Platzhalter für den tatsächlichen Dateinamen deines Linux-Images und das "X" in "/dev/sdX" ist hier ein Platzhalter, den du durch den zu deinem Ziel-USB-Stick passenden Buchstaben ersetzen musst. Das ist sehr wichtig! Wenn du den falschen Buchstaben angibst überschreibst du ein anderes Laufwerk. Welcher Buchstabe der richtige ist, kriegst du z.B. mit fdisk -l heraus.

Beispielhaft ein Auszug der Ausgabe bei mir:
Code:
Disk /dev/sdd: 3,7 TiB, 4000787030016 bytes, 7814037168 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 4096 bytes
I/O size (minimum/optimal): 4096 bytes / 4096 bytes
Disklabel type: gpt
Disk identifier: 6DB9FB2E-45D5-417A-8C7D-EF0D5AB32953

Device          Start        End    Sectors  Size Type
/dev/sdd1        2048 7604322303 7604320256  3,6T Linux filesystem
/dev/sdd2  7604322304 7814035455  209713152  100G Linux filesystem




Disk /dev/sde: 7,7 GiB, 8287944704 bytes, 16187392 sectors
Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes
Sector size (logical/physical): 512 bytes / 512 bytes
I/O size (minimum/optimal): 512 bytes / 512 bytes
Disklabel type: dos
Disk identifier: 0x00052fbf

Device     Boot Start      End  Sectors  Size Id Type
/dev/sde1  *     2048 16185343 16183296  7,7G 83 Linux
Zu sehen ist hier ein Datenträger mit 3,7 TiB, der als /dev/sdd geführt wird. Das ist eine meiner Daten-HDDs. Davor gibt es noch /dev/sda bis /dev/sdc, lasse ich hier aber zwecks Übersichtlichkeit weg. Keine davon möchte ich überschreiben.
Außerdem zu sehen ist ein Datenträger mit 7,7 GiB. Das ist ein 8GB-USB-Stick. Auf den könnte man das Image schreiben. Mint habe ich gerade nicht zur Hand, aber mit einem Ubuntu-Image sähe da z.B. so aus:
Code:
cat focal-desktop-amd64.iso > /dev/sde
Das dauert eine Weile. Sicherheitshalber solltest du danach noch ein
Code:
sync
absetzen.
Das ist das Linux-Äquivalent zu Windows' "sicher auswerfen". Das Prompt kommt erst zurück, wenn alle Daten wirklich auf dem Stick sind. Falls dein Stick eine LED hat, sollte die im gleichen Moment aufhören zu blinken.

Falls du den Ziel-USB-Stick zuletzt und nach dem vollständigen Boot von Linux angschlossen hast, sollte das im Normalfall das letzte Gerät sein, das in fdisk auftaucht. Das ist aber nur ein Hinweis, keine Garantie.
 
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