Grade bei Debian hat sich da eine Menge getan. Die Installation ist mittlerweile kinderleicht und wenn man dabei noch einen Haken bei "Laptop" und "Desktopoberfläche" setzt, bekommt man automatisch alles Wichtige installiert.
Irgendwer hat mal geschrieben oder gesagt, dass selbst ein Huhn Debian installieren könnte, wenn man nur genügend Körner auf die Enter-Taste legt. Das ist zwar vielleicht ein wenig platt ausgedrückt, aber ich bin auch der Meinung, dass die Installation des Grundsystems wirklich selbsterklärend ist. Und wer sich bspw. noch nicht mit Partitionierung beschäftigt hat kann zur Not auch eine geführte Partitionierung wählen. Eins muss ich allerdings schon sagen: Während bei bspw. Mint nach der Installation, also dem ersten Neustart das meiste gleich funktioniert (man kann zumindest gleich arbeiten, kann sich mit Funknetzwerken verbinden und mp3's hören), geht die Installation bei Debian nach dem ersten Neustart erstmal weiter. Dann heisst es erstmal die sources.list anzupassen, evtl. unfreie Pakete nachzuziehen, WLAN zum Laufen zu bekommen usw. Freilich.....bei meinem ersten Debian habe ich dazu auch ein wenig gebraucht, aber ich habe noch immer alles so zum Laufen bekommen, wie ich es mir vorgestellt habe und nach mittlerweile über 30 Debain-Installationen hat sich auch ein gewisser Work-Flow eingestellt. Von daher rede ich mich vielleicht leichter, als es Jemand empfindet, der das erste Mal eine Debian-Installation durchführt.
Aber wenn man dann mit der Nacharbeit fertig ist, hat man ein ebenso gut laufendes System, das man nicht zwangsläufig anfassen muss, wenn man nicht unbedingt will. Vielleicht ist die Nacharbeit aber genau der Punkt, warum man immer wieder hört, dass Debian nichts für Anfänger sein soll. Aber wie gesagt: Ich finde, dass es nicht schwerer oder leichter zu installieren ist als andere Systeme.....und wenn man mal nicht weiter weiß, warum jetzt zum Beispiel keine mp3's laufen, sucht man halt ein wenig im Netz. Bereits die ersten Treffer bei einer Suchmaschine sollten da schon das Richtige ausspucken. Jedenfalls ist mir ein sauberes Debian (oder etwas ähnliches) tausendmal lieber als irgend so ein blinkendes und aufpoppendes "Good-look"-Linux. Und vielleicht ist ein schlichtes Linux sogar gerade für Einsteiger im Endeffekt einfacher.
Aber gut...ich schweife mit diesem Beitrag von der ursprünglichen Frage ab und drifte in Philosophiefragen ab.....
Grüße
Frank