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Hallo Foristen!
Ich habe seit dem 22.12.2014 testweise ein X1 Carbon 2014 mit einem i7-4550U Prozessor, 8 GB RAM, 256 GB Samsung SSD, einem matten 14,0 Zoll IPS-Touch-Display mit einer Auflösung von 2540x1440 (WQHD) und Windows 8.1 Pro.
Zu diesem Zeitpunkt mal ein großes Dankeschön an den User @AGotthelf, der mir das Ultrabook bis zum nächsten Treffen des Münsterland-Foren-Stammtisches im Februar 2015 geliehen hat.
Bisher habe ich jeden Tag mindestens 3 Stunden mit dem X1 Carbon gearbeitet. Es ist ein sehr gutes Thinkpad, was Lenovo da gebaut hat. Obwohl ich auch etwas gefunden habe, was mir nicht so gut gefallen hat, aber dazu später.
Die Ausstattung:
Das mir hier vorliegende Notebook hat einen vollwertigen HDMI-Anschluss, einen Mini Displayport, zwei USB 3.0 Anschlüsse (davon 1x USB AlwaysOn), eine 3,5-mm-Audio-Combo-Buchse und einen proprietären Anschluss für einen Ethernet-Adapter, also keinen RJ45-Anschluss. Weiter einen Fingerprint-Sensor und einen NFC-Touchpoint. Dieses X1 Carbon 2014 funkt im WLAN mit dem aktuellen 11ac-Standard und damit auch über 2,4 und 5 GHz. Ein LTE-Modem von Sierra Wireless ist auch eingebaut. Das X1 Carbon 2014 nutzt den Bluetooth-Standard 4.0.
Rechts an der Seite sind ein USB-Anschluss sowie ein Ethernet-Erweiterungsanschluss, der einen RJ45-Anschluss ersetzen soll. Weiter noch Lüftungsöffnungen und eine Öffnung für ein Kensington-Schloss.
Links an der Seite kann man den Audio-Anschluss, den AlwaysOn-USB-Anschluss, den Mini Displayport, den vollwertigen HDMI-Anschluss den Anschluss für den Lenovo OneLink-anschluss sowie den Stromanschluss erkennen.
Im Gegensatz zum Modell der letzten Generation gibt es keinen SD-Kartenslot.
Auf der Unterseite sind die beiden Lautsprecheröffnungen sowie ein Reset-Knopf zu erkennen, der im Benutzerhandbuch so schön mit Notrücksetzöffnung bezeichnet wird.
An der Rückseite ist bei meinem Testgerät ein Micro-SIM-Karteneinschubfach.
Hier ein paar Fotos des X1 Carbon 2014


Die Tastatur:
Bei der Tastatur handelt es sich um eine 5-Reihen-Chiclet-Tastatur, die mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet ist. Der Tastenhub ist zwar nicht ganz so tief wie bei meinem X201, aber nicht schlecht und immer noch besser als so viele andere Laptop-Tastaturen, die mir bisher untergekommen sind.
Dazu nun die Tastatur Hintergrundbeleuchtung. Ich muss zugeben, ich war bis vor kurzem ein Verfechter des Thinklights, aber wie heißt es so schön: das Bessere ist des Guten Feind.
Was meiner Meinung nach schlecht gelöst ist, ist das sogenannte Adaptive Keyboard. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Reihe von Sensor-Tasten, die durch leichten Druck auf die links außen angebrachte Fn-Taste 4 Einstellungsprofile ermöglichen.
Ganz abgesehen davon, dass mir durch dieses Adaptive Keyboard das taktile Feedback fehlt, Lenovo hat ohne Not einen seit Jahren definierten Standard (DIN 2137:2012-06) aufgelöst, um ihr eigenes Süppchen zu kochen. Dabei wurden Wege eingeschlagen, die eindeutig in eine Sackgasse führen. Es ist einem Käufer nicht bei jedem Produktwechsel ein anderes Tastaturlayout zuzumuten.
Dazu zählen auch noch die unnötigerweise versetzten Positionen der Tasten Pos1/Ende/CAPS Lock/Entfernen sowie die oben bereits erwähnte Fn-Taste.
So gut die Tastatur auch schreibt, mir fehlt eindeutig das Alleinstellungsmerkmal des gut funktionierenden Trackpoint mit den dedizierten Trackpoint-Tasten, die ja augenscheinlich für die nächste Gerätegeneration wiederkommen sollen.
Die Wischgesten und sonstige Vorzüge des 5-Punkte-Trackpads können meine Vorstellung eines guten ThinkPad leider ohne die Trackpoint-Tasten nicht ersetzen. Da oute ich mich einfach mal als Trackpoint-Fan der Firma Lenovo, da für mich bisher kein anderes Layout an diese Funktionalität herankommt.
Das Trackpad:
Bei dem Trackpad des X1 Carbon 2014 handelt es sich um ein sogenanntes 5 Zonen Trackpad. Das gesamte Trackpad lässt sich komplett herunterdrücken oder im oberen Bereich als Ersatz für die dedizierten Trackpoint-Tasten nutzen. Leider geben die im Trackpad integrierten Tasten zu wenig Feedback. So kann es vorkommen, dass man nicht genau die linke oder mittlere Taste trifft und deshalb mehrfach Klicken muss. Auch kam es mir so vor, dass die Klickpad-Tasten etwas schwerer zu bedienen waren wie bei einem gleichzeitig genutzten L540.
Des Weiteren funktionieren Mehrfingergesten reibungslos und besser als an den Trackpads vorangegangenen Baureihen. Aber da ich eher der Trackpoint User bin, kann ich dazu nur wenig sagen.
Auch zur NFC-Funktion kann ich mangels Nutzungsmöglichkeit nichts sagen.
Das Display:
Das Highlight des X1 Carbon ist dieses Display: 2540x1440 Bildpunkte auf 14 Zoll ergeben 3.686.400 Bildpunkte, die Fotos und Videos brillant aussehen lassen.
Das eingebaute Touchdisplay hat zwar eine leicht spiegelnde Oberfläche und somit nicht ganz matt, aber mich hat zu dieser Jahreszeit der Lichteinfall nicht gestört und hell ist es ja doch, auch wenn Höchstwerte nicht erreicht werden mit 231 cd/m².
Die Nutzung der 10-Punkte-Touchfunktion hat sich mir bisher noch nicht ganz offenbart, da ich eigentlich alle Funktionen mit dem Trackpoint und dem Touchpad durchführen kann. Aber ich bin in diesem Fall ja noch eher unerfahren und lasse mich eines Besseren belehren. Hatte ich eigentlich in diesem Zusammenhang schon erwähnt, dass ich Fingerabdrücke auf Bildschirmen nicht mag?
Lenovo wählt standardmäßig für das Display eine Skalierung von 200%. Ein guter Kompromiss, da ich erst Bedenken hatte, ob ich mit meiner Altersfehlsichtigkeit problemlos alles lesen kann. Aber alle Apps und Programme von Microsoft funktionieren und ich kann alles ohne Probleme lesen.
Bildbetrachtungen und –bearbeitung machen mit diesem Ultrabook einfach Spaß. Der i7 ist stark genug für Adobe Lightroom und der Bildschirm für mich, der ich bisher nur mit Displays gearbeitet habe, die weniger stark aufgelöst haben, ein Offenbarung.
Das Gehäuse:
Das X1 Carbon 2014 hat eine Abmessung von 330mm x 227mm x 18.5mm und ein Gewicht von 1385 g (gemessen mit Maßband und gewogen mit unserer Küchenwaage).
Das Gehäuse selbst ist aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff, äußerst leicht und sehr verwindungssteif. Bisher habe ich noch keine Stelle des Gehäuses gefunden, wo sich das Gehäuse an einer Stelle signifikant eindrücken lässt. Da sind mir bei dem Besuch des örtlichen Einkaufsriesen mit dem „Blöd“-Hinweis häufig Laptops unter die Finger gekommen, wo sich das gesamte Gehäuse oder doch wenigstens die Tastatur um mehrere Millimeter eindrücken ließen.
Auch das Display, welches sich um 180° bewegen lässt, macht einen sehr stabilen Eindruck. Hier verwindet es sich bei unterschiedlichen Druck auf die gegensätzlichen Ecken, aber es schwingt nichts nach wie bei anderen Laptops.
Die Scharniere aus Metall sind dunkel lackiert und halten das Display fest in der Position, in die man es einstellt.
Mir gefällt das Gehäuse, auch wenn es nicht mehr tiefschwarz und mit Gummierung ist, aber ich kann mit der Farbe und der sehr wertigen Verarbeitung gut leben. Leider waren auf der Oberfläche sehr schnell Fingerabdrücke zu erkennen, die sich aber immer sofort rückstandfrei entfernen ließen. Auch härterer Umgang konnte dem Gehäuse nichts anhaben.
Der Akku:
Bei dem Akku handelt es sich um einen 8 Zellen Lithium-Polymer Akku (45Wh) mit bis zu 8.6 Std. Betriebsdauer (angegebene Leistung eines neuen Akkus). Da der hier genutzte Akku inzwischen schon acht Monate strapaziöser Arbeit hinter sich hat, reicht die Betriebsdauer noch für 5 ½ Stunden reiner Office-Arbeit.
Bei der Nutzung von Youtube-Videos geht der Akku schon nach 3 bis 4 Stunden in die Knie.
Der Akku lässt sich per Rapid Charge aufladen.
Und hier enden dann die guten Nachrichten für den Akku. Der Akku ist fest eingebaut und lässt sich vom Nutzer nicht einfach wechseln. Solange die Garantie läuft, ist ein Wechsel durch den Besitzer nur mit Garantieverlust zu machen.
Dazu hatte @AGotthelf schon einmal eine Endless-Bootschleife, die nur durch Einschicken zum Service repariert werden konnte.
Die Leistung:
Die in meinem Testgerät steckende CPU mit i7-4550U kam mit allen von mir geforderten Situationen gut klar. Ich würde sogar sagen, dass ein kleinerer Prozessor mit meinem Aufgabengebiet Office, Internet und leichte Bildbearbeitung auch klarkäme.
Das Kühlkonzept leistungsstarker ULV in dünnes Karbongehäuse geht meines Erachtens voll auf, denn bei reiner Office Arbeit bei mehreren geöffneten Tabs war der Lüfter nicht zu hören. Erst ein mehr als einstündiges Konzert auf Youtube ließ den Lüfter seine Arbeit machen und rechts in Höhe der Entertaste kam leicht gewärmte Luft aus dem Gehäuse und war der Lüfter sehr leise zu vernehmen. Wenige Sekunden nach Abschalten des Films war wieder Ruhe.
Sonstiges:
Was ab und zu nervt, ist, dass es bei bisher nicht reproduzierenden Fällen Probleme beim Booten vorkommen und der PC komplett neu gestartet werden muss bzw. er von allein neu startet.
Fazit:
Das X1 Carbon 2014 (Modell 20A7-0029GE) ist ohne Frage ein sehr gut gelungenes Thinkpad.
Die bei diesem Modell herausragende Ausstattung macht meiner Meinung nach das X1 Carbon 2014 zu einem der besten Ultrabooks auf dem Markt. Das Display ist für ein Businessgerät ausnehmend gut und hochauflösend.
Die Verarbeitung des gesamten Thinkpads ist herausragend. Alle Spaltmaße sind gleich, das Gehäuse ist verwindungssteif und die per Backlight beleuchtete Tastatur grundsätzlich gut zu nutzen.
Leider hat Lenovo mit der gesamten Baureihe x40 für das Jahr 2014 einige Experimente im Bereich der Tastatur durchgeführt, die den eingefleischten Nutzern der Thinkpad nicht gefallen konnte und von Lenovo für den Jahrgang 2015 zurückgenommen werden. Hier seien auf jeden Fall das „Adaptive Keyboard“ sowie die damit verbundene Änderung des Tastaturlayouts sowie die fehlenden dedizierten Trackpoint-Tasten genannt.
Auch habe ich bemerkt, dass es Unterschiede innerhalb der x40er Reihen beim Trackpoint gibt. Ein L540, was ich für knapp 2 Wochen in meiner Obhut hatte, lies sich wesentlich leichter im Bereich der Trackpoint eindrücken und war somit in der Funktion etwas besser nutzbar.
Dazu fehlen mir persönlich ein SD-Karten Lesegerät, ein RJ45- und ein Docking-Anschluss.
Ich kann mich noch sehr gut an den Werbefilm anno 2008 zwischen Lenovo X300 und Apple erinnern, wo man sich seitens Lenovos über das dünne, dafür aber mit wenigen Anschlüssen gesegnete MacBook amüsierte (https://www.youtube.com/watch?v=_hnOCUkbix0).
Heute, Anfang 2015, muss ich einen Ethernet-Adapter nutzen, weil ein RJ45 nicht mehr in das dünne Gehäuse passt. Das gleiche gilt für den SD-Kartenleser, geschweige denn für ein DVD-Laufwerk. Obwohl ich hier sagen muss, dass ich ein DVD-Laufwerk eher sehr selten nutze.
Gott sei Dank hat Lenovo auf die Beschwerden der Kunden reagiert, bringt die dedizierten Trackpoint-Tasten zurück und entfernt das meiner Meinung nicht wirklich nutzbare „Adaptive Keyboard“.
Gruß in't Huus
gatasa
Ich habe seit dem 22.12.2014 testweise ein X1 Carbon 2014 mit einem i7-4550U Prozessor, 8 GB RAM, 256 GB Samsung SSD, einem matten 14,0 Zoll IPS-Touch-Display mit einer Auflösung von 2540x1440 (WQHD) und Windows 8.1 Pro.
Zu diesem Zeitpunkt mal ein großes Dankeschön an den User @AGotthelf, der mir das Ultrabook bis zum nächsten Treffen des Münsterland-Foren-Stammtisches im Februar 2015 geliehen hat.
Bisher habe ich jeden Tag mindestens 3 Stunden mit dem X1 Carbon gearbeitet. Es ist ein sehr gutes Thinkpad, was Lenovo da gebaut hat. Obwohl ich auch etwas gefunden habe, was mir nicht so gut gefallen hat, aber dazu später.
Die Ausstattung:
Das mir hier vorliegende Notebook hat einen vollwertigen HDMI-Anschluss, einen Mini Displayport, zwei USB 3.0 Anschlüsse (davon 1x USB AlwaysOn), eine 3,5-mm-Audio-Combo-Buchse und einen proprietären Anschluss für einen Ethernet-Adapter, also keinen RJ45-Anschluss. Weiter einen Fingerprint-Sensor und einen NFC-Touchpoint. Dieses X1 Carbon 2014 funkt im WLAN mit dem aktuellen 11ac-Standard und damit auch über 2,4 und 5 GHz. Ein LTE-Modem von Sierra Wireless ist auch eingebaut. Das X1 Carbon 2014 nutzt den Bluetooth-Standard 4.0.
Rechts an der Seite sind ein USB-Anschluss sowie ein Ethernet-Erweiterungsanschluss, der einen RJ45-Anschluss ersetzen soll. Weiter noch Lüftungsöffnungen und eine Öffnung für ein Kensington-Schloss.
Links an der Seite kann man den Audio-Anschluss, den AlwaysOn-USB-Anschluss, den Mini Displayport, den vollwertigen HDMI-Anschluss den Anschluss für den Lenovo OneLink-anschluss sowie den Stromanschluss erkennen.
Im Gegensatz zum Modell der letzten Generation gibt es keinen SD-Kartenslot.
Auf der Unterseite sind die beiden Lautsprecheröffnungen sowie ein Reset-Knopf zu erkennen, der im Benutzerhandbuch so schön mit Notrücksetzöffnung bezeichnet wird.
An der Rückseite ist bei meinem Testgerät ein Micro-SIM-Karteneinschubfach.
Hier ein paar Fotos des X1 Carbon 2014


Die Tastatur:
Bei der Tastatur handelt es sich um eine 5-Reihen-Chiclet-Tastatur, die mit einer Hintergrundbeleuchtung ausgestattet ist. Der Tastenhub ist zwar nicht ganz so tief wie bei meinem X201, aber nicht schlecht und immer noch besser als so viele andere Laptop-Tastaturen, die mir bisher untergekommen sind.
Dazu nun die Tastatur Hintergrundbeleuchtung. Ich muss zugeben, ich war bis vor kurzem ein Verfechter des Thinklights, aber wie heißt es so schön: das Bessere ist des Guten Feind.
Was meiner Meinung nach schlecht gelöst ist, ist das sogenannte Adaptive Keyboard. Dabei handelt es sich um eine zusätzliche Reihe von Sensor-Tasten, die durch leichten Druck auf die links außen angebrachte Fn-Taste 4 Einstellungsprofile ermöglichen.
Ganz abgesehen davon, dass mir durch dieses Adaptive Keyboard das taktile Feedback fehlt, Lenovo hat ohne Not einen seit Jahren definierten Standard (DIN 2137:2012-06) aufgelöst, um ihr eigenes Süppchen zu kochen. Dabei wurden Wege eingeschlagen, die eindeutig in eine Sackgasse führen. Es ist einem Käufer nicht bei jedem Produktwechsel ein anderes Tastaturlayout zuzumuten.
Dazu zählen auch noch die unnötigerweise versetzten Positionen der Tasten Pos1/Ende/CAPS Lock/Entfernen sowie die oben bereits erwähnte Fn-Taste.
So gut die Tastatur auch schreibt, mir fehlt eindeutig das Alleinstellungsmerkmal des gut funktionierenden Trackpoint mit den dedizierten Trackpoint-Tasten, die ja augenscheinlich für die nächste Gerätegeneration wiederkommen sollen.
Die Wischgesten und sonstige Vorzüge des 5-Punkte-Trackpads können meine Vorstellung eines guten ThinkPad leider ohne die Trackpoint-Tasten nicht ersetzen. Da oute ich mich einfach mal als Trackpoint-Fan der Firma Lenovo, da für mich bisher kein anderes Layout an diese Funktionalität herankommt.
Das Trackpad:
Bei dem Trackpad des X1 Carbon 2014 handelt es sich um ein sogenanntes 5 Zonen Trackpad. Das gesamte Trackpad lässt sich komplett herunterdrücken oder im oberen Bereich als Ersatz für die dedizierten Trackpoint-Tasten nutzen. Leider geben die im Trackpad integrierten Tasten zu wenig Feedback. So kann es vorkommen, dass man nicht genau die linke oder mittlere Taste trifft und deshalb mehrfach Klicken muss. Auch kam es mir so vor, dass die Klickpad-Tasten etwas schwerer zu bedienen waren wie bei einem gleichzeitig genutzten L540.
Des Weiteren funktionieren Mehrfingergesten reibungslos und besser als an den Trackpads vorangegangenen Baureihen. Aber da ich eher der Trackpoint User bin, kann ich dazu nur wenig sagen.
Auch zur NFC-Funktion kann ich mangels Nutzungsmöglichkeit nichts sagen.
Das Display:
Das Highlight des X1 Carbon ist dieses Display: 2540x1440 Bildpunkte auf 14 Zoll ergeben 3.686.400 Bildpunkte, die Fotos und Videos brillant aussehen lassen.
Das eingebaute Touchdisplay hat zwar eine leicht spiegelnde Oberfläche und somit nicht ganz matt, aber mich hat zu dieser Jahreszeit der Lichteinfall nicht gestört und hell ist es ja doch, auch wenn Höchstwerte nicht erreicht werden mit 231 cd/m².
Die Nutzung der 10-Punkte-Touchfunktion hat sich mir bisher noch nicht ganz offenbart, da ich eigentlich alle Funktionen mit dem Trackpoint und dem Touchpad durchführen kann. Aber ich bin in diesem Fall ja noch eher unerfahren und lasse mich eines Besseren belehren. Hatte ich eigentlich in diesem Zusammenhang schon erwähnt, dass ich Fingerabdrücke auf Bildschirmen nicht mag?
Lenovo wählt standardmäßig für das Display eine Skalierung von 200%. Ein guter Kompromiss, da ich erst Bedenken hatte, ob ich mit meiner Altersfehlsichtigkeit problemlos alles lesen kann. Aber alle Apps und Programme von Microsoft funktionieren und ich kann alles ohne Probleme lesen.
Bildbetrachtungen und –bearbeitung machen mit diesem Ultrabook einfach Spaß. Der i7 ist stark genug für Adobe Lightroom und der Bildschirm für mich, der ich bisher nur mit Displays gearbeitet habe, die weniger stark aufgelöst haben, ein Offenbarung.
Das Gehäuse:
Das X1 Carbon 2014 hat eine Abmessung von 330mm x 227mm x 18.5mm und ein Gewicht von 1385 g (gemessen mit Maßband und gewogen mit unserer Küchenwaage).
Das Gehäuse selbst ist aus Kohlefaser-Verbundwerkstoff, äußerst leicht und sehr verwindungssteif. Bisher habe ich noch keine Stelle des Gehäuses gefunden, wo sich das Gehäuse an einer Stelle signifikant eindrücken lässt. Da sind mir bei dem Besuch des örtlichen Einkaufsriesen mit dem „Blöd“-Hinweis häufig Laptops unter die Finger gekommen, wo sich das gesamte Gehäuse oder doch wenigstens die Tastatur um mehrere Millimeter eindrücken ließen.
Auch das Display, welches sich um 180° bewegen lässt, macht einen sehr stabilen Eindruck. Hier verwindet es sich bei unterschiedlichen Druck auf die gegensätzlichen Ecken, aber es schwingt nichts nach wie bei anderen Laptops.
Die Scharniere aus Metall sind dunkel lackiert und halten das Display fest in der Position, in die man es einstellt.
Mir gefällt das Gehäuse, auch wenn es nicht mehr tiefschwarz und mit Gummierung ist, aber ich kann mit der Farbe und der sehr wertigen Verarbeitung gut leben. Leider waren auf der Oberfläche sehr schnell Fingerabdrücke zu erkennen, die sich aber immer sofort rückstandfrei entfernen ließen. Auch härterer Umgang konnte dem Gehäuse nichts anhaben.
Der Akku:
Bei dem Akku handelt es sich um einen 8 Zellen Lithium-Polymer Akku (45Wh) mit bis zu 8.6 Std. Betriebsdauer (angegebene Leistung eines neuen Akkus). Da der hier genutzte Akku inzwischen schon acht Monate strapaziöser Arbeit hinter sich hat, reicht die Betriebsdauer noch für 5 ½ Stunden reiner Office-Arbeit.
Bei der Nutzung von Youtube-Videos geht der Akku schon nach 3 bis 4 Stunden in die Knie.
Der Akku lässt sich per Rapid Charge aufladen.
Und hier enden dann die guten Nachrichten für den Akku. Der Akku ist fest eingebaut und lässt sich vom Nutzer nicht einfach wechseln. Solange die Garantie läuft, ist ein Wechsel durch den Besitzer nur mit Garantieverlust zu machen.
Dazu hatte @AGotthelf schon einmal eine Endless-Bootschleife, die nur durch Einschicken zum Service repariert werden konnte.
Die Leistung:
Die in meinem Testgerät steckende CPU mit i7-4550U kam mit allen von mir geforderten Situationen gut klar. Ich würde sogar sagen, dass ein kleinerer Prozessor mit meinem Aufgabengebiet Office, Internet und leichte Bildbearbeitung auch klarkäme.
Das Kühlkonzept leistungsstarker ULV in dünnes Karbongehäuse geht meines Erachtens voll auf, denn bei reiner Office Arbeit bei mehreren geöffneten Tabs war der Lüfter nicht zu hören. Erst ein mehr als einstündiges Konzert auf Youtube ließ den Lüfter seine Arbeit machen und rechts in Höhe der Entertaste kam leicht gewärmte Luft aus dem Gehäuse und war der Lüfter sehr leise zu vernehmen. Wenige Sekunden nach Abschalten des Films war wieder Ruhe.
Sonstiges:
Was ab und zu nervt, ist, dass es bei bisher nicht reproduzierenden Fällen Probleme beim Booten vorkommen und der PC komplett neu gestartet werden muss bzw. er von allein neu startet.
Fazit:
Das X1 Carbon 2014 (Modell 20A7-0029GE) ist ohne Frage ein sehr gut gelungenes Thinkpad.
Die bei diesem Modell herausragende Ausstattung macht meiner Meinung nach das X1 Carbon 2014 zu einem der besten Ultrabooks auf dem Markt. Das Display ist für ein Businessgerät ausnehmend gut und hochauflösend.
Die Verarbeitung des gesamten Thinkpads ist herausragend. Alle Spaltmaße sind gleich, das Gehäuse ist verwindungssteif und die per Backlight beleuchtete Tastatur grundsätzlich gut zu nutzen.
Leider hat Lenovo mit der gesamten Baureihe x40 für das Jahr 2014 einige Experimente im Bereich der Tastatur durchgeführt, die den eingefleischten Nutzern der Thinkpad nicht gefallen konnte und von Lenovo für den Jahrgang 2015 zurückgenommen werden. Hier seien auf jeden Fall das „Adaptive Keyboard“ sowie die damit verbundene Änderung des Tastaturlayouts sowie die fehlenden dedizierten Trackpoint-Tasten genannt.
Auch habe ich bemerkt, dass es Unterschiede innerhalb der x40er Reihen beim Trackpoint gibt. Ein L540, was ich für knapp 2 Wochen in meiner Obhut hatte, lies sich wesentlich leichter im Bereich der Trackpoint eindrücken und war somit in der Funktion etwas besser nutzbar.
Dazu fehlen mir persönlich ein SD-Karten Lesegerät, ein RJ45- und ein Docking-Anschluss.
Ich kann mich noch sehr gut an den Werbefilm anno 2008 zwischen Lenovo X300 und Apple erinnern, wo man sich seitens Lenovos über das dünne, dafür aber mit wenigen Anschlüssen gesegnete MacBook amüsierte (https://www.youtube.com/watch?v=_hnOCUkbix0).
Heute, Anfang 2015, muss ich einen Ethernet-Adapter nutzen, weil ein RJ45 nicht mehr in das dünne Gehäuse passt. Das gleiche gilt für den SD-Kartenleser, geschweige denn für ein DVD-Laufwerk. Obwohl ich hier sagen muss, dass ich ein DVD-Laufwerk eher sehr selten nutze.
Gott sei Dank hat Lenovo auf die Beschwerden der Kunden reagiert, bringt die dedizierten Trackpoint-Tasten zurück und entfernt das meiner Meinung nicht wirklich nutzbare „Adaptive Keyboard“.
Gruß in't Huus
gatasa






