Hallo!
Schonmal vielen Dank für Euer Feedback!
"shutdown -s -t 0" ist nicht ganz das, was ich gesucht habe, da damit der Rechner komplett runterfährt, so dass er mit WakeOnLan nicht mehr zu starten ist. Bei meinem Mainboard vom Typ ASRock H87 Pro4 ist es jedenfalls so, dass der Rechner per WakeOnLan nur dann gestartet werden kann, wenn er entweder in den "Ruhezustand" versetzt wird oder "Energie sparen" aktiviert wurde.
Die Variante mit Alt+F4+Ruhezustand ist dagegen genau das, was ich gesucht habe.
Ich habe allerdings noch ein paar Merkwürdigkeiten festgestellt:
1.)
Wenn ich mich zuhause in meinem Heimnetzwerk befinde, verwende ich auf meinem Netbook (WindowsXP) das Freeware-Tool WakeMeOnLan von
www.nirsoft.net , um damit den Desktop-Rechner, wenn er zuvor in den entsprechenden Zustand runtergefahren wurde, zu starten oder einfach um nachzusehen, ob der Rechner gerade läuft. Nach Alt+F4 + "Ruhezustand" zeigt mir jedoch WakeMeOnLan an, dass der Rechner weiterhin den Status "On" hat, auch nach einem Refresh der Anzeige in WakeMeOnLan mit F5.
Als ich jedoch testweise zwei Monate lang bis vor kurzem Ubuntu 12.04 LTS als einziges Betriebssystem auf dem Desktop-Rechner hatte, fuhr ich den mittels Terminal mit "sudo pm-hibernate" in den Ruhezustand und da hatte dann WakeMeOnLan nach Druck auf F5 tatsächlich den Status "Off" angezeigt.
(Nebenbemerkung: Von Linux habe ich mich inzwischen wieder verabschiedet, da ich festgestellt hatte, dass ich nicht zur Zielgruppe von Linux gehöre. Ich will das an der Stelle garnicht vertiefen. Die Sache mit dem Remote-Desktop in Linux fand ich jedoch trotzdem nicht schlecht, da ich somit auf einem extrem schwachen Netbook (Samsung NC10) quasi die Leistung eines leistungsfähigen Desktop-Rechners zur Verfügung habe. Aus dem Grund habe ich auch zu Windows 8.1 Pro gegriffen, weil nur die Pro-Variante den Remote-Desktop-Server besitzt. Schade ist außerdem, dass man nicht gleichzeitig, wie bei Linux, direkt am Desktop-Rechner arbeiten, und via Netbook mit einer Remote-Desktop-Sitzung mit dem Desktop-Rechner verbunden sein kann. Bei Windows ist das nur ein Entweder-Oder-Betrieb, der auf dieselbe Desktop-Oberfläche zugreift; bei Linux dagegen befindet man sich auf zwei ganz unterschiedlichen, voneinander unabhängigen Desktops.)
2.)
Das Linux-System auf dem Desktop-Rechner musste ich, um innerhalb meines LAN den Desktop-Rechner vom Netbook aus fernsteuern zu können, mit dem Programm WakeMeOnLan starten. Da kriegt man mit F5 den aktuellen Status aller Netzwerkgeräte angezeigt. Klickt man auf einen Rechner, der WakeOnLAN unterstützt, und drückt dann F8, so startet dieser. Jetzt, bei Windows 8.1 Pro, genügt es, dass ich auf dem Netbook die Remotedesktopverbindung für den zugeordneten Desktop-Rechner aufrufe. Der Rechner startet dann automatisch.
Kann es sein, dass der Begriff "Ruhezustand" in der Linux-Welt und der Windows-Welt nicht deckungsgleich definiert ist? Ich habe da mal ganz rudimentär etwas von verschiedenen Betriebszuständen eines Rechners gehört, irgendwas mit S1 bis S5, was damit zu tun haben könnte... Hab' da als EDV-Laie nicht so den tiefen Einblick.
3.)
Ich hatte früher mal, so vor etwa 8 Jahren, einen Desktop-Rechner (war glaube ich ein Board von ASRock, habe aber die genaue Bezeichnung vergessen) mit Windows 2000 Professional, der komplett ausgeschaltet (nicht nach Aktivierung des Ruhezustands), per WakeOnLan wieder eingeschaltet werden konnte. Wichtig war da nur, dass er nach dem Einstecken des Stromkabels in die Steckdose schonmal gelaufen ist. Bei meinem aktuellen Board ASRock H87 Pro4 dagegen ist ein WakeOnLan nur über den Ruhezustand möglich.
Meine Frage ist nun: Habe ich mit dem Board ASRock H87 Pro4 ein Board mit einem etwas eigentümlichen Verhalten erwischt, oder ist das heutzutage so der Standard?