WinXP: Verleiben nach Deinstallation immer Reste in der Registry ?

Sigi

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Hallo,

habe heute eine Software deinstalliert, weil ich die zugehörige Hardware verkauft habe. Klappte auch super, der Ordner unter C:/Programme war verschwunden, die Einträge in der Startleiste ebenso. Auch die Verknüpfungen zu dem Datentyp wurden gelöscht, XP kennt den Datentyp nun nicht mehr.

Interessehalber mal die Registry mit dem Programmnamen als Suchbegriff durchsucht, eine Menge Fundstellen tauchen auf. Dazu 2 Fragen:

1. Kann ich alle gefunden Einträge in der Registry gefahrlos löschen ?

2. Ist es grundsätzlich so, dass in der Registry Reste einer Installation verbleiben ?
Das würde dann bedeuten, dass alle Programme, die jemals installiert waren, ermittelt werden könnten.

Wie sieht die Realität dazu aus ?

Sigi
 
Einige Unternehmen sind bekannt dafür bei Audits nach Registry-Schlüssel-Resten zu suchen und einem bei positiven Fund eines solchen die Lizenzgebühr in Rechnung zu stellen.
Das wäre z.B. ein Punkt. Es weckt hier Unbehagen, dass sämtliche Installationen sozusagen geloggt werden. Ob es sich nun um schlampige Programmierung der Deinstaller handelt oder ein System dahinter steckt, sei mal dahingestellt. Es wird mir einfach zu viel registriert. Und was weiss ich, wann über das sagenhafte Internet die ganzen Logs ausgelesen werden.

Zu der Empfehlung XP neu aufzusetzen: Also XP ist schnell neu aufgesetzt, aber was ist mit den über viele Jahre zusammengekommen Programmen mit ihren z.T. umfangreichen Einstellungen und Anpassungen ?

Erstaunlich wie viel Aufwand hier getrieben wird um ein veraltetes Betriebssystem (Win XP :o ) in Schuss zu halten.
Man könnte auch sagen: Erstaunlich, dass alle kaufen und fressen, was man ihnen ständig neu vorgesetzt. Mir persönlich gefällt es nicht, immer mehr zum Nutzvieh im Schweinestall der Wirtschaft degradiert zu werden.

Nachdem ich Win3.11, Win95, Win98, Win2000, WinXP, Vista hinter mir habe und mich dieses Müll-Vista eine Menge Zeit und Geld gekostet hat, entscheide ich nun, was in meinem Haushalt veraltet ist - und was nicht.

Sigi
 
Erstaunlich, dass alle kaufen und fressen, was man ihnen ständig neu vorgesetzt. Mir persönlich gefällt es nicht, immer mehr zum Nutzvieh im Schweinestall der Wirtschaft degradiert zu werden.
Die Russen denken wohl ähnlich und haben daher ReactOS - ein freier Windows-Nachbau auf dem Stand von Windows XP - offiziell als fördernswerte Windows-Alternative erklärt.

Quelle: http://www.heise.de/open/meldung/Ru...avorisierter-Windows-Alternative-2722495.html


Nachdem ich Win3.11, Win95, Win98, Win2000, WinXP, Vista hinter mir habe und mich dieses Müll-Vista eine Menge Zeit und Geld gekostet hat, entscheide ich nun, was in meinem Haushalt veraltet ist - und was nicht.
Grundsätzlich eine gesunde Einstellung.
 
Zu der Empfehlung XP neu aufzusetzen: Also XP ist schnell neu aufgesetzt, aber was ist mit den über viele Jahre zusammengekommen Programmen mit ihren z.T. umfangreichen Einstellungen und Anpassungen ?

Nachdem ich Win3.11, Win95, Win98, Win2000, WinXP, Vista hinter mir habe und mich dieses Müll-Vista eine Menge Zeit und Geld gekostet hat, entscheide ich nun, was in meinem Haushalt veraltet ist - und was nicht.

Ich denke nicht, dass irgendjemand XP neu installiert um sie dann zu nutzen. Es ging ursprünglich um Spurenbeseitigung bevor man einen Komplettrechner zu dem auch ein OS gehört weggibt.

Natürlich hinkt der Vergleich immer aber ich hoffe nicht du entscheidest wann die Bremsbeläge veraltet sind. Wenn der Rechner am Internet hängt haben es die vielen Schadsoftwareproduzenten diese Entscheidung längst gefällt. Wenn nicht, dann lass ihn laufen. Wozu die Mühe einer Spurenbeseitigung wenn niemand von dem Rechner weiss?
 
Es kann durchaus Situationen geben, in denen man ein altes OS noch weiterhin benutzen will - beispielsweise wenn man dazu passende ältere Software weiterhin verwenden will oder vielleicht sogar verwenden muss - sei es eine bestimmte (veraltete) Datenbank, CAD-Anwendung, ERP-Programm, etc.

So erging es mir, als für einen Techjet Plotter der Treiber-Support eingestellt wurde, ein Win98-System eingerichtet wurde - nur um den Plotter weiterhin benutzen zu können.
 
Habe ja selbst eine Windows XP VM. Die Software für mein ISDN Telefon+TK Anlage wird nur unter Windows XP laufen. War schon kurz dran alles zu entsorgen aber ein Kabeltelefon mit vielen Tasten bedient sich flüssiger als ein DECT Handset wo man durch Menüs wühlen muss.
 
Manchmal könnte man denken, gewisse Leute verdienen daran, von WinXP abzuraten:rolleyes:
So lange man weiß, was man tut, ist dagegen nichts einzuwenden.
Bei mir läuft auch noch XP. Das nun seit über 6 Jahren ohne Neuinstallation, Virenfrei, ohne Geschwindigkeitsverlust.

Einige Unternehmen sind bekannt dafür bei Audits nach Registry-Schlüssel-Resten zu suchen und einem bei positiven Fund eines solchen die Lizenzgebühr in Rechnung zu stellen.
Dazu muß man aber erst mal rein kommen, die Information wieder raus gelangen bzw sollte man sich vorher überlegen, was man auf dem Rechner installiert.
Es liegt an jedem selbst, sich über verbleibende Reste in Registry Gedanken machen zu müssen oder die Schnibsel einfach da zu lassen, weil sie unschädlich.
Sollte ich mich mit Sachen beschäftigen, die eine Gefahr herauf beschwören, sollte man von Windows eh ganz die Finger lassen. Dagegen hilft auch kein neueres Windows.

Uwe
 
Ist richtig.
Aber nicht das Problem von WinXP, sondern jedem Windows als auch der verwendeten Software (zB Browser).
Ansonsten weiß Microsoft eh mehr über das eigene Betriebssystem als man selbst.
Insofern ist das ein oder andere Programm, was betriebssystemunabhängig irgend wo hin telefoniert, auch wurscht. Oder, siehe oben, man hat es selbst in der Hand.

Uwe
 
Nachdem ich Win3.11, Win95, Win98, Win2000, WinXP, Vista hinter mir habe und mich dieses Müll-Vista eine Menge Zeit und Geld gekostet hat, entscheide ich nun, was in meinem Haushalt veraltet ist - und was nicht.

Vista vor dem ersten Service-Pack war sicher noch nicht besonders ausgereift, aber das gilt für jedes neues Windows. Aber deshalb sich grundsätzlich Windows 7 zu verschließen, das auf bisher jedem Rechner, den ich im Familien- und Bekanntenkreis aktualisiert habe, deutlich besser lief, als vorher XP (inzwischen über zwölf Jahre alt), kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen. Oder hast Du so exotische und teure Anwendungen oder Geräte, die unter Windows 7 nicht mehr laufen würden?

Daß es für XP keine Sicherheitsupdates mehr gibt, ist Dir bekannt? Oder hältst Du Updates auch nur für Augenwischerei, weil überall Sicherheitslücken vorhanden sind?

Wenn man natürlich kein Internet braucht und nur Textverarbeitung machen will, reicht auch noch ein 386er mit MS-DOS und Nadeldrucker. An dem würde sich vermutlich sogar die NSA die Zähne ausbeißen, solange sie nicht bei Dir in der Wohnung sind...
 
Ich habe auch des öfteren das Gefühl gehabt, dass sich noch immer Reste auf dem PC befinden und manchmal schien ch auch recht zu haben. Ich weiß also wirklich nicht, ob man das überhaupt komplett löschen kann
 
... ich hoffe nicht du entscheidest wann die Bremsbeläge veraltet sind.
Der Vergleich musste kommen: Wer entscheidet bei dir, wann deine Bremsbeläge runter sind? Die Werkstatt? Na dann die Bremscheiben gleich mit, dann klingelt es noch besser in der Kasse. Wie oft Bremsen unnötig erneuert werden, lässt sich im Netz nachlesen. I.d.T. entscheide ich auch hier, wann meine Bremsen erneuert werden. Nämlich dann, wenn das messbare Limit erreicht ist.

> Wenn der Rechner am Internet hängt haben es die vielen Schadsoftwareproduzenten
> diese Entscheidung längst gefällt.
Also hier denke ich eher, dass Schadsoftware für aktuelle und/oder halbfertige neue Betriebssysteme entwickelt wird. Und für Leute, die ständig die neuesten System haben müssen, vor lauter neu und noch komplexer nicht mehr wissen, was eigentlich vor sich geht. Man setzt ein Häkchen irgendwo und alles ist gut.

> Wozu die Mühe einer Spurenbeseitigung wenn niemand von dem Rechner weiss?
Na ja, man kann heute davon ausgehen, dass sich in jedem Haushalt ein Rechner befindet. Denn muss man nur abholen kommen. Dazu muss man nicht unbedingt ein "böser Junge" sein, ein von irgendjemand ausgesprochener Verdacht kann schon ausreichen. Was einem in Zukunft Probleme machen kann, weiss heute keiner.

Manchmal könnte man denken, gewisse Leute verdienen daran, von WinXP abzuraten :rolleyes:
Könnte man meinen: M.E. ist es eher der Herdentrieb, gekoppelt mit blinder Fortschrittsgläubigkeit. Alles was neu ist, ist auch gut. Und: Was die Mehrheit macht, kann nicht falsch sein.

> ... sollte man sich vorher überlegen, was man auf dem Rechner installiert.
Ich muss vorher genau überlegen, was ich installiere? Dann muss ich auch vorher genau überlegen, was ich einem Freund in einer eMail schreibe. Dort wollen wir hin?

Daß es für XP keine Sicherheitsupdates mehr gibt, ist Dir bekannt? Oder hältst Du Updates auch nur für Augenwischerei, weil überall Sicherheitslücken vorhanden sind?
Ich habe keine Ahnung, was mir da als Sicherheitsupdate verkauft und installiert wird. Paar neue Backdoors vielleicht? Sicherheitsupdates und Sicherheitslücken interessieren mich nicht im Geringsten, denn das Kabel zum Internet ist auf meinem XP-System von Anfang an gekappt. Noch ist das möglich, weil alle meine Programme auf den "Kontakt nach Hause" verzichten.

Nüchtern betrachtet gibt es bis auf weiteres nicht mal den Ansatz eines Grundes, wieso ich mein XP-System incl. einer Unzahl von z.T. hochwertigen und teuren Programmen auf ein neueres Betriebssystem updaten sollte. Ausser dass es mir langweilig wäre und ich Freude am Lösen unnötig verursachter Probleme habe - was nicht der Fall ist.

Sigi
 
Der Vergleich musste kommen: Wer entscheidet bei dir, wann deine Bremsbeläge runter sind? Die Werkstatt? Na dann die Bremscheiben gleich mit, dann klingelt es noch besser in der Kasse. Wie oft Bremsen unnötig erneuert werden, lässt sich im Netz nachlesen. I.d.T. entscheide ich auch hier, wann meine Bremsen erneuert werden. Nämlich dann, wenn das messbare Limit erreicht ist.

Also entscheidest dann doch nicht du sondern irgendjemand anders der ein Limit definiert hat?

Selbst bei meinem Fahrrad wo die Beläge in fünf Minuten gewechselt ist sage ich, da ist zwar noch Reserve für einige Wochen aber wo ich gerade die Hände schmutzig gemacht habe... Oder die Bremsflanken sind noch gut für 821 km. Aber wenn das Rad schon in der Inspektion ist, dann soll der Mechaniker den Ritzel an ein neues Laufrad schrauben statt an das alte um nur drei Tage später wieder bei ihm vortzuanzen und den Ritzel vom verschlissenen Laufrad wieder runter, auf ein neues rauf, dann die Schaltung einstellen zu lassen.

Das mag für den einen Abzocke sein, für mich klingt das nach netten Service. Wer will schon alle paar Wochen sein Auto in der Werkstatt abgeben? Ein Jahr ohne Werkstattbesuch fahren zu können ist mir so viel Wert, dass ich einige noch brauchbare Teile gerne in die Tonne wandern lasse.
 
Solange die XP Kiste keinerlei Kontakt zum Netz hat, sollte das ja kein weiteres Problem sein. Die Sicherheit eines solchen Systems ist dann eher unkritisch - im privaten Umfeld.

Allerdings: auch wenn bei "neu" nicht immer alles "besser" ist, ist insgesamt bei jeder Windows Version gerade in Sachen Sicherheit immer ein Sprung nach vorne gemacht worden. Insofern ist es nicht die Frage, ob es sicherer ist, sondern nur, ob man es einsetzen kann und will.
 
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