welches NAS von welchem Hersteller?

independence

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Da ich mich ein klein wenig mit dem Gedanken auseinandergesetzt habe an meinem Zweitwohnsitz ein NAS auszuprobieren, brauch ich mangels Ahnung eure Hilfe. Das Angebot an Herstellern und deren Modellen ist einfach riesengroß. Beispielsweise kann man auf den Herstellerseiten fast keine Auskunft zu etwas älteren Modellen finden und das macht den Vergleich noch schwieriger.
Es muss auch nicht unbedingt ein neues Gerät sein. Wenn ich mich für was Gebrauchtes entscheide, dann muss ich mir aber sicher sein, dass ich das Thinkpad unter den NAS-Systemen kaufe.

Eins ist sicher: 1 Bay ist zu wenig. Es soll also etwas zwischen 2-4 Bays werden (4 ist schon recht attraktiv, da ausbaufähig)

Momentan betreibe ich einen HP40NL Server, welcher auch ausgezeichnet läuft. Ich bin kein Pro im Umgang mit Windows Server 2012 (oder anderen Server-OS) und muss immer mühevoll viel lesen, wenn ich ein neues Feature testen will.
Mein Server macht im Moment folgendes und ich stelle mir bei einem NAS auch das gleiche vor, vielleicht sogar noch deutlich mehr (wenn es ohne extrem großen Aufwand realisiert werden kann, da ich im Moment keine Zeit habe mich mehrere Stunden/Tage mit dem Einstellen und Realisieren von Features beschäftigen kann):

1. Backup auf eine externe Festplatte (werden manuell angestoßen, sollen aber im NAS vollautomatisch (wenn möglich in Echtzeit) angestoßen werden
2. Backup zu einem Cloudspeicherdienst mit Vollverschlüsselung (Crashplan)
3. der Server dient als FTP Zugang von verschiedenen Leuten
4. 4 von 5 Festplatten sind mit TrueCrypt verschlüsselt (da weiß ich, dass es mit nem NAS problematisch werden wird (also wenn ich das Feature haben will, muss ich tief in die Tasche greifen. Deshalb nicht unbedingt notwendig)
5. RAID 1 von 2 Festplatten (sollte mit einem NAS ja überhaupt kein Problem sein)
6. Streaming von HD-Inhalten auf jeden erdenklichen Clienten (Laptop, Handy, Tablet)
7. Streaming von Musik auf die gleichen Clienten
8. Backup für mein Dropboxkonto (wird wohl auch schwer zu realisieren sein auf dem NAS?!)

Das sind die wichtigsten Sachen die ein NAS erledigen sollte und es wäre wünschenswert, wenn es noch deutlich mehr kann..
Zum Beispiel interessant wäre ein Service à la Cloud (z.b. OwnCloud) --> gibt es sowas von einem NAS-Hersteller?

Vielen Dank für eure Antworten

mfg, Daniel
 
Zuletzt bearbeitet:
P.S. Und warum nicht das gleiche nochmal mit dem HP Server aufsetzen ?

Weil ich mich auch mal in andere Richtungen orientieren will und weil ich, wie gesagt, mangels Kenntnissen nicht die Zeit/Lust habe mich ewig lange in Features einzulesen um diese dann erfolgreich umzusetzen. Und möglicherweise geht das bei nem NAS einfacher.
 
Kommt auch auf die Preisvorstellung an. Da ich schon einige Jahre zufriedener Synology - Benutzer bin, empfehle ich diese natürlich (siehe auch den Link in meiner Signatur). Allerdings bin ich mit dem Preis/Leistungsverhältnis nicht ganz zufrieden. Natürlich gibt es da auch noch Qnap - soweit ich dies überblicken kann, nehmen sich die beiden Hersteller nicht viel, das Offensichtlichste dürfte wohl das Browserinterface sein, dass bei Synology etwas schicker aussieht.
Beide Hersteller bieten auf ihren jeweiligen Seiten auch Live-Demos an, da kannst du ja selber mal ein bisschen NAS - Luft schnuppern.

Die Synology Diskstations mit dem DM 4.1 (= das Betriebssystem des NS) können:

1. Backup auf eine externe Festplatte (werden manuell angestoßen, sollen aber im NAS vollautomatisch (wenn möglich in Echtzeit) angestoßen werden
Kein Problem
2. Backup zu einem Cloudspeicherdienst mit Vollverschlüsselung (Crashplan)
Geht ab Version 4.2, allerdings nur mit Amazon Glacier
3. der Server dient als FTP Zugang von verschiedenen Leuten
Kein Problem
4. 4 von 5 Festplatten sind mit TrueCrypt verschlüsselt (da weiß ich, dass es mit nem NAS problematisch werden wird (also wenn ich das Feature haben will, muss ich tief in die Tasche greifen. Deshalb nicht unbedingt notwendig)
Truecrypt verschlüsselung dürfte schwierig werden, aber Synology NAS im mittleren Segment bieten meißt Hardware - unterstützte Verschlüsselung an
5. RAID 1 von 2 Festplatten (sollte mit einem NAS ja überhaupt kein Problem sein)
Kein Problem
6. Streaming von HD-Inhalten auf jeden erdenklichen Clienten (Laptop, Handy, Tablet)
Clients gibt für den Browser, Windows, IOs, Android
7. Streaming von Musik auf die gleichen Clienten
siehe 6
8. Backup für mein Dropboxkonto (wird wohl auch schwer zu realisieren sein auf dem NAS?!)
Sollte gehen, allerdings muss man da ein bisschen basteln (Script erstellen, und entsprechen ins System einpflegen)

Zum Beispiel interessant wäre ein Service à la Cloud (z.b. OwnCloud) --> gibt es sowas von einem NAS-Hersteller?
Synology bietet so etwas an, OwnCloud lässt sich aber auch ohne großen Aufwand installieren
 
Die wichtigste Frage bei NAS ist: Was darf es denn kosten?

Insbesondere Punkt 4 ist problematisch, da viele NAS auf dem Atom oder anderen Prozessoren ohne expliziten AES-Unterstützung aufbauen.
Vor etwa 2 Jahren stand ich vor demselben Problem, und nach einigen Tests bin ich dann zum Schluss gekommen, dass ich ein eigenes System aufbaue, basierend auf dem E3-1220L mit AES-NI Unterstützung, ein paar GP Ram, einem Serverboard von Supermicro und einer entsprechenden RAID Karte von Adaptec.

Das ganze war nicht gerade günstig, ein entsprechendes NAS von QNAP hätte mich aber ebensoviel gekostet und durch die AES-NI Unterstützung merkt man nichts von der Verschlüsselung. (Momemtan sind 6 TB netto als RAID 6 drin, aber ich wollte das schon ewigs mal noch weiter ausbauen.)

Wegen dem OS, prinzipiell kannst du auch auf eine selber zusammengebaute Kiste einfach FreeNAS installieren. (Ich weiss allerdings nicht, wie weit das Verschlüsselung von Haus aus unterstützt. 8.3.1 sollte ZFS-Verschlüsselung unterstützen, sehr wahrscheinlich inklusive AES-NI)

mfg Moskito
 
Vor etwa 2 Jahren stand ich vor demselben Problem, und nach einigen Tests bin ich dann zum Schluss gekommen, dass ich ein eigenes System aufbaue, basierend auf dem E3-1220L mit AES-NI Unterstützung, ein paar GP Ram, einem Serverboard von Supermicro und einer entsprechenden RAID Karte von Adaptec.
Woher kriegt man solche Hardware?
 
Backup auf Stratos HiDrive geht ebenfalls vollautomatisch, ich habe z.Zt. ein knappes TeraByte von mehreren Synolgy-NAS in die Stratos-Cloud gesichert...

Gruss, maculae

Kostenpunkt?

Für Crashplan zahle ich auch aktuell, also bei nem anderen Anbieter zu investieren ist kein Problem

Das mit der Verschlüsselung hab ich mir so halb gedacht, aber wie gesagt: Nur dasfür das doppelte auszugeben ist es mir nicht wert, denn der HP40NL ist ja auch noch da.

Wieviel Geld ich investieren möchte ist ne gute Frage.. Sagen wir mal so 300 €, dafür sollte ja was aktuelles drin sein (gebraucht gerne)
 
Kostenpunkt?

Für Crashplan zahle ich auch aktuell, also bei nem anderen Anbieter zu investieren ist kein Problem

Strato hostet in dt. Rechenzentren (und unterliegt damit auch dt. Recht) - und ist damit teurer als die meisten Mitbewerber. Da ich die Cloud auch beruflich nutze, war mir der Standort und die Datensicherheit nach ISO 27001 jedoch wichtig. Für 1 TeraByte zahle ich im Moment 40 EUR/Monat...

Gruss, maculae
 
Woher kriegt man solche Hardware?
Ich habe damals alles bei pcp.ch gekauft. Die hatten das eigentlich alles vorrätig oder konnten es zumindest innert einiger Tagen bestellen.
Die Festplatten selber kaufte ich bei Steg, da sie dort wesentlich günstiger waren. (Und mit Digitec bin ich momentan etwas auf Kriegsfuss, da sie OEM-Festplatten nicht explizit als solche ausweisen, was zu einem unschönen Resultat mit WD geführt hat.)


@independence
Für 300€ wird das aber zumindest beim 4 Bay eher etwas aus dem Consumer-Bereich werden, und sicher nicht das Thinkpad der NAS, selbst wenn es gebraucht ist...
Um Empfehlungen (abgesehen von den Herstellern) zu machen, solltest du dann schon etwas konkreter werden. ;)

mfg Moskito
 
konkreter ;-)

ich könnte mir vorstellen, dass es ein solches 4-Bay-System wird. Die sehen ja recht vielversprechend aus.. Im Notfall muss ich dann etwas tiefer in die Tasche greifen.

QNAP TS-410

QNAP TS-412

QNAP TS-419P+

QNAP TS-419PII

Was wäre da ein No-Go oder empfehlenswert?

Hat vielleicht noch jemand ein Tipp, wo man solche Geräte gebraucht findet (außer in der Bucht)?

Und interessant zu wissen wäre noch, wann die verbaute Hardware nicht mehr ausreicht um FullHD Material wiedergegeben zu können (also wie groß der CPU und RAM mindestens sein sollten).
 
Zuletzt bearbeitet:
ich hab die Möglichkeit ein TS419p+ für 300€ gebraucht zu bekommen (ohne HDD). Ist der Preis ok?
 
Mit Qnap kenn ich mich nicht wirklich aus, aber ich würde dir gerne aus persönlicher Erfahrung ein Synology ans Herz legen. Ich hatte ein Qnap TS259p+ welches im Betrieb zwar super schnell war aber genau so laut. Des weiteren hat mich die Software nicht ganz so begeistert. Also habe ich das Teil wieder verkauft und habe ein Synology DS710+ von einem Bekannten getestet und seither dabei geblieben.

In meinen Augen die bessere Software, ein ganz wesentliches Argument, ein klein wenig günstiger und ein tolles Forum. Ich hatte zuvor alles ausprobiert WHS Selbstbau NAS und und und. Jetzt bin ich zufrieden, da minimaler Betreuungsaufwand, tolle Funktionen, minimaler Stromverbrauch und egal ob von Windows, MAC OS X oder Linux keine Zugriffsprobleme.
 
Kann ich mich nur anschließen. Synology baut wirklich tolle Geräte, hier stimmt wirklich alles - egal ob Hardware, Software, Support und Updates.

Edit:@scalpel - sehe gerade du hast eine DS213+.....hab aktuell noch eine DS210j, soll jetzt aber auch eine DS213+ oder 713+ werden - bist du zufrieden ? Oder irgendwelche Probleme ?
 
Zuletzt bearbeitet:
@KingKill,

wenn du nicht unbedingt die deutliche Mehrpower der 713+ benötigst (Plexserver) kann ich dir die 213+ nur absolut empfehlen.

- schnell dank der genialen CPU (PPC mit Gleitkommafunktion) auch einiges schneller wie die 212+ speziell beim Indizieren
- leiser wie meine alte 209+
- sparsamer wie die 209+

Von Problemen kann ich in keinster Weise berichten, von mir eine absolute Kaufempfehlung für die DS213+.
 
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