X2x (X20-24) X201 Intel-SSD erzeugt "kratzige" Geräusche beim Zugriff

kevink

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Hi,

ich habe ein X201 mit einer 80GB Intel SSDSA1MH080G1LE SSD (4 Jahre alt) und höre beim Zugriff auf die SSD "kratzige" Geräusche wie man es teilweise von Festplatten kennt. Gerade eben wollte ich mir einen USB-Bootstick erstellen und dort war es besonders auffällig. Hier findet Ihr eine Aufnahme:
https://dl.dropboxusercontent.com/u/30157749/ssd_noise.wav (es kommen keine plötzlichen lauten Schreie oder ähnliches, könnt also lauter stellen)
Das Geräusch ertönt identisch mit dem Zugriff auf die SSD (HDD Aktivitätsled).

Die Lautstärke entspricht ungefähr 60-70% einer Festplatte beim Zugriff, auch wenn der Lüfter auf Mittel rennt, ist das gut zu hören. Mich stört das nicht sonderlich, auch wenn manchmal der Eindruck ensteht, da ist eine Festplatte verbaut. Mich interessiert nur eher, ob das wirklich (wie beim CPU-Whining) Kondensatoren sind, die durch die schnellen Spannungseinbrüche zum Schwingen angereget werden und dadurch Töne erzeugen? Normalerweiße sind das ziemlich hochfrequente Töne (C4 State Fiepen, das ich minimal habe), die hier hören sich anders an.

Kennt das sonst jemand?

Gruß,
Kevin
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe die gleiche Erfahrung mit einem X61 und 160GB Postville G2 gemacht - dort ist das Geräusch für mich am stärksten.

Im R61 sowie T400 mit jeweils 160GB G2 und G3 SSD ist alles fast still (miniminiminimales fiepen mag ich aber nicht gänzlich ausschließen...)
 
Hi,

hört sich für mich nach einer Ausprägung von C4-Fiepen an – Zugriffsmuster für SSD eben. Mein X200 von 2009 mit einer SSDSA2M160G2GC macht ähnliche Geräusche, die über die Jahre lauter geworden sind.

Dem Vernehmen nach gibt es aber auch SSDs die leise Geräusche machen. Die obige SSD in einem T420 eingebaut macht allerdings keine Geräusche.

Am Besten Du ignorierst es. Was es genau ist, findest Du ohnehin nicht raus.
 
Am Besten Du ignorierst es. Was es genau ist, findest Du ohnehin nicht raus.
Die Geräusche entstehen bei den Spannungswandlern wenn sich die Last schnell ändert. Dadurch schwingen die Kondensatoren die für die Glättung der Spannung verantwortlich sind und erzeugen einen hörbaren Ton. Intel hat sogar ein Patent darauf, wie man es verhindert:
http://www.google.com.ar/patents/US20060132109

Interessanter Abschnitt:
Further, lower cost and commonly used input decoupling Multi-Layer Ceramic Chip (MLCC) capacitors exhibit Piezoelectric phenomenon. This essentially makes them resonate at their natural frequency given a large current transient, such as on a low power state exit, in the presence of a large electric field, such as may be provided by the alternating current (AC) brick input of a laptop ˜19V tied to the V_DC input in FIG. 1. For this example, the typical natural frequency is in the ˜10 KHz range, which may be quite annoying to the user.​

In vielen Datenblätter für Spannungswandler-IC's steht auch:
Code:
Connecting a 1µF Mylar capacitor between this pin and ground will reduce the wideband noise

Einer hat das einfach mal gemacht und einen Kondensator am Spannungswandler angelötet:
http://s169341379.websitehome.co.uk/wp-content/uploads/2010/10/t510_cap_11.jpg
http://s169341379.websitehome.co.uk/2010/10/25/reduce-power-supply-acoustic-noise-on-lenovo-t510/

Der hat zwar einen übertrieben großen Kondensator (1000µF, 20V) genutzt, aber anscheinend war danach Stille.

Scheint mir nicht ganz unmöglich zu sein, aber ehrlich gesagt möchte ich mein X201 (noch) nicht aufmachen und Kondensatoren anlöten. Wenn es lauter wird, und mir auf den Keks geht, dürfte das Problem (eigentlich) lösbar sein.

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Das ist ja interessant. Unter Linux Debian (GRML) erzeugt der Zugriff auf die SSD (lesen nach /dev/null) keinerlei Geräusche. Auch cpuburn, das booten und herunterfahren, keinen Mucks. Es scheint auch nicht die SSD zu sein, die ist bei mir rechts verbaut, das Geräusch kommt aber direkt aus dem Lüfter - wird also irgendwas in der Nähe der CPU sein. Nur beim Zugriff auf die SSD tauchen die Geräusche simultan auf.

Speedstep ist doch unabhängig vom Betriebssystem, nicht? Das muss irgendetwas mit der Energieverwaltung sein..

- - - Beitrag zusammengeführt - - -

Ich habe eine Lösung gefunden, welches das Geräusch bei mir komplett eleminiert:
In den Energieoptionen in Windows 7 gibt es unter Prozessorenergieverwaltung die Option "Minimaler Leistungszustand des Prozessors". Dort steht für Netzbetrieb 100% als minimaler Wert bei "Höchstleistung". Reduziert man den Wert auf 5%, hört man das Geräusch nur noch bei Leistungsspitzen. Stellt man nun noch den "Maximalen Leistungszustand des Prozessors" von 100% auf 95%, ist das Geräusch ganz weg!

power_settings.png

Das Fiepen enstand also nur, wenn der Prozessor auf 100% gewerkelt hat. Keine Ahnung warum das passiert, eventuell ist der Spannungswandler für den Prozessorteil schlecht ausgelegt und geht in die Knie, wer weiß. Aber hey, es funktioniert nun :facepalm: :thumbsup:
 
Zuletzt bearbeitet:
Das werde ich, nach dem Urlaub, bei meinem X220 auch mal versuchen.
 
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