X2xx/s (X200/s-260) x220: Von SDHC booten unmöglich?

inknoir

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Hi, ich wollte mir die Tage ein X220i zulegen und bin durch Zufall über die Frage gestolpert, ob man es auch von eine SD Karte booten kann. Google sagt leider nein, allerdings gibt es insgesamt nur wenig treffer, deshalb wollte ich mich hier nochmal rückversichern. Das würde mir die Sache ziemlich vermiesen :(
 
Insofern ist es ärgerlich, dass ein Subnotebook in der Preisklasse ohne optisches Laufwerk noch nicht mal von SD-Karten booten kann, und man auf die USB-Ports angewiesen ist.
Der Ärger ist ja verständlich, aber die Begründung dafür hast du gelesen oder? Von daher kann man Lenovo jetzt nicht wirklich einen Vorwurf machen, würde ich mal sagen. Versuch mal einen Express Card Adapter, der als USB Device angesprochen wird (klick hier), das müsste doch eigentlich klappen.

Gruß, der tomatenfisch
 
Nun, das ist natürlich meckern auf hohem Niveau. Trotzdem kann ich die Begründung (Performancegewinn bei Betrieb über PCI-E bus statt USB bus) nur teilweise anerkennen, weil, wie Subi88 bereits zutreffed bemerkt hat, die Perfomance sowieso vergleichsweise niedrig ist. Ein wenig Performance gegen ein so wichtiges Feature wie die Bootfähigkeit einzutauschen leuchtet mir nicht ein. Ist aber offensichtlich Geschmackssache. Dein Tipp mit dem Express Card Adapter hingegen ist Gold wert, vielen Dank dafür. Nun kann ich beruhigt bestellen. :) Obwohl, weiß jemand, wie da die Performance ist? :D
 
Die Performance über USB ist bescheidenst. Gefühlt 10x langsamer als eine HDD.
 
@linrunner: Meinst du jetzt im Betrieb mit einem Express Card Adapter über den USB-Bus?

Ich nutze mein derzeitiges Netbook nur über SD-Karte (der Kartenleser ist von Haus aus intern am USB-Bus angeschlossen), da ist die gefühlte Peformance zwar spürbar, aber nicht erheblich niedriger als bei der HDD. Ist ein T101MT von Asus.

Weiß zufällig noch jemand ne Quelle, die mir Auskunft über die zu erwartende Leistungsaufnahme einer solchen Express Karte geben kann? π*Daumen reicht schon.
 
@Subi88: Gruß von der anderen Rheinseite, aber welcher Ansatz für mich richtig ist, entscheide immernoch ich. Und ich brauche nicht mehr, als die Lese-/Schreib-/Zugriffsraten meiner Class 10 SDHC-Karten hergeben. Ich arbeite unter Linux und meistens ohne XServer, d.h. mit leichten textbasierten Anwendungen. Außerdem ist es mir wichtig, meine Karten mit verschiedenen Betriebssystemen bespielen zu können und diese nach Lust und Laune auszutauschen. Mach mir das mal mit ner msata-ssd vor. Insofern ist es ärgerlich, dass ein Subnotebook in der Preisklasse ohne optisches Laufwerk noch nicht mal von SD-Karten booten kann, und man auf die USB-Ports angewiesen ist.

Okay - mit dieser Begründung kann ich das durchaus nachvollziehen. Ich fand es nur etwas merkwürdig, dass du schriebst: "Jetzt nochmal hundert Euro drauflegen, um bei einem neueren und teureren Gerät mit msata-ssd die gleiche Wirkung zu erzielen ist eigentlich inakzeptabel."
Was ist denn bei dir die "gleiche Wirkung"? Wenn du einfach nur von deiner Karte aus arbeiten willst und es dir überhaupt nicht um Geschwindigkeit geht, hast du von einer mSATA SSD ja gar nichts - du würdest sie mit Sicherheit nicht immer ein- und ausbauen wollen ;) Darüber hinaus kannst du mit einer SD niemals die Performance der SSD erreichen. Also - nicht angegriffen fühlen, der Begriff "gleiche Wirkung" war da vielleicht etwas ungünstig gewählt. Die Wirkung ist eine ganz andere, nämlich hauptsächlich Performance satt. Ich kann da Lenovo durchaus verstehen, du bist sicherlich ein Einzelfall - wer kauft sich sonst ein topmodernes und schnelles Notebook, um es dann mit einer lahmen (10MB/s ist ja die maximale Spezifikation von Class 10, die eh nur hypothetisch erreicht wird) komplett auszubremsen? Da kannst du im Grunde Geld sparen und dir ein gebrauchtes X200 oder gar X60 kaufen. Das X200 kann ja anscheinend direkt von SD booten. Eventuell wäre das wirklich die bessere Alternative als in ein hochpreisiges Notebook einen SD Adapter einzubauen und damit auf die teuer erkaufte Performance zu verzichten.

Gruß zurück über den Rhein,
Julian

btw: Da die Performance einer SD Karte den USB Port nicht ansatzweise an die Grenze bringt, sollte das kein Kriterium sein. Die SD Karte ist und bleibt der Flaschenhals.
 
Zuletzt bearbeitet:
die 10 mb/s sind die angabe für die minimale sequenzielle schreibrate, die eine sd-karte erreichen muss um zu dieser klasse zu gehören. tatsächlich erreichen manche karten schreibraten von ca. 20 mb/s. die 10 mb/s sind somit keine theoretische obergrenze
 
die 10 mb/s sind die angabe für die minimale sequenzielle schreibrate, die eine sd-karte erreichen muss um zu dieser klasse zu gehören. tatsächlich erreichen manche karten schreibraten von ca. 20 mb/s. die 10 mb/s sind somit keine theoretische obergrenze

Dann habe ich in den letzten Jahren wohl irgendwas falsch gemacht.. Noch nie habe ich mit einer Class 10 wirklich 10MB/s Schreibrate erreicht. Aber gut, dann nehme ich das gerne zurück. Ändert trotzdem nichts daran, dass die USB Geschwindigkeit nicht ausgereizt wird und die SD Karte im Vergleich einfach sehr langsam ist.

Grüße
 
es gibt mittlerweile genügend karten die 30-50mb/s übertragen können. sofern der cardreader nicht per usb angebunden ist, stellt dies auch keinen flaschenhals dar. wie das mit den zugriffszeiten ist kann ich schlecht beurteilen. vor 3 jahren habe ich mir eine sd-karte mit 30mb/s gekauft. und ja der beiliegende usb-kartenleser war ein flaschenhals ;)

ich denke aber hier hat jede(r) andere prioritäten. ich freue mich zb das ich schnell meine fotos aufs thinkpad schieben kann. andere würden eben lieber vom cardreader booten. lenovo hat sich vielleicht gedacht das mehr leute wert darauf legen daten schnell zu kopiert als von sd-card zu booten. würde ich persönlich auch denken ;)
 
@Subi88: Ganz offensichtlich teilen viele deine Meinung über die Unwichtigkeit der Bootfähigkeit von verschiedenen Medien, das war mir nicht bewusst. Und "gleiche Wirkung" habe ich im subjektiven Sinne verwenden wollen, also gleiche Wirkung für mich. Aber das kann ich beim nächsten Mal gerne besser umschreiben. :)
...Ich kann da Lenovo durchaus verstehen, du bist sicherlich ein Einzelfall - wer kauft sich sonst ein topmodernes und schnelles Notebook, um es dann mit einer lahmen (10MB/s ist ja die maximale Spezifikation von Class 10, die eh nur hypothetisch erreicht wird) komplett auszubremsen?...
Das ist einfach eine Frage des Anwendungsszenarios. Wenn ich z.B. in Archlinux einen grafischen Server und Firefox mit 50 Tabs starte und Flashvideos schauen will, oder größere Programme kompiliere, bin ich für die Performance des x220 sehr dankbar. Im Übrigen lade ich Firefox komplett in den Ram und umgehe so den Flaschenhals der SD-Karte. Vielleicht willst du dir das ja auch mal anschauen, denn das ist gerade für Leute die auf Perfomance achten, und/oder eine SSD verwenden, sehr interessant: https://wiki.archlinux.org/index.php/Firefox_Ramdisk.

Wie gesagt, es ist wohl Geschmackssache, was einem lieber ist. Lenovo hat sich ja scheinbar auch gedacht, dass mehr Leute Wert auf ein 16:9 Format beim Display legen und dieses eingeführt. Das Gleiche ließe sich über die Positionierung der Fn-Taste sagen. Glücklicherweise sind Thinkpads gut Konfigurierbar, sodass man sich das Gerät an die eigene Arbeitsweise anpassen kann.
Welche dieser Arbeitsweisen objektiv richtig oder falsch ist, spielt für den Endanwender keine Rolle. Solange er zufrieden ist. Ich war es nicht, habe hier aber eine Lösung gefunden das Problem zu umgehen, und bin jetzt happy.:)
 
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