Niemals will die IT von großen (und mittelgroßen) Unternehmen jetzt schon wieder umsteigen.
Die werden vorerst bei Windows 7 bleiben.
Wieso "jetzt schon wieder"? Deine Aussage betrifft an sich nur die Firmen, die sich jahrelang gegen Windows 7 gesträubt haben und erst dann umgestiegen sind, als es eigentlich schon fast zu spät war. Wer einmal so hinterher hängt, wird weiter hinterher hängen. Das muss jetzt nicht überall schlecht sein, ist halt ein sehr konservativer Ansatz. Man nutzt halt möglicherweise sinnvolle Neuerungen jahrelang nicht, ist evtl. jahrelang nicht auf dem aktuellen Stand in Sachen Sicherheit. Es gibt also schon gravierende Nachteile für diese konservative Linie.
Hier, in einem mittelgroßen, weltweit aufgestellten Unternehmen läuft die Sache so: es wurde relativ früh schon Windows 7 eingesetzt. Das ist auch noch das am meisten genutzte System im Unternehmen, aber auf dem absteigenden Ast. Wir machen keine großen Rollouts, sondern ab einem gewissen Punkt werden halt neue Systeme und Systeme, die eh neu installiert werden, mit neuerem OS ausgeliefert. Genauso wurde damals von Windows XP auf 7 umgestiegen. Damals, also als Windows XP noch unterstützt wurde und Windows 7 relativ neu war.
Momentan wird ausschließlich 8.1 verteilt - seit Ende 2014 weltweit. Ab dem Release von Windows 10 wird dann das übliche Procedere laufen zum Testen, die Verteilung ist ja zum Glück nicht anders als vorher auch. Sprachpakete rein, automatische Image-Erstellung testen und dann gehts halt los, dass zuerst Freiwillige aus der IT umsteigen werden und ab einem gewissen Punkt dann wieder neue Systeme nur noch mit Windows 10 ausgeliefert werden. Ich nehme mal an, dass es bis zu generellen Auslieferung an die User nicht ernsthaft lange dauern wird, da die ganze Infrastruktur, Scripts zur Erstellung von angepassten Images usw. weiter genutzt werden kann.
Der Vorteil bei solchen kleinen Sprüngen ist halt der, dass man sich weniger Gedanken um Kompatibilität machen muss. Wer jetzt noch bei XP hängt, kann die ganze Infrastruktur zur Installation umbauen, hat vermutlich diverse nicht mehr kompatible Programme und vieles mehr. Das hab ich nicht, denn was unter 8.1 sauber läuft, wird zu 99% auch unter 10 sauber laufen.
Und deswegen ist es m.E. falsch für ein Unternehmen, jetzt einfach zu sagen "ach, Windows 7 läuft doch ganz toll, da bleiben wir jetzt dabei".