X200 - Die unendliche Geschichte

J0hnD03

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Nachdem mein Medion immer mehr Ermüdungserscheinungen aufwies; wie Beispielsweise das merkwürdige Lüftergeräusch, dass an das anschmeißen eines Rasenmähers erinnerte, die schon kindlich anmutende Verweigerung des formatierens, das schnelle erschlaffen bei aufwenigen Anwendungen und damit einhergehende trotzige abschalten, ein fröhliches C4-fiepen in Stadion Lautstärke sowie einige andere mehr oder weniger gravierende macken, entschied ich mich nach langen Recherchen zunächst einmal für ein SL300. Erste Testberichte ließen großes hoffen und so schoss ich mich immer mehr auf das Thinkpad SL300 ein.

Nachdem ich dann hier jedoch den epischen Bericht zum SL300 fleißig verfolgte kamen mir so einige bedenken, was mein zukünftiges Arbeitstier anging. Also fing ich an nach alternativen zu suchen und wurde mit dem Thinkpad X200 auch bald fündig. Nachdem ich einige Testberichte gelesen und Reviews auf Youtube begutachtet habe, in denen sich die freundlichen Tester vor Lobesreden schier überschlugen entschied ich mich, dass sich meine bisher angesparten Teuronen erst noch ein bisschen vermehren müssten und ich mir dann direkt das "bessere" Gerät zulegen würde. Also wartete ich.

Zwischenzeitlich brauchte meine kleine Schwester ein Notebook. UMTS sollte es haben, schnell sollte es sein und nicht größer als 13" haben. Da ich mich ja schon Monatelang mit dem SL300 beschäftigt hatte lies mein Rat nicht lange auf sich warten und so wurde kurzerhand besagtes Notebook bestellt. Für mich war dies natürlich auch ein willkommener Feldversuch, da ich so das Sl300 testen konnte, ohne mich bei nicht gefallen mit nervigen Reklamationen herumschlagen zu müssen. Jedoch musste ich dann, als das Möchtegern Thinkpad endlich da war jegliche hier im Forum verkündete Kritik verneinen. Lüfter leise, Touchpad perfekt, Trackpoint phänomenal, Bildschirm klasse Tastatur sehr gut. Ein rundum gelungenes Gerät für diesen Preis.

Einen kleinen Moment spielte ich also mit dem Gedanken mir ebenfalls ein SL300 anzuschaffen, jedoch siegte meine Abneigung gegen Klavierlack Deckel und ich fand schnell wieder zurück zum hochgelobten X200. Es zogen zwei weitere Monate ins Land, bis ich mich an dem Bestellformular des X200 NR37QGE zu schaffen machte und dieses technische Wunderding per DHL Express bestellte.

Am nächsten morgen war das neue Spielzeug auch schon da und voller Erwartungen und Vorfreude machte ich mich ans Auspacken. Ein wenig fühlte ich mich wieder wie ein 6jähriger an Heilig Abend, der sich fröhlich über die unterm Baum verteilten Geschenke her macht.

Zuerst packte ich das Gerät selbst aus. Herrlich matt schwarz und richtig solide. Doch dann schiebte ich den Akku in seine Halterung und war schockiert. In den Spalt hätte ich bequem die Hälfte meines Geldbeutelinhaltes stopfen können. Die anfängliche Freude war schon etwas getrübt. Aber naja so ein Akku kann man ja bekanntlich (dennoch unglaublicherweise) mit Filz schön in seiner Halterung fixieren. Ich mich also direkt weiter ans rumprobieren gemacht. Wordpad auf und mal einen kleinen Text verfasst. Denn dafür war das neue Gerät ja eigentlich gedacht. Da ich ein recht eigensinniger Schreiberling bin, der aus irgendwelchen mir selbst unbekannten Gründen lediglich den rechten Daumen für den Leertastenanschlag benutzt staunte ich nicht schlecht, als besagte Leertaste auf der rechten Seite gut hörbar bei jedem Anschlag klapperte. Auf der linken Seite der Taste hingegen herrschte professionelle Stille.

Inzwischen schon etwas enttäuscht und leicht angepisst nahm ich den Rest des Gerätes in Augenschein. Und meine alten, jedoch dank starken Brillengläser noch scharfen Augen, mussten nicht lange suchen, bis sie das nächste Manko fanden. Das Bildschirmkabel, das Lenovo aus mir unerkannten Gründen freudig zur Schau stellt hatte einen deutlich sichtbaren Knicks, der sich durch das halbe Kabel erstreckte. In meiner blühenden Fantasie spielten sich sofort Horror Szenarien ab, in denen ich Wochenlang auf mein Gerät warten musste, welches aufgrund eines Bildschirmdefektes zur Reparatur eingeschickt wurde. Zudem beging ich den fundamentalen Fehler mein Ohr an das Notebookgehäuse zu halten und nach dem allseits gefürchteten C4-fiepen ausschau zu halten. Bei meinem Glück musste ich es natürlich sofort leise vor sich hin pfeifen hören. Also entschloss ich mich von meinem Widerrufsrecht gebrauch zu machen und das X200 wieder zurück zu schicken.

Da ich jedoch von den allgemeinen Lobgesängen nicht ganz los kam beschloss ich, bei einem anderen Versandhaus exakt das selbe Gerät erneut zu bestellen. Wieder wurde die Bestellung aufgegeben und per UPS express bestellt. Natürlich untersuchte ich das neue X200 sofort auf die alten Schwachstellen:

Akku wackeln = kaum vorhanden -> absolut in meinem Toleranzbereich
Leertaste = bombenfest -> perfekt
Bildschirmkabel = ein hauch von schwarz -> sehr schön

Ich natürlich super gelaunt und teste noch etwas herum um meine allgemeine Phobie vor einem nicht perfekten Thinkpad zu beruhigen. Böser Fehler... Nach einer gerade mal 5 Minuten geöffneten Verpackung stelle ich fest, dass die Ecke um die ESC Taste nicht richtig auf dem Chassis aufliegt und diese diesmal klappert. Hab natürlich bei Youtube exakt das gleiche Phänomen gefunden hier. Da die ESC Taste ausser bei dem gelegentlichen Computerspiel nicht wirklich benutzt wird ist dies lange nicht so gravierend wie die freudig klackernde Leertaste des Vorgängermodells, jedoch erwarte ich von einem 1100€ Notebook heutzutage eine doch etwas bessere Qualität. Das freudige C4-Fiepen konnte ich ebenfalls wieder vernehmen und die Festplatte, oder ein Gerät in direkter Umgebung derselbigen, gluckst freudig vor sich hin. Wobei ich mir hier nicht sicher bin, ob es nicht vielleicht irgend ein Sensor ist, da ich bei dem SL300 ein ähnliches Geräusch wahrnehmen kann, dass entfernt an eine Wasserwaage erinnert.

Nachdem ich meine Testreihe am geöffneten Gerät abgeschlossen hatte und das neue X200 geschlossen wurde, bemerkte ich, dass der Bildschirm im geschlossenen Zustand auf der rechten vorderen Seite etwas vertikalen Spielraum hatte, wogegen er auf der linken Seite bombenfest und bündig abschloss. Das selbe Problem hat das Sl300, also kein Grund zur Sorge, jediglich eine Feststellung.

Und so sitze ich nun hier mit der Entscheidung should it stay or should it go. Nehme ich eine klappernde ESC Taste und ein verwirrendes Wasserwaagen Geräusch aus dem inneren in kauf oder schicke ich dieses X200 ebenfalls zurück und besorge mir ein komplett anderes Gerät.

Soviel zum Wort am Sonntag.

so long
John
 
Weil das X200 das einzige ist, dass alle Eigenschaften mitbringt, die ich brauche. Das Samsung mag vielleicht von der Ve3rarbeitung besser sein, jedoch hab ich dafür Einbußen, was meine Anwendungszwecke betrifft und die herrausstehenden Akkus passen mir überhaupt nicht. finde die furchtbar.
 
[quote='J0hnD03',index.php?page=Thread&postID=579073#post579073]Weil das X200 das einzige ist, dass alle Eigenschaften mitbringt, die ich brauche. Das Samsung mag vielleicht von der Ve3rarbeitung besser sein, jedoch hab ich dafür Einbußen, was meine Anwendungszwecke betrifft und die herrausstehenden Akkus passen mir überhaupt nicht. finde die furchtbar.[/quote]na dann ist doch alles in ordnung :thumbup:

wie auch im normallen leben muss man halt kompromisse eingehen, wenn auch es manchmal schwer fällt. und wegen deinen bemängelten schönheitsfehlern kann ich dir nur sagen, dass du nach paarwöchiger benutzungszeit keine gedanken auf so feinheiten wertlegen wirst wenn erstmal deine arbeit mit dem gerät im vordergrund steht (so war es jedenfalls bei mir und meinem t61).
Ausserdem kommt es vielmehr auf die "inneren werte" an, wie zuverlässigkeit, produktivität, langlebigkeit, service, und da punkten die thinkpads eben gewaltig :thumbsup:

ps. wäre es möglich wenn du mit die maße, sprich höhe und breite des sichtbaren tft displays angeben könntest (in cm)? bin am überlegen ob ich mir vielleicht das x200 auch zulege.

merci!
 
[quote='pavelle',index.php?page=Thread&postID=579244#post579244]ps. wäre es möglich wenn du mit die maße, sprich höhe und breite des sichtbaren tft displays angeben könntest (in cm)? bin am überlegen ob ich mir vielleicht das x200 auch zulege.
merci![/quote]wäre verdammt nett, wenn das jemand überprüfen könnte, ist ja nur ne sache von einigen minuten!

also raus mit den zollstöcken und feuer frei! 8)
 
Die Akkus wackeln doch schon länger. Der 9Zeller im T60 meines Vaters wackelt ein wenig mehr als mein 9Zeller im X200, wo mit das Wackeln eigentlich nur auffällt wenn ich ihn wieder als Griff gebrauche. Beide sind von Sanyo.

Die ESC-Taste sitzt sauber. Meine Leertaste glänzt schon leicht auf der rechten Seite, klanglich hat sie sich gebessert und klappert weniger. Auch einige andere Tasten neigten am Anfang zum Quietschen, inzwischen nicht mehr.

Einzig habe ich das Gefühl das die Mechanik von 2-3 Tasten etwas sehr weich ausgefallen ist. Je nachdem wie ich die Taste anschlage, verkantet die Taste spürbar. Drücke ich die Taste erneut, ist sie im ersten Moment schwergängig, drückt sich danach aber wieder als sei nichts gewesen. Das letzte mal war aber vor über einem Monat und in der Zeit ist viel getippt worden.

Wenn ich bewusst darauf achte, federt die Tastatur rechts über der Festplatte ein wenig, fällt mir beim normalen Schreiben aber nicht auf. Trocken auf ein paar Tasten herum drücken ist eine Sache, richtig damit schreiben was anderes.

Trotzdem ist es eine gute Tastatur an die das SL300 aus einem Grund nicht heran kommt: 7zeiliges vs. 6zeiliges Layout.
Okay, das SL-Layout ist ähnlich wie bei meinem fast 10 Jahre alten Acer da kann ich noch halbwegs mit arbeiten. Aber diese Unart sämtliche Tasten in eine Reihe rechts der Enter-Taste zu quetschen und dann bei jedem Hersteller auch noch eine andere Tastenreihenfolge, da kommt man komplett aus dem Rhythmus, weil ich erst die gewünschte Taste auf der Tastatur suche.

C4-Fiepen ist mal da und mal nicht und wenn wird es von anderen Geräuschen übertönt, es sei natürlich ich lege mein Ohr auf die Tastatur.

So richtig stören tut mich nur eine Sache, je nach Belastung der Handballenauflage federt diese mit leisem knarren oberhalb des Kartenleser.


@pavelle: Zirka 260 × 165 mm. Rahmen links/rechts: 16 mm; oben/unten: 25 mm (etwas schwer zu messen mit dem „Zollstock“).
Das X200 selbst hat etwa die Fläche eines A4-Blatt, nur der 9Zeller sprengt den Rahmen.
 
Danke Jave!

wow, also so gewaltig kleiner als das t61 ist es nicht.
bei den dimensionen des x200 könnte lenovo dicke einen 13" tft rein bekommen, sieht man ja auch an den rändern was da noch an platz frei ist. anscheinend wollten sie sich keine eigene konkurenz zum x300 schaffen.. jaja.. lenovo :S


danke nochmal!
 
Ja, ein 13"-Panel hätte da auch rein gepasst; aber dann hätte das mit dem Namen X200 (=12") nicht mehr gepasst; oder sie hätten das X300 anders nennen müssen.

Hinter dem oberen Rahmen sitzen übrigens die Antennen (außer Bluetooth). Hatte, als ich es bekommen hatte ein paar Bilder gemacht, die das X200 mit dem 14"-T60 und 15"-R51 vergleichen. Auch wenn sie fast gleich groß sind, das X200 liegt trotzdem deutlich leichter in der Hand.
 
[quote='pavelle',index.php?page=Thread&postID=580309#post580309]Danke Jave!

wow, also so gewaltig kleiner als das t61 ist es nicht.
bei den dimensionen des x200 könnte lenovo dicke einen 13" tft rein bekommen, sieht man ja auch an den rändern was da noch an platz frei ist. anscheinend wollten sie sich keine eigene konkurenz zum x300 schaffen.. jaja.. lenovo :S
[/quote]
IBM hätte dort (fast) einen 13 Zoll Widescreen reinbekommen,
Lenovo ist den Beweis bisher schuldig geblieben das Sie ein neues Laptop ohne 2cm Rand auf jeder Seite machen können.
 
Dann kauft das doch was anderes als Lenovo, anstatt hier über nicht exsistente Merkmale zu mokieren.

Ich finde den breiten Rahmen des X200 gut, der Displaydeckel ist so ganz erheblich stabiler und auch wohl dank der freigestellten Funkatennen ist z.B. der WLAN Empfang extrem gut.
 
die deckel sind so stabil wie eh und je. :cursing: und der bessere empfang kommt auch nicht vom trauerrand :cursing: , sondern von einer anderen konstruktion des chassis. aber fragt mich jetzt nicht, für was sonst der rand gut sein sollte. :P vielleicht bringt das hmm aufschluss. :)
 
Die Deckel der X31, 41 und 60 waren es nicht so sehr wie der des X200. Ist einfach so.

Andere konstruktion des Chassis = Atennen freistehend oben.
 
mindestens die 60er waren genau so stabil wie das x200. und wenn die anntenne oben freistehend ist, erklährt das auch nicht, wieso dass auf der seite der rand so breit ist, dass ein 13"-display platz hätte.
 
Ich gebe zu, der Sprung in der Stabilität des Deckels von den X31, 41 zum 60er ist der größte. Dennoch ist der X200 Deckel nochmals etwas stabiler.
 
okay, ich versuchs mal anders. inwiefern ist der deckel stabiler beim x200 gegenüber dem 60er?
 
Verwindungssteifer, ich machs trotzdem immer noch nicht nicht gern, aber man kann auch an einer Ecke öffnen ohne das viel passiert. Auch ist der Schutz gegen das Durchdrücken von Gegenständen von hinten zum Display durch nochmals besser geworden. Sollte es Stöße von den Seiten geben ist mehr Puffer drin.

Ich denke Lenovo wird sich schon was bei gedacht haben, einfach aus Jux werden die es wohl nicht gemacht habe, denn alle neuen Serien haben einen breiteren Rand und das kostet Material, Konstruktionsaufwand und somit viel Geld.
 
und wie soll der deckel durch einen breiteren rand verwindungsteifer sein? und gleichzeitig soll der rand als puffer gegen seitliche stösse dienen? und ein breiterer rand gegen druchdrücken des deckels, nützt meiner ansicht nach gar nichts. ?(

und nur weil es mit mehr kosten und aufwand verbunden ist, heisst das noch lange nicht, dass sich jemand etwas dabei gedacht hat. :cursing: auch nicht bei lenovo. ausserdem haben viele neue notebook anderer herstellern einen breiten rand. für mich sieht das eher nach notebook-einheitsbrei aus, als etwas anderes... :thumbdown:
 
Ohje, da gibt man einmal die Rahmenbreite an und schon geht das wieder los. Wirklich eine unendliche Geschichte…

Ob der bessere WLAN-Empfang jetzt am breiten Rahmen oder einem anderen Deckelmaterial liegt ist doch egal.
Hier dürften verschiedene Faktoren eine Rolle spielen, neue WLAN-Karte, bis zu drei Antennen…

Auf manchen Fotos ist ja der Streifen auf dem Displaydeckel des X200 gut zu erkennen – genau darunter befinden sich die Antennen – der fühlbar aus einem anderen Material besteht, als der Rest des Displays.
Auch der Abstand der Antennen zum Display selbst dürfte hier größer ausfallen.

Ein Schutz gegen durchdrücken ist der breite Rahmen sicher auch nicht; eher der aufgebogene Deckel wenn es zugeklappt ist und das hatten schon die 60er.

Irgendwo haben doch alle heutigen Widescreen-Displays breitere Rahmen als die alten, aber zumindest beim X200 sieht der deutlich besser aus als bei vielen anderen Geräten.

Wenn ich am X200 arbeite, schaue ich auf das Display und nicht den Rahmen, der auf Bildern schlimmer wirkt als in natura.

Das X200 ist ein gutes Arbeitsgerät, das eben seine Macken hat. Nicht mehr und nicht weniger.
 
So, heute ist mein X200 wieder gekommen. Und das einzige, dass man als Makel bezeichnen kann ist, dass die Leertaste auf der rechten Seite bei jedem antippen klackt, als wäre da ein Knöpfchen drunter. In etwa wie diese alten Knackdinger, die das Militär früher zur Freund / Feindkennung benutzt hat. Das ist aber auch schon alles. Kein C4-fiepen, kein verbogenes Gehäuse, der Akku hat max 0,5mm Spielraum, nicht wie bei den anderen 2-3mm, die Tastatur liegt komplett bündig auf dem Chassis auf und auch sonst sind keine der früher bemängelten Fehler dabei. In diesem Zustand kann ich das X200 nur loben. Super Gerät. Endlich, was ich von einem Notebook mit so einem guten Ruf erwarte ^^.
 
Na dann meinen Glückwunsch. :)

Vielleicht gibt sich das auch noch mit der Tastatur. Bei mir waren ja zu Beginn beispielsweise die Cursor-Tasten am Quietschen.
Das liegt aber auch am Tastatur-Lieferanten von denen Lenovo ja drei verschiedene hat.
 
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