Wo sind die alten ThinkPads geblieben?

Snuffchen

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Ich sammle ja nun schon seit einigen Jahren ThinkPads, wobei es mir insbesondere die X-Serie – mit dem X270 als meinem besonderen Liebling – und die TXXs bzw. TXXXs-Modelle angetan haben.

Mittlerweile stehen bei mir irgendwo um die 30 ThinkPads in den Regalen und ich habe meine Sammelei eigentlich erstmal etwas auf Eis gelegt. 😉

Was mir in letzter Zeit allerdings aufgefallen ist: Das Angebot an älteren ThinkPads auf dem Marktplatz scheint deutlich kleiner geworden zu sein.

Wenn ich heute gezielt nach bestimmten älteren Modellen suche, ist das Angebot insgesamt ziemlich überschaubar. Auch bei den üblichen Refurbishern findet man viele der älteren Modelle kaum noch. Und wenn bei eBay mal etwas Interessantes auftaucht, sind die Preise teilweise schon ziemlich sportlich – bis hin zu echten Wucherpreisen.

Ich frage mich deshalb, ob das tatsächlich eine allgemeine Entwicklung ist oder ob ich das nur so wahrnehme, weil ich inzwischen etwas spezieller nach bestimmten Modellen suche. Vielleicht haben die ganzen Schätzchen aber auch einfach mittlerweile ihre Plätze bei den Sammlern gefunden und werden dort gehortet. 😄

Ist euch das in letzter Zeit auch aufgefallen?

Oder gibt es vielleicht noch andere Quellen, bei denen man ältere ThinkPads inzwischen besser findet?

Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen. 🙂

Viele Grüße
Patrick
 
...selbst mein T15g Gen 2, mit dem man aktuelle Spiele wie Forza Horizon 6 noch gut zocken kann, ist alt.. 5 Jahre alter Rechner, schon 2 Jahre überfällig so gesehen :P

Ich finde aber es sind immer mal wieder noch so 60/61er Geräte oder auch x50/x60er Geräte dabei, generell ist es aber seit der 2023er Beschränkung auf 30 Angebote und 2000€ ziemlich ruhig geworden.
 
Moin,

die Wiederverkäufer bieten nur uraltes Zeug an, weil wir ganz nebenbei eine handfeste Wirtschaftskriese durchmachen und die Hardware einfach noch gebraucht wird. Wenn die 2-Kerner Core i3 8. Generation mit 4 GB RAM einmal aussortiert werden, kann auch ein Wiedervermarkter diese Geräte nur in den Müll werfen.
 
Einige T60/61 sind bestimmt noch im tagtäglichen Einsatz und werden gebraucht.
Meine Krümelchen, beispielsweise.

Glaubst Du nicht?
Doch.

Dieser Post wurde erstellt mittels HalliGalliFirlefanzBimBamBum - T60 1951W9U 3GB RAM T1300 @1,66GHz
Old Krümel standing for ever!
Beitrag automatisch zusammengeführt:

@dr.facepalm

Die wirklich alten Kisten werden selbst dann noch laufen, wenn all diese thermisch grenzwertig zusammengeklöppelten Hochleistungs-Eintagsfliegen aktueller Bauart sich schon längst in Westafrika zwecks Rückgewinnung von homöopatischen Reststoffen in Rauch aufgelöst haben werden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du wirst aber in keiner halbwegs aktuellen Konstellation mehr ein T60/T61 sinnvoll benutzen, selbst Youtube und normale Websites lasten die Büchse schon außerordentlich aus, Spaß macht das nicht, geschweige denn kann man damit heutzutage noch arbeiten.

MfG Dr.Facepalm der Zweite.
 
Du wirst aber in keiner halbwegs aktuellen Konstellation mehr ein T60/T61 sinnvoll benutzen, selbst Youtube und normale Websites lasten die Büchse schon außerordentlich aus, Spaß macht das nicht, geschweige denn kann man damit heutzutage noch arbeiten.

MfG Dr.Facepalm der Zweite.
Im gewerblichen Umfeld gelten andere Gesetze. Da ist ein Rechner "alt" wenn entweder die Leasingzeit abgelaufen ist oder die Kiste abgeschrieben wurde.

Wir reden hier von der Beschaffung und Nutzung von Gerätschaften der Liga "Angestaubt" bis "Museumsstück"

Wer drölfzig Fenster mit HD-Video gleichzeitig benötigt, dazu die Echtzeitübersicht von zwei Dutzend Handelsplätzen oder beim Kunden eine 3D-Visualisierung präsentieren muß, kümmert sich um solch alten Krempel nicht mehr.

Die Sammler sollten sich mittlerweile eingedeckt haben. Lauffähige Kisten nach 20 Jahren Betriebszeit werden rein aus Alterungsgründen auch eher seltener. Wer also solch ein Gerät besitzt, nutzt es so lange es geht oder stellt es ins Regal.

Nur mal zum Vergleich - Da gibt es einige, die haben nur so aus Spaß ein halbes Dutzend Fahrzeuge in der Tiefgarage und nutzen sie umläufig. Warum nicht? Bei anderen stehen sich dann die Kisten die Reifen platt. Ok, aber ein wenig sinnbefreit. Das sind Fahrzeuge, keine Standzeuge.

Warum also sollte man alte TPs ausschließlich im Sammler-Regal stehen haben, wenn man sie im Rahmen ihrer technischen Möglichkeiten auch noch (eingeschränkt) im Alltag nutzen kann, soweit möglich? Das sind Rechner, keine Staubsammler!
 
Ist das Phänomen nicht ganz natürlich? Innerhalb der ThinkPad-Jahrgänge fallen ständig welche durch Defekte weg, daher muss die angebotene Menge zwangsläufig schrumpfen.

Bei X270 und älter kommt hinzu, dass sie wegen fehlender W11-Kompatibilität für einen Teil der Händler nicht mehr interessant sind.
 
Was mich bei meiner Beobachtung aber eigentlich wundert, ist weniger, dass die ganz alten Geräte langsam verschwinden. Das ist ja logisch. Ich meine eher die Modelle, die noch gar nicht sooo alt sind und vor ein paar Jahren beim Marktplatz und bei den Refurbishern noch in größeren Stückzahlen aufgetaucht sind.

Vielleicht ist es tatsächlich einfach der Übergang: Die Geräte sind noch gut genug für den Alltag, aber gleichzeitig alt genug, dass sie nicht mehr in großen Mengen ausgemustert werden. Und die Exemplare, die in gutem Zustand sind, verschwinden dann bei den Leuten, die sie behalten wollen.
 
@verschenk_nix ich verstehe deine Ansicht und deine Argumentation, natürlich ist ein altes ThinkPad ein Hobbyobjekt und macht Spaß, ist aber - im Vergleich zu einem Oldtimer, mit dem du noch immer im Straßenverkehr (wenn auch oft nicht so sicher) noch gut von A nach B kommst - einfach was anderes.
Wenn wir bei dem Oldtimervergleich bleiben, wäre das alte ThinkPad praktisch der alte Oldtimer, den man aufm Hänger zu einer abgesperrten Strecke fährt, damit man dort ein paar Spaßrunden eiern kann, ohne sich und andere aufzuhalten, da nicht mehr straßenverkehrstauglich.

Dass die alten ThinkPads aber noch "gebraucht" werden, aus reiner Funktionssicht - explizit nicht aus nostalgischen Gründen - lässt mir nur die Schlussfolgerung zu, dass die Verwendung im Alltag zu sehr romantisiert wird.

Versteh mich nicht falsch, ich bin auch wieder auf der Suche nach einem alten T60/61 als Schreibmaschine, fürs Tippgefühl und die Nostalgie (gerne auch älter, Hauptsache 64 Bit-CPU wegen Support), aber im Alltag zum "Arbeiten" und dazu zähle ich halt auch nebst Tabbellenkalkulation und so das Internetz zu benutzen an einem halbwegs modernen Monitor, der nicht per DVI sinnvoll angesteuert werden kann (HP z30i von ~2013 mit 2560x1600), dafür ist das Ding nicht mehr geeignet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei den "noch gar nicht sooo alt"en, ich nenn sie mal jüngere Gebrauchte, leert sich das Angebot schneller als früher, weil aufgrund der durch KI verursachten, exorbitanten Preise viel mehr Leute (und auch Firmen) statt neu refurbished kaufen. Dadurch ziehen dort auch die Preise an und es verschiebt sich ein Teil der Nachfrage zu älteren Modellen.
 
Richtig.. ich überlege halt auch derzeit kaum, mir ein "neues" Gerät zu holen.
Nachdem Ende letzten Jahres noch sehr gute Lenovo Angebote da waren, denke da an ein 32GB T14 Gen 5 AMD mit OLED und Ryzen 7 und 512Gb SSD für 800 Flocken oder so, ist der Zug nun abgefahren.
Der Wert meines Dienstgeräts mit 64 GB RAHM ist ja auch irgendwie exorbitant gestiegen... :D
 
@verschenk_nix ich verstehe deine Ansicht und deine Argumentation, natürlich ist ein altes ThinkPad ein Hobbyobjekt und macht Spaß, ist aber - im Vergleich zu einem Oldtimer, mit dem du noch immer im Straßenverkehr (wenn auch oft nicht so sicher) noch gut von A nach B kommst einfach was anderes.
Wenn wir bei dem Oldtimervergleich bleiben, wäre das alte ThinkPad praktisch der alte Oldtimer, den man aufm Hänger zu einer abgesperrten Strecke fährt, damit man dort ein paar Spaßrunden eiern kann, ohne sich und andere aufzuhalten, da nicht mehr straßenverkehrstauglich.
Natürlich verwende ich die Kisten nicht mehr gewerblich. Die Zeiten sind vorbei. Aber mein schnellster privater Rechner hier privat ist ein T61 - ungelogen. - Mehr brauche ich nicht und die alten Möhrchen sind somit auch meine Dailys.
Dass die alten ThinkPads aber noch "gebraucht" werden, aus reiner Funktionssicht - explizit nicht aus nostalgischen Gründen - lässt mir nur die Schlussfolgerung zu, dass die Verwendung im Alltag zu sehr romantisiert wird.
Ich brauche einfach im Alltag nicht mehr. Das hier ist übrigens keine Besserwisserei, keine Show, keine Verarsche. Ich habe wirklich keine schnelleren Rechner. Nur jeweils ein top-angepasstes und somit verhältnismässig rattenschnelles Linux. Das ist übrigens zwingende Voraussetzung, sonst macht es wie Du schon schreibst, keinen Spaß.
Versteh mich nicht falsch, ich bin auch wieder auf der Suche nach einem alten T60/61 als Schreibmaschine, fürs Tippgefühl und die Nostalgie (gerne auch älter, Hauptsache 64 Bit-CPU wegen Support), aber im Alltag zum "Arbeiten" und dazu zähle ich halt auch nebst Tabbellenkalkulation und so das Internetz zu benutzen an einem halbwegs modernen Monitor, der nicht per DVI sinnvoll angesteuert werden kann (HP z30i von ~2013 mit 2560x1600), dafür ist das Ding nicht mehr geeignet.
Zum alltäglichen Schreiben hängen meine Krümel jeweils im Dock mit einer Ergo-Tastatur und einem Umschalter. Monitor ist zugegebenermaßen ein Thema. Mein oller kann nur 1600x1200 der hat aber zwei VGA-Eingänge - das hat aber bisweilen immer gereicht.

Wirklich leistungshungrige Anwendungen aus heutiger Sicht laufen hier nicht (mehr). Das was früher beruflich lief, würde weiterhin gehen - aber nicht mehr mit der heutigen Bloatware. Und Multimediakrams muß ich ganz bestimmt nicht in Ultra-HD haben.
 
Die Diskussion ob und für wen ältere Modelle subjektiv(!) noch nutzbar sind ist eine Sackgasse (in die man hier im Forum nur zu gerne einbiegt), die die eigentliche Fragestellung zum verringerten Angebot aber nicht weiterbringt.
Dann halt kurz und knallhart - Irgendwo ein TP gefunden - Tut irgendwie - Also zum Mondpreis in die Bucht - Keiner will es - Bauhof.

Oder auch gerne - Altes TP gefunden - Für alles zu langsam - Verkaufen bringt mehr Streß als Geld - Bauhof.

Wie wäre es mit - Wohnungsauflösung - Keine Ahnung, oller Kram - Startet nicht mehr - Keine Lust noch lange Zeit damit zu verbringen - Bauhof.

Vermutlich aber - Neuen Rechner bekommen - Alten erstmal ins Regal - Dann in die Schublade - Dann in den Keller oder Speicher - Ruhe in Frieden.


Weitere Vorschläge?
 
Kann mir zum Beispiel vorstellen, dass viele ältere Laptops, die schon mit DDR4 bestückt sind, systematisch aufgekauft werden, um den Speicher zu verwerten. DDR3 dürfte das nicht mehr so extrem betreffen, aber die letzten DDR3-Systeme sind ja jetzt auch schon zehn Jahre alt. DDR4-RAM ist in der aktuellen Speicherkrise immer noch was wert.

Ein Laptop ohne Speicher ist dann dagegen in der aktuellen Situation ziemlich wenig wert und dürfte dann eher dem Recycling zugeführt werden.

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Also unser T43 tut seinen Dienst immer noch. Und dann haben wir einige Thinkpads neuerer Generationen wegen der native RS232 weiter im Dienst.

Aber die Generation ab T400 hat es in der Tat schwer ihre Nutzung noch zu rechtfertigen. Vieles geht direkt in den Schrott. Thinkpads der T460/T470-Generation gibt es noch viele in den Schulen, halt mit Windows 10. Geräte ab Intel 8. Generation findet man massenweise in den Schulen. Die werden ausreichen solange es MS-Support gibt. Werden halt als Schreibmaschinen und fürs Internet genutzt.
 
Neu wenn es MS-Basis sein soll L13 und L14. Ansonsten kommen viele Geräte aus Firmen. Halt was Firmen so nach Ablauf der Nutzungszeit spenden.
 
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